Archiv für die Kategorie ‘Termine’

Literarische Veranstaltungen in Gießen

Sonntag, 18. November 2018

100 Jahre Frauenwahlrecht. Eine Femmage an Hedwig Dohm

Donnerstag, 29.11.18 – 19:30 Uhr

Ort: Margarete-Bieber-Saal
Ludwigstr. 34
35390 Gießen

Eintritt: 5 € | erm. 3 € | LZG-Mitglieder frei

VVK: Tourist-Info Gießen
Für LZG-Mitglieder über das LZG-Büro

Am 30. November 1918 trat in Deutschland das »Reichswahlgesetz« mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft. Erstmals in der deutschen Geschichte durften Frauen wählen und gewählt werden. Anlässlich des 100. Jahrestages zum Frauenwahlrecht findet eine besondere Veranstaltung statt:

Bereits 1873 forderte Hedwig Dohm das Stimmrecht für Frauen und setzte sich in ihrem umfangreichen Gesamtwerk für deren politische, soziale und ökonomische Gleichberechtigung ein. Mit der »Edition Hedwig Dohm« geben die Historikerin Nikola Müller und die Literaturwissenschaftlerin Isabel Rohner Dohms umfangreiches Werk heraus. Bei Veranstaltungen zwischen szenischer Lesung und feministischem Kabarett machen Müller und Rohner gemeinsam mit dem Schauspieler Gerd Buurmann darüber hinaus Dohms Witz und Geist für das Publikum erlebbar. Das »Dohm-Trio« tritt seit einigen Jahren erfolgreich auf deutschen Bühnen auf.

Hedwig Dohm (1831–1919) war Schriftstellerin, Frauenrechtlerin und zählte nicht zuletzt wegen ihres 1874 erschienenen Werks Die wissenschaftliche Emancipation der Frau zu den ersten feministischen Theoretikerinnen.

In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Gießen und der Dezentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Instituts für Germanistik.

Das Jahr der Revolte. Gespräch und Lesung mit Claus-Jürgen Göpfert und Bernd Messinger über die Revolte von 1968 in (und um) Frankfurt

Dienstag, 4.12.18 – 19 Uhr

Ort: Oskar-Singer-Raum / Zeitschriftenlesesaal (1. OG)
Universitätsbibliothek
Otto-Behaghel-Str. 8
35394 Gießen

Eintritt: 5 € | erm. 3 € | LZG-Mitglieder frei

VVK: Tourist-Info Gießen
Für LZG-Mitglieder über das LZG-Büro

Moderation: Claus Leggewie (Ludwig Börne-Professur der JLU)

Die Revolte von 1968 hat in keiner anderen Stadt solche Spuren hinterlassen wie in Frankfurt am Main. Die Forderungen aller Beteiligten, allen voran der Studierenden, sind nicht nur im gesellschaftlichen Leben bis heute spürbar, sondern bestimmen auch die Kultur maßgeblich mit.

50 Jahre danach erinnern sich in Das Jahr der Revolte mit Claus-Jürgen Göpfert und Bernd Messinger prominente Zeitzeugen wie der Politiker Daniel Cohn-Bendit, der Verleger KD Wolff und der Schriftsteller Peter Härtling an das turbulente Jahr. Dabei lassen sie die Ereignisse Revue passieren und reflektieren die großen Irrtümer und ideologischen Verirrungen der Zeit.

Claus-Jürgen Göpfert (*1955) studierte Politologie, Soziologie und Volkswirtschaft in Frankfurt. Seit 1985 arbeitet er bei der Frankfurter Rundschau und ist dort leitender Redakteur für die Ressorts Frankfurt und Rhein-Main. Zuletzt erschienen von ihm die Bücher Der Kulturpolitiker: Hilmar Hoffmann und Die Hoffnung war mal grün.

In Kooperation mit der Universitätsbibliothek.

Die verlorene Liebe der Ilse Stein. Lesung und Gespräch mit Johannes Winter im Rahmen der Ausstellung »Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung«

Donnerstag, 13.12.18 – 19 Uhr

Ort: KiZ (Kongresshalle)
Südanlage 3a
35390 Gießen

Eintritt frei

Moderation: Markus Roth (Arbeitsstelle Holocaustliteratur)

Ilse Stein und ihre Familie wurden 1939 aus ihrem oberhessischen Heimatdorf Geiß-Nidda nach Frankfurt am Main vertrieben, weil sie Juden waren. Im November 1941 wurde die Familie von Frankfurt in das Getto in Minsk deportiert. Dort rettete der Wehrmachtsangehörige Willi Schulz, der zeitweise auch nach Malyj Trostenez – dem größten nationalsozialistischen Vernichtungsort in Weißrussland, nur wenige Kilometer von Minsk entfernt – abkommandiert war, die siebzehnjährige Ilse. Der Journalist und Publizist Johannes Winter hat über das Leben der Ilse Stein recherchiert und seine Nachforschungen zu einer berührenden und anschaulichen Erzählung über Mut und Menschlichkeit zusammengefügt und so Ilse Steins Erinnerung und ihr Zeugnis bewahrt.

Johannes Winter (*1946) studierte Alte und Zeit-Geschichte in Tübingen und Frankfurt am Main und arbeitet als freier Autor und Publizist. Er ist Mitbegründer der taz, Nachrichtenredakteur beim Hessischen Rundfunk und seit 2001 Mitarbeiter an Projekten zur historischen Friedensforschung. 1995 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis für essayistischen Journalismus.

Bernd Messinger (*1952) war Landtagsabgeordneter der Grünen und Vizepräsident im Hessischen Landtag, später arbeitete er im Presseamt der Stadt Frankfurt und war Büroleiter der damaligen Oberbürgermeisterin Petra Roth.

In Kooperation mit der Arbeitsstelle Holocaustliteratur.

Die Texte und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: November

Freitag, 26. Oktober 2018

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

1.11., 19 Uhr: Was ist Romantik? Der Roman des Freiherrn von Vieren

Prof. Dr. Markus Bernauer im Gespräch mit Dr. Konrad Heumann
Katharina Bach liest ausgewählte Auszüge aus dem Roman-Fragment
Ort: Frankfurter Goethe-Museum / Freies Deutsches Hochstift
Eintritt: 8,- / 4,-

„Vielleicht würde eine ganz neue Epoche der Wissenschaften und Künste beginnen, wenn die Symphilosophie und Sympoesie so allgemein und so innig würde, daß es nichts Seltenes mehr wäre, wenn mehrere sich gegenseitig ergänzende Naturen gemeinschaftliche Werke bildeten“, heißt es bei Schlegel im Athenäums-Fragment 125. Der Wunsch nach autonomer Abgrenzung geht also einher mit dem ebenso leidenschaftlichen Verlangen nach dem Du, dem es sich mitteilen kann. Der ‚Roman des Freiherrn von Vieren’ ist das Gemeinschaftswerk einer Dichtergruppe um E. T. A. Hoffmann, Adelbert von Chamisso, Karl Wilhelm Salice-Contessa und Friedrich de la Motte Fouqué. 1815 begonnen und Fragment geblieben, erzählt dieses amüsant-romantische Experiment die Geschichte des Malers Georg Haberland, der wie seine beiden Doppelgänger auf der Suche nach der idealen Mädchengestalt ist. Ein paar Jahre später veröffentlichte E.T.A. Hoffmann das von ihm zurückgezogene fünfte Kapitel des Viererromans als umgearbeitete eigenständige Erzählung ‚Die Doppelgänger’ und Karl Wilhelm Salice-Contessa seine Erzählung ‚Das Bild der Mutter.’ Der Berliner Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Markus Bernauer hat den fragmentarischen Text neu ediert und um zwei Novellen und ein Nachwort ergänzt, das die so spannende wie müßige Frage aufwirft: Was wäre wenn … Sein Gesprächspartner ist an diesem Abend Dr. Konrad Heumann, Leiter der Handschriften-Abteilung im Freien Deutschen Hochstift. Auszüge aus ‚Der Roman des Freiherrn von Vieren‘ werden von der Schauspielerin Katharina Bach vorgetragen.

„WAS IST ROMANTIK?“ – DIE NEUE GESPRÄCHSREIHE AM FREIEN DEUTSCHEN HOCHSTIFT
Was ist Romantik? Die auf den ersten Blick einfach anmutende Frage hat es in sich. Was gilt als „romantisch” in Kunst und Literatur, was als die „Epoche der Romantik”? Wergehört dazu? Wer nicht? Diesen Fragen geht die neue Reihe des Freien Deutschen Hochstifts in Vorträgen, Gesprächen und Lesungen nach. Dabei wird sich zunächst dem Phänomen von seinen Rändern herangenähert: In diesem Jahrstehen verschiedene „Grenzgängern“ im Fokus. Vor dem Hintergrund des derzeit entstehenden Deutschen Romantik-Museums wird die Veranstaltungsreihe in den nächsten Jahren mit wechselnden Schwerpunkten fortgesetzt.

4.11., 15 Uhr: „Edison“

Kinderbuch-Sonntag ab 4 Jahren
Torben Kuhlmann „Edison“
Ort: Literaturhaus Frankfurt
Eintritt: 5,-

Wer einmal ein Buch von Torben Kuhlmann aufgeblättert hat, der will es nicht mehr hergeben. Nach „Lindbergh“ und „Armstrong“ geht es in seinem neuen, prächtig illustrierten Mäuseabenteuer „Edison“ (Nord-Süd Verlag) tief hinunter ins Meer. Torben Kuhlmann verortet seine Geschichten in wahren Wunderwelten. Er verleiht einer kleinen Maus Ingenieursgeschick und Mut zu historischen Pioniertaten. Und das ist so spannend und rundum gelungen, dass man es gerne glauben will: Mäuse haben den Menschen doch etwas voraus. Torben Kuhlmann stellt „Edison“ in einer Lesung mit Bilderbuch-Kino vor und zeichnet für sein Publikum live.

Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von der Cronstett- und Hynspergischen evangelischen Stiftung.

7.11., 20 Uhr: Lesung Anke Stelling

Anke Stelling: „Schäfchen im Trockenen“
Moderation: Björn Jager
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 8,- / 7,- / 5,- / 4,-

„Nur ganz zart“ habe sie die Klassenfrage bisher angerissen, meinte Anke Stelling vor drei Jahren gegenüber der taz. „Ich glaube“, fügte sie an, „ich muss sie noch einmal brachialer stellen“. Gesagt, getan: „Schäfchen im Trockenen“ handelt von der Illusion sozialer Aufstiege, von der Erfahrung, dass die eigene Herkunft einen langen Schatten wirft. So erscheint es der Schriftstellerin Resi, die mehr schlecht als recht über die Runden kommt. Zu allem Überfluss wird die Wohnung, in der sie mit ihrer Familie lebt, gekündigt. Der Hauptmieter, einst enger Freund, will die Familie heraushaben. Resis alte Clique – Linke wie sie, aber aus gutem Hause – bricht den Kontakt ab: Man lebt in einem Gemeinschaftshaus im Prenzlauer Berg und ist beleidigt. Denn Resi hat über das Projekt, an dem sie sich nicht beteiligen wollte, geschrieben, zuerst nur in einem Zeitungsartikel, dann aber auch in einem „bösen Buch“. Während die einen eine vanillefarbene Fassade und begehbare Kleiderschränke haben, müssen die anderen schauen, wo sie in Zukunft bleiben.
Nachdem sie in „Bodentiefe Fenster“ ein Berliner Hausprojekt und das entsprechende Milieu aus einer Binnenperspektive sezierte, wählt Anke Stelling in ihrem neuen Roman den Blick einer Ausgeschlossenen, die glaubte, dazuzugehören. Das so ins Spiel kommende soziale Gefälle eröffnet bittere Einsichten, denen Resi nur mit ebenso bitterem Humor begegnen kann.

Anke Stelling, geboren 1971, aufgewachsen in Stuttgart, ging mit dem Abitur in der Tasche nach Berlin, wo sie, unterbrochen von einem erfolgreichen Intermezzo am Leipziger Literaturinstitut, lebt und als freie Autorin arbeitet. 2004 wurde ihr gemeinsam mit Robby Dannenberg verfasster Roman „Gisela“ verfilmt, 2010 die Erzählung „Glückliche Fügung“. Ihr Roman „Bodentiefe Fenster“ (2015) stand sowohl auf der Longlist des Deutschen Buchpreises als auch auf der Hotlist der unabhängigen Verlage und wurde mit dem Melusine-Huss-Preis ausgezeichnet.

14.11., 20 Uhr: Neue Gedichte aus Dänemark

Hier habt ihr mich. Neue Gedichte aus Dänemark
Mit Sten Kaalø, Cecilie Lind und Rasmus Nikolajsen
Moderation (dän./dt.): Sarah Fengler & Justus Karl
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 8,- / 7,- / 5,- / 4,-

Wie viele dänische Lyrikerinnen und Lyriker kennen Sie? Nicht ganz so viele? Dann sollte sich das ändern! Dänische Gegenwartslyrik dem deutschsprachigen Publikum zugänglich zu machen, das haben sich nämlich sieben Frankfurter Studentinnen und Studenten der Skandinavistik auf die Fahne geschrieben. Unter dem Titel Hier habt ihr mich präsentieren sie eine von ihnen selbst übersetzte und bei der Parasitenpresse erschienene zweisprachige Anthologie, die Gedichte von zehn Dichter*innen aus Dänemark versammelt. Drei von ihnen – Sten Kaalø, Cecilie Lind und Rasmus Nikolajsen – sind an diesem Abend zu Gast, um aus ihren Texten zu lesen und über sie zu sprechen.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Skandinavistik der Goethe-Universität Frankfurt und mit freundlicher Unterstützung des Statens Kunstfond

 

24.11., 20 Uhr: 100 Jahre „Betrachtungen eines Unpolitischen“ von Thomas Mann

Es diskutieren die Thomas-Mann-Kennerin Irmela von der Lühe und der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert
Lesung: Matthias Brandt
Moderation: Insa Wilke
Ort: Schauspiel Frankfurt
Eintritt: 30,- / 22,- / 16,-

„Denn so war die Zeit geartet, daß kein Unterschied mehr kenntlich war zwischen dem, was den einzelnen anging und nicht anging, alles war aufgeregt, aufgewühlt, die Probleme brausten ineinander und waren nicht mehr zu trennen“, schrieb Thomas Mann 1918 in seiner Vorrede zu seinem umstrittensten Werk: dem Essay „Betrachtungen eines Unpolitischen“. Die „Frage des Menschen selbst stand da“, meinte Mann im Rückblick auf die Zeit des Ersten Weltkriegs. Heute, hundert Jahre später, scheint sich dieses Zeitgefühl zu wiederholen und erneut werden politische Stellungnahmen und Willensentschließungen von verschiedenen Seiten gefordert. Wie lässt sich vor diesem Hintergrund über Thomas Manns Betrachtungen sprechen? Welche Vorstellung von Deutschland und Europa wird hier entworfen? Und was lässt sich im Jahr 2018 lernen aus seinem „Gedankendienst“ im Ersten Weltkrieg? Diese Fragen diskutieren die Thomas-Mann-Kennerin und Erika-Mann-Biographin Irmela von der Lühe und der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert. Nicht zuletzt soll es aber auch darum gehen, diesen wichtigen, viel gescholtenen und im Wortsinne fragwürdigen Text im Werk von Thomas Mann zu verorten und neu lesbar zu machen.

Eine Veranstaltung von YOUROPEAN in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt, hr2 kultur und dem S. Fischer Verlag.

30.11., 20 Uhr: 15 Jahre kookbooks

Mit Yevgeniy Breyger, Martina Hefter, Hendrik Jackson, Tristan Marquardt, Rike Scheffler, Daniela Seel, Farhad Showghi und Uljana Wolf
Moderation: Michael Braun
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 8,- / 7,- / 5,- / 4,-

Lasst die Sektkorken knallen: kookbooks feiert seinen 15. Geburtstag. Während der eine oder die andere in diesem Alter zum ersten Mal abstürzt, setzt der von Daniela Seel gegründete und geführte Independent-Verlag mit traumwandlerischer Sicherheit fort, was ihn seit jeher auszeichnet: avancierte Lyrik zu entdecken und ästhetisch ansprechend herauszugeben. Denn wenn es um deutsche Gegenwartslyrik geht, kommt man an diesem Verlag schon seit Langem nicht mehr vorbei. Wenn das kein guter Grund zum Anstoßen ist! Mit Yevgeniy Breyger, Martina Hefter, Hendrik Jackson, Tristan Marquardt, Rike Scheffler, Daniela Seel, Farhad Showghi und Uljana Wolf ist kookbooks gleich in Mannschaftsstärke zu Gast bei uns. Nichts, wirklich nichts steht einer langen Nacht der Lyrik mehr im Wege.

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

Das Einläuten der Frankfurter Buchmesse

Montag, 08. Oktober 2018

Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2018 steht fest: Inger-Maria Mahlke erhält den begehrten Preis für ihren Roman „Archipel“. Am Vorabend der Frankfurter Buchmesse wurde der mit 25.00 Euro dotierte Preis im Frankfurter Römer verliehen und damit auch der Beginn der Frankfurter Buchmesse eingeläutet. Die Jury begründete ihre Wahl mit folgenden Worten:

„Der Archipel liegt am äußersten Rand Europas, Schauplatz ist die Insel Teneriffa. Gerade hier verdichten sich die Kolonialgeschichte und die Geschichte der europäischen Diktaturen im 20. Jahrhundert. Inger-Maria Mahlke erzählt auf genaue und stimmige Weise von der Gegenwart bis zurück ins Jahr 1919. Im Zentrum stehen drei Familien aus unterschiedlichen sozialen Klassen, in denen die Geschichte Spaniens Brüche und Wunden hinterlässt. Vor allem aber sind es die schillernden Details, die diesen Roman zu einem eindrücklichen Ereignis machen. Das Alltagsleben, eine beschädigte Landschaft, aber auch das Licht werden in der Sprache sinnlich erfahrbar. Faszinierend ist der Blick der Autorin für die feinen Verästelungen in familiären und sozialen Beziehungen.“

Am 10. Oktober wird dann der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Frankfurt Pavilion feierlich eröffnen. Die Besucher können bis zum 14. Oktober die Messehallen erkunden und das vielfältige Veranstaltungsprogramm erleben.

Hier eine kleine Vorauswahl:

Das „Campus Weekend“ lädt  Studierende unter anderem zu einem Science-Slam und zu wissenschaftlichen Vorträgen ein. Die Studierende können sich darüber hinaus Tipps und Tricks für die Karriereplanung einholen und obendrauf gibt es auch noch ein Gratis-Frühstück.

Im Rahmen des internationalen Literaturfestivals werden wieder Autorenlesungen im neuen Frankfurter Pavilion stattfinden, sowie Bestseller-Events, Tastings und Talk-Runden an verschiedenen Orten in Frankfurt.

Künstliche Intelligenz auf einer Buchmesse? Ja, es können auch neue Technologien, wie neuronale Netze und Deep Learning, auf der Buchmesse bestaunt werden. Dazu gehört auch „die Zukunft der Creative Industries und der Publishingbranche in der Gegenwart“.

Auch das Essen kommt nicht zu kurz auf der Buchmesse. In der Gourmet Gallery werden die neuesten Trends und Innovationen zu den Themen Food und Lifestyle vorgestellt. Kochshows mit internationalen Spitzenköchen sollen die Geschmacksknospen der Besucher verwöhnen und überraschen. In dem Pavilion werden mehr als 30 Länderküchen vertreten sein.

Den Veranstaltungskalender finden Sie hier unter folgendem Link: https://www.buchmesse.de/service/veranstaltungskalender

Lesungen in Marburg

Sonntag, 16. September 2018

Uhrzeit: 19:30 – 22:30 Uhr
Ort: Kaufhaus Ahrens
Eintritt: 10,00 € / erm. 8,00 €
Mitveranstalter: Kaufhaus Ahrens

Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman »Das Kindermädchen« ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

Zum Buch: Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Sie wird gerufen, wenn der Tod Spuren hinterlässt, die niemand sonst beseitigen kann. In einem großen Berliner Bankhaus ist ein Mann in die Tiefe gestürzt. Unfall oder Selbstmord? Judith entdeckt Hinweise, die Zweifel wecken. Als sie die Polizei informiert, ahnt sie nicht, welche Lawine sie damit lostritt: Sie gerät ins Visier einer Gruppe von Verschwörern, die planen, die Bank zu hacken. Ihr Anführer ist Bastide Larcan, ein ebenso mächtiger wie geheimnisvoller Mann, der Judith zur Zusammenarbeit zwingt. Denn er kennt Details aus ihrer Vergangenheit, die für sie selbst bis heute im Dunklen liegen. Und in Judith keimt ein furchtbarer Verdacht – kann es sein, dass Larcan in die Ermordung ihres Vaters verstrickt war? Sie weiß, sie wird nicht ruhen, bis sie endlich die Wahrheit erfährt, was als Kind mit ihr wirklich geschah …

 

Uhrzeit: 17:00 – 20:00 Uhr
Ort: KFZ Marburg
Eintritt: 4,00 € (+ VVK-Geb.)
Mitveranstalter: KFZ Marburg / Kinder-& Jugendbuchhandlung Lesezeichen

Margit Ruile wurde 1967 in Augsburg geboren. Sie studierte an der Münchner Filmhochschule, wo sie nach ihrem Abschluss mehr als zehn Jahre in der Lehre tätig war, drehte Dokumentationen und arbeitete als Drehbuchlektorin.
Auch das Geschichtenerzählen lernte sie zuerst beim Film. Später fand sie dann heraus, dass Schreiben sich anfühlt, wie im Schneideraum zu sitzen – mit dem riesengroßen Vorteil, dass man die fehlenden Szenen nicht nachdrehen muss, sondern einfach erfinden kann. Margit Ruile lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in München.

Zum Buch: Chi sieht aus wie ein Kind. Blass und schmal. Die Züge so bleich. Die Haut zart und durchscheinend. Lange Wimpern an den Lidern der mandelförmigen Augen. Fast echt.
Denn Chi ist ein Roboter, an dessen Programmierung die 19jährige Celine während ihres Praktikums am Institut für neuronale Informatik mitarbeiten soll. Obwohl Celine weiß, dass Chi nur eine Maschine ist, baut sie eine Beziehung zu ihr auf. Aber als es zu ungeklärten Todesfällen am Institut kommt, ist klar, dass das Projekt gestoppt werden muss. Ein atmosphärischer Thriller über künstliche Intelligenz, computerdatenbasierte Zukunftsprognosenversehen mit einem Schuss Westworld.

Uhrzeit: 20:00 – 22:00 Uhr
Ort: Stadthalle Stadtallendorf
Eintritt: VVK 8,00 € / AK 10,00 €
Mitveranstalter: Stadt Stadtallendorf

Dietrich Faber wurde 1969 geboren. Bekannt wurde er als ein Teil des mehrfach preisgekrönten Kabarett-Duos FaberhaftGuth. Bereits sein erster Roman »Toter geht´s nicht« schaffte es auf Anhieb auf die Bestsellerliste. Seine Lesungen und Buchshows zu seinen Romanen um den wenig charismatischen Kommissar Bröhmann wurden zu Bühnenereignissen. Der Autor lebt mit seiner Familie in der Mittelhessenmetropole Gießen.

Zum Buch:  Wuthessen gegen Guthessen: Das gibt Tote!
Ex-Kommissar Henning Bröhmann ist mit Bekannten im Vogelsberg wandern, da erzählt ihm sein Vermieter Rüdi von seinem Engagement in der neuen Protestpartei »HESSEN ZUERST!«. Seit Rüdi arbeitslos wurde, hat er sich große Ziele gesetzt: unter anderem ein Landtagsmandat. Nun macht er Wahlkampf mit Slogans wie »Kartoffelworscht statt Döner« oder »Make Oberhessen great again«.
Henning wird schnell klar, dass diese neue Protestpartei nicht allein auf Wahlplakate und Sonntagsreden setzt. Die haben irgendwas vor mit dem Flüchtlingsheim im Ort! Und tatsächlich fließt bald Blut. Doch je genauer Henning hinschaut, desto rätselhafter wird das Bild. Kleinkriminelle Asylbewerber hier, eine unappetitliche Bürgerwehr dort, bei der auch ein alter Bekannter mitmischt. Und mittendrin eine unermüdliche Guthessin, die die weltweite Flüchtlingskrise alleine meistern will, und Hennings Mutter, deren Witwensitz in Flammen steht, seitdem bei der Aqua-Gymnastik der Blitz der Liebe eingeschlagen hat.
Ein so komischer wie ernstgemeinter Roman von Hessens Krimistar Dietrich Faber.

 

Uhrzeit: 20:00 – 22:00 Uhr
Ort: TTZ Marburg
Eintritt: 7,00 €
Mitveranstalter: Freundeskreis Frauen helfen Frauen e.V.

Katja Brandis ist das Pseudonym von Sylvia Englert. Sie wurde 1970 geboren und wuchs im Rhein-Main-Gebiet auf. Sie studierte Amerikanistik, Germanistik und Anglistik in Frankfurt. Während ihres Studiums trat sie dem Frankfurter Schriftstellerkreis bei. Unter ihrem richtigen Namen schrieb sie zudem zahlreiche Sachbücher. Als weiteres Pseudonym benutzt sie den Namen Siri Lindberg. Katja Brandis arbeitet als Journalistin und Autorin und lebt in München.

Benefizveranstaltung zugunsten des Freundeskreises Frauen helfen Frauen e.V.

Zum Buch: Gute Freunde, ein schönes Zuhause und den tollsten Jungen der Welt zum Freund: Nach Jahren der Angst ist Maja endlich glücklich. Bis zu dem Tag, als der Mann aus dem Gefängnis entlassen wird, der Majas Familie einst brutal terrorisiert hatte. Er schreckt auch jetzt vor nichts zurück. Die Familie muss untertauchen: neue Stadt, neue Identität, alles auf Null. Nicht mal zu Lorenzo, ihrem Freund, darf Maja, die nun Alissa heißt, Kontakt haben. Ein neuer Albtraum beginnt: Wie soll sie Freunde finden, wenn sie nur Lügen erzählen darf und schon das kleinste Partybild auf Facebook ihr Leben in Gefahr bringen kann? Und wie könnte sie Lorenzo je vergessen? Einsam, voller Wut und Sehnsucht trifft Maja eine verhängnisvolle Entscheidung…

 

Diese und weitere Veranstaltungen finden Sie auf der Internetseite www.stroeumungen.de, von der auch die Texte übernommen wurden.

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: September

Dienstag, 04. September 2018

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

6. – 16.9.: Goethe Festwoche 2018

„Goethe und die Musik“

Auch wenn Goethe nicht zu jenen Dichtern der klassisch-romantischen Epoche gehörte, die mit ihren theoretischen Äußerungen zur Entwicklung der Musikästhetik beigetragen haben: Goethe war ein intensiv und reflektiert Hörender, der in regem Kontakt zu Musikern seiner Zeit stand und mit diesen musikästhetische Fragen diskutierte. Die Veranstaltungen im Goethe-Haus zu Felix Mendelssohn Bartholdy, Carl Friedrich Zelter und Ludwig van Beethoven zeichnen diese Verbindungen nach. Als Dichter widmete sich Goethe immer wieder mit geradezu experimentellem Anspruch dem deutschen Singspiel und recherchierte dafür die verschiedenen Gattungen der italienischen und französischen Oper. Das Spektrum seiner eigenen Arbeiten reicht vom norddeutschen empfindsamen Singspiel (Erwin und Elmire) über die Opera buffa (Scherz, List und Rache) bis zum süddeutschen Singspiel mit Elementen des Wunderbaren: Der Zauberflöte Zweiter Theil. Goethes Traum, Wolfgang Amadeus Mozart oder zumindest einer der zeitgenössischen Wiener Singspielkomponisten möge eines dieser Libretti vertonen, blieb unerfüllt. Dafür schuf Johann André, der Offenbacher Komponist und Musikverleger, eine qualitativ hochwertige Singspielkomposition nach Erwin und Elmire, die anlässlich der Goethe-Festwoche in einer von Olaf Joksch arrangierten Version in Offenbach und Bad Homburg erklingt. Die Oper und das Schauspiel Frankfurt widmen sich Goethes Zauberflöten-Fragment mit einer literarisch-musikalischen Soirée. Der Einsatz von beschriebener Musik in Goethes Werken umfasst empfindsame Topoi im Werther – mit einem Helden, der seinen Gefühlen am Pianoforte Ausdruck verleiht – ebenso wie musikalische Evokationen in den Faust-Dramen. „Musik“ in Faust I und Faust II – das ist ein komplexes Geflecht aus Liedern, Melodramen, Chören und eher atmosphärisch oder signalhaft eingesetzten Klängen. Zudem gehört Faust I zu den meist-rezipierten Musiktheaterstoffen des 19. und 20. Jahrhunderts; die theatralen Projekte des Theater Willy Praml und des Studio Naxos tragen dem Rechnung. Goethe kann heute als der meistvertonte Dichter der Musikgeschichte gelten, seine Lyrik bildet den Vorwurf für mehr als 700 Kunstlieder. Überdies haben seine Werke viele große Orchester- und Opernkompositionen angeregt: Einige dieser Vertonungen werden in mehreren Liedprogrammen aufgeführt, andere werden ausschnittweise von Dieter Borchmeyer und Gerold Huber vorgestellt. Zwei Komponisten sind eigens im Auftrag der Goethe-Festwoche tätig geworden: Gordon Kampe mit einem Kammermusikwerk für die Eröffnung der Festwoche mit dem Ensemble Modern, in dem er die Besetzung von Beethovens Septett Es-Dur aufgreift und Patrick Bishay mit einem mehrteiligen Programm zum Thema „Goethe und Brentano“, das sowohl eine Installation mit Text und Musik als auch ein Liedprogramm umfasst – zu hören in Oestrich-Winkel. Ein Stadtspaziergang durch Wiesbaden und eine theatrale Wanderung von und mit Jugendlichen durch den Main-Taunus-Kreis folgen den historischen Spuren Goethes. Einige Formate der Goethe-Festwoche überführen das Festivalthema „Goethe und die Musik“ ins 21. Jahrhundert: Heinz Drügh und Studierende der Goethe-Universität zeigen den Dichter als Anreger für die Popkultur, der Poetry Slammer Dalibor Marković und der Darmstädter Förderverein Jazz katapultieren den „Kreis der Darmstädter Empfindsamen“ ins Heute, und die Junge Deutsche Philharmonie hat Poetry Slammerinnen und Slammer, Komponistinnen und Komponisten zu einem gemeinsamen Projekt eingeladen – aufgeführt wird es in Frankfurt und Hanau.

7.9., 19.30 Uhr: „Hanna Bekker vom Rath – Handelnde für Kunst und Künstler“

Buchpremiere zum 125. Geburtstag von Hanna Bekker vom Rath
Marian Stein-Steinfeld „Hanna Bekker vom Rath – Handelnde für Kunst und Künstler“
Ort: Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen
Eintritt : 12,- / 11,- / 10,- / 8,-

Die Beschreibung des Wirkens von Hanna Bekker vom Rath (1893-1983) geht von ihrem familiären und gesellschaftlichen Hintergrund aus. Sie folgt den Stationen ihrer persönlichen und künstlerischen Entwicklung sowie ihren Begegnungen in der Welt der Künste. Seit den Jahren wirtschaftlicher Not nach dem Ersten Weltkrieg über die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur bis in die Dekaden nach der Befreiung setzte sie sich kontinuierlich ein für zeitgenössische Künstlerfreunde. In die Öffentlichkeit trat sie seit 1947, als sie das Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath gründete. Mit der Galerie setzte sie ihre Vermittlungsarbeit fort. Schon bald erweiterte sie ihr Betätigungsfeld über Deutschlands Grenzen hinaus. Als Botschafterin der Kunst stellte sie deutsche Künstler weltweit vor und brachte Vertreter internationaler Kunst nach Frankfurt. Das Museum Wiesbaden beherbergt heute einen großen Teil der Sammlung Hanna Bekker vom Rath. Es war der letzte Wille der Sammlerin und Vermittlerin, die Werke dem interessierten Publikum zugänglich zu machen. In einem Vortrag, der am 7. September 2018 um 19:30 Uhr im Holzhausenschlösschen stattfindet, gibt die Autorin Marian Stein-Steinfeld einen Einblick in die Biografie Hanna Bekker vom Raths, eine Neuerscheinung in der Reihe „Mäzene, Stifter, Stadtkultur“, herausgegeben von der Frankfurter Bürgerstiftung.

Begleitet von einer kleinen Ausstellung im Foyer.

7.9., 20 Uhr: Philosophisches Café

Catalin Dorian Florescu „Die Freiheit ist möglich“
Moderation und Gespräch: Ruthard Stäblein und Michael Hohmann
Ort: Romanfabrik
Eintritt: frei

Der in der Schweiz lebende und arbeitende Psychologe Catalin Dorian Florescu, geboren 1967 in Timisiora (Rumänien), hat ein Buch vorgelegt über die Freiheit in der Postmoderne (Die Freiheit ist möglich. Über Verantwortung, Lebenssinn und Glück in unserer Zeit, Residenz Verlag). Er kritisiert bekannte Philosophen unserer Zeit (Lyotard, Žižek), weil sie entweder mit ihren Ideen zur Leistungssteigerung oder zum reinen Denken aufrufen. Angesichts der digitalen Informationsflut und der dadurch ausgelösten Dauerspannung, die uns vom Gegenüber oder dem unmittelbaren Geschehen ablenken, plädiert er für feste Ideale und Glaubenssätze. Seine Kapitelüberschriften faßt er als Lehrsätze der Postmoderne, wie zum Beispiel „Du sollst dich nicht von anderen unterscheiden, auf dass du geliebt wirst“. Diese Sätze kritisiert er in der Folge und weist zum Schluß seines Buches darauf hin, daß Freiheit sowohl Erziehung als auch Verantwortung braucht.

17.9., 20 Uhr: Georgien – Neue Literatur einer alten Kultur

Mit Zaal Andronikashvili und Ruthard Stäblein
Ort: autorenbuchhandlung marx & co

Georgien, Ehrengast der Buchmesse 2018, erstreckt sich vom Kaukasus bis ans Schwarze Meer. Das mythologische Land der Kolchis ist Heimat der Medea und kann auf eine 1500-jährige Literaturgeschichte zurückblicken. Dennoch ist georgische Literatur hierzulande weitgehend unbekannt. Zu Recht? Ist es die kleine Literatur einer kleinen Nation oder doch Weltliteratur? Wie beeinflusst war die georgische Literatur von der russischen? Was bestimmt die Romane seit der Unabhängigkeit Georgiens 1991? Welche Gegenwartsromane machen in Tiflis Furore? Um über die spannendsten Neuerscheinungen zu diskutieren, haben wir den Literaturwissenschaftler Zaal Andronikashvili und den Moderator Ruthard Stäblein eingeladen, zwei herausragende Kenner der georgischen Literatur, Kultur und Politik. Besprochen werden unter anderem Archil Kikodzes Südelefant, Tamta Melaschwilis Abzählen und Nino Haratischwilis neuer Roman Die Katze und der General.

Dr. Zaal Andronikashvili studierte Germanistik, Geschichte und Archäologie in Georgien und Deutschland und beendete sein Studium mit der Dissertation über Die Erzeugung des dramatischen Textes, ein Beitrag zur Theorie des Sujets an der Universität Göttingen. Seit 2006 forscht er am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) in Berlin mit einem Arbeitsschwerpunkt zur Kulturgeschichte Georgiens, des Kaukasus, des Schwarzmeerraumes und der Sowjetunion.
Ruthard Stäblein studierte in Deutschland und Frankreich Germanistik, Romanistik, Komparatistik und Philosophie und beendete sein Studium mit einer Arbeit über Benjamin und Baudelaire an der Sorbonne. Seit 1998 ist er Redakteur für Literatur beim Hessischen Rundfunk und ist u.a. für eine Vielzahl an Hörbuchfassungen verantwortlich – zuletzt für Nino Haratischwilis neuen Roman Die Katze und der General.

23.9., 18 Uhr: Deutscher Buchpreis 2018

Die Autoren der Shortlist. Deutscher Buchpreis 2018
Moderation: Sandra Kegel (F.A.Z.), Alf Mentzer (hr2-kultur) und Insa Wilke (freie Kritikerin)
Ort: Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt
Eintritt: 18,- / 12, (Karten ab 10.08. unter www.schauspielfrankfurt.de / Es gelten die dortigen Ermäßigungsberechtigungen.)

Die sechs nominierten Autoren für den Deutschen Buchpreis 2018 lesen in Frankfurt.
Kurz vor Eröffnung der Buchmesse wird in Frankfurt am Main der Roman des Jahres in deutscher Sprache gekürt. Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung stellvertretend für alle wichtigen literarischen Titel den besten Roman des Jahres aus. Aufgrund des Erfolgs dieser Veranstaltung und des Medien- und Publikumsinteresses in den letzten Jahren lesen die Autoren der Shortlist knapp drei Wochen vor der Verkündung des diesjährigen Preisträgers erstmals im Schauspiel Frankfurt. Am 11. September erfahren Sie, wer die sechs sind.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Literaturhaus Frankfurt und Kulturamt Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Partner ist die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung. Medienpartner ist hr2-kultur. Zu hören sind die einzelnen Lesungen dort vom 01.10. bis 06.10 um 09.30 und 15.00 Uhr.

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

Georgien ist das Gastland auf der Frankfurter Buchmesse 2018

Donnerstag, 09. August 2018

Für alle Buchliebhaber: Bald ist es wieder so weit! Die Frankfurter Buchmesse findet dieses Jahr vom 10.-14. Oktober statt und es wurde auch bereits das Gastland bekannt gegeben: Als Ehrengast wird Georgien geladen sein. Und wer nicht mehr bis Oktober warten möchte, kann bereits Ende August einen kleinen Vorgeschmack von der georgischen Kultur erhalten. Vom 24.-26.8. präsentiert sich das Land auf dem Museumsuferfest in Frankfurt. Mit Konzerten, Theatervorführungen und nationalen Gerichten nimmt Georgien an dem kulturellen Fest teil.

Bei der offiziellen Eröffnung am 24. August wird neben dem Oberbürgermeister Peter Feldmann auch der georgische Botschafter Elugja Khokrishvili anwesend sei. Auf der Internetseite von boersenblatt.net wird das georgische Veranstaltungsprogramm wie folgt beschrieben: „Von Jazz, Folk, Pop, Ethno-Fusion bis zu elektronischer Musik präsentieren namhafte Bands, DJs und Ensembles die musikalische Vielfalt des Landes. Darunter die Ethno-Fusion Band IRIAO, das Elektro-Sound/Geigen-Duo KORDZ, Giorgi Zagareli & Strings und die Elektro-Musik-Performer DJ Luka Nakashidze & Misho Urushadze. Weiter das gefeierte Vokal-Sextett Quintessence, der Kinderchor LITTLE GEORGIKA und die international bekannten Jazz-Sängerin Nino Katamadze & Insight, die von Nikoloz Rachveli und Musikern des Georgian Philharmonic Orchestra begleitet wird. Theater- und Performance-Darbietungen vom Staatlichen Georgischen Pantomimetheater, dem „Movement Theatre“, dem Kinder Choreographie Ensemble LAPREBI und der Kinder Puppen-Oper runden das Bühnenprogramm ab.
Außerdem erwartet Besucher traditionelles georgisches Kunsthandwerk und „Souvenirs aus Georgia“ – spezielle Mitmachaktionen von georgischen Künstlern für Kinder. In Zelten des georgischen Restaurants Pirosmani aus Frankfurt werden traditionelle georgische Speisen und einzigartige Weine aus dem ältesten Land des Weinbaus präsentiert. Das Zelt des georgischen Ministeriums für Umweltschutz und Landwirtschaft lädt dazu ein, die kulinarische Vielfalt und Besonderheit der georgischen Küche zu entdecken. Vertreten ist zudem die Georgian National Tourist Administration (GNTA).“

Also wer an den Tagen noch nichts geplant hat, sollte sich auf den Weg nach Frankfurt machen und sich das kulinarische Erlebnis nicht entgehen lassen! Das genaue Programm sowie alle weiteren Informationen zum Museumsuferfest finden Sie hier.

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: August

Sonntag, 22. Juli 2018

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

5.8., 11 Uhr: LiteraturLounge

Matthias Göritz „Parker“
Moderation: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)
Ort: Kultur & Bahn im Haus am Dom
Eintritt: frei

Parker hat nur eine Woche Zeit. Ein Freund, politisches Urgestein in Schleswig-Holstein, hat ihn nach Kiel eingeladen, damit er dem jungen, vielversprechenden Politiker Mahler als Medienberater und Redenschreiber zur Seite steht. Parker braucht den Erfolg, einen Vertrag, das Geld. Und er braucht einen Neuanfang. Dank eines Bestsellers zum Thema Coaching wurde Parker zu einem international renommierten Rhetorikexperten, der sogar in Obamas Präsidentschaftswahlkampf mitwirken durfte. Aber das ist lange her. Auch privat ist Parker an einem Wendepunkt angelangt. Floh er schon als Student vor seiner Herkunft und Vergangenheit aus Hamburg in die USA, so flieht er, der global vernetzte Arbeitsnomade, auch in seinem Privatleben immer wieder vor allzu großer Nähe. Seine letzte Freundin setzte ihn deshalb vor die Tür. Und jetzt in Kiel stellt Anneli Schneider, die ehrgeizige und kampferprobte Mitarbeiterin seines Auftraggebers Mahler, ihn vor eine Herausforderung nach der anderen. Spannend und abgründig erzählt Matthias Göritz in seinem neuen Roman von einer perfiden Intrige, von Macht und Liebe, von der unwiderstehlichen Verlockung des Aufstiegs und seinem Preis.

Matthias Göritz, geboren 1969, ist vielfach ausgezeichneter Lyriker, Theaterautor, Übersetzer und Romancier und lebt in Offenbach. Er veröffentlichte u. a. die Romane „Der kurze Traum des Jakob Voss“ (2005), für den er den Mara-Cassens-Preis erhielt, und „Träumer und Sünder“, der mit dem Robert- Gernhardt-Preis ausgezeichnet wurde. Matthias Göritz lehrt derzeit an der Washington University in St. Louis, USA

14.8., 21.8., 28.8., 4.9., 17-19 Uhr: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne!“

Die Kunst des Lesens – Was die ersten Sätze eines Buches bereits verraten
Ort: Stadtteilbibliothek Rödelheim
Eintritt: frei

Die ersten Sätze entscheiden oftmals darüber, ob wir mit der Lektüre eines Buchs beginnen. Grund genug, gelungene Anfänge aufmerksam zu betrachten, um zu verstehen, warum wir welche Bücher auswählen. Und nebenbei entfaltet sich dabei Überblick über einige der bedeutsamsten Werke des vergangenen Jahrhunderts. Mit Andrea Hensgen.

Information und Anmeldung: Evangelischer Regionalverband
Barbara Hedtmann, Telefon: (069) 92105-6678, E-Mail: barbara.hedtmann@frankfurt-evangelisch.de
www.evangelischesfrankfurt.de/erwachsenenbildung

17.8. – 15.12.: Mon Oncle. Klaus und Heinrich Mann

Eine Ausstellung der Monacensia im Hildebrandhaus zu Gast im Deutschen Exilarchiv 1933–1945
Donnerstag, 16. August, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung mit Dr. Uwe Kaumann, Kurator der Ausstellung
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9–21:30 Uhr, Samstag 10–17:30 Uhr. An Sonn- und Feiertagen geschlossen.
Eintritt: frei (Anmeldung zur Ausstellungseröffnung über www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt)

Die Ausstellung präsentiert die Beziehung zwischen Heinrich Mann und seinem ältesten Neffen Klaus Mann. Gezeigt werden die Lebensgeschichten zweier Schriftsteller: Heinrich Mann (1871– 1950), Autor der Romane »Professor Unrat« und »Der Untertan«, der in den Jahren der Weimarer Republik zu einem der angesehensten Künstler in Deutschland wurde; und Klaus Mann (1906–1949), der seinen Weg als literarisches Enfant terrible in den Zwanzigerjahren begann. Im Frühjahr 1933, nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten, mussten beide ins Exil gehen. Dort gehörten sie zu den wichtigsten Repräsentanten der Hitler-Gegner, zunächst im europäischen Exil, später in den USA. Eine dauerhafte Rückkehr nach Europa in den Jahren nach 1945 gelang aber weder Klaus noch Heinrich Mann. Dokumentiert werden die Lebenswege von Klaus und Heinrich Mann, die innerhalb der Familie stets für das Unbürgerliche, das Bohèmeleben standen. Die Ausstellung thematisiert auch die spannungsreiche, komplizierte Beziehung beider zu Thomas Mann, dem Bruder beziehungsweise dem Vater. Und sie spiegelt mit der Familiengeschichte der Manns zugleich ein zentrales Kapitel deutscher Kultur- und Zeitgeschichte.

23.8., 19 Uhr: Bibliothek – Kultur – Politik: Die Geschichte der Deutschen Bücherei von der Kaiserzeit bis 1990

Die Autoren Sören Flachowsky und Christian Rau im Gespräch mit Wolfgang Niess
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Eintritt: frei (Anmeldung über www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt)

Erstmals liegt eine umfassende Darstellung der Geschichte der Deutschen Bücherei von der Kaiserzeit bis 1990 vor: „Zeughaus für die Schwerter des Geistes“ und „Nationalbibliothek im geteilten Land“ heißen die im Wallstein Verlag erschienenen Bände. Dabei beleuchten die Autoren die Wechselwirkungen zu Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, den Benutzerinnen und Benutzern sowie die Beziehungen zur Deutschen Bibliothek, die 1946 in Frankfurt am Main gegründet wurde. 1990 wurden Deutsche Bücherei und Deutsche Bibliothek zur heutigen Deutschen Nationalbibliothek zusammengeführt.

Über ihre Recherchen und Ergebnisse sprechen Dr. Sören Flachowsky vom Institut für Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und Dr. Christian Rau vom Institut für Zeitgeschichte in Berlin mit Dr. Wolfgang Niess.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

TYPO-Fans aufgepasst!

Montag, 11. Juni 2018

Ihr interessiert euch für Typografie und Plakatgestaltung? Dann solltet ihr euch auf den Weg nach Berlin machen und die Sonderausstellungshalle des Kulturforums am Potsdamer Platz besuchen. Dort findet vom 15. Juni bis zum 8. Juli 2018 die Ausstellung „100 beste Plakate“ statt, in der die von einer internationalen Jury Ende Februar ausgewählten besten Plakate des Jahres 2017 aus dem deutschsprachigen Raum präsentiert werden. Der Verein 100 Beste Plakate e.V. präsentiert die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin.

Es werden verschieden Kategorien, wie Auftragsarbeiten, Autorengrafik und studentische Projektaufträge zu sehen sein, die die hohe Qualität des aktuellen Grafikdesigns unter Beweis stellen.

Solltet ihr es nicht in die Hauptstadt schaffen, könnt ihr die Plakate auch im Jahrbuch „100 beste Plakate 17 Deutschland, Österreich, Schweiz“ bewundern.

Gestaltung: Jakob Mayr und Kilian Wittmann
mit Texten von Jens Müller, Götz Gramlich und Josh Schaub
Verlag: Verlag Kettler
Sprache: deutsch / englisch
Format: 16,5 × 24 cm
Umfang: 288 Seiten
Softcover mit allen 100 Gewinnerplakaten und weiteren Abbildungen
ISBN: 978-3-86206-629-2
Preis: 29,90 €

Das Buch ist im Shop erhältlich.

Den Wettbewerb gibt es bereits seit 50 Jahren und wurde in der DDR entwickelt. Seit 1989 wird er als gesamtdeutscher Wettbewerb durchgeführt und seit 17 Jahren sind auch die Länder Österreich und die Schweiz daran beteiligt.

Die Wanderausstellung wird anschließend noch in Wien, Nürnberg, La Chaux-de-Fonds, Luzern, Essen, Lausanne, Zürich und Genf gezeigt.

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: Juni

Mittwoch, 23. Mai 2018

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

4. – 10.6.: literaTurm 2018

Das 9. Literaturfestival FrankfurtRheinMain findet vom 4. bis 10. Juni 2018 in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet statt.

Anfang Juni veranstaltet die Stadt Frankfurt das biennale Literaturfestival literaTurm, dessen moderierte Lesungen mit internationalen und deutschsprachigen Autoren in Frankfurts Bürotürmen stattfinden. Auch an ausgewählten Orten der Region ist literaTurm zu Gast. Neben den besonderen Veranstaltungsräumen zeichnet sich das Festival durch seine thematische Schwerpunktsetzung aus – in diesem Jahr mit Biographien der Sparten Sachbuch und Belletristik. Maria Theresias Leben als Kaiserin von Österreich wird ebenso vorgestellt wie der Lebensweg von Karl Marx; mit Felicitas Hoppe, Ulrike Edschmid und Andreas Maier sind zudem Schriftsteller dabei, deren Romane einen autobiographischen Hintergrund aufweisen.

Informationen, Programm und Tickets auf www.literaturm.de 

11.6., 19.30 Uhr: Ingeborg Bachmann – Ich existiere nur, wenn ich schreibe

Wie wir wurden, wer wir sind – Deutsche Biografien
Ingeborg Bachmann – Ich existiere nur, wenn ich schreibe
Vortrag von Dr. Ina Hartwig (Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt)
Ort: Zentralbibliothek
Eintritt frei

Die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann steht im Zentrum der deutschen Nachkriegsliteratur. In ihrem Werk repräsentiert sie den geistigen Horizont einer Zeit vor dem kulturellen Aufbruch.

13.6., 20 Uhr: Auswärtsspiel

Annika Scheffel „Hier ist es schön“
Moderation: Björn Jager
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm in der Romanfabrik
Eintritt: 7,- / 4,- (VVK) // 8,- /5,- (AK)
Erst Castingshow, dann Space Odyssey. So ist der Plan – bis ein Roadmovie dazwischenkommt. Dabei sind Irma und Sam „Hoffnungsträger“. Vor einem Millionenpublikum haben sie es ins Finale geschafft. Abgeschottet von der Außenwelt, werden sie in einer „Arena“ zehn Jahre lang darauf vorbereitet, zu den Sternen zu fliegen. Der Erde droht die Apokalypse. Die Rettung ist ein ferner Planet. Doch kurz vor dem Abflug entdeckt Sam eine Karte zu einem Ort, um den sich Mythen ranken: „Die letzte Insel. Niemand weiß genau, was dort ist, ob noch jemand dort lebt.“ Die erste heiße Spur, seit er den anonymen Brief („Die Insel. Ich warte dort.“) in seinem Koffer gefunden hat. Sam, eine Mischung aus Parzival und Kaspar Hauser, „der angespült wurde“, bricht aus: „Die Welt ist schön, und alles, was er kennt, ist Linoleum.“ Und Irma folgt ihm. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, immer die Straße lang, die Frage nach der eigenen Herkunft im Visier. Seltsam nur, dass ihre Verfolger, die Wächter und Ausbilder mit den Pestmasken, auf sich warten lassen. Was als One-Way-Briefroman beginnt, entwickelt sich zu einem zart erzählten Abenteuer, getragen vom Glauben an eine Utopie. In Hier ist es schön, ausgezeichnet mit dem Robert Gernhardt Preis, lotet Annika Scheffel aus, inwieweit der Mensch Illusionen braucht, um sich Hoffnungen machen zu können.

Annika Scheffel, 1983 in Hannover geboren, ist Prosa- und Drehbuchautorin. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar 2013 und dem Robert Gernhardt Preis 2015. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

In Kooperation mit der Romanfabrik.

17.6., 14 Uhr: Goethe war ein Egoist?

Der etwas andere Literaturspaziergang zu Frankfurts Dichterfürsten
Start: Gutenberg-Denkmal, Roßmarkt
Teilnahmegebühr: 15,-

Am Sonntag, den 17. Juni, lädt der Literaturbetrieb e.V. zu einem Literaturspaziergang ein durch die Frankfurter Innenstadt auf den Spuren von Goethes Gegnern. Der Spaziergang dauert zwei Stunden und beginnt um 14.00 Uhr am Gutenberg-Denkmal, Roßmarkt.

War Goethe ein „leichter Lebemensch“, ein „Aristokratenknecht“ oder gar ein „Egoist in ungewöhnlichem Grade“? Auf dem Spaziergang beleuchten kritische Stimmen von Heinrich Heine über Thomas Mann bis zu zeitgenössischen Autoren die Schattenseiten Goethes. So entsteht auf dem Weg durch die Innenstadt durch Briefe, Gedichte und Geschichten ein völlig neues Bild von Frankfurts berühmtem „Dichterfürsten“. Der Verein Literaturbetrieb e.V. ist eine Initiative von Studierenden und Alumni der Goethe-Universität und wurde 2006 gegründet. Er veranstaltet außergewöhnliche Lesungen sowie Hörbuchabende, Literatur-Reisen und literarische Spaziergänge. Zum Angebot gehören auch der „Bühnentrieb“, eine offene Bühne für Literatur und Musik, und die Lesungsreihe „Literatur à la carte“. Außerdem ist der Verein Mitveranstalter des „Langen Tags der Bücher“.

19.6., 19.30 Uhr: Auf keiner Skala von 1 bis 10

Jubiläumslesung des sexyunderground: Auf keiner Skala von 1 bis 10
Mit Franz Geilich, Felicitas Hubert, Samuel Kramer, Caroline Pfeffer, Martin Piekar und Leon Steurer
Moderation: Yevgeniy Breyger
Ort: Literaturhaus Frankfurt
Eintritt: 5,- / 3,-
10 Jahre sexyunderground: Neue literarische Stimmen aus Frankfurt und Umgebung
Beim sexyunderground geht es vor allem um eines: Schreiben. Da werkeln, basteln, schrauben und drehen Jungautoren an eigenen Texten. Hierfür treffen sie sich bereits seit 2008 regelmäßig im Literaturhaus Frankfurt und führen weiter, was im „Schreibzimmer“, der jährlichen Schreibwerkstatt für Jugendliche, seinen Anfang nimmt. Aber nicht nur dort. Die Ergebnisse dieser Treffen stellen sie auch in diesem Jahr bei ihrer gemeinsamen Lesung im Literaturhaus vor. Das bedeutet: Neue Lyrik und Prosa aus dem Untergrund. Es lesen: Franz Geilich, Felicitas Hubert, Samuel Kramer, Caroline Pfeffer, Martin Piekar, Leon Steurer. Durch den Abend führt der Lyriker Yevgeniy Breyger, der auch selbst in den Jahren 2008 und 2009 am Schreibzimmer teilgenommen hat.

20.6., 18.30 Uhr: „Ausgeplündert und verwaltet. Geschichten vom legalisierten Raub an Juden in Hessen“

Buchpräsentation mit den Autoren Bettina Leder, Christoph Schneider und Katharina Stengel
Lesung: Helge Heynold
Ort: Historisches Museum Frankfurt
Eintritt frei

Das Buch enthält rund 100 Geschichten jüdischer Familien, die in Hessen und Rheinhessen ansässig waren. Sie handeln von Armen und Reichen, Jungen und Alten, von Studenten, Bauern, Kaufleuten, Intellektuellen, Arbeitern, Schülern; von Menschen, die sehr unterschiedlich dachten, glaubten und lebten. Wir fanden ihre Spuren in den Akten der Finanzverwaltung, die ab 1933 penibel den Besitz einer jeden Jüdin und eines jeden Juden registrierte, um ihn dann zu enteignen. Das Buch geht zurück auf Recherchen im Rahmen der Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945“, die 16 Jahre lang durch Hessen und Rheinhessen wanderte und an 30 Ausstellungsorten mit einem jeweils neuen regionalen Schwerpunkt zur Ausplünderung der Bevölkerung am Ausstellungsort zu sehen war.

Im Rahmen der Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945“ (ab 17. Mai 2018)

Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts, gefördert von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

 

Internationale Ausstellung „Pangramme: learning typ design“

Samstag, 28. April 2018

Im Leipziger Museum für Druckkunst wird erstmals vom 29. April bis 15. Juni 2018 die internationale Ausstellung „Pangramme: learning type design“ gezeigt. Die Ausstellung wurde in Frankreich konzipiert und präsentiert ein Kaleidoskop aktueller Schriftdesigns von jungen Gestaltern aus der ganzen Welt.

Für die Ausstellung wählte eine Jury aus einen Wettbewerb 50 Projekte aus, die aus 25 Ländern stammen. Insgesamt wurden 200 schriftgestalterischen Arbeiten eingereicht, die ebenfalls zu sehen sein werden.
Die Gestaltung der Ausstellung wurde von dem deutsch-französischen Grafik-Designer Jérôme Knebusch in Zusammenarbeit mit Studenten der Typorgrafie-Klasse an der Kunsthochschule Metz (Frankreich) übernommen.

Neben den Schriften wird es auch eine Schau mit Fachliteratur geben, die sich mit dem Thema der Schriftgestaltung seit 1900 beschäftigt.