Archiv für die Kategorie ‘Termine’

Lesungen in Marburg

Sonntag, 16. September 2018

Uhrzeit: 19:30 – 22:30 Uhr
Ort: Kaufhaus Ahrens
Eintritt: 10,00 € / erm. 8,00 €
Mitveranstalter: Kaufhaus Ahrens

Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman »Das Kindermädchen« ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.

Zum Buch: Judith Kepler ist Tatortreinigerin. Sie wird gerufen, wenn der Tod Spuren hinterlässt, die niemand sonst beseitigen kann. In einem großen Berliner Bankhaus ist ein Mann in die Tiefe gestürzt. Unfall oder Selbstmord? Judith entdeckt Hinweise, die Zweifel wecken. Als sie die Polizei informiert, ahnt sie nicht, welche Lawine sie damit lostritt: Sie gerät ins Visier einer Gruppe von Verschwörern, die planen, die Bank zu hacken. Ihr Anführer ist Bastide Larcan, ein ebenso mächtiger wie geheimnisvoller Mann, der Judith zur Zusammenarbeit zwingt. Denn er kennt Details aus ihrer Vergangenheit, die für sie selbst bis heute im Dunklen liegen. Und in Judith keimt ein furchtbarer Verdacht – kann es sein, dass Larcan in die Ermordung ihres Vaters verstrickt war? Sie weiß, sie wird nicht ruhen, bis sie endlich die Wahrheit erfährt, was als Kind mit ihr wirklich geschah …

 

Uhrzeit: 17:00 – 20:00 Uhr
Ort: KFZ Marburg
Eintritt: 4,00 € (+ VVK-Geb.)
Mitveranstalter: KFZ Marburg / Kinder-& Jugendbuchhandlung Lesezeichen

Margit Ruile wurde 1967 in Augsburg geboren. Sie studierte an der Münchner Filmhochschule, wo sie nach ihrem Abschluss mehr als zehn Jahre in der Lehre tätig war, drehte Dokumentationen und arbeitete als Drehbuchlektorin.
Auch das Geschichtenerzählen lernte sie zuerst beim Film. Später fand sie dann heraus, dass Schreiben sich anfühlt, wie im Schneideraum zu sitzen – mit dem riesengroßen Vorteil, dass man die fehlenden Szenen nicht nachdrehen muss, sondern einfach erfinden kann. Margit Ruile lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in München.

Zum Buch: Chi sieht aus wie ein Kind. Blass und schmal. Die Züge so bleich. Die Haut zart und durchscheinend. Lange Wimpern an den Lidern der mandelförmigen Augen. Fast echt.
Denn Chi ist ein Roboter, an dessen Programmierung die 19jährige Celine während ihres Praktikums am Institut für neuronale Informatik mitarbeiten soll. Obwohl Celine weiß, dass Chi nur eine Maschine ist, baut sie eine Beziehung zu ihr auf. Aber als es zu ungeklärten Todesfällen am Institut kommt, ist klar, dass das Projekt gestoppt werden muss. Ein atmosphärischer Thriller über künstliche Intelligenz, computerdatenbasierte Zukunftsprognosenversehen mit einem Schuss Westworld.

Uhrzeit: 20:00 – 22:00 Uhr
Ort: Stadthalle Stadtallendorf
Eintritt: VVK 8,00 € / AK 10,00 €
Mitveranstalter: Stadt Stadtallendorf

Dietrich Faber wurde 1969 geboren. Bekannt wurde er als ein Teil des mehrfach preisgekrönten Kabarett-Duos FaberhaftGuth. Bereits sein erster Roman »Toter geht´s nicht« schaffte es auf Anhieb auf die Bestsellerliste. Seine Lesungen und Buchshows zu seinen Romanen um den wenig charismatischen Kommissar Bröhmann wurden zu Bühnenereignissen. Der Autor lebt mit seiner Familie in der Mittelhessenmetropole Gießen.

Zum Buch:  Wuthessen gegen Guthessen: Das gibt Tote!
Ex-Kommissar Henning Bröhmann ist mit Bekannten im Vogelsberg wandern, da erzählt ihm sein Vermieter Rüdi von seinem Engagement in der neuen Protestpartei »HESSEN ZUERST!«. Seit Rüdi arbeitslos wurde, hat er sich große Ziele gesetzt: unter anderem ein Landtagsmandat. Nun macht er Wahlkampf mit Slogans wie »Kartoffelworscht statt Döner« oder »Make Oberhessen great again«.
Henning wird schnell klar, dass diese neue Protestpartei nicht allein auf Wahlplakate und Sonntagsreden setzt. Die haben irgendwas vor mit dem Flüchtlingsheim im Ort! Und tatsächlich fließt bald Blut. Doch je genauer Henning hinschaut, desto rätselhafter wird das Bild. Kleinkriminelle Asylbewerber hier, eine unappetitliche Bürgerwehr dort, bei der auch ein alter Bekannter mitmischt. Und mittendrin eine unermüdliche Guthessin, die die weltweite Flüchtlingskrise alleine meistern will, und Hennings Mutter, deren Witwensitz in Flammen steht, seitdem bei der Aqua-Gymnastik der Blitz der Liebe eingeschlagen hat.
Ein so komischer wie ernstgemeinter Roman von Hessens Krimistar Dietrich Faber.

 

Uhrzeit: 20:00 – 22:00 Uhr
Ort: TTZ Marburg
Eintritt: 7,00 €
Mitveranstalter: Freundeskreis Frauen helfen Frauen e.V.

Katja Brandis ist das Pseudonym von Sylvia Englert. Sie wurde 1970 geboren und wuchs im Rhein-Main-Gebiet auf. Sie studierte Amerikanistik, Germanistik und Anglistik in Frankfurt. Während ihres Studiums trat sie dem Frankfurter Schriftstellerkreis bei. Unter ihrem richtigen Namen schrieb sie zudem zahlreiche Sachbücher. Als weiteres Pseudonym benutzt sie den Namen Siri Lindberg. Katja Brandis arbeitet als Journalistin und Autorin und lebt in München.

Benefizveranstaltung zugunsten des Freundeskreises Frauen helfen Frauen e.V.

Zum Buch: Gute Freunde, ein schönes Zuhause und den tollsten Jungen der Welt zum Freund: Nach Jahren der Angst ist Maja endlich glücklich. Bis zu dem Tag, als der Mann aus dem Gefängnis entlassen wird, der Majas Familie einst brutal terrorisiert hatte. Er schreckt auch jetzt vor nichts zurück. Die Familie muss untertauchen: neue Stadt, neue Identität, alles auf Null. Nicht mal zu Lorenzo, ihrem Freund, darf Maja, die nun Alissa heißt, Kontakt haben. Ein neuer Albtraum beginnt: Wie soll sie Freunde finden, wenn sie nur Lügen erzählen darf und schon das kleinste Partybild auf Facebook ihr Leben in Gefahr bringen kann? Und wie könnte sie Lorenzo je vergessen? Einsam, voller Wut und Sehnsucht trifft Maja eine verhängnisvolle Entscheidung…

 

Diese und weitere Veranstaltungen finden Sie auf der Internetseite www.stroeumungen.de, von der auch die Texte übernommen wurden.

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: September

Dienstag, 04. September 2018

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

6. – 16.9.: Goethe Festwoche 2018

„Goethe und die Musik“

Auch wenn Goethe nicht zu jenen Dichtern der klassisch-romantischen Epoche gehörte, die mit ihren theoretischen Äußerungen zur Entwicklung der Musikästhetik beigetragen haben: Goethe war ein intensiv und reflektiert Hörender, der in regem Kontakt zu Musikern seiner Zeit stand und mit diesen musikästhetische Fragen diskutierte. Die Veranstaltungen im Goethe-Haus zu Felix Mendelssohn Bartholdy, Carl Friedrich Zelter und Ludwig van Beethoven zeichnen diese Verbindungen nach. Als Dichter widmete sich Goethe immer wieder mit geradezu experimentellem Anspruch dem deutschen Singspiel und recherchierte dafür die verschiedenen Gattungen der italienischen und französischen Oper. Das Spektrum seiner eigenen Arbeiten reicht vom norddeutschen empfindsamen Singspiel (Erwin und Elmire) über die Opera buffa (Scherz, List und Rache) bis zum süddeutschen Singspiel mit Elementen des Wunderbaren: Der Zauberflöte Zweiter Theil. Goethes Traum, Wolfgang Amadeus Mozart oder zumindest einer der zeitgenössischen Wiener Singspielkomponisten möge eines dieser Libretti vertonen, blieb unerfüllt. Dafür schuf Johann André, der Offenbacher Komponist und Musikverleger, eine qualitativ hochwertige Singspielkomposition nach Erwin und Elmire, die anlässlich der Goethe-Festwoche in einer von Olaf Joksch arrangierten Version in Offenbach und Bad Homburg erklingt. Die Oper und das Schauspiel Frankfurt widmen sich Goethes Zauberflöten-Fragment mit einer literarisch-musikalischen Soirée. Der Einsatz von beschriebener Musik in Goethes Werken umfasst empfindsame Topoi im Werther – mit einem Helden, der seinen Gefühlen am Pianoforte Ausdruck verleiht – ebenso wie musikalische Evokationen in den Faust-Dramen. „Musik“ in Faust I und Faust II – das ist ein komplexes Geflecht aus Liedern, Melodramen, Chören und eher atmosphärisch oder signalhaft eingesetzten Klängen. Zudem gehört Faust I zu den meist-rezipierten Musiktheaterstoffen des 19. und 20. Jahrhunderts; die theatralen Projekte des Theater Willy Praml und des Studio Naxos tragen dem Rechnung. Goethe kann heute als der meistvertonte Dichter der Musikgeschichte gelten, seine Lyrik bildet den Vorwurf für mehr als 700 Kunstlieder. Überdies haben seine Werke viele große Orchester- und Opernkompositionen angeregt: Einige dieser Vertonungen werden in mehreren Liedprogrammen aufgeführt, andere werden ausschnittweise von Dieter Borchmeyer und Gerold Huber vorgestellt. Zwei Komponisten sind eigens im Auftrag der Goethe-Festwoche tätig geworden: Gordon Kampe mit einem Kammermusikwerk für die Eröffnung der Festwoche mit dem Ensemble Modern, in dem er die Besetzung von Beethovens Septett Es-Dur aufgreift und Patrick Bishay mit einem mehrteiligen Programm zum Thema „Goethe und Brentano“, das sowohl eine Installation mit Text und Musik als auch ein Liedprogramm umfasst – zu hören in Oestrich-Winkel. Ein Stadtspaziergang durch Wiesbaden und eine theatrale Wanderung von und mit Jugendlichen durch den Main-Taunus-Kreis folgen den historischen Spuren Goethes. Einige Formate der Goethe-Festwoche überführen das Festivalthema „Goethe und die Musik“ ins 21. Jahrhundert: Heinz Drügh und Studierende der Goethe-Universität zeigen den Dichter als Anreger für die Popkultur, der Poetry Slammer Dalibor Marković und der Darmstädter Förderverein Jazz katapultieren den „Kreis der Darmstädter Empfindsamen“ ins Heute, und die Junge Deutsche Philharmonie hat Poetry Slammerinnen und Slammer, Komponistinnen und Komponisten zu einem gemeinsamen Projekt eingeladen – aufgeführt wird es in Frankfurt und Hanau.

7.9., 19.30 Uhr: „Hanna Bekker vom Rath – Handelnde für Kunst und Künstler“

Buchpremiere zum 125. Geburtstag von Hanna Bekker vom Rath
Marian Stein-Steinfeld „Hanna Bekker vom Rath – Handelnde für Kunst und Künstler“
Ort: Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen
Eintritt : 12,- / 11,- / 10,- / 8,-

Die Beschreibung des Wirkens von Hanna Bekker vom Rath (1893-1983) geht von ihrem familiären und gesellschaftlichen Hintergrund aus. Sie folgt den Stationen ihrer persönlichen und künstlerischen Entwicklung sowie ihren Begegnungen in der Welt der Künste. Seit den Jahren wirtschaftlicher Not nach dem Ersten Weltkrieg über die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur bis in die Dekaden nach der Befreiung setzte sie sich kontinuierlich ein für zeitgenössische Künstlerfreunde. In die Öffentlichkeit trat sie seit 1947, als sie das Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath gründete. Mit der Galerie setzte sie ihre Vermittlungsarbeit fort. Schon bald erweiterte sie ihr Betätigungsfeld über Deutschlands Grenzen hinaus. Als Botschafterin der Kunst stellte sie deutsche Künstler weltweit vor und brachte Vertreter internationaler Kunst nach Frankfurt. Das Museum Wiesbaden beherbergt heute einen großen Teil der Sammlung Hanna Bekker vom Rath. Es war der letzte Wille der Sammlerin und Vermittlerin, die Werke dem interessierten Publikum zugänglich zu machen. In einem Vortrag, der am 7. September 2018 um 19:30 Uhr im Holzhausenschlösschen stattfindet, gibt die Autorin Marian Stein-Steinfeld einen Einblick in die Biografie Hanna Bekker vom Raths, eine Neuerscheinung in der Reihe „Mäzene, Stifter, Stadtkultur“, herausgegeben von der Frankfurter Bürgerstiftung.

Begleitet von einer kleinen Ausstellung im Foyer.

7.9., 20 Uhr: Philosophisches Café

Catalin Dorian Florescu „Die Freiheit ist möglich“
Moderation und Gespräch: Ruthard Stäblein und Michael Hohmann
Ort: Romanfabrik
Eintritt: frei

Der in der Schweiz lebende und arbeitende Psychologe Catalin Dorian Florescu, geboren 1967 in Timisiora (Rumänien), hat ein Buch vorgelegt über die Freiheit in der Postmoderne (Die Freiheit ist möglich. Über Verantwortung, Lebenssinn und Glück in unserer Zeit, Residenz Verlag). Er kritisiert bekannte Philosophen unserer Zeit (Lyotard, Žižek), weil sie entweder mit ihren Ideen zur Leistungssteigerung oder zum reinen Denken aufrufen. Angesichts der digitalen Informationsflut und der dadurch ausgelösten Dauerspannung, die uns vom Gegenüber oder dem unmittelbaren Geschehen ablenken, plädiert er für feste Ideale und Glaubenssätze. Seine Kapitelüberschriften faßt er als Lehrsätze der Postmoderne, wie zum Beispiel „Du sollst dich nicht von anderen unterscheiden, auf dass du geliebt wirst“. Diese Sätze kritisiert er in der Folge und weist zum Schluß seines Buches darauf hin, daß Freiheit sowohl Erziehung als auch Verantwortung braucht.

17.9., 20 Uhr: Georgien – Neue Literatur einer alten Kultur

Mit Zaal Andronikashvili und Ruthard Stäblein
Ort: autorenbuchhandlung marx & co

Georgien, Ehrengast der Buchmesse 2018, erstreckt sich vom Kaukasus bis ans Schwarze Meer. Das mythologische Land der Kolchis ist Heimat der Medea und kann auf eine 1500-jährige Literaturgeschichte zurückblicken. Dennoch ist georgische Literatur hierzulande weitgehend unbekannt. Zu Recht? Ist es die kleine Literatur einer kleinen Nation oder doch Weltliteratur? Wie beeinflusst war die georgische Literatur von der russischen? Was bestimmt die Romane seit der Unabhängigkeit Georgiens 1991? Welche Gegenwartsromane machen in Tiflis Furore? Um über die spannendsten Neuerscheinungen zu diskutieren, haben wir den Literaturwissenschaftler Zaal Andronikashvili und den Moderator Ruthard Stäblein eingeladen, zwei herausragende Kenner der georgischen Literatur, Kultur und Politik. Besprochen werden unter anderem Archil Kikodzes Südelefant, Tamta Melaschwilis Abzählen und Nino Haratischwilis neuer Roman Die Katze und der General.

Dr. Zaal Andronikashvili studierte Germanistik, Geschichte und Archäologie in Georgien und Deutschland und beendete sein Studium mit der Dissertation über Die Erzeugung des dramatischen Textes, ein Beitrag zur Theorie des Sujets an der Universität Göttingen. Seit 2006 forscht er am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) in Berlin mit einem Arbeitsschwerpunkt zur Kulturgeschichte Georgiens, des Kaukasus, des Schwarzmeerraumes und der Sowjetunion.
Ruthard Stäblein studierte in Deutschland und Frankreich Germanistik, Romanistik, Komparatistik und Philosophie und beendete sein Studium mit einer Arbeit über Benjamin und Baudelaire an der Sorbonne. Seit 1998 ist er Redakteur für Literatur beim Hessischen Rundfunk und ist u.a. für eine Vielzahl an Hörbuchfassungen verantwortlich – zuletzt für Nino Haratischwilis neuen Roman Die Katze und der General.

23.9., 18 Uhr: Deutscher Buchpreis 2018

Die Autoren der Shortlist. Deutscher Buchpreis 2018
Moderation: Sandra Kegel (F.A.Z.), Alf Mentzer (hr2-kultur) und Insa Wilke (freie Kritikerin)
Ort: Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt
Eintritt: 18,- / 12, (Karten ab 10.08. unter www.schauspielfrankfurt.de / Es gelten die dortigen Ermäßigungsberechtigungen.)

Die sechs nominierten Autoren für den Deutschen Buchpreis 2018 lesen in Frankfurt.
Kurz vor Eröffnung der Buchmesse wird in Frankfurt am Main der Roman des Jahres in deutscher Sprache gekürt. Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung stellvertretend für alle wichtigen literarischen Titel den besten Roman des Jahres aus. Aufgrund des Erfolgs dieser Veranstaltung und des Medien- und Publikumsinteresses in den letzten Jahren lesen die Autoren der Shortlist knapp drei Wochen vor der Verkündung des diesjährigen Preisträgers erstmals im Schauspiel Frankfurt. Am 11. September erfahren Sie, wer die sechs sind.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Literaturhaus Frankfurt und Kulturamt Frankfurt am Main in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt. Partner ist die Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung. Medienpartner ist hr2-kultur. Zu hören sind die einzelnen Lesungen dort vom 01.10. bis 06.10 um 09.30 und 15.00 Uhr.

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

Georgien ist das Gastland auf der Frankfurter Buchmesse 2018

Donnerstag, 09. August 2018

Für alle Buchliebhaber: Bald ist es wieder so weit! Die Frankfurter Buchmesse findet dieses Jahr vom 10.-14. Oktober statt und es wurde auch bereits das Gastland bekannt gegeben: Als Ehrengast wird Georgien geladen sein. Und wer nicht mehr bis Oktober warten möchte, kann bereits Ende August einen kleinen Vorgeschmack von der georgischen Kultur erhalten. Vom 24.-26.8. präsentiert sich das Land auf dem Museumsuferfest in Frankfurt. Mit Konzerten, Theatervorführungen und nationalen Gerichten nimmt Georgien an dem kulturellen Fest teil.

Bei der offiziellen Eröffnung am 24. August wird neben dem Oberbürgermeister Peter Feldmann auch der georgische Botschafter Elugja Khokrishvili anwesend sei. Auf der Internetseite von boersenblatt.net wird das georgische Veranstaltungsprogramm wie folgt beschrieben: „Von Jazz, Folk, Pop, Ethno-Fusion bis zu elektronischer Musik präsentieren namhafte Bands, DJs und Ensembles die musikalische Vielfalt des Landes. Darunter die Ethno-Fusion Band IRIAO, das Elektro-Sound/Geigen-Duo KORDZ, Giorgi Zagareli & Strings und die Elektro-Musik-Performer DJ Luka Nakashidze & Misho Urushadze. Weiter das gefeierte Vokal-Sextett Quintessence, der Kinderchor LITTLE GEORGIKA und die international bekannten Jazz-Sängerin Nino Katamadze & Insight, die von Nikoloz Rachveli und Musikern des Georgian Philharmonic Orchestra begleitet wird. Theater- und Performance-Darbietungen vom Staatlichen Georgischen Pantomimetheater, dem „Movement Theatre“, dem Kinder Choreographie Ensemble LAPREBI und der Kinder Puppen-Oper runden das Bühnenprogramm ab.
Außerdem erwartet Besucher traditionelles georgisches Kunsthandwerk und „Souvenirs aus Georgia“ – spezielle Mitmachaktionen von georgischen Künstlern für Kinder. In Zelten des georgischen Restaurants Pirosmani aus Frankfurt werden traditionelle georgische Speisen und einzigartige Weine aus dem ältesten Land des Weinbaus präsentiert. Das Zelt des georgischen Ministeriums für Umweltschutz und Landwirtschaft lädt dazu ein, die kulinarische Vielfalt und Besonderheit der georgischen Küche zu entdecken. Vertreten ist zudem die Georgian National Tourist Administration (GNTA).“

Also wer an den Tagen noch nichts geplant hat, sollte sich auf den Weg nach Frankfurt machen und sich das kulinarische Erlebnis nicht entgehen lassen! Das genaue Programm sowie alle weiteren Informationen zum Museumsuferfest finden Sie hier.

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: August

Sonntag, 22. Juli 2018

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

5.8., 11 Uhr: LiteraturLounge

Matthias Göritz „Parker“
Moderation: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)
Ort: Kultur & Bahn im Haus am Dom
Eintritt: frei

Parker hat nur eine Woche Zeit. Ein Freund, politisches Urgestein in Schleswig-Holstein, hat ihn nach Kiel eingeladen, damit er dem jungen, vielversprechenden Politiker Mahler als Medienberater und Redenschreiber zur Seite steht. Parker braucht den Erfolg, einen Vertrag, das Geld. Und er braucht einen Neuanfang. Dank eines Bestsellers zum Thema Coaching wurde Parker zu einem international renommierten Rhetorikexperten, der sogar in Obamas Präsidentschaftswahlkampf mitwirken durfte. Aber das ist lange her. Auch privat ist Parker an einem Wendepunkt angelangt. Floh er schon als Student vor seiner Herkunft und Vergangenheit aus Hamburg in die USA, so flieht er, der global vernetzte Arbeitsnomade, auch in seinem Privatleben immer wieder vor allzu großer Nähe. Seine letzte Freundin setzte ihn deshalb vor die Tür. Und jetzt in Kiel stellt Anneli Schneider, die ehrgeizige und kampferprobte Mitarbeiterin seines Auftraggebers Mahler, ihn vor eine Herausforderung nach der anderen. Spannend und abgründig erzählt Matthias Göritz in seinem neuen Roman von einer perfiden Intrige, von Macht und Liebe, von der unwiderstehlichen Verlockung des Aufstiegs und seinem Preis.

Matthias Göritz, geboren 1969, ist vielfach ausgezeichneter Lyriker, Theaterautor, Übersetzer und Romancier und lebt in Offenbach. Er veröffentlichte u. a. die Romane „Der kurze Traum des Jakob Voss“ (2005), für den er den Mara-Cassens-Preis erhielt, und „Träumer und Sünder“, der mit dem Robert- Gernhardt-Preis ausgezeichnet wurde. Matthias Göritz lehrt derzeit an der Washington University in St. Louis, USA

14.8., 21.8., 28.8., 4.9., 17-19 Uhr: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne!“

Die Kunst des Lesens – Was die ersten Sätze eines Buches bereits verraten
Ort: Stadtteilbibliothek Rödelheim
Eintritt: frei

Die ersten Sätze entscheiden oftmals darüber, ob wir mit der Lektüre eines Buchs beginnen. Grund genug, gelungene Anfänge aufmerksam zu betrachten, um zu verstehen, warum wir welche Bücher auswählen. Und nebenbei entfaltet sich dabei Überblick über einige der bedeutsamsten Werke des vergangenen Jahrhunderts. Mit Andrea Hensgen.

Information und Anmeldung: Evangelischer Regionalverband
Barbara Hedtmann, Telefon: (069) 92105-6678, E-Mail: barbara.hedtmann@frankfurt-evangelisch.de
www.evangelischesfrankfurt.de/erwachsenenbildung

17.8. – 15.12.: Mon Oncle. Klaus und Heinrich Mann

Eine Ausstellung der Monacensia im Hildebrandhaus zu Gast im Deutschen Exilarchiv 1933–1945
Donnerstag, 16. August, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung mit Dr. Uwe Kaumann, Kurator der Ausstellung
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9–21:30 Uhr, Samstag 10–17:30 Uhr. An Sonn- und Feiertagen geschlossen.
Eintritt: frei (Anmeldung zur Ausstellungseröffnung über www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt)

Die Ausstellung präsentiert die Beziehung zwischen Heinrich Mann und seinem ältesten Neffen Klaus Mann. Gezeigt werden die Lebensgeschichten zweier Schriftsteller: Heinrich Mann (1871– 1950), Autor der Romane »Professor Unrat« und »Der Untertan«, der in den Jahren der Weimarer Republik zu einem der angesehensten Künstler in Deutschland wurde; und Klaus Mann (1906–1949), der seinen Weg als literarisches Enfant terrible in den Zwanzigerjahren begann. Im Frühjahr 1933, nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten, mussten beide ins Exil gehen. Dort gehörten sie zu den wichtigsten Repräsentanten der Hitler-Gegner, zunächst im europäischen Exil, später in den USA. Eine dauerhafte Rückkehr nach Europa in den Jahren nach 1945 gelang aber weder Klaus noch Heinrich Mann. Dokumentiert werden die Lebenswege von Klaus und Heinrich Mann, die innerhalb der Familie stets für das Unbürgerliche, das Bohèmeleben standen. Die Ausstellung thematisiert auch die spannungsreiche, komplizierte Beziehung beider zu Thomas Mann, dem Bruder beziehungsweise dem Vater. Und sie spiegelt mit der Familiengeschichte der Manns zugleich ein zentrales Kapitel deutscher Kultur- und Zeitgeschichte.

23.8., 19 Uhr: Bibliothek – Kultur – Politik: Die Geschichte der Deutschen Bücherei von der Kaiserzeit bis 1990

Die Autoren Sören Flachowsky und Christian Rau im Gespräch mit Wolfgang Niess
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Eintritt: frei (Anmeldung über www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt)

Erstmals liegt eine umfassende Darstellung der Geschichte der Deutschen Bücherei von der Kaiserzeit bis 1990 vor: „Zeughaus für die Schwerter des Geistes“ und „Nationalbibliothek im geteilten Land“ heißen die im Wallstein Verlag erschienenen Bände. Dabei beleuchten die Autoren die Wechselwirkungen zu Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, den Benutzerinnen und Benutzern sowie die Beziehungen zur Deutschen Bibliothek, die 1946 in Frankfurt am Main gegründet wurde. 1990 wurden Deutsche Bücherei und Deutsche Bibliothek zur heutigen Deutschen Nationalbibliothek zusammengeführt.

Über ihre Recherchen und Ergebnisse sprechen Dr. Sören Flachowsky vom Institut für Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und Dr. Christian Rau vom Institut für Zeitgeschichte in Berlin mit Dr. Wolfgang Niess.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

TYPO-Fans aufgepasst!

Montag, 11. Juni 2018

Ihr interessiert euch für Typografie und Plakatgestaltung? Dann solltet ihr euch auf den Weg nach Berlin machen und die Sonderausstellungshalle des Kulturforums am Potsdamer Platz besuchen. Dort findet vom 15. Juni bis zum 8. Juli 2018 die Ausstellung „100 beste Plakate“ statt, in der die von einer internationalen Jury Ende Februar ausgewählten besten Plakate des Jahres 2017 aus dem deutschsprachigen Raum präsentiert werden. Der Verein 100 Beste Plakate e.V. präsentiert die Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin.

Es werden verschieden Kategorien, wie Auftragsarbeiten, Autorengrafik und studentische Projektaufträge zu sehen sein, die die hohe Qualität des aktuellen Grafikdesigns unter Beweis stellen.

Solltet ihr es nicht in die Hauptstadt schaffen, könnt ihr die Plakate auch im Jahrbuch „100 beste Plakate 17 Deutschland, Österreich, Schweiz“ bewundern.

Gestaltung: Jakob Mayr und Kilian Wittmann
mit Texten von Jens Müller, Götz Gramlich und Josh Schaub
Verlag: Verlag Kettler
Sprache: deutsch / englisch
Format: 16,5 × 24 cm
Umfang: 288 Seiten
Softcover mit allen 100 Gewinnerplakaten und weiteren Abbildungen
ISBN: 978-3-86206-629-2
Preis: 29,90 €

Das Buch ist im Shop erhältlich.

Den Wettbewerb gibt es bereits seit 50 Jahren und wurde in der DDR entwickelt. Seit 1989 wird er als gesamtdeutscher Wettbewerb durchgeführt und seit 17 Jahren sind auch die Länder Österreich und die Schweiz daran beteiligt.

Die Wanderausstellung wird anschließend noch in Wien, Nürnberg, La Chaux-de-Fonds, Luzern, Essen, Lausanne, Zürich und Genf gezeigt.

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: Juni

Mittwoch, 23. Mai 2018

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

4. – 10.6.: literaTurm 2018

Das 9. Literaturfestival FrankfurtRheinMain findet vom 4. bis 10. Juni 2018 in Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet statt.

Anfang Juni veranstaltet die Stadt Frankfurt das biennale Literaturfestival literaTurm, dessen moderierte Lesungen mit internationalen und deutschsprachigen Autoren in Frankfurts Bürotürmen stattfinden. Auch an ausgewählten Orten der Region ist literaTurm zu Gast. Neben den besonderen Veranstaltungsräumen zeichnet sich das Festival durch seine thematische Schwerpunktsetzung aus – in diesem Jahr mit Biographien der Sparten Sachbuch und Belletristik. Maria Theresias Leben als Kaiserin von Österreich wird ebenso vorgestellt wie der Lebensweg von Karl Marx; mit Felicitas Hoppe, Ulrike Edschmid und Andreas Maier sind zudem Schriftsteller dabei, deren Romane einen autobiographischen Hintergrund aufweisen.

Informationen, Programm und Tickets auf www.literaturm.de 

11.6., 19.30 Uhr: Ingeborg Bachmann – Ich existiere nur, wenn ich schreibe

Wie wir wurden, wer wir sind – Deutsche Biografien
Ingeborg Bachmann – Ich existiere nur, wenn ich schreibe
Vortrag von Dr. Ina Hartwig (Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt)
Ort: Zentralbibliothek
Eintritt frei

Die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann steht im Zentrum der deutschen Nachkriegsliteratur. In ihrem Werk repräsentiert sie den geistigen Horizont einer Zeit vor dem kulturellen Aufbruch.

13.6., 20 Uhr: Auswärtsspiel

Annika Scheffel „Hier ist es schön“
Moderation: Björn Jager
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm in der Romanfabrik
Eintritt: 7,- / 4,- (VVK) // 8,- /5,- (AK)
Erst Castingshow, dann Space Odyssey. So ist der Plan – bis ein Roadmovie dazwischenkommt. Dabei sind Irma und Sam „Hoffnungsträger“. Vor einem Millionenpublikum haben sie es ins Finale geschafft. Abgeschottet von der Außenwelt, werden sie in einer „Arena“ zehn Jahre lang darauf vorbereitet, zu den Sternen zu fliegen. Der Erde droht die Apokalypse. Die Rettung ist ein ferner Planet. Doch kurz vor dem Abflug entdeckt Sam eine Karte zu einem Ort, um den sich Mythen ranken: „Die letzte Insel. Niemand weiß genau, was dort ist, ob noch jemand dort lebt.“ Die erste heiße Spur, seit er den anonymen Brief („Die Insel. Ich warte dort.“) in seinem Koffer gefunden hat. Sam, eine Mischung aus Parzival und Kaspar Hauser, „der angespült wurde“, bricht aus: „Die Welt ist schön, und alles, was er kennt, ist Linoleum.“ Und Irma folgt ihm. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, immer die Straße lang, die Frage nach der eigenen Herkunft im Visier. Seltsam nur, dass ihre Verfolger, die Wächter und Ausbilder mit den Pestmasken, auf sich warten lassen. Was als One-Way-Briefroman beginnt, entwickelt sich zu einem zart erzählten Abenteuer, getragen vom Glauben an eine Utopie. In Hier ist es schön, ausgezeichnet mit dem Robert Gernhardt Preis, lotet Annika Scheffel aus, inwieweit der Mensch Illusionen braucht, um sich Hoffnungen machen zu können.

Annika Scheffel, 1983 in Hannover geboren, ist Prosa- und Drehbuchautorin. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar 2013 und dem Robert Gernhardt Preis 2015. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

In Kooperation mit der Romanfabrik.

17.6., 14 Uhr: Goethe war ein Egoist?

Der etwas andere Literaturspaziergang zu Frankfurts Dichterfürsten
Start: Gutenberg-Denkmal, Roßmarkt
Teilnahmegebühr: 15,-

Am Sonntag, den 17. Juni, lädt der Literaturbetrieb e.V. zu einem Literaturspaziergang ein durch die Frankfurter Innenstadt auf den Spuren von Goethes Gegnern. Der Spaziergang dauert zwei Stunden und beginnt um 14.00 Uhr am Gutenberg-Denkmal, Roßmarkt.

War Goethe ein „leichter Lebemensch“, ein „Aristokratenknecht“ oder gar ein „Egoist in ungewöhnlichem Grade“? Auf dem Spaziergang beleuchten kritische Stimmen von Heinrich Heine über Thomas Mann bis zu zeitgenössischen Autoren die Schattenseiten Goethes. So entsteht auf dem Weg durch die Innenstadt durch Briefe, Gedichte und Geschichten ein völlig neues Bild von Frankfurts berühmtem „Dichterfürsten“. Der Verein Literaturbetrieb e.V. ist eine Initiative von Studierenden und Alumni der Goethe-Universität und wurde 2006 gegründet. Er veranstaltet außergewöhnliche Lesungen sowie Hörbuchabende, Literatur-Reisen und literarische Spaziergänge. Zum Angebot gehören auch der „Bühnentrieb“, eine offene Bühne für Literatur und Musik, und die Lesungsreihe „Literatur à la carte“. Außerdem ist der Verein Mitveranstalter des „Langen Tags der Bücher“.

19.6., 19.30 Uhr: Auf keiner Skala von 1 bis 10

Jubiläumslesung des sexyunderground: Auf keiner Skala von 1 bis 10
Mit Franz Geilich, Felicitas Hubert, Samuel Kramer, Caroline Pfeffer, Martin Piekar und Leon Steurer
Moderation: Yevgeniy Breyger
Ort: Literaturhaus Frankfurt
Eintritt: 5,- / 3,-
10 Jahre sexyunderground: Neue literarische Stimmen aus Frankfurt und Umgebung
Beim sexyunderground geht es vor allem um eines: Schreiben. Da werkeln, basteln, schrauben und drehen Jungautoren an eigenen Texten. Hierfür treffen sie sich bereits seit 2008 regelmäßig im Literaturhaus Frankfurt und führen weiter, was im „Schreibzimmer“, der jährlichen Schreibwerkstatt für Jugendliche, seinen Anfang nimmt. Aber nicht nur dort. Die Ergebnisse dieser Treffen stellen sie auch in diesem Jahr bei ihrer gemeinsamen Lesung im Literaturhaus vor. Das bedeutet: Neue Lyrik und Prosa aus dem Untergrund. Es lesen: Franz Geilich, Felicitas Hubert, Samuel Kramer, Caroline Pfeffer, Martin Piekar, Leon Steurer. Durch den Abend führt der Lyriker Yevgeniy Breyger, der auch selbst in den Jahren 2008 und 2009 am Schreibzimmer teilgenommen hat.

20.6., 18.30 Uhr: „Ausgeplündert und verwaltet. Geschichten vom legalisierten Raub an Juden in Hessen“

Buchpräsentation mit den Autoren Bettina Leder, Christoph Schneider und Katharina Stengel
Lesung: Helge Heynold
Ort: Historisches Museum Frankfurt
Eintritt frei

Das Buch enthält rund 100 Geschichten jüdischer Familien, die in Hessen und Rheinhessen ansässig waren. Sie handeln von Armen und Reichen, Jungen und Alten, von Studenten, Bauern, Kaufleuten, Intellektuellen, Arbeitern, Schülern; von Menschen, die sehr unterschiedlich dachten, glaubten und lebten. Wir fanden ihre Spuren in den Akten der Finanzverwaltung, die ab 1933 penibel den Besitz einer jeden Jüdin und eines jeden Juden registrierte, um ihn dann zu enteignen. Das Buch geht zurück auf Recherchen im Rahmen der Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945“, die 16 Jahre lang durch Hessen und Rheinhessen wanderte und an 30 Ausstellungsorten mit einem jeweils neuen regionalen Schwerpunkt zur Ausplünderung der Bevölkerung am Ausstellungsort zu sehen war.

Im Rahmen der Ausstellung „Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933–1945“ (ab 17. Mai 2018)

Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts, gefördert von Gegen Vergessen – Für Demokratie e.V.

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

 

Internationale Ausstellung „Pangramme: learning typ design“

Samstag, 28. April 2018

Im Leipziger Museum für Druckkunst wird erstmals vom 29. April bis 15. Juni 2018 die internationale Ausstellung „Pangramme: learning type design“ gezeigt. Die Ausstellung wurde in Frankreich konzipiert und präsentiert ein Kaleidoskop aktueller Schriftdesigns von jungen Gestaltern aus der ganzen Welt.

Für die Ausstellung wählte eine Jury aus einen Wettbewerb 50 Projekte aus, die aus 25 Ländern stammen. Insgesamt wurden 200 schriftgestalterischen Arbeiten eingereicht, die ebenfalls zu sehen sein werden.
Die Gestaltung der Ausstellung wurde von dem deutsch-französischen Grafik-Designer Jérôme Knebusch in Zusammenarbeit mit Studenten der Typorgrafie-Klasse an der Kunsthochschule Metz (Frankreich) übernommen.

Neben den Schriften wird es auch eine Schau mit Fachliteratur geben, die sich mit dem Thema der Schriftgestaltung seit 1900 beschäftigt.

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: Mai

Sonntag, 22. April 2018

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

3.5., 20 Uhr: Lesung Uwe Wittstock

Uwe Wittstock liest aus „Karl Marx beim Barbier“
Ort: Buchhandlung Schutt
Eintritt: 8,-

Es ist eine Biographie der ungewöhnlichen Art: 1882 reist Karl Marx nach Algerien, wo er um ein Haar umkommt. Während er sich langsam erholt, lässt er sein Leben Revue passieren. Seine Jugend in Trier, die große Zeit der Theorien in Paris und sein elendes Leben in London. Das Buch verschweigt aber auch nicht Marx‘ Schwächen: Zum Beispiel, dass der große Ökonom Marx nicht mit Geld umgehen konnte, dass er viele Bücher begann, aber enorme Probleme hatte, die zu beenden, und dass er anderen Sozialisten gern vor den Kopf stieß. Außerdem erzählt Wittstock von dem Bart, den Marx trug, von seinem mächtigen Vollbart, den er zum Erkennungszeichen machte wie Angela Merkel ihre Raute oder Donald Trump seine gelbe Haarlocke. Denn Marx ging in Algier zum Barbier und hat sich zum einzigen Mal im Leben rasieren lassen. Er wurde zu jemandem, der auf keinem der vielen Marx-Porträts zu entdecken ist: Zu einem Karl Marx mit glatt rasierten Wangen. Das Buch „Karl Marx beim Barbier“ ist eine Einladung das Frühjahr 1882 mit Marx in Nordafrika zu verbringen, sich seine ganze Biografie vor Augen führen zu lassen und der Frage nachzugehen, weshalb ein Mann, der seinen Prophetenbart lebenslang pflegte, sich ein Jahr vor seinem Tod rasieren ließ.

Uwe Wittstock war zunächst als Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in der Literaturredaktion von Marcel Reich-Ranicki tätig. Anschließend Lektor für deutschsprachige Literatur im S.Fischer Verlag und parallel dazu Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Neue Rundschau. Bis 2010 war er Redakteur der Welt, zunächst als stellvertretende Leiter des Feuilletons, danach als Kulturkorrespondent, erst in Paris und dann in Frankfurt am Main. Bis 2017 Literaturredakteur des Nachrichtenmagazins Focus. Seit 2018 ist Uwe Wittstock freier Schriftsteller und Journalist und schreibt für den Focus die Kolumne: Buch & Welt. Ausgezeichnet mit dem Theodor-Wolff-Preis für Journalismus.

„Uwe Wittstock beschreibt Marx‘ Leben und Wirken so lehrreich, klug und spannend wie elegant und leicht von jenen zehn Wochen aus, die der im Frühjahr 1882, schwer krank und Genesung suchend, in Algier verbrachte.“ Axel Hacke, Süddeutsche Zeitung, 2. März 2018

5.5., ab 19 Uhr: Nacht der Museen

Eine Veranstaltungsreihe mit Lesungen und Musik
Ort: Haus am Dom
Eintritt mit Ticket zur Nacht der Museen

19.00 Uhr
„Das ganze Kind hat so viele Fehler“
Die Geschichte einer Entscheidung aus Liebe
Lesung mit Sandra Schulz, Autorin
Zerbrechen wir an dem Wissen, das wir uns gewünscht haben? Sandra Schulz ist in der 13. Woche schwanger, als sie nach einer Blutuntersuchung einen gefürchteten Satz hört: „Ich habe leider kein komplett unauffälliges Ergebnis für Sie“.
In Kooperation mit der Lebenshilfe Frankfurt

20.30 Uhr
Sakari lernt durch Wände zu gehen
Krimi-Lesung mit Musik mit Jan Costin Wagner, Autor und Musiker
Auf dem Marktplatz der finnischen Stadt Turku steigt ein junger Mann in einen Brun¬nen. Er ist nackt und offenbar verwirrt. Und er hat ein Messer bei sich – „ein schmaler Roman über den Verlust, Schmerz, das Weiterleben, manchmal an sehr dünnem Rettungs¬faden. (…) Aber Jan Costin Wagner klebt seinem dunklen Roman kein Happy End an. Sondern erzählt von einem fragilen Moment des Glücks, der Kimmo Joentaa zu verdanken ist“. (Sylvia Staude, FR)

22.00 Uhr
Sieh mich doch an!
Szenisch-literarischer Liederabend mit Liedern von Kurt Weill, Bertolt Brecht und anderen
Mit Katharina Nieß, Sopran, und Esther Frankenberger, Mezzosopran
Fin de Siècle, Zeitenwende: vielfältig und widersprüchlich. Der Krieg ist aus und bald blühen Wien, München und Berlin als Weltmetropolen der Kultur. Alles drängt nach draußen, alles steht in Frage. Persönlichkeitsfragen. Mann-Frau-Fragen. Rollenmusterfragen. Kann Frau lieben nur und sonst gar nichts? Oder ist Johnny ein Schuft? Nimm die Pfeife aus dem Maul, du Hund … ich liebe dich so!

9.5., 19.30 Uhr: Lesung Alice Schwarzer

Alice Schwarzer „Meine algerische Familie“
Ort: Literaturhaus Frankfurt
Eintritt: 16,- / 10,-

Die Journalistin und Essayistin Alice Schwarzer pflegt seit Jahrzehnten eine enge Beziehung zu einer Familie in Algerien und vor allem zu Djamila, einer Journalistin. Die Familie ist in ihrer Vielseitigkeit ein mögliches Abbild dieses nordafrikanischen Landes zwischen Tradition und Moderne, zwischen islamistischer Bedrohung und demokratischen Hoffnungen. Gestalt und Nachdruck bekommt das durch die Eltern und Großeltern, Brüder und Schwestern, Neffen und Nichten, die Alice Schwarzer in deren Heimat bei Neujahrsfeiern, Ferienbesuchen und Hochzeiten kennen und lieben lernt und die die Fotografin Bettina Flitner porträtiert: die Generation der Alten, geprägt von der Kolonialzeit; die Generation, die die „schwarzen Jahre“ des islamistischen Terrors und der politischen Repression durchlebte – und die jungen Leute von heute zwischen High Heels und Verschleierung, zwischen Instagram und spätsozialistischer Stagnation. Davon erzählt Alice Schwarzer in ihrem neuen, bei Kiepenheuer & Witsch erschienenen Buch und an diesem Abend im Literaturhaus.

15.5., 19.5., 22.5., 18 Uhr: Frankfurter Poetikvorlesungen im Sommer 2018

Christian Kracht
Ort: Campus Westend, Hörsaalzentrum, Audimax (HZ1&2)
Eintritt frei

Christian Kracht wird im Sommersemester 2018 als Frankfurter Poetikdozent zu Gast an der Goethe-Universität sein. Er wird über die Entstehungsgrundlagen und Fluchtpunkte seiner beeindruckenden literarischen Arbeit sprechen.

Nach einem Studium der Film- und Literaturwissenschaften und neben unterschiedlichen journalistischen Arbeiten (u.a. Redakteur des Magazins „Tempo“, Indien Korrespondent des Spiegels, Herausgeber der Literaturzeitschrift „Der Freund“) erschien 1995 „Faserland“, Christian Krachts intensiv diskutierter Debütroman. Ihm folgte sechs Jahre später der Roman „1979“, der große internationale Anerkennung fand. Das Triptychon – wie Kracht in einem Interview seine ersten drei Romane selbst bezeichnet hat – findet mit „Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten“ (2008) seinen Abschluss. Kracht konnte 2012 mit „Imperium“ an seine bisherigen Erfolge anknüpfen und wurde dafür mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis der Stadt Braunschweig ausgezeichnet. Sein vorläufig letzter Roman „Die Toten“ erschien 2016, und Kracht erhielt im selben Jahr den Schweizer Buchpreis. Ebenfalls 2016 wurde ihm für sein bisheriges Werk der Hermann-Hesse-Literaturpreis verliehen. Neben den genannten Romanen und weiteren Veröffentlichungen (u.a. „Tristesse Royale. Ein popkulturelles Quintett“ (1999) sind von Christian Kracht auch Hörbücher (u.a. „Liverecordings“ (1999) und Reiseberichte (u.a. „Der gelbe Bleistift“ (2000) erschienen. Des Weiteren hat Christian Kracht auch das Drehbuch zu „Finsterworld“ geschrieben, das erfolgreich und vielfach ausgezeichnet von der Dokumentarfilmerin Frauke Finsterwalder, mit der er auch verheiratet ist, verfilmt wurde.

17.5., 19.30 Uhr: Lesung Juli Zeh

Juli Zeh „Leere Herzen“
Moderation: Alf Mentzer (hr2-kultur)
Ort: Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt
Eintritt: 18,- / 12,-

Mitgestalten, anstoßen, provozieren. Den meisten fehlt es an Mut oder Entschlossenheit. Juli Zeh nicht. Sie hat ein Jahr nach ihrem großen Gesellschaftsroman „Unterleuten“, einen Polit- und Psychothriller vorgelegt. Und wieder ist sie Gast des Literaturhauses im Schauspiel Frankfurt. Im Mittelpunkt ihres Romans „Leere Herzen“ (Luchterhand) stehen zwei desillusionierte Pragmatiker – geschäftlich allerdings erfolgreich. Sie haben sich damit abgefunden, wie die Welt beschaffen ist. Aber das reicht nicht. „Leere Herzen“ ist deutsche Science-Fiction über eine nahe Zukunft. Ein Lehrstück über die Grundlagen und die Gefährdungen der Demokratie. Und ein 350-Seiten-Plädoyer wider leere Herzen und Kraftlosigkeit des Gestaltens. Es moderiert der hr2-kultur-Redakteur Alf Mentzer.

In Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt

 

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UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts am 23. April

Mittwoch, 18. April 2018

In ein paar Tagen ist es wieder so weit: in über 100 Ländern wird die Freude am Lesen und an Geschichten gefeiert. Daran beteiligt sind Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken und Schulen, die in Form von Lesungen, Verlagsführungen und verschiedenen Aktionen zum Mitmachen einladen. In Deutschland wird der Welttag des Buches und des Urheberrechts vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und von der Stiftung Lesen koordiniert.

„Ich schenk dir eine Geschichte“

Besonders Kinder sollen mit dem „Welttag des Buches“ angesprochen werden. Rahmen der Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ können sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 und 5 sowie von Integrations-, Förder- und Willkommensklassen ihr persönliches Exemplar gegen Vorlage eines Gutscheins in einer der 3.500 teilnehmenden Buchhandlungen abholen. Gefördert wird dies zusätzlich von der Deutschen Post, dem cbj Verlag und dem ZDF und steht unter der Schirmherrschaft der Kultusminister der Länder.
Außerdem erhalten über eine Million Kinder zum Welttag den Abenteuerroman „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ von Sabine Zett geschenkt.

„Bücher haben Fähigkeiten, die heute mehr denn je gefragt sind: Sie vermitteln Bildung und Wissen, fördern Verständnis und Kritikfähigkeit und ermöglichen es, Themen aus vielfältigen Perspektiven zu sehen. Gleichzeitig entführen sie in fremde Welten und bieten einen Ruhepol in unserer Multitasking-Gesellschaft, nach dem sich viele Menschen sehnen. Umso wichtiger ist der Welttag des Buches, der seit mehr als 20 Jahren die Bedeutung und das Potenzial von Büchern und vom Lesen in den Blick rückt“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Ein Tag mit Tradition

Zum ersten Mal wurde der „Welttag des Buches“ am 23. April 1995 von der UNESCO zum weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren erklärt. Zurückzuführen ist diese Tradition auf einen katalanischen Brauch zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg, an dem Rosen und Bücher verschenkt werden. Und der 23. April hat noch eine weitere Bedeutung – es ist der Todestag von Wiliam Shakespeare und Miguel de Cervantes.
Seit 1996 wird der „Welttag des Buches“ auch in Deutschland gefeiert.

Ihr seid interessiert und wollt mehr über die verschienden Aktionen und Veranstaltungen erfahren? Dann informiert Euch auf der Seite www.welttag-des-buches.de

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: April

Freitag, 23. März 2018

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

5.4., 20 Uhr: Poetische Positionen

Mit Moritz Gause und Ulrich Koch
Moderation: Malte Kleinjung
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,- / 4,- (VVK) // 8,- / 5,- (AK)

Treffen der Generationen: Moritz Gause legt sein Debüt vor, Ulrich Koch seinen mittlerweile zehnten Gedichtband. Wichtiger noch: Die beiden verbindet die Rezeption. Kochs Gedichte sind für Gause ein wesentlicher Bezugspunkt. Beste  Voraussetzungen also für ein gemeinsames Gespräch. In Kochs Selbst in hoher Auflösung ist es dabei bis zum Meer nicht weit, wenig weiter, als der Blick reicht. Und was man sieht, sind die alltäglichsten Dinge, in einem Glanz, als würde man sie zum ersten Mal sehen, als wäre es Morgen. Die Welt dieser Gedichte ist eine Welt des Hinterlandes, der Pendlerzüge, der Überlandleitungen. Gauses Meditationen hinterm Supermarkt hingegen schenken Menschen, die kaum einer beachtet, Aufmerksamkeit. Sei es „Ernst im weinroten Hemd“ oder „die alte Dame aus dem Treppenhaus“. Diese lakonischen Gedichte halten Momente fest („Im Taxi nach Tashkent“) und blicken auf ferne Orte: „Am Horizont verdunsten die Berge.“

Moritz Gause, geboren 1986 in Berlin, studierte Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft in Jena. Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften. 2011 erhielt er den hr2-Literaturpreis, 2013 das Arbeitsstipendium des Freistaats Thüringen. Nach einem längeren Aufenthalt in Kirgisistan lebt er nun in Berlin.

Ulrich Koch, geboren 1966 in Winsen an der Luhe, arbeitet für eine Hamburger Personalagentur. Sein Debüt Weiß ich erschien 1995. Für sein Werk bekam er mehrere Stipendien und wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Hugo-Ball-Förderpreis 2011.

9.4., 20 Uhr: $ICK „Shore, Stein, Papier“

Alles andere als eine Lesung
Ort: Brotfabrik
Eintritt: 25,- / 20,-

Was wie ein harmloses Schnick-schnack-schnuck-Spiel klingt, hat einen mehr als ernsten Hintergrund. Bei „Shore, Stein, Papier“ steht Shore im Drogenjargon für Heroin, Stein für Kokain, Papier für Geld. Im Dezember 2012 lief auf zqnce.tv bei youtube die erste Folge der Lebensgeschichte von $ick (seinen Klarnamen nennt der Hannoveraner nicht) – es wurden 380 Lesesessions in den kommenden drei Jahren. Nicht nur die Zuschauer waren gefesselt von den schonungslosen Erlebnissen des Ex-Junkies mit schwerkrimineller Vergangenheit, $ick wurde auch mit dem „Grimme Online Preis“ (für Aufklärung ohne moralischen Zeigefinger) ausgezeichnet. Im Oktober 2016 erschienen seine „Erzählungen aus einem Leben inmitten von Frühstücksblech und Affen, Kokarausch und Wahn, Beschaffungskriminalität und Drogendeals, Knastschlägerei und Flucht“ nun auch als Buch beim piper-Verlag, Untertitel: „Mein Leben zwischen Heroin und Haft“. Ein Spiegel-Bestseller. Jetzt bringt er seine Geschichte unterstützt von Video- und Bildsequenzen live auf die Bühne und verspricht mehr als nur eine Lesung.
Seinen Erfolg kommentiert $ick so: „Ich dachte, das interessiert kein Schwein. Weil ich mein ganzes Leben das Gefühl hatte: Keine Sau interessiert, was du machst oder was mit dir passiert.“ Und jetzt dies. „Ich habe Glück gehabt, weil die Leute mir aus irgendeinem Grund gerne zuhören. Daran halte ich jetzt fest. Weil das definitiv mehr Geld bringt, als Gras zu verkaufen, und es weniger stressig ist.“

19.4., 19.30 Uhr: Frankfurter Premieren

Peter Michalzik „1900 – Vegetarier, Künstler und Visionäre suchen nach dem neuen Paradies“
Moderation: Sonja Vandenrath
Ort: Historische Villa Metzler
Eintritt: 7,- / 5,- / 3,- (Kartenreservierung unter 069-212 38818 (Kulturamt), Restkarten an der Abendkasse)

Die Reihe Frankfurter Premieren stellt jüngst erschienene Romane von Frankfurter Autorinnen und Autoren oder Novitäten aus Frankfurter Verlagen vor. Sie gibt einen Eindruck von dem, was in Frankfurt an literarischen Werken geschrieben und publiziert wird. Die Veranstaltungen finden entweder in den Räumen der Historischen Villa Metzler oder der AusstellungsHalle 1A statt. Im Anschluss an die einstündige Lesung kann und soll bei einem Glas Wein das Gehörte diskutiert werden, dieser Saloncharakter ist integraler Bestandteil der Frankfurter Premieren. Dass der Schwerpunkt auf Neuerscheinungen aus Frankfurt liegt, schließt interessante Ausnahmen von der Regel nicht aus.

Eine Veranstaltung des Kulturamtes Frankfurt am Main in Kooperation mit der Historische Villa Metzler gGmbH
Die Dr. Marschner Stiftung unterstützt die gemeinnützigen kulturellen Aktivitäten der Historische Villa Metzler gGmbH

28. & 29.4., 10-16 Uhr: U20 Poetry Slam-Workshop

Mit Dirk Hülstrunk
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm

Ihr habt Lust am Spiel mit der Sprache? Ihr wollt eigene Texte, Gedichte, Geschichten, Rap-Texte schreiben, reimen oder lieber freestylen? Ihr würdet gerne mal auf einer Bühne stehen, ein Mikrofon in der Hand? Dann seid ihr richtig beim Poetry Slam Workshop „Wortumdrehung“. Hier könnt ihr Ideen entwickeln, lernen, spannungsreiche und originelle Texte zu schreiben und ihre Umsetzung unter realen Bühnenbedingungen proben. Unsere Themen sind: Poetry Slam Hintergründe & Regeln, Texte für den Vortrag schreiben, Stimme & Performance, Mikrofonsprechen. Der Workshop richtet sich sowohl an Anfänger wie an Fortgeschrittene, die ein kritisches Feedback zu ihren Texten brauchen oder ihren Vortragsstil verbessern möchten. Teilnehmen können Jugendliche von 14-20 Jahren. Ältere Interessenten können in Einzelfällen teilnehmen, wenn noch Platz ist.

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.

Anmeldungen bis zum 13. April unter: u20slam@kulturnetz-frankfurt.de (Bitte angeben: Name, Geburtsdatum, Wohnort, Telefon od. Mobil, Email)
Teilnahmegebühr: 25,-
Kontoinhaber: Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
IBAN: DE05 5005 0201 0200 4946 86
Frankfurter Sparkasse
Referenz: Seminar Poetry Slam

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