Archiv für die Kategorie ‘Preise’

Deutscher Buchhandlungspreis 2018 für 118 Buchhandlungen

Mittwoch, 31. Oktober 2018

In Kassel wurden heute 118 unabhängige und inhabergeführte Buchhandlungen mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, überreichte den Gewinnern den Preis, der mit Preisgeldern in Höhe von 850.000 Euro dotiert ist. Seit 2015 wird der Deutsche Buchhandlungspreis jährlich in drei Kategorien an Buchhandlungen verliehen, deren Jahresumsatz in den letzten drei Jahren unter einer Million Euro lag. Außerdem werden sie für ihr vielseitiges literarisches Sortiment und/oder kulturelles Veranstaltungsprogramm, ein innovatives Geschäftsmodell verfolgen oder wenn sie sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung für Kinder und Jugendliche engagieren, ausgezeichnet. Neben der Prämie erhalten die Gewinner außerdem ein Gütesiegel.

Die Gewinner

Dieses Jahr erhielten die Buchhandlungen „Lessing und Kompanie“ in Chemnitz , „Klaus Bittner“ aus Köln sowie „Krumulus“ aus Berlin eine Auszeichnung in der Kategorie „beste Buchhandlungen“. Sie erhielten eine Prämie von je 25.00 Euro.

In der zweiten Kategorie „besonders herausragende Buchhandlungen“ wurden insgesamt fünf Buchhandlungen mit einer Prämie von 15.000 Euro für ihre Arbeit honoriert. Die Gewinner sind: „Proust Wörter & Töne“  aus Essen, „Kafka & Co.“ aus Detmold, „Botnanger Buchladen“ aus Stuttgart-Botnang, „cohen+dobernigg Buchhandel“ aus Hamburg und „Dombrowsky“ aus Regensburg.

In der letzten Kategorie „hervorragende Buchhandlungen“ wurden Preise an hundert weitere Buchhandlungen vergeben, die jeweils eine Prämie in Höhe von 7.000 Euro erhielten.

Staatsministerin Monika Grütters sagte in ihrer Rede:“Auch über den Buchhandlungspreis hinaus unterstützt die Kulturpolitik des Bundes eine vielfältige, prosperierende Buch- und Verlagsbranche. Deshalb setzen wir uns beispielsweise im Rahmen der Urheberrechtsreform auf europäischer Ebene dafür ein, dass Autoren und Verleger von den Früchten ihrer Arbeit auskömmlich leben können – gerade auch im digitalen Zeitalter. Wir werden unabhängige Verleger und Buchhändler mit einem neuen Instrument unterstützen: Angesichts des Erfolges unseres Deutschen Buchhandlungspreises und nach dessen Vorbild werden wir einen Deutschen Verlagspreis ausloben. Er soll die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung der unabhängigen Verlage, ihr Profil, Engagement und ihre Bedeutung für die kulturelle Vielfalt und den demokratischen Diskurs würdigen.“

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2018 geht an Aleida und Jan Assmann

Mittwoch, 17. Oktober 2018

In der Frankfurter Paulskirche wurde diese Woche der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels an das die deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann und an den deutschen Ägyptologe Jan Assmann überreicht. Der Preis wird jedes Jahr am Ende der Frankfurter Buchmesse verliehen und ist mit 25.000 Euro dotiert. Zu der Verleihung waren etwa 700 Gäste geladen und die Laudatio hielt der deutsch-amerikanische Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht.

Aleida Assmann beschäftigen sich in ihrer wissenschaftlichen Arbeit mit den Themen von Geschichtsvergessenheit und Erinnerungskultur. Damit trägt sie zur Aufklärung zu Fragen eines kulturellen Gedächtnisses einer Nation bei und zeigt auf, dass ein offener und ehrlicher Umgang mit der Vergangenheit eine grundlegende Bedingung für eine friedvolle Gemeinschaft ist.

Jan Assmann setzt sich in seiner Arbeit mit dem Zusammenhang von Religion und Gewalt sowie der Genese von Intoleranz und absolutem Wahrheitsanspruch auseinander und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Friedenbereitschaft und Friedensfähigkeit der Religionen in der Weltgesellschaft von heute.

Die Dankesrede wurde von dem Ehepaar gemeinsam gehalten und sie machten unter anderem auf die Bedeutung von Meinungsfreiheit aufmerksam: „In der Demokratie kann man das Denken nicht delegieren und den Experten, Performern oder Demagogen überlassen. (…) Es stimmt, dass Demokratien durch Streit und Debatten gestärkt werden, aber auch in ihnen steht nicht alles zur Disposition. Es muss unstrittige Überzeugungen und einen Grundkonsens geben wie die Verfassung, die Gewaltenteilung, die Unabhängigkeit des Rechts und die Menschenrechte. Nicht jede Gegenstimme verdient Respekt. Sie verliert diesen Respekt, wenn sie darauf zielt, die Grundlagen für Meinungsvielfalt zu untergraben. Demokratie lebt nicht vom Streit, sondern vom Argument. Pöbeleien oder gar eine Eskalation polarisierender Symbole wie in Chemnitz führen in einen Zustand allgemeiner Verwirrung, legen die Demokratie lahm und machen sie betriebsunfähig für wichtige Aufgaben“, sagten die Preisträger.
(Die ausführliche Dankesrede zum Nachlesen finden Sie hier.)

Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins, bezeichnete die Preisträger als „Wegbereiter einer klugen und aufgeklärten Erinnerungskultur.“ Eine solche sei fundamental für das friedliche Zusammenleben auf Basis der Menschenrechte, die vor 70 Jahren in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte Niederschlag fanden. „Die Forschungen von Aleida und Jan Assmann sind Grundlagen dafür, wie eine moderne Gesellschaft aus der Vergangenheit lernen kann, um in Frieden und Freiheit leben zu können. Und für uns – für die Buchhandlungen und Verlage – ist die Vermittlung dieser Werte unsere ganz besondere Menschenpflicht“, sagte Riethmüller.

Maryse Condé erhält alternativen Literaturnobelpreis

Samstag, 13. Oktober 2018

Die Autorin Maryse Condé aus Guadeloupe gewinnt den diesjährigen alternativen Literaturpreis, wie die Jury am Freitag bekannt gab. Unter dem Namen „Die Neue Akademie“ hat die vierköpfige Jury, der die schwedische Journalistin Ann Palsson vorsitzt, die 81-Jährige mit der Begründung auserwählt, dass sie respektvoll, präzise und mit feinem Humor Misstände und Chaos des Post-Kolonialismus beschreibe.

„Die Neue Akademie“ wurde aufgrund des Missbrauchsskandals der schwedischen Akademie gegründet, der etwa hundert Mitglieder angehören. Der Preis wurde dieses Jahr anstelle des Literaturnobelpreises verliehen und in der ersten Runde durften schwedische Bibliotheken Autoren und Autorinnen nominieren. Es folgte eine Zusammenstellung mit 45 Nominierten, über die online abgestimmt werden konnte. Zu den Finalisten gehörten die Kanadierin Kim Thúy und der Brite Neil Gaiman. Der japanische Autor Haruki Murakamit wurde ebenfalls nominiert, allerdings zog er seine Teilnahme zurück.

Einen interessanten Beitrag über Maryse Condé und ihr Werk finden Sie hier.

 

Ihre Stimme zählt! 

Donnerstag, 13. September 2018

Wählen Sie jetzt den Gewinner des Börsenblatt-Young Excellence Award

Bereits seit fünf Jahren wird der Börsenblatt-Young-Excellence Award vom Börsenblatt in Kooperation mit dem Börsenverein, der Frankfurter Buchmesse, dem mediacampus frankfurt und der future!publish verliehen. Mit dem Preis werden „herausragende junge Macher und Macherinnen in der Buchbranche“ geehrt, die etwas durch ihre Arbeit bewegen. Die Nominierten dürfen dabei das Alter von 39 Jahren nicht überschreiten und sollten noch keinen Chefposten in einem Verlag oder einer Buchhandlung innehaben.

In den kommenden zwei Wochen können nun Sie bei der Wahl des Gewinners mitbestimmen. Die Auszeichnung erhält der- oder diejenige im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Dotiert ist der Börsenblatt-Young Excellence Award mit einem Bildungsgutschein in Höhe von 1.000€ für Fort- und Weiterbildungen auf dem mediacampus frankfurt. Außerdem bekommt der Gewinner eine Eintrittskarte für die future!publish 2019 inklusive Anreise und Hotelunterkunft.

Im Vorfeld wurden 10 Nominierte festgelegt, zwischen denen Sie nun abstimmen können.

 

Uwe-Michael Gutzschhahn erhält Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur

Freitag, 03. August 2018

Den diesjährigen Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur erhält der Schriftsteller Uwe-Michael Gutzschhahn. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert . Ebenfalls wurde auch wieder der Volkacher Taler an Renate Grubert und das Bayernwerk vergeben, als Auszeichnung für ihre besondere Förderung der Kinder- und Jugendliteratur.

Uwe-Michael Gutzschhahn wurde 1952 im Rheinland geboren und studierte Gemanistik und Anglistik. Im Jahr 1978 promovierte er mit einer Arbeit über den Schriftsteller Christoph Meckel. Schon als entdeckte er seine Leidenschaft für Gedichte. Sein erstes Kindergedicht „Ich grüße dich!“ schrieb er 1986/87 – allerdings wurde es erst zwanzig Jahre später veröffentlicht. Es folgten ab 1989 weitere Romane und Geschichte für Kinder und Jugendliche, die er auch unter seinem Pseudonym Moritz Eidechser veröffentlichte.

Mit dem Großen Preis wird er von der Akademie für sein umfassendes kinder- und jugendliterarisches Werk gewürdigt. „Wie kaum ein anderer seiner Generation hat er sich seit nunmehr vier Jahrzehnten in nahezu allen Feldern der Kinder- und Jugendliteratur betätigt. Dabei gestaltet er die Grenzen zur allgemeinen Literatur und den erwachsenen Leserinnen und Lesern stets offen, indem er die formalen und inhaltlichen Grenzen seiner Texte immer wieder aufs Neue auslotet. Er gilt als ein Meister der Sprache, der Sprachreflexion, was er in seinen Übersetzungen, vor allem aber in seinen Gedichten, auf sehr überzeugende Weise unter Beweis stellt. Zu Recht gilt er als eine der wichtigsten kinder- und jugendliterarischen Lyrikstimmen der Gegenwart“, teilt die Akademie mit.

Sonderausstellung im Gutenberg-Museum in Mainz

Dienstag, 26. Juni 2018

Das Gutenberg-Museum in Mainz ist eines der ältesten Museen für Buch-, Druck- und Schriftgeschichte aller Kulturen. Mit der aktuellen Sonderausstellung „Präsentation des Deutschen Hardcover Awards 2018 und des Internationalen Jugendleistungswettbewerbs des Buchbinderhandwerks“ leistet es wieder einmal einen Beitrag für den Erhalt des Handwerks. Für alle Interessierten lohnt sich daher ein Ausflug nach Mainz.

Vom 11. Mai bis zum 12. August werden in der Ausstellung des Bundes Deutscher Buchbinder (BDBI) die Ergebnisse des internationalen Jugenleistungswettbewerbes des Buchbinderhandwerks und zum anderen die ausgezeichneten Entwürfe des Deutschen Hardcover Awards 2018 gezeigt.

Bei dem 17. Jugendleistungswettbewerb beteiligten sich insgesamt 58 angehende Buchbinder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Aufgabe bestand darin, einen Entwurf für das Buchcover des Krimis „Erstbezug“ von dem Autor Stefan Peters zu gestalten. Dabei konnten die Teilnehmer frei über das Material und die Technik entscheiden. Bewertet wurde von der Jury die technische Ausführung des Entwurfs und die Umsetzung der gestalterischen Idee.
Fünf der eingereichten Cover erhielten eine Auszeichnung.

Zudem wurde am 11. Mai der Deutsche Hardcover Award im Gutenberg-Museum verliehen. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Bund Deutscher Buchbinder (BDBI), der Fachzeitschrift „bindreport“ und dem Hamburger Unternehmen Schmedt.
Im Rahmen des Deutschen Hardcover Awards werden Entwürfe aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus den vergangenen beiden Jahren ausgezeichnet, die hinsichtlich ihrer künstlerischen und funktionalen Gestaltung sowie der Verwendung ausgewählter Materialien innovative Lösungen im Bereich der Buchbindetechnik beweisen.

 

© Gutenberg-Museum Mainz

 

 

 

Verleihung des ersten Hessischen Verlagspreis

Donnerstag, 07. Juni 2018

Heute wurden die Sieger des ersten Hessischen Verlagspreis durch den Kunst- und Kulturminister Boris Rhein bekannt gegeben. Der Hauptpreisträger ist der Verlag für grafisches Erzählen ROTOPOL aus Kassel, während der Nachwuchspreis für Gründer an den Büchner-Verlag in Marburg geht.

In Zusammenarbeit hat das Land Hessen mit dem Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland des Börsenvereins den Preis zum ersten Mal ins Leben gerufen. Dotiert ist der Hessische Verlagspreis mit 20.000 Euro: Der Hauptpreisträger erhält 15.000 Euro, der Gründerpreis 5.000 Euro.

Boris Rhein sagt dazu: „Uns haben viele Bewerbungen von Verlagen mit sehr unterschiedlichen Schwerpunkten und Konzepten erreicht. ROTOPOL und der Büchner-Verlag konnten die Jury von sich überzeugen. Ich gratuliere den Preisträgern zu diesem Erfolg und bin sicher, dass der Preis dazu beiträgt, die vielversprechende Arbeit der Verlage noch weiter auszubauen.“

Für die Auszeichnung konnten sich alle unabhängigen Verlage bewerben, die ihren Firmensitz in Hessen haben. Hinzu kam die Anforderung, dass der jährliche Umsatz unter 2 Millionen Euro liegt. Jedoch wurde bei den Verlagssparten keine Einschränkungen vorgenommen.

Die Jurybegründung

In der Jurybegründung zum Hauptpreis heißt es: „Mit Rotopol aus Kassel ehrt die Jury einen Verlag mit einer ganz besonderen Ausrichtung, einer außerordentlich klaren Vorstellung vom eigenen Tun und bemerkenswertem Durchhaltevermögen. Das vor zwölf Jahren gegründete und seit elf Jahren an der Kasseler Friedrich-Ebert-Straße ansässige Unternehmen setzt auf grafische Erzählformen und bringt Bücher zwischen Comic und Illustration heraus. Sein ungewöhnliches Geschäftsmodell kreist um die Werkstatt und Ladengalerie des Verlags, setzt auf eine möglichst enge Zusammenarbeit mit den Autoren und sucht mit regelmäßigen Veranstaltungen die Nähe zum Kunden. Rotopol verbindet Verlegerisches, Künstlerisches und Marketing in gekonnter Weise. Die Konsequenz, mit der die beiden derzeitigen Leiterinnen des Unternehmens am einmal eingeschlagenen Weg festhalten, ist beispielhaft für den Umgang mit den Herausforderungen, denen sich die Buchbranche zurzeit gegenübersieht. Rotopol reagiert auf die Veränderungen im Geschäft mit Büchern mit einer Kombination aus Einfallsreichtum, sorgfältiger Arbeit und persönlichem Engagement, die die Branche in Zukunft immer stärker prägen wird. Dieser Verlag will neue Wege gehen und sich und seine Leser überraschen. Es gelingt ihm: Seine Titel sind eine Liebeserklärung an das, was die Künste und die Buchbranche können.“

Druck&Medien Award 2018 – Einreichungsschluss wurde verlängert

Sonntag, 06. Mai 2018

Der Einreichungsschluss für den Druck&Medien Award 2018, der am 25. Oktober in Berlin stattfindet, wurde bis zum 18. Mai 2018 verlängert. Noch zwei Wochen haben Teilnehmer aus der Printbranche Zeit, ihre besten Produkte, Konzepte und Dienstleistungen für den Wettbewerb einzusenden.

Der Award wird seit 2005  in verschiedenen Kategorien an herausragende Printprodukte verliehen.

Der MENSCHEN-Award wird an Menschen und Teams überreicht, die sich durch ihr Handeln besonders profiliert haben.

Mit dem UNTERNEHMEN-Award wird das Unternehmen ganzheitlich und in Bezug auf die Positionierung im jeweiligen Geschäftsfeld bewertet. Dabei gibt es Unterkategorien, wie etwa, „Innovativster Onlinedrucker des Jahres“, „Familiendruckerei des Jahres“ oder „Ausbildungsbetrieb des Jahres“.

Weiter gibt es doch die SEGMENTE-Awards, bei denen die Qualität der Druckerprodukte im Mittelpunkt steht. Dazu zählen die Auszeichnungen, wie „Katalogdrucker des Jahres“, „Digitaldrucker des Jahres“, „Bücherdrucker des Jahres“ und so weiter.

Zuletzt gibt es noch den GOLD-Award, für den keine Einreichung möglich ist, da der Gewinner von der Jury ausgewählt wird. Mit dem Erhalt dieses Preises wird die/der Druckereimanager/in des Jahres gekürt.

Die Jury besteht aus über 25 neutralen Branchen-Experten und Printbuyern. Für alle Awards muss eine Selbstbeschreibung bzw. das Druckprodukt eingereicht werden, auf dessen Grundlage die Jury die Gewinner ermittelt.

Alle weiteren Informationen zu dem Wettbewerb finden Sie hier.

Die „Schönsten Bücher aus aller Welt“

Mittwoch, 02. Mai 2018

Die Jury des internationalen Buchgestaltungsettbewerbs „Die Schönsten Bücher aus aller Welt“ hat es auch dieses Jahr nicht einfach gehabt. Aus über 600 Einsendungen aus 33 Ländern musste sie die besten aussuchen. Alle teilnehmenden Bücher waren zuvor in nationalen Wettbewerben in ihren Ursprungsländern ausgezeichnet worden.

Die höchste Auszeichnung, der „Goldene Letter“, wurde dieses Jahr an die Schweiz verliehen. Mit der Publikation „Heimat, Handwerk und die Utopie des Alltäglichen“ konnte Uta Hassler die Jury überzeugen. Das Buch besteht aus einer Studie von Aufsätzen, die sich mit historischen Texten und Bildern mit dem Thema des Heimatgedankens in Architektur und Landschaftsgestaltung zu Beginn des 20. Jahrhunderts befassen. Die Gestaltung übernahm HUBERTUS Design aus Zürich.

Die Jury begründete ihre Entscheidung mit den Worten: »Der keineswegs alltägliche Einband lässt dieses Buch wie einen Meilenstein im Regal einer Architekturbibliothek erscheinen. Die schwerwiegende Studie wurde als Halbband ausgebildet. Ein grobes Leinwandgewebe schützt den breiten Rücken. Für einen exotischen Effekt sind die Strukturen der Deckelbezüge verantwortlich: vorne tabakfarbene Rochenhaut, hinten hell schimmernde Echsenhaut. Altrosafarbenes Kapitalband dichtet die Fuge zwischen Kopfschnittvergoldung und innerem Rücken ab. Die goldenen Versalzeilen der Titelprägung sind ungewöhnlich weit nach oben und unten geschoben (…).«

Außerdem wurden noch weitere 13 Bücher aus den Niederlanden, Venezuela, China, der Schweiz, Deutschland, Japan, Israel und Russland gekürt.

 

Jaqueline Woodson ist die Gewinnern des Astrid-Lindgren-Preises

Mittwoch, 28. März 2018

Die amerikanische Autorin Jaqueline Woodson wurde für ihre Jugendromane mit dem Astrid-Lindgren-Preis geehrt. Er ist mit etwa 500.00 Euro (fünf Millionen schwedische Kronen) die weltweit höchstdotierte Auszeichnung für Kinder- und Jugendliteratur.

Jaqueline Woodson (*1963) kommt aus Columbus in Ohio und lebt heute in New York. Ihre Kinder- und Jugendbücher erzählen Geschichten über die dunklen und schwierigen Seiten des Erwachsenwerdens, wie etwa frühe Schwangerschaften, Diskriminierung oder Misshandlung, über Homosexualität und Rassismus. Im Jahr 2014 erschien ihr autobiografischer Roman „Brown Girl Dreaming“, der mehrfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem National Book Award.

Die Jury in Stockholm sagte zu der Entscheidung:“In einer Sprache so leicht wie Luft erzählt sie Geschichten von überwältigendem Reichtum und Tiefe“. Woodson fange auf einzigartig poetische Weise die tägliche Welt zwischen Kummer und Hoffnung ein. Die Markenzeichen der Autorin seien meisterliche Charakterisierungen und ein tiefes Verständnis der jugendlichen Psyche.

Woodsons schlug sich gegen eine große Konkurrenz durch. Insgesamt gab es dieses Jahr über 235 Nominierungen aus 60 Ländern.