Archiv für die Kategorie ‘Kurioses’

Inzwischen schreiben nicht nur Autoren Bücher und Geschichten – auch Roboter greifen zur Feder

Mittwoch, 20. Dezember 2017

In New York hat ein Team der Botnil Studios eine Schreibsoftware entwickelt, die anhand von vorgegebenen Texten deren Struktur erlernt und diese so fortsetzen soll.

Als Input gaben sie ihrem Roboter die Harry Potter-Reihe und ließen ihn schließlich ein zusätzliches Kapitel schreiben. Doch was dabei herauskam, ist ein lustiges Wirrwarr.
Das Kapitel heißt „The Handsome One“ und umfasst dreieinhalb Seiten, in denen sich Todesser küssen, Ron die Familie von Hermine verspeist und Harry für mehrere Monate eine Treppe runterfällt.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus „The Handsome One“:

Harry, Ron und Hermine standen still hinter einer Gruppe Todesser, die ziemlich übel aussahen. „Ich denke, es ist okay, wenn du mich magst“, sagte ein Todesser. „Danke dir von Herzen“, antwortete ein anderer.

Daraufhin lehnte sich der erste Todesser mutig nach vorne und küsste den anderen auf die Wange. „Oh, gut gemacht“, sagte dieser, als sich sein Freund wieder zurücklehnte. Alle anderen Todesser applaudierten höflich. Dann nahmen sie sich einige Minuten Zeit, um zu besprechen, was man gegen Harrys Zauberei tun könne.

Die Welt der Farben

Donnerstag, 21. September 2017

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie viele Farben es in unserer Welt gibt?

David Aerne hat sich wohl eine ähnliche Frage wohl und es sich zur Aufgabe gemacht, alle Farbennamen zusammenzutragen. Sein Ergebnis: es gibt 10.469 Namen für Farben. Mit Hilfe einer Spreadsheet-Datei hat er die Farben und deren Hex-Werte ermittelt. Eine Übersicht der Ergebnisse hat David Aerne für Interessierte online gestellt. Auch sind die User dazu aufgerufen, bei der Ergänzung der Liste zu helfen.

Den Link zu der Farbübersicht finden Sie hier.

Mainzer Kommunikationsdesigner dreht einen Dokumentarfilm über „Futura“

Montag, 18. September 2017

Der Mainzer Kommunikationsdesigner Christian Weber hat als kreativer Kopf ein neues Projekt ins Leben gerufen – „Futura – Typeface of Our Time“. Dahinter versteckt sich ein kollaborativ generierter Dokumentarfilm über die Schrift Futura und deren Schöpfer Paul Renner. Doch noch sucht Weber nach weiteren Futura-Begeisterten. Denn sein Ziel ist es, so viele Geschichten im Kontext der Schrift wie möglich über die Schrift zu sammeln, diese in Interviews festzuhalten und schließlich daraus den Dokumentarfilm zu erstellen.

Er selbst begründet die Wahl der Futura so: »90 Jahre nach der Erstveröffentlichung der Futura ist es an der Zeit, der Schrift, die uns überall im Alltag umgibt – zum Beispiel bei Marken wie Ritter Sport, Red Bull und vitra – ein filmisches Denkmal zu setzen.«

Alle, die ihre Erfahrung mit der Schrift teilen möchten, sind dazu aufgerufen zu helfen. „Futura – Typeface of Our Time“ ist ein nichtkommerzielles Projekt und wurde im Rahmen der Masterthesis von Weber entwickelt. Nun möchte er es gerne fortführen und umsetzen. Dafür hat Weber eine Website erstellt, die weitere Informationen zur Verfügung stellt und die Teilnahme erklärt.

Das Buchcover als Indikator für unsere Kaufentscheidung

Dienstag, 05. September 2017

Nach welchen Kriterien suchen wir in der Buchhandlung unser Buch aus? Diese Frage hat sich auch das Team von Deutschlandradio Kultur gestellt und dabei haben sie festgestellt, ein entscheidender Faktor ist das Buchcover. Untersuchungen haben ergeben, dass etwa 50% bis 75% der Käufer ihre Entscheidung von dem Cover abhängig machen, wobei dieses durchschnittlich acht Sekunden begutachtet wird. Hat der erste Eindruck überzeugt, wird in der Regel das Buch nochmal einmal für weitere 15 Sekunden umgedreht und angeschaut.

Die große Frage, wie nun ein Cover am besten gestaltet werden soll, wird häufig an den Cover-Trends festgemacht. Aber dennoch ist der wichtigste Aspekt das Hervorrufen von Emotionen beim potentiellen Käufer. Ein Trend war beispielsweise die Darstellung von Frauenkörpern oder Anspielungen auf Frauen, die jedoch in der Regel kein Gesicht hatten. Die Fantasie soll angeregt werden und durch eigene Bilder die Vorstellung ergänzt werden.

Wie wir noch bei unseren Kaufentscheidungen beeinflusst werden und mehr zum Thema „Buchcover“ können Sie in dem Beitrag von Deutschlandradio Kultur hören.

Die Begegnung von Kunst und Text. Das Künstlerbuch.

Donnerstag, 03. August 2017

Es gibt viele verschiedene Arten von Büchern. Jede bringt seine individuellen Eigenschaften und Voraussetzungen mit sich. Das Künstlerbuch erhebt dabei einen besonderen Anspruch. Es bewegt sich an der Grenze ein Buch als Objekt, aber gleichzeitig auch Kunst zu sein. Deshalb werden sie auch als eigenständige Kunstwerke angesehen. Das Künstlerbuch ist demnach ein Experiment mit dem Medium Buch, weshalb sie vielschichtig und vielsprachig sein können. Es gibt keine klare Richtlinie, die Individualität steht im Vordergrund.

Die Entstehungsgeschichte beginnt im ausgehenden 19. Jahrhundert und es ist somit ein Kind der Avantgarden der Moderne. Vorreiter dieses Ausdrucksmittel sind beispielsweise Stéphane Mallamés „Le coup des dés…“ oder die typografischen Arbeiten von Marinetti oder Kurt Switters.  Auch namenhaften Künstler wie Salvador Dali, Marcel Duchamp oder Pablo Picasso machten sich das Buch als Kommunikationsträger zu Eigen. In den 60ern war es schließlich die Konzeptkunst unter den Ansätzen der Fluxusbewegung, die dem Künstlerbuch seine weitere Form brachte.

Mit den Künstlerbüchern wird die traditionelle Form des Buches ebenso in Frage gestellt und ihre Produzenten ergründen die Tiefe und Weite des Mediums.

‚If fonts were people‘ – Diese Illustrationen erwecken Schriftarten zum Leben

Montag, 12. September 2016

Jede Schrift hat ihren eigenen Charakter. Wie dieser jeweils aussehen könnte, diesem Phänomen haben sich die Macher des Blogs “Love & Robots” angenommen und mit ihrer illustrativen Serie “If Fonts Were People” beliebte Fonts vermenschlicht.
Zur Galerie geht es hier entlang.

Rentnerin füllt Kreuzworträtsel-Kunstwerk im Museum aus

Dienstag, 26. Juli 2016

Im Neuen Museum Nürnberg war ein Bild des Künstlers Arthur Köpcke ausgestellt, das den Namen „Insert Words“ trägt. Es zeigt ein Kreuzworträtsel, in dem das englische Wort für Mauer gesucht wurde. Dazu die Aufforderung: „Insert your word“. Eine 91-jährige Nürnbergerin, die das Museum mit ihrem Literaturzirkel besuchte, kam der Aufforderung nach, zückte den Kugelschreiber und schrieb das englische Wort „Walls“ auf dieses Bild. Das war so nicht gedacht – also vom Museum jetzt. Dieses informierte die Polizei.

„Von interaktiver Kunst hatte sie natürlich gehört, also griff sie zum Kuli und fügte ein, wie befohlen.

Wenig später führten sie zwei Polizisten vom Mittagessen im Literaturhaus-Café ab zur Vernehmung. Dort hatte sich die Erschöpfte von zwei eindringlichen Gesprächen mit der Museumschefin ein wenig erholen wollen. Die sieben Damen von der „Literaturwerkstatt“ eines Seniorenzentrums, die das Drama mit der Delinquentin zusammen durchstanden, waren da längst auf hundertachtzig.“

Reaktionen von Menschen auf Fake-Buchtitel

Freitag, 29. April 2016

Die einen checken Instagram, die anderen knacken Rekorde bei Candy Crush und ab und an soll es auch vorkommen, dass in der U-Bahn ein Buch gelesen wird. Dass man aber nie alleine liest in der U-Bahn, zeigt „The Chortle“ in ihrem genialen Clip: Mit gefaktem Buch-Covern ganz unschuldig in der Bahn sitzen und die Reaktionen der Mitmenschen filmen – großartig! Mit Buchtiteln wie „Ass Eating Made Simple“ oder „Mein Kampf – For Kids“ und „Trump – The Art Of Fucking Your Daughter“ mit versteckter Kamera die U-Bahn-Mitleser provoziert:

(gefunden bei Business Punk)

Tinderesting, Facecash und Holoporn: Unsere Sprache 2017

Dienstag, 05. April 2016

Studierende der Berliner Universität der Künste haben darüber nachgedacht, welche Wörter im Jahr 2017 Trend-Wörter sein könnten. Dabei erdachten sie die „Einländer“, den „Maskulizisten“ oder das Adjektiv „tinderesting“.

Jeden Dezember kommen sie, die Rückblicke auf die Wörter und Unwörter des Jahres. Dieses Jahr haben sich Studierende der Universität der Künste in Berlin dem Thema „Wörter des Jahres“ mit einem besonders eleganten und witzigen Dreh zugewandt: Sie haben ein „spekulatives Glossar“ der Wörter des Jahres 2017 erstellt.

Darin finden sich witzige, absurde und nicht ganz so absurde Ideen zu den sprachlichen Trends des übernächsten Jahres. Hier eine Auswahl:

„Einländer“ – Menschen, die ihr Geburtsland noch nie verlassen haben

„gedroned“ – per Drohne übermittelt

„Grundi“ – ein Mensch, der bedingungsloses Grundeinkommen bezieht

„tinderesting“ – Man empfindet eine Person als tinderesting, wenn man sich mit ihr zwar eine gemeinsame Nacht vorstellen kann, sie aber zugleich für nicht dialogfähig hält.

Der Literaturwissenschaftler Stephan Porombka, Professor an der Universität der Künste, hat das Projekt initiiert und erzählt bei Deutschlandradio Kultur, was uns gehobener Quatsch über unsere Zeit und die Zukunft sagen kann.

Zum Beitrag geht es hier entlang.

Wie Kreative leben – Eine Infografik

Mittwoch, 23. März 2016

Die Plattform format.com wollte es wissen: Wie lebt man als Designer, Fotograf, Illustrator, Künstler oder Filmemacher? Über 2.000 Mitglieder haben an der Befragung teilgenommen. Die Ergebnisse gibt es nun als Infografik.

Die Mehrzahl mag demnach Kaffee zum Frühstück, die Hälfte der Befragten trägt eine Brille, 24% bestellen am Abend häufig Pizza und 45% sind stündlich auf Social-Media-Seiten unterwegs.

Angefangen vom Aufstehen, dem Frühstücken, Mittagessen, einigen Essgewohnheiten am Arbeitsplatz bis hin zum Zubettgehen gibt es reichlich interessante und kuriose Statistikwerte zum Scrollen.

Die Infografik steht darüber hinaus auch im JPEG-Format zum Downloaden auf der Website von format.com bereit.