Archiv für die Kategorie ‘Kinder & Jugendliche’

Heute wäre Michael Ende 88 Jahre alt geworden

Sonntag, 12. November 2017

Wer kennt sie nicht, die spannenden, einfühlsamen, fantasiereichen Geschichten von Michael Ende. Vor allem seine Kinderbücher wie Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Die unendliche Geschichte und Momo zählen zu seinen Meisterstücken. Endes Werke wurden in über vierzig Sprachen übersetzt und haben eine Gesamtauflage von fast dreißig Millionen erreicht.

Michael Andreas Helmuth Ende, so sein bürgerlicher Name, wurde am 12. November 1929 in Garmisch geboren. Sein Vater war ein surrealistischer Maler, dessen Kunst während des NS-Regimes als entartete Kunst eingestuft wurde. Somit wurde Ende schon früh mit den gesellschaftlichen Kontroversen konfrontiert, die auch später in seinen Werken immer wieder als Thematik auftauchen.
Ende setzte sich bereits nach seinem Abitur mit dem Schreiben auseinander und wurde von der dadaistischen und expressionistischen Dichtung beeinflusst. Er entschloss sich für eine Karriere als Theaterautor, wofür er aber vorab eine Schauspielausbildung absolvierte. Während er verschiedene politische Kabaretts schrieb, arbeitete er einige Jahre als Schauspieler und als Filmkritiker für den Bayerischen Rundfunk. Ende der 1950er-Jahre schrieb Ende das Werk Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, das erst von zwölf Verlagen abgelehnt wurde, ihm aber schließlich zum Durchbruch verhalf. 1960 veröffentlichte der Thienemann Verlag in Stuttgart das Buch. Ende gewann den Deutschen Jugendliteraturpreis und er blieb auch dem Verlag in den darauffolgenden Jahrzehnten treu. Es war der Beginn einer Karriere als Kinder- und Jugendbuchautor. Aber darüber hinaus blieb er auch immer dem Theater treu.

Ein schönes Zitat von ihm, das auch die Inhalte seiner Bücher widerspiegelt, lautet:

»Wir kennen von der Realität nur die Vorstellung, die wir uns von ihr machen. Ich weiß nicht genau, wo die Realität aufhört und die Phantasie beginnt.«

– Michael Ende

17. Internationale Literaturfestival Berlin (ilb)

Donnerstag, 07. September 2017

Vom 6. – 16. September findet in Berlin das 17. Internationale Literaturfestival statt. Der diesjährige Schwerpunkt gilt dem Thema Menschenrechte. Das umfassende Programm bewegt sich durch die verschiedensten Kategorien, wie „Literaturen der Welt“, „Internationale Kinder- und Jugendliteratur“ oder „Science and the Humanities“. Insgesamt werden 37 Orte in Berlin zur Lesebühne umfunktioniert, darunter auch Bibliotheken, Theater, Kinos oder auch Kirchen.

Die Eröffnungsrede wurde von der türkischen Autorin Elif Shafak im Haus der Berliner Festspiele gehalten. Shafaks Rede war politisch geladen und so äußerte sie ihre Sorgen um die zeitgenössische Demokratie: die Verdunklung mitten in Europa, die Gefahren der Selbstzensur, die Warnung vor einem Verlust der Gewaltenteilung, den Wunsch, Bürgerbeteiligung über das Wahlkreuz hinaus zu schaffen – und die Notwendigkeit, Regierung und Bevölkerung nicht zu verwechseln.
Neben Shafak werden noch weitere namenhaften Autoren, wie Donna Leon, Raoul Schrott, Christoph Peters und Christophe Boltanski auf dem Festival auftreten.

Außerdem findet am 8.9. der „Internationale Kongress für Demokratie und Freiheit“ statt, an dem unter anderem Seyran Ates und Wolf Biermann teilnehmen werden. Per Skype soll ebenfalls Edward Snowden zugeschaltet werden.

Das Festival wird seit dem Jahr 2001 von dem Ingenieur und Kulturmanager Ulrich Schreiber als Festivaldirektor durchgeführt. Die Veranstaltung hat sich die Vernetzung von Literatur auf der ganzen Welt und die damit verknüpfte Realisierung internationaler Literaturprojekte zum Ziel gesetzt.

Viele weitere Informationen und Tickets für das Internationale Literaturfestival finden Sie hier.

Verleihung des Astrid-Lindgren-Preises an Wolf Erlbruch

Samstag, 08. April 2017

Der diesjährige Astrid-Lindgren-Preis geht an den Kinderbuchautor und llustrator Wolf Elbruch. Seine Geschichte „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat.“ wurde zum Klassiker.

„Wolf Erlbruch macht existenzielle Fragen für Leser jeden Alters zugänglich und handhabbar“, hieß es in der Begründung. „Mit Humor und Wärme, die tief in humanistischen Idealen verwurzelt sind, präsentiert seine Arbeit das Universum in unserem Maßstab.“ (Spiegel Online)

Der Astrid-Lindgren-Preis zählt zu den höchstdotierten Auszeichnungen für Autoren der Kinder- und Jugendliteratur, die im Geiste von Astrid Lindgren aktiv sind. Seit 2003 wird er jährlich verliehen. Eine Jury wählt aus einem Pool von Kandidaten, die von Organisationen und Institutionen aus der ganzen Welt kommen. In diesem Jahr waren 226 Kandidaten aus 60 Ländern für die Auszeichnung vorgeschlagen.

Weitere Informationen zu Wolf Elbruch und den ganzen Artikel finden Sie hier.

Wer wird Vorlese-Champion? Der 58. Vorlesewettbewerb beginnt

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels bietet kleinen Vorlesestars eine Bühne: Rund 600.000 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen in Deutschland stehen in den Startlöchern. In den kommenden Tagen beginnt die 58. Runde des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels. Bis Dezember lesen Mädchen und Jungen an 7.200 Schulen im ganzen Bundesgebiet aus ihren Lieblingsbüchern vor. Die Schulsieger der größten deutschen Leseförderungsaktion kommen eine Runde weiter. Die beste Vorleserin oder der beste Vorleser jedes Bundeslandes darf im Juni 2017 beim großen Bundesfinale in Berlin teilnehmen.

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck. Seit 1959 lädt er Schülerinnen und Schüler dazu ein, spannende Geschichten und die Freude am Lesen zu entdecken.

Unter www.vorlesewettbewerb.de sind alle Informationen und Formulare für Veranstalter, Lehrer und Teilnehmer zu finden. In den nächsten Tagen erhalten 17.000 Schulen in Deutschland die aktuellen Wettbewerbsunterlagen zudem per Post. Alle Schüler der sechsten Klassen von teilnehmenden Schulen können beim Vorlesewettbewerb mitmachen; die Klassen- und Schulentscheide finden im November und Dezember 2016 statt. Bundesweiter Meldeschluss für Schulsieger ist der 15. Dezember 2016. Danach stehen die Entscheide auf Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Landesebene an. Höhepunkt ist das Bundesfinale mit den 16 Landessiegern am 21. Juni 2017 in Berlin.

Die Landessieger kommen dann sogar ins Fernsehen. Das Bundesfinale wird vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) aufgezeichnet. Wie es in diesem Jahr ablief, ist am Samstag, 8. Oktober 2016 um 17.45 Uhr im KiKA, am Samstag, 22. Oktober 2016 um 7.35 Uhr in Das Erste und am Montag, den 5. Dezember 2016 um 5:50 Uhr im Rahmen der Sendung „Wissenszeit“ im rbb Fernsehen zu sehen.

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Medienpartner sind der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und das Kindermagazin „Dein SPIEGEL“.

Alle Informationen zum Vorlesewettbewerb und die Wettbewerbsunterlagen sind online abrufbar unter www.vorlesewettbewerb.de.

Max und Moritz – Die Geschichte eines Kinderbuchs

Samstag, 06. Februar 2016

Für viele sind sie die Helden der Kindheit, ihre Streiche sind legendär: Max und Moritz. 2015 jährt sich die Veröffentlichung des bekannten Bilderbuchs zum 150. Mal – Anlass, um einmal genauer auf die beiden Lausbuben zu schauen. Sind sie heute immer noch so beliebt damals? Was erklärt den großen Erfolg des Buchs?

Die einstündige Dokumentation finden Sie in der Mediathek von Arte

 

Ausstellung: Kinderwelten. 60. internationale Kinderbuchausstellung im Klingspor-Museum

Samstag, 19. Dezember 2015

Seit nunmehr 60 Jahren zeigt das Klingspor-Museum am Jahresende die schönsten Kinderbücher aus vielen Ländern. Längst ist die Ausstellung zur Institution geworden und lockt in jedem Jahr zahlreiche kleine und große Bilderbuchliebhaber. In diesem Jahr ist ein großer Teil der Ausstellung dem Rückblick auf diese 60 Jahre gewidmet.

Die ausgewählten Bücher zeigen nicht nur den Wandel der Themen und der Illustrationsstile, sondern auch ein sich wandelndes Verständnis, was das Kinderbuch vermitteln soll. Spätestens seit den siebziger Jahren begann sich das Kinderbuch zu emanzipieren und räumte mit der vermeintlich heilen Kinderwelt auf. Relevante Themen der Zeit fingen nun an, einen breiteren Raum einzunehmen. Ob Raumfahrt, Umweltzerstörung oder Atomkraft, der gesellschaftliche Diskurs findet seinen Niederschlag im Kinderbuch. Natürlich dürfen in der Ausstellung auch Klassiker, die Generationen Kindern begleitet haben, wie die Raupe Nimmersatt und Janoschs Tiger und Bär nicht fehlen. Mancher kann sein Lieblingsbuch der Kindheit wiederentdecken.

Über 30 Verlage aus dem In- und Ausland haben etwa 100 Neuausgaben zur Verfügung gestellt, die auf Lesetischen und Vitrinen zum Blättern, Schauen, Lesen und Vorlesen einladen. Auch das zeitgenössische Bilderbuch eröffnet einen spannenden Blick auf aktuelle Wünsche an Kindheit und Erziehung und kann als Spiegel gesellschaftlicher Konventionen und kindlicher Lebenswelt gelesen werden, worauf die Ausstellung der Neuerscheinungen ein besonderes Augenmerk legt.

Die tierischen Helden werden in diesem Jahr durch die Originalzeichnungen und Skizzen der Stipendiatin des Troisdorfer Bilderbuchstipendiums Anja Mikolajetz für ihr 2015 erschienenes Kinderbuch »Das Herz des Affen« bereichert. Ein umfangreiches Programm aus offenen Workshops, Mitmachtheater und Gesprächen begleitet die Ausstellung.
Die Vereinigung »Freunde des Klingspor-Museums« übernimmt auch in diesem Jahr den Eintrittspreis für die kleinen Besucher der Ausstellung.

Hier geht es zur Website des Museums

 

Leseförderung für alle: „Ich schenk dir eine Geschichte“ zum Welttag des Buches 2016 auch als Bilder-Geschichte

Montag, 16. November 2015
Das Welttagsbuch feiert 20-jähriges Jubiläum /  Erweiterte Ausstattung für Integrations- und Willkommensklassen / Bestellung ab 30. November

Zum UNESCO-Welttag des Buches am 23. April 2016 erscheint das Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“ zum 20. Mal. Zusätzlich zum Volltext wird Annette Langens Titel „Im Bann des Tornados“ durch einen eigenständigen, mehr als 30-seitigen Bilder-Teil in einer Art Comicversion erweitert. Das Buch ist damit auch für Integrations- und Willkommens-Klassen geeignet. Ziel ist es, nicht-deutschsprachigen und insbesondere Flüchtlingskindern einen Einstieg die Welt der Literatur zu ermöglichen und somit einen Beitrag zur Inklusion zu leisten. Die Aufteilung in Geschichte und Bilder-Geschichte wird bei künftigen Ausgaben beibehalten werden. Projektpartner dieser Aktion sind der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., die Stiftung Lesen, der cbj Verlag, die Deutsche Post und das ZDF.

1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Inspiration war der katalanische Brauch, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. In Deutschland erhalten seit 1996 jährlich mehr als 800.000 Schülerinnen und Schüler das Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“ in ihrer Wunschbuchhandlung. Die Aktion ist eine deutschlandweite Kampagne zur Leseförderung. Mit dem Welttagsbuch soll den Kindern der 4. und 5. Klassen bundesweit die Freude am Lesen vermittelt werden.

www.welttag-des-buches.de

Ferienprogramm des Gutenberg-Museums Mainz

Montag, 13. Juli 2015

Das Ferienprogramm startet am 27. Juli und bietet  die Kurse

– „Drucken und Setzen im Druckladen“

Setzen mit Holzlettern, Drucken der Motive im Hochdruck, Anwenden des Frottage-Verfahrens. Weitere Projekte nach Absprache; Kosten: Werkstattbeitrag (Voranmeldung erfoderlich, Terminvergabe frühestens 14 Tage im Voraus, Tel. 06131-122686

– „Ein Buch entsteht“

Einführung in verschiedene Drucktechniken (Mo-Mi), Papierschöpfen (Do), Buchbinden (Fr). Es können einzelne oder mehrere Tage gebucht werden; Werkstattbeitrag 3 Euro pro Tag (Voranmeldung erforderlich, Tel. 06131/112686)

Weitere Infos finden Sie auf der Website des Museums