Archiv für die Kategorie ‘Kinder & Jugendliche’

Uwe-Michael Gutzschhahn erhält Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur

Freitag, 03. August 2018

Den diesjährigen Großen Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur erhält der Schriftsteller Uwe-Michael Gutzschhahn. Der Preis ist mit 5000 Euro dotiert . Ebenfalls wurde auch wieder der Volkacher Taler an Renate Grubert und das Bayernwerk vergeben, als Auszeichnung für ihre besondere Förderung der Kinder- und Jugendliteratur.

Uwe-Michael Gutzschhahn wurde 1952 im Rheinland geboren und studierte Gemanistik und Anglistik. Im Jahr 1978 promovierte er mit einer Arbeit über den Schriftsteller Christoph Meckel. Schon als entdeckte er seine Leidenschaft für Gedichte. Sein erstes Kindergedicht „Ich grüße dich!“ schrieb er 1986/87 – allerdings wurde es erst zwanzig Jahre später veröffentlicht. Es folgten ab 1989 weitere Romane und Geschichte für Kinder und Jugendliche, die er auch unter seinem Pseudonym Moritz Eidechser veröffentlichte.

Mit dem Großen Preis wird er von der Akademie für sein umfassendes kinder- und jugendliterarisches Werk gewürdigt. „Wie kaum ein anderer seiner Generation hat er sich seit nunmehr vier Jahrzehnten in nahezu allen Feldern der Kinder- und Jugendliteratur betätigt. Dabei gestaltet er die Grenzen zur allgemeinen Literatur und den erwachsenen Leserinnen und Lesern stets offen, indem er die formalen und inhaltlichen Grenzen seiner Texte immer wieder aufs Neue auslotet. Er gilt als ein Meister der Sprache, der Sprachreflexion, was er in seinen Übersetzungen, vor allem aber in seinen Gedichten, auf sehr überzeugende Weise unter Beweis stellt. Zu Recht gilt er als eine der wichtigsten kinder- und jugendliterarischen Lyrikstimmen der Gegenwart“, teilt die Akademie mit.

Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger 

Dienstag, 17. Juli 2018

Christine Nöstlinger ist am 28. Juni im Alter von 81 Jahren gestorben. Bekannt wurde die österreichische Schriftstellerin für ihre Kinder- und Jugendbücher. Sie schrieb über 100 Bücher, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde und mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Sie erhielt unter anderem den Hans Christian Andersen Preis und den Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis.

„Ich habe gewisse Vermutungen darüber, was Kinder lesenwollen, und gewisse Vermutungen, was Kinder lesen sollten. Und dann habe ich noch das dringende Bedürfnis, mir gewisse Dinge von der Seele zu schreiben. Und die feste Überzeugung, dass Kinder beim Lesen gern lachen, die habe ich auch. Aus diesen vier Komponenten mische ich üblicherweise meine Bücher zusammen.“ (Christine Nöstlinger)

Im Jahr 1970 veröffentlichte sie ihr erstes Kinderbuch „Der feuerrote Friederike“, das ursprünglich als Bilderbuch angesetzt wurde und sich die Geschichte erst später entwickelte. Das Buch erzählt von der Außenseiterin Friederike, für das sie direkt den Friedrich-Bödecker-Preis bekam. Es folgten eine Reihe weiterer bekannter Bücher, wie „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“, „Konrad oder Kind aus der Konservenbüchse“ oder „Maikäfer, flieg“.

Durch ihre Bücher regte sie eine gesellschaftliche Diskussion an und setzte sich mit Tabuthemen in der Kinder- und Jugendliteratur, wie Eheprobleme der Eltern, auseinander. Darüber hinaus zeichnet sich ihr Werk durch den Widerstand gegen Anmaßung, Unterdrückung und Ungerechtigkeit aus.

Am 16. Dezember 2014 führte Deutschlandfunk Kultur ein Gespräch mit Christiane Nöstlinger, das am 16. Juli 2018 anlässlich ihres Todes erneut ausgestrahlt wurde. Das Interview zum Nachhören finden Sie hier.

UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts am 23. April

Mittwoch, 18. April 2018

In ein paar Tagen ist es wieder so weit: in über 100 Ländern wird die Freude am Lesen und an Geschichten gefeiert. Daran beteiligt sind Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken und Schulen, die in Form von Lesungen, Verlagsführungen und verschiedenen Aktionen zum Mitmachen einladen. In Deutschland wird der Welttag des Buches und des Urheberrechts vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und von der Stiftung Lesen koordiniert.

„Ich schenk dir eine Geschichte“

Besonders Kinder sollen mit dem „Welttag des Buches“ angesprochen werden. Rahmen der Aktion „Ich schenk dir eine Geschichte“ können sich Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 4 und 5 sowie von Integrations-, Förder- und Willkommensklassen ihr persönliches Exemplar gegen Vorlage eines Gutscheins in einer der 3.500 teilnehmenden Buchhandlungen abholen. Gefördert wird dies zusätzlich von der Deutschen Post, dem cbj Verlag und dem ZDF und steht unter der Schirmherrschaft der Kultusminister der Länder.
Außerdem erhalten über eine Million Kinder zum Welttag den Abenteuerroman „Lenny, Melina und die Sache mit dem Skateboard“ von Sabine Zett geschenkt.

„Bücher haben Fähigkeiten, die heute mehr denn je gefragt sind: Sie vermitteln Bildung und Wissen, fördern Verständnis und Kritikfähigkeit und ermöglichen es, Themen aus vielfältigen Perspektiven zu sehen. Gleichzeitig entführen sie in fremde Welten und bieten einen Ruhepol in unserer Multitasking-Gesellschaft, nach dem sich viele Menschen sehnen. Umso wichtiger ist der Welttag des Buches, der seit mehr als 20 Jahren die Bedeutung und das Potenzial von Büchern und vom Lesen in den Blick rückt“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Ein Tag mit Tradition

Zum ersten Mal wurde der „Welttag des Buches“ am 23. April 1995 von der UNESCO zum weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren erklärt. Zurückzuführen ist diese Tradition auf einen katalanischen Brauch zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg, an dem Rosen und Bücher verschenkt werden. Und der 23. April hat noch eine weitere Bedeutung – es ist der Todestag von Wiliam Shakespeare und Miguel de Cervantes.
Seit 1996 wird der „Welttag des Buches“ auch in Deutschland gefeiert.

Ihr seid interessiert und wollt mehr über die verschienden Aktionen und Veranstaltungen erfahren? Dann informiert Euch auf der Seite www.welttag-des-buches.de

Der keine Prinz wird 75 Jahre alt

Samstag, 07. April 2018

Es ist wohl eines der bekanntesten Märchen: „Der kleine Prinz“. Am 6. April 1943 erschien das Buch des Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry in New York, das die Geschichte eines außerirdischen Kindes erzählt. Der Junge mit dem blonden Haar begibt sich auf die Reise von seinem Heimatplaneten, einem Asteroiden, „kaum größer als ein Haus“, auf die Erde, um sich auf die Suche nach Freunden zu machen. Auf seinem Weg besucht er weitere Asteroiden und trifft verschiedene Charaktere, wie etwa einen König, einen Eitlen oder einen Alkoholiker, bis er schließlich einen Fuchs auf der Erde trifft, der ihm sein Geheimnis verrät:

„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“

Auch heute spricht das Buch noch viele Menschen an, sowohl Erwachsene als auch Kinder. Mit seinen philosophische Fragen nimmt es immer wieder Bezug auf das Leben und auf unsere Gefühle. Aber es geht auch um unseren Bezug zur Erde.

„Alle großen Leute waren einmal Kinder, aber nur wenige erinnern sich daran.“

Die poetische Erzählung wurde in 180 Sprachen übersetzt und wurde rund 100 Millionen mal verkauft. Damit gehört es zu den meistverkauften nichtreligiösen Werken der Weltliteratur. „Der kleine Prinz“ wurde von dem Autor selbst illustriert und der Text enthält autobiographische Spuren.

Das Ende des kleinen Prinzen bleibt offen…

Papier selber herstellen

Samstag, 27. Januar 2018

Ihr wollt mal etwas Neues ausprobieren? Wie wäre es mit der eigenen Herstellung von Papier ganz nach euren Vorstellungen und Wünschen? In Deutschland werden jährlich mehr als 10 Millionen Tonnen Altpapier recycelt und auch ihr könnt eure Zeitungen, Pappkartons etc. sinnvoll wiederverwerten.

Neben einen selbstgebauten Schöpfrahmen braucht ihr zum Schöpfen nur ein paar Küchengeräte, die man in der Regel auch schon zu Hause hat.

Geolino hat eine schöne Anleitung auf der Website veröffentlicht, die die einzelnen Arbeitsschritte anhand von Bildern erläutert.

Heute wäre Michael Ende 88 Jahre alt geworden

Sonntag, 12. November 2017

Wer kennt sie nicht, die spannenden, einfühlsamen, fantasiereichen Geschichten von Michael Ende. Vor allem seine Kinderbücher wie Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, Die unendliche Geschichte und Momo zählen zu seinen Meisterstücken. Endes Werke wurden in über vierzig Sprachen übersetzt und haben eine Gesamtauflage von fast dreißig Millionen erreicht.

Michael Andreas Helmuth Ende, so sein bürgerlicher Name, wurde am 12. November 1929 in Garmisch geboren. Sein Vater war ein surrealistischer Maler, dessen Kunst während des NS-Regimes als entartete Kunst eingestuft wurde. Somit wurde Ende schon früh mit den gesellschaftlichen Kontroversen konfrontiert, die auch später in seinen Werken immer wieder als Thematik auftauchen.
Ende setzte sich bereits nach seinem Abitur mit dem Schreiben auseinander und wurde von der dadaistischen und expressionistischen Dichtung beeinflusst. Er entschloss sich für eine Karriere als Theaterautor, wofür er aber vorab eine Schauspielausbildung absolvierte. Während er verschiedene politische Kabaretts schrieb, arbeitete er einige Jahre als Schauspieler und als Filmkritiker für den Bayerischen Rundfunk. Ende der 1950er-Jahre schrieb Ende das Werk Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer, das erst von zwölf Verlagen abgelehnt wurde, ihm aber schließlich zum Durchbruch verhalf. 1960 veröffentlichte der Thienemann Verlag in Stuttgart das Buch. Ende gewann den Deutschen Jugendliteraturpreis und er blieb auch dem Verlag in den darauffolgenden Jahrzehnten treu. Es war der Beginn einer Karriere als Kinder- und Jugendbuchautor. Aber darüber hinaus blieb er auch immer dem Theater treu.

Ein schönes Zitat von ihm, das auch die Inhalte seiner Bücher widerspiegelt, lautet:

»Wir kennen von der Realität nur die Vorstellung, die wir uns von ihr machen. Ich weiß nicht genau, wo die Realität aufhört und die Phantasie beginnt.«

– Michael Ende

17. Internationale Literaturfestival Berlin (ilb)

Donnerstag, 07. September 2017

Vom 6. – 16. September findet in Berlin das 17. Internationale Literaturfestival statt. Der diesjährige Schwerpunkt gilt dem Thema Menschenrechte. Das umfassende Programm bewegt sich durch die verschiedensten Kategorien, wie „Literaturen der Welt“, „Internationale Kinder- und Jugendliteratur“ oder „Science and the Humanities“. Insgesamt werden 37 Orte in Berlin zur Lesebühne umfunktioniert, darunter auch Bibliotheken, Theater, Kinos oder auch Kirchen.

Die Eröffnungsrede wurde von der türkischen Autorin Elif Shafak im Haus der Berliner Festspiele gehalten. Shafaks Rede war politisch geladen und so äußerte sie ihre Sorgen um die zeitgenössische Demokratie: die Verdunklung mitten in Europa, die Gefahren der Selbstzensur, die Warnung vor einem Verlust der Gewaltenteilung, den Wunsch, Bürgerbeteiligung über das Wahlkreuz hinaus zu schaffen – und die Notwendigkeit, Regierung und Bevölkerung nicht zu verwechseln.
Neben Shafak werden noch weitere namenhaften Autoren, wie Donna Leon, Raoul Schrott, Christoph Peters und Christophe Boltanski auf dem Festival auftreten.

Außerdem findet am 8.9. der „Internationale Kongress für Demokratie und Freiheit“ statt, an dem unter anderem Seyran Ates und Wolf Biermann teilnehmen werden. Per Skype soll ebenfalls Edward Snowden zugeschaltet werden.

Das Festival wird seit dem Jahr 2001 von dem Ingenieur und Kulturmanager Ulrich Schreiber als Festivaldirektor durchgeführt. Die Veranstaltung hat sich die Vernetzung von Literatur auf der ganzen Welt und die damit verknüpfte Realisierung internationaler Literaturprojekte zum Ziel gesetzt.

Viele weitere Informationen und Tickets für das Internationale Literaturfestival finden Sie hier.

Verleihung des Astrid-Lindgren-Preises an Wolf Erlbruch

Samstag, 08. April 2017

Der diesjährige Astrid-Lindgren-Preis geht an den Kinderbuchautor und llustrator Wolf Elbruch. Seine Geschichte „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat.“ wurde zum Klassiker.

„Wolf Erlbruch macht existenzielle Fragen für Leser jeden Alters zugänglich und handhabbar“, hieß es in der Begründung. „Mit Humor und Wärme, die tief in humanistischen Idealen verwurzelt sind, präsentiert seine Arbeit das Universum in unserem Maßstab.“ (Spiegel Online)

Der Astrid-Lindgren-Preis zählt zu den höchstdotierten Auszeichnungen für Autoren der Kinder- und Jugendliteratur, die im Geiste von Astrid Lindgren aktiv sind. Seit 2003 wird er jährlich verliehen. Eine Jury wählt aus einem Pool von Kandidaten, die von Organisationen und Institutionen aus der ganzen Welt kommen. In diesem Jahr waren 226 Kandidaten aus 60 Ländern für die Auszeichnung vorgeschlagen.

Weitere Informationen zu Wolf Elbruch und den ganzen Artikel finden Sie hier.

Wer wird Vorlese-Champion? Der 58. Vorlesewettbewerb beginnt

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels bietet kleinen Vorlesestars eine Bühne: Rund 600.000 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen in Deutschland stehen in den Startlöchern. In den kommenden Tagen beginnt die 58. Runde des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels. Bis Dezember lesen Mädchen und Jungen an 7.200 Schulen im ganzen Bundesgebiet aus ihren Lieblingsbüchern vor. Die Schulsieger der größten deutschen Leseförderungsaktion kommen eine Runde weiter. Die beste Vorleserin oder der beste Vorleser jedes Bundeslandes darf im Juni 2017 beim großen Bundesfinale in Berlin teilnehmen.

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck. Seit 1959 lädt er Schülerinnen und Schüler dazu ein, spannende Geschichten und die Freude am Lesen zu entdecken.

Unter www.vorlesewettbewerb.de sind alle Informationen und Formulare für Veranstalter, Lehrer und Teilnehmer zu finden. In den nächsten Tagen erhalten 17.000 Schulen in Deutschland die aktuellen Wettbewerbsunterlagen zudem per Post. Alle Schüler der sechsten Klassen von teilnehmenden Schulen können beim Vorlesewettbewerb mitmachen; die Klassen- und Schulentscheide finden im November und Dezember 2016 statt. Bundesweiter Meldeschluss für Schulsieger ist der 15. Dezember 2016. Danach stehen die Entscheide auf Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Landesebene an. Höhepunkt ist das Bundesfinale mit den 16 Landessiegern am 21. Juni 2017 in Berlin.

Die Landessieger kommen dann sogar ins Fernsehen. Das Bundesfinale wird vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) aufgezeichnet. Wie es in diesem Jahr ablief, ist am Samstag, 8. Oktober 2016 um 17.45 Uhr im KiKA, am Samstag, 22. Oktober 2016 um 7.35 Uhr in Das Erste und am Montag, den 5. Dezember 2016 um 5:50 Uhr im Rahmen der Sendung „Wissenszeit“ im rbb Fernsehen zu sehen.

Der Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Medienpartner sind der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) und das Kindermagazin „Dein SPIEGEL“.

Alle Informationen zum Vorlesewettbewerb und die Wettbewerbsunterlagen sind online abrufbar unter www.vorlesewettbewerb.de.

Max und Moritz – Die Geschichte eines Kinderbuchs

Samstag, 06. Februar 2016

Für viele sind sie die Helden der Kindheit, ihre Streiche sind legendär: Max und Moritz. 2015 jährt sich die Veröffentlichung des bekannten Bilderbuchs zum 150. Mal – Anlass, um einmal genauer auf die beiden Lausbuben zu schauen. Sind sie heute immer noch so beliebt damals? Was erklärt den großen Erfolg des Buchs?

Die einstündige Dokumentation finden Sie in der Mediathek von Arte