Internationales Literaturfestival lit.COLOGNE

09. März 2018

Zum 18. Mal findet in Köln das Internationale Literaturfest lit.COLOGNE statt. Bereits am 6. März war der Startschuss für die elftägige Veranstaltung. Zur diesjährigen Eröffnung las der Burgschauspieler Klaus Maria Brandauer im voll besetzten Kölner Dom. In seiner Lesung trug er den Text „Der Großinquisitor“ des russischen Schriftstellers Fjodor M. Dostojewski (1821 – 1881) vor.  Das Kapitel aus dem Roman „Die Brüder Karamasow“ stellt kritische Fragen zu dem christlichen Glauben und der kirchlichen Repräsentanz, aber der Text ist mehr als nur kirchenkritisch. Es sei ein visionärer Blick auf die Herrschaftsmechanismen aller ideologisch verbrämten Diktaturen, die als Pseudoreligionen im 20. Jahrhundert erst noch folgen sollten, so der Dompropst Gerd Bachner.

Es war die fünfte Domlesung seit der Entstehung der lit.COLOGNE. Das Festival hat es sich zum Ziel gemacht, Autoren mit der Veranstaltung zu würdigen. Sie setze ganz auf die Autoren und behandle diese wie Stars. Die Grundidee des Literaturfestivals ist nach Rainer Osnowski, einer der beiden Gründer, „die Begegnung großer Autoren mit Schauspielern, Künstlern.“ Weiter sagt er: „Werner Köhler und ich wollten damals vor 16 Jahren ein kulturelles Angebot machen, kein rein literarisches. Wir wollten Literatur mit Musik, Kunst und verschiedenen Literaturformen kombinieren und die vorhandenen Gräben zwischen E und U zuschütten. In Deutschland muss Kultur ja tendenziell ernst sein. Was nicht ernst ist, ist Event.“

Feministisches Festival q[lit]*clgn

In Köln findet parallel zur lit.COLOGNE auch eine Deutschlandpremiere statt: das erste feministische Literaturfestival, das den programmatischen Namen q[lit]*clgn trägt. Dieser verweist auf mehrere Bedeutungsebenen: von englischen „clit“ für die Klitoris bis zu lesbischen, Inter- und Transidentitäten. Insgesamt umfasst das Festival acht Veranstaltungen und ist eine Zusammenarbeit mit dem autonomen Frauen*Lesben Referat der Universität Köln, dem „Missy Magazine“ und diversen Migrantenorganisationen.

BuchDruckKunst-Messe in Hamburg

05. März 2018

Vom 23.3. – 25.3.2018 findet in Hamburg im Museum der Arbeit die BuchDruckKunst-Messe statt. Während der drei Tage präsentieren Künstler und Editionen ihre außergewöhnlichen Werke, wobei sich alles um das Thema Papier dreht. Egal, ob traditionell oder experimentell hergestellt, auf der Messe wird man fündig. Da die BuchdruckKunst eine Verkaufsmesse ist, können die außergewöhnlichen Editionen auch Vorort erworben werden.
Wie jedes ist die Zahl der Aussteller auf 53 begrenzt, um eine intensive Messe zu ermöglichen und die Einzigartigkeit zu bewahren.

Neben dem Ausstellen gibt es ein weit gefächertes Programm zum Zuschauen, Mitmachen und Lernen. Die Fachleute des Graphischen Gewerbes demonstrieren in den Druckwerkstätten des Museums der Arbeit den historischen Hand- und Maschinensatz, Buch- , Stein- und Tiefdruck sowie die Produktion von Holzbuchstaben. Dabei dreht sich alles ums Sehen, Fühlen und Riechen.

Weitere Informationen zur BuchDruckKunst finden Sie hier.

Neues Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz tritt ab dem 1. März in Kraft

03. März 2018

Eigentlich sollten die Verlage durch die Bundesregierung stärker unterstützt werden, doch durch das neue Urheberrechts-Wissensgesellschaftsgesetz, das ab dem 1. März in Kraft tritt, passiert das Gegenteil. Darin fehlt die rechtliche Grundlage für die Verlegerbeteiligung weiterhin und die Verlage gehen leer aus. Das Gesetz enthält die Erlaubnis, Teile von Büchern und Lehrwerke ohne Rücksprache und Lizenzierung für Unterrichts- und Forschungszwecke zu vervielfältigen und öffentlich zugänglich zu machen. Somit wird das Urheberrecht im Bereich Bildung und Wissenschaft deutlich eingeschränkt.

Alexander Skips, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, sagte dazu: „Wenn am Donnerstag das neue Wissenschafts-Urheberrecht in Kraft tritt, gehen Verlage leer aus. Ihre Eigentumsrechte werden beschnitten, ohne dass sie eine Entschädigung dafür erhalten. Das verstößt gegen Artikel 14 des Grundgesetzes. Verlage sorgen dafür, dass Studierenden hochwertige Lehrwerke und Fachliteratur zur Verfügung stehen. Diese Leistung kann jetzt nicht einmal mehr pauschal vergütet werden. Das ist inakzeptabel. Wann die gesetzliche Grundlage für die Verlegerbeteiligung auf EU-Ebene zustande kommt, ist weiterhin überhaupt nicht absehbar. Das EU-Gesetzespaket, in dem die entsprechende Regelung enthalten ist, verzögert sich weiter. Wir appellieren an die kommende Bundesregierung, ihren in den Koalitionsvertrag aufgenommenen Vorsatz zu verwirklichen und hier umgehend tätig zu werden.“

Bereits seit den Urteilen des Europäischen Gerichtshof 2015 und des Bundesgerichtshof 2016 fehlt die Rechtsgrundlage dafür, dass Verlage wie früher an den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften wie der VG Wort beteiligt werden. Durch das neue Gesetz wird das Lizenzgeschäft vieler Verlage unrentabel und sie verlieren den Reiz in hochwertige Bildungs- und Wissenschaftsliteratur zu investieren und diese auf den Markt zu bringen. Im Koalitionsvertrag habe die künftige Bundesregierung ihren Willen bekundet, einen Dialog zum Aufbau einer zentralen Online-Lizenzierungsplattform als mögliche Alternative zu der jetzt in Kraft tretenden Regelung in Gang zu setzen, so Skips weiter. Dieser Schritt sei notwendig, um einen wissenschaftlichen Publikationsmarkt innovativ weiterzuentwickeln.

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: März

26. Februar 2018

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

1.3., 19 Uhr: Frankfurt-Krimis in Wort und Bild

Chris Böhm & Irmgard Schürgers:
Frankfurt-Krimis in Wort und Bild
Ort:
Stadtteilbibliothek Schwanheim
Eintritt:
4,-

Zwei neue Kriminalfälle und zwei altbekannte Ermittlerteams: Chris Böhm präsentiert „Der Harlekin“. Irmgard Schürgers liest aus „Denn sie wissen, was sie tun“. Eine Foto-Show zeigt die Original-Schauplätze.

3.3., 18 Uhr: JuLiP – Jugendliteraturpreis

Lesung und Preisverleihung
Ort: Zentralbibliothek
Eintritt: frei

Zum 4. Mal waren Jugendlichen zwischen 10 und 19 Jahren aufgerufen, Kurzgeschichten zu schreiben. Vor der Bekanntgabe der Sieger lesen die Nominierten.

In Zusammenarbeit mit Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Metzler-Stiftung, FRIZZ, Fazit-Stiftung, Athlon Place Stiftung, Ringelsuse.

6.3., 20 Uhr: Poetische Positionen

Moderation: Malte Kleinjung
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,-/4,- (VVK) | 8,-/5,- (AK)

Lebt denn der alte Charles Bukowski noch? Nein, er ist mausetot. Aber unter seiner Fahne wird weitergedichtet: „Alles/ Sammeln hat Route“, schreibt Martin Piekar in AmokPerVers, und wer ihm auf seinem poetischen Parcours folgt, kommt an „Mülleimern“ vorbei, läuft über den „Catwalk aus der Trinkhalle“ oder gerät ins „Gravitationsfeld der Theke“. Das Material, das er dabei sammelt, ist der „ehrliche Dreck“ einer Großstadt wie Frankfurt: „Fließ sacht Main, ich singe dir mein Lied“. Dieses Ich grölt und summt nicht nur vom Lieben und Feiern, sondern auch von Terror und Prekarität. Das Mittel der Wahl dazu: Umbenennung. Kein Buchstabe kann sich sicher sein. „Iron Majdan – Fear of the Park“ gibt den Ton vor. Hinzukommen: Emphase! Dringlichkeit! Da will jemand was. Diese „Heavy-Metal-Minne“ (Gerrit Wustmann) muss man live erlebt haben.

Martin Piekar, geboren 1990 in Bad Soden, studiert Philosophie und Geschichte an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Seine Gedichte wurden in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften veröffentlicht. 2014 erschien sein Debütband Bastard Echo, 2016 Überschreibungen, ein E-Book mit Jan Kuhlbrodt. Martin Piekar erhielt Stipendien und Preise, zuletzt den hr2-Literaturpreis (2016) und den Atta-Troll-Superpreis für radikale Ideologiekritik (2016). AmokPerVers ist sein zweiter Band.

13.3., 20 Uhr: Die Neue Frankfurter Schule

Pit Knorr. Die Neue Frankfurter Schule
Ort:
Bibliothekszentrum Bergen-Enkheim
Eintritt: 
frei

Knorr ist als Mitbegründer der Satirezeitschrift Titanic, als Autor und Regisseur sowie durch seine Zusammenarbeit mit Otto Waalkes bekannt. Der Satiriker gehört zur Neuen Frankfurter Schule (NFS), die sich der systematisch betriebenen Sinnverweigerung, ohne gesellschaftsunkritisch zu sein, verschrieben hat.

In Zusammenarbeit mit der LeseInsel.

20.3., 20 Uhr: Lesung Angela Steidele

Angela Steidele „Anne Lister. Eine erotische Biographie“
Moderation: Insa Wilke
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,-/4,- (VVK) | 8,-/5,- (AK)

‚The xx‘ hätten Anne Lister bestimmt Freude gemacht. Der Name der Indie-Pop-Combo war für die Landadelige aus Yorkshire Programm. Meint ‚x‘ im Englischen gemeinhin einen Kuss, ist es in ihren verschlüsselten Tagebüchern viel mehr als das. Hier bedeutet ein ‚x‘ am Rand Masturbation, ‚Kuss‘ hingegen einen Orgasmus mit einer anderen Frau: „Zwei gute Küsse gleichzeitig gestern Nacht & drei heute Morgen, nach 8 Uhr“. Akribisch führt Anne über ihre Affären Buch – eine Chronik gleichgeschlechtlicher Liebe aus dem 19. Jahrhundert, überliefert gegen alle Wahrscheinlichkeit. Vorsicht aber vor Verklärung! So unerschrocken Anne Lister ihrem Begehren Erfüllung verschafft, so rücksichtslos verfährt sie bisweilen mit Geliebten, Verflossenen und Menschen niederer Herkunft: „Die emanzipatorische Tat Anne Listers ist nicht ihr Leben, sondern, dass sie es aufgeschrieben hat“ (Insa Wilke). Mit dieser erotischen Biographie setzt Angela Steidele fort, was sie u.a. am Beispiel Adele Schopenhauers begonnen hat: Dem Leben und Lieben von Frauen einen Platz in der Geschichte zu geben. Auf Basis dechiffrierter Tagebücher erzählt Steidele vom Alltag und Sex Anne Listers.

Angela Steidele, 1968 geboren in Bruchsal, studierte Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft und Philosophie. Ihre 2003 erschienene Dissertation behandelt Liebe und Begehren zwischen Frauen in der deutschsprachigen Literatur 1750-1850. Sie veröffentlichte u. a. In Männerkleidern. Das verwegene Leben der Catharina Linck alias Anastasius Rosenstengel sowie Geschichte einer Liebe: Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens. Für ihr literarisches Debüt Rosenstengel erhielt sie 2015 den Bayerischen Buchpreis. Angela Steidele lebt in Köln.

 

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

Die Geschichte der Tinte

20. Februar 2018

Im Gutenberg-Museum in Mainz findet im Juni eine Ausstellung zu „Unsere Schönsten“: Tintenfässer vom 19. bis zum 20. Jahrhundert statt. Insgesamt werden in diesem Rahmen eine Auswahl von 287 Tintenbehältnissen präsentiert, aus einer Zeit, in der handgeschriebene Briefe noch nicht zur Nostalgie führten.

Die Tinte selbst ist eine Erfindung, die bereits um 3000 v. Chr. in Ägypten verwendet wurde. Zu Beginn bestand Tinte noch aus Ruß und verschiedenen Bindemitteln, wie Gummi arabicum. Erst später, etwa um 1000 v. Chr. wurde die Rußtinte durch Tusche ersetzt. Zur Herstellung von Tusche wurde der Ruß aus verbrannter Nadelholzkohle oder Lampenöl verwendet und mit einem Leim aus Gelatine vermischt. Dieses Gemisch wurde anschließend in Stangen gepresst und getrocknet. Zum Schreiben verrieb man schließlich die Tuschestangen mit Wasser. In der Kalligrafie hat sich diese Methode bis heute erhalten.

Interessant ist auch der Bericht von Cicero, der von einem Gebrauch der Tintenbeutel von Tintenfischen schreibt. Diese wurden getrocknet und gemörsert, wobei ein braunschwarzer Farbstoff gewonnen wurde. Die Verwendung der sogenannten Sepiatinte wurde bis 1780 bewilligt.

Es gibt natürlich noch weitere Tintenarten, wie die pigmentierte Tinte aus der auch die Goldtinte im Mittelalter entwickelt wurde. Und wer kennt sie nicht noch von früher? Die Geheimtinte! Sie wird auch sympathetische Tinte genannt und wird erst unter einem bestimmten Lichteinfall sichtbar oder sie verändern ihre Eigenschaften nach einiger Zeit. Die extra Zutat für die Herstellung der Tinte ist dabei zum Beispiel Zitronensaft oder der Saft einer Küchenzwiebel. Erst beim Erwärmen des beschriebenen Papiers wird in diesem Fall die Schrift sichtbar.

Die Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 steht fest

18. Februar 2018

Wie jedes Jahr legt eine siebenköpfige Jury die Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Rubrik Belletristik fest. Die Vorsitzende der Jury, Kristina Maidt-Zinke, sagte zu der Auswahl: „Unsere Kriterien sind: Was macht der Autor mit der Sprache, wie originell sind Thema und Gestaltung, wie hoch ist der literarische Anspruch und das intellektuelle Niveau.“ Den Juroren gehe es darum, den Kunstaspekt nicht aus zu den Augen zu verlieren.

Und so hält auch diesmal die Shortlist die ein oder andere Überraschungen bereit und widersetzt sich damit den Erwartungen von Literaturkritikern. Unter den fünf auserwählten Titeln befinden sich drei Neulinge, unter anderem der Debütroman von Anja Kampann „Wie hoch die Wasser steigen“. Es folgen Isabel Fargo Cole mit „Die Grüne Grenze“, Esther Kinsky mit „Hain. Geländeroman“, Matthias Senkel mit „Dunkle Zahlen“ sowie Georg Klein mit „Miakro“. Klein gewann bereits 2010 den Leipziger Buchpreis, der mit einem Preisgeld von 60.000 Euro dotiert ist.
Am 15. März findet schließlich im Rahmen der Leipziger Buchmesse die Vergabe des Preises und somit die Bekanntgabe des Gewinners statt.

Neben der Kategorie Belletristik werden ebenfalls noch Preise in den Kategorien Sachbuch/Essayistik und Übersetzung vergeben. Alle Nominierten finden Sie hier.

Franz Kafka

15. Februar 2018

„Ich glaube, man sollte überhaupt nur noch solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen. Wenn das Buch, das wir lesen, uns nicht mit einem Faustschlag auf den Schädel weckt, wozu lesen wir dann das Buch? […] Ein Buch muss die Axt sein für das gefrorene Meer in uns.“

Franz Kafka (1883-1924)

Wettbewerb: „Die Schönsten deutschen Bücher 2018“

11. Februar 2018

Und noch ein kleiner Aufruf für alle begeisterten Buchgestalter: Noch bis zum 31. März 2018 habt ihr die Möglichkeit an den Wettbewerben „Die Schönsten deutschen Bücher 2018“ und „Förderpreis für junge Buchgestaltung 2018“ teilzunehmen.

Initiator der Wettbewerbe ist die Stiftung Buchkunst, die ihren Sitz sowohl in Frankfurt am Main als auch in Leipzig hat. Ihr Ziel ist es, die Qualität des Buchs in technischer und künstlerischer Hinsicht zu fördern. Die Gewinner werden von einer Fachjury auserwählt, wobei sich die Kriterien für die Entscheidung an Gestaltung, Konzeption, Satz, Druck, Bild und Einband orientieren. Insgesamt werden 25 Bücher für „Die Schönsten deutschen Bücher 2018“ ausgezeichnet – das allerschönste deutsche Buch kann ein Preisgeld von 10.000 Euro gewinnen .
Teilnehmen können Verlage, Buchgestalter und produzierende Betriebe mit Büchern, die im Zeitraum vom 1.04.2017 bis 31.03.2018 erschienen sind.

Der „Förderpreis für junge Buchgestaltung“ wird seit 1989 in Kooperation mit der BKM (Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien) vergeben. Sein Ziel ist es außergewöhnliche, neue Ideen zu gedruckten Büchern oder hybriden Buchformen zu fördern und somit Buchimpulse für morgen und Qualitätskonzepte sichtbar zu machen. Dafür werden drei Preisträger ernannt und mit jeweils 2.000 Euro ausgezeichnet.

Für alle Interessierten gibt es hier die Anmeldeformulare und weitere Informationen.

Der 8. Buchbinder Kongress startet im März

06. Februar 2018

Vom 16.03. – 17.03.2018 finden in Karlsruhe die Buchbindertage statt. Teilnehmen können alle Interessierten, die sich mit der Branche der Buchbinderei beschäftigen – Industrie- und Verlagsbuchbindereien, Sonderfertiger sowie Maschinenhersteller und Materiallieferanten. Die Anmeldung läuft noch bis zum 14. Februar.

Der zweitätige Kongress wird von dem Buchbindernetzwerk Bindnet veranstaltet. Die diesjährige Organisation und Durchführung übernimmt die Joseph Spinner Buchbinderei GmbH.

Die Agenda 

Insgesamt werden an den zwei Tagen acht Themenkomplexe vorgestellt, diskutiert und zur Anregung zum Austausch vorgestellt. So hält der Geschäftsführer Bernd Sauter von Müller Martini an dem Freitag einen Vortrag zu dem Thema „Müller Martini und Kolbs stellende Weichen für die Zukunft“. Aber es geht auch um Themen wie Energieoptimierung und die Einführung in das Lean Management.

Der zweite Schwerpunkt wird der Generation Y gewidmet. Die Referentin Frau Dr. Steffi Burkhart wird einen Vortrag zur „Generation Y – Was Sie bewegt“ halten. Sie beantwortet Fragen, wie „Wie arbeitet diese Generation? Was ist zu beachten? Worauf legen Sie Wert?“.

 

Weitere Informationen zur Anmeldung und die gesamte Themenübersicht finden Sie hier.

Eine Bibliothek ohne Bücher?

02. Februar 2018

Erst vor kurzem haben wir über den Umzug der Universitätsbibliothek in Marburg berichtet. Insgesamt wandern dort 56 Regalkilometer Bücher an den neuen Standpunkt neben den Alten Botanischen Garten. Doch gibt es auch andere Szenerien, die alte Bibliotheksbücher in der heutigen Zeit miterleben müssen. Die Digitalisierung ist inzwischen weit verbreitet und es werden Kontroversen laut, die sich mit der Frage beschäftigen, ob in der Zukunft auch Bibliotheken ohne Bücher vorstellbar seien?

Kaum einer kann sich das tatsächlich vorstellen, doch ist der Gedanke so absurd?

Deutschlandfunk Kultur spricht in dem Beitrag „Eine Datei ersetzt kein Buch“ mit dem Bibliothekar Michael Knoche, der vor einer Bibliothek ohne Bücher und dem Trend zur Digitalisierung warnt. In dem Interview sagt er: „Die Mehrheit der bibliothekarischen Gemeinschaft ist im Moment ganz auf der Digitalschiene. Mein Anliegen ist, nochmal zum Nachdenken anzuregen und zu sagen: Natürlich ist die Zukunft der Bibliotheken auch digital, aber wir dürfen den Medienmix, den wir vorhalten, nicht vergessen.“

Den Beitrag von Deutschlandfunk Kultur zum Nachlesen und Hören finden Sie hier.