Archiv für die Kategorie ‘Buchmesse’

Dokumentation: Buch unter Druck

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Die Giganten Amazon und Apple haben Monopole auf dem Buchmarkt geschaffen, die die Kulturwelt binnen kürzester Zeit auf den Kopf gestellt hat. Mit ihren E-Books ist es ihnen mittlerweile sogar möglich, das Leseverhalten der Nutzer in Echtzeit zu prüfen. Doch es regt sich „analoger“ Widerstand. Arte zeigt die Sendung zum Tag der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse 2015.

Hier geht es weiter zum Video.

Alternativ zur Buchmesse in FFM: die Hotlist 2015

Sonntag, 11. Oktober 2015
Freitag, 16. Oktober, 21 Uhr
HOTLIST 2015 & Party der Independents mit Hotel Lauer
Die besten Bücher aus unabhängigen Verlagen Preisverleihung & Party
Moderation der Preisverleihung: Claudia Cosmo (WDR)
DJs: Hotel Lauer (Jacob und Phillip Lauer)

Die Hotlist der besten Bücher aus unabhängigen Verlagen ist jährliche Auszeichnung und wirkungsvolles Korrektiv im Mahlwerk der Buchbranche. Hier machen alle mit, für die gute Bücher nicht nur gelebter Idealismus, sondern auch Voraussetzung sind. Für die Hotlist bewarben sich in diesem Jahr 171 Verlage mit ihrem jeweiligen Buch des Jahres. Ein Kuratorium ermittelte daraus die 30 herausragendsten Titel, aus denen eine Jury und die Leser die zehn besten Bücher, die Hotlist 2015 wählten. Am Buchmessenfreitag kommen sie dann ins Literaturhaus, um den Preis der Hotlist zu vergeben und das souveräne Verlegertum zu feiern. Nachdem die zehn Hotlist-Titel kurz vorgestellt wurden, wird außerdem der Melusine-Huss-Preis der Buchhändlerinnen und Buchhändler verliehen. Am Ende gibt es also Verlage und Leser. Die Hotlist garantiert feinsten Nachschub im Denkregal – für angemessene Tanzbarkeit sorgen die Frankfurter DJs Hotel Lauer.

Die Hotlist finden Sie hier!

Eine Kooperation mit dem Verein der Hotlist und dem Netzwerk unabhängiger Verlage

Ort: Literaturhaus Frankfurt
Eintritt: 4,-

Literatur live: Der Deutsche Buchpreis auf der Frankfurter Buchmesse

Mittwoch, 07. Oktober 2015

Lesungen und Gespräche mit dem Preisträger bzw. der Preisträgerin und Longlist-Autoren / Ausstellung zum Deutschen Buchpreis im Zentrum Börsenverein, Halle 3.1, Stand H 65 / Themenrundgang in der Buchmesse-App

220 Bücher, 13 Lesungen und ein Rundgang: Der Deutsche Buchpreis präsentiert sich mit einem vielseitigen Programm auf der Frankfurter Buchmesse 2015. Eine Ausstellung im Zentrum Börsenverein (Halle 3.1, Stand H 65) zeigt alle nominierten Bücher aus elf Jahren Deutscher Buchpreis. Zudem können Messebesucher in die Longlist-Titel dieses Jahres hineinblättern und sich über die 20 nominierten Autoren 2015 informieren.

Den Preisträger oder die Preisträgerin des Deutschen Buchpreises 2015 sowie eine Auswahl der nominierten Autorinnen und Autoren können Besucher hautnah erleben. Auf der Bühne „Forum Börsenverein“ (Halle 3.1, Stand H 65) finden von Donnerstag, 15. Oktober, bis Sonntag, 18. Oktober, Lesungen und Gespräche mit Ulrich Peltzer, Monique Schwitter, Inger-Maria Mahlke und weiteren Schriftstellern statt, die es mit ihren aktuellen Romanen auf die Longlist des Deutschen Buchpreises 2015 geschafft haben. Das vollständige Programm ist auf der Website des Deutschen Buchpreises abrufbar.

Die Leipziger Buchmesse 2015 – Eine Nachlese

Donnerstag, 19. März 2015

Am vergangenen Wochenende fand die Leipziger Buchmesse statt, über 186.000 erkundeten das Messegelände, viele weitere besuchten das Lesefest „Leipzig ließt“.

Die Messe fasst zusammen:

„Das Eintreten für Meinungsfreiheit und der Kampf gegen Rassismus standen nicht nur zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse im Gewandhaus zu Leipzig auf der Tagesordnung. Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, und Andreas Müller, Erster Bürgermeister der Stadt Leipzig, betonten in ihren Reden, wie wichtig Meinungsfreiheit und kultureller Austausch für die Gesellschaft sind. Auch an den vier Messetagen standen diese Themen im Mittelpunkt.

Vier Tage lang erwies sich der diesjährige Messeschwerpunkt „1965 bis 2015. Deutschland – Israel.“ als besonderer Besuchermagnet. Anlässlich von 50 Jahren deutsch-israelischer diplomatischer Beziehungen kamen insgesamt 40 Autoren beider Länder in 74 Veranstaltungen zu Wort. Der Schwerpunkt wurde von der Botschaft des Staates Israel in Berlin und dem Club Bertelsmann in Zusammenarbeit mit deutschen Verlagen und weiteren Partnern organisiert.

„Leipzig liest“ präsentierte vier Tage lang an 410 Orten in der ganzen Stadt verteilt eine äußerst lebendige und vielseitige Literaturszene. In 3.200 Veranstaltungen zogen über 3.000 Mitwirkende ein begeistertes Publikum in den Bann.

Auch die Manga-Comic-Convention faszinierte in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher. 93.000 Menschen (2014: 89.000) strömten während der vier Messetage in Halle 1. Hier prägten fantasievolle und aufwendige Kostüme das Bild der Convention. Insgesamt 284 Aussteller und 450 Veranstaltungen erwarteten die Manga-, Comic- und Cosplayfreunde.“

Ich habe am Wochenende spannenden Gesprächen und Interviews auf Deutschlandradio Kultur gelauscht, live aus Leipzig. Viele Mitschnitte gibt es noch als Podcasts im Nachgang zu hören, ebenso wie erstöberte Romane oder kleine Backstageberichte. Hier gehts weiter.

Ebenso spannend: Das Berufsbild des modernen Literaturkritikers. Literaturbloggern mal über die Schultern schauen? Hier gehts zum kurzen Beitrag der ARD.

Die Frankfurter Buchmesse 2014 – Rückblick

Sonntag, 19. Oktober 2014

Ich habe es in diesem Jahr leider nicht zur Frankfurter Buchmesse geschafft, vielleicht geht es Ihnen ja ähnlich?

Für diesen Zweck habe ich das Netz nach interessanten Beiträgen durchforstet, die einen guten Einblick in die Geschehnisse aus diesem Jahr geben.

Finnland, als diesjähriger Gast auf der Messe, wird in diesem Beitrag der Deutschen Welle, portraitiert. Autoren wie Kjell Westö schreiben über die Geschichte und Zukunft ihres Landes und geben Einblick in „das Land der tausend Seen“.

Über die insbesondere neue weibliche Literaturszene aus Finnland geht es in diesem Beitrag, sie ist „cool, weiblich und politisch“.

In der Büchermatinee des HR geben Evelyn Fischer und Denis Scheck einen Überblick über die Highlights der Buchmesse und sprechen u.a. mit Charlotte Link. Das Video können Sie hier abrufen.

Über den „Verlagsschreck Amazon“ hat das Deutschlandradio Kultur in der Sendung „Wortwechsel“ eine Diskussion angeregt, die komplette Sendung gibt es hier.

 

 

1. Buchmesse Rheinland-Pfalz

Samstag, 03. Mai 2014

Die 1. Buchmesse Rheinland-Pfalz findet vom 16.–18. Mai 2014 in der Alten Lokhalle in Mainz, Mombacher Straße 78–80, statt und ist von 9.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. Das Tagesticket kostet € 5,00. Kostenlose Parkplätze im Umfeld der Halle, die auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut und schnell zu erreichen ist, sind ausreichend vorhanden.

Es präsentieren sich nicht nur Verlage und Buchhandlungen, sowie auch branchennahe Institutionen und Zulieferer. Im Vordergrund stehen Neuerscheinungen vom Kinderbuch über Belletristik jeder Art, Fach- und Sachbücher, Ratgeber, Bildbände bis hin zu Hörbüchern und E-Books.

Auf der Literaturbühne findet für Jung und Alt ein wechselndes Programm statt, ebenso in Nebenräumen der Halle.

Organisiert wird die Buchmesse Rheinland-Pfalz von verschiedenen Verlagen des Landes in Zusammenarbeit mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels-Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland e.V. und gefördert vom Kultursommer Rheinland-Pfalz. (www.buchmesse-rheinland-pfalz.de)

Buchmesse Rheinland-Pfalz

 

„Man sieht auch mit den Händen gut!“

Dienstag, 05. November 2013

 

Cover: Die schönsten deutschen Bücher

ISBN 978-3-9814291-2-1
[Foto: U. Dettmar, Frankfurt/Main]

„Man sieht auch mit den Händen gut!“

(Karin Schmidt-Friderichs, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Buchkunst)

Der Katalog „Die Schönsten Deutschen Bücher – The Best German Book Design“, der jedes Jahr von einem anderen Gestalter konzipiert wird, dokumentiert die Wettbewerbs­ergebnisse des aktuellen Jahrgangs. Er enthält neben dem „Preis der Stiftung Buchkunst“ und den drei Förderpreisen für junge Buch­gestaltung die nach Kategorien ausgezeichneten „schönsten deutschen Bücher“. Ein Katalog, den man immer wieder gerne in die Hand nimmt – und ein Augenschmaus für alle, die schöne Bücher lieben.

Die schönsten deutschen Bücher 2013

Dienstag, 29. Oktober 2013

Ein Highlight der Frankfurter Buchmesse war auch in diesem Jahr die Ausstellung „Die schönsten deutschen Bücher“. Fernab von E-Books, Kindle und Co. waren in der bibliophilen Halle 4.1 die von der Stiftung Buchkunst prämierten Titel zu bewundern. Von einer Fachjury ausgewählt wurden jeweils fünf Bücher in fünf Kategorien: 1. Allgemeine Literatur; 2. Wissenschaftliche Bücher, Schulbücher, Lehrbücher; 3. Ratgeber, Sachbücher; 4. Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge; 5. Kinderbücher, Jugendbücher.

 

Katharina Gaenssler, Sixtina MMXII, Edition Minerva / Der Kunsthandel Verlag, Neu-Isenburg

Katharina Gaenssler
Sixtina MMXII
Edition Minerva, Der Kunsthandel Verlag, Neu-Isenburg
[Foto: U. Dettmar, Frankfurt/M.]

Erstmals teilten sich in diesem Jahr zwei Bücher den mit 10.000 Euro dotierten „Preis der Stiftung Buchkunst“, wie die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Buchkunst, Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs, erklärte: „Zum einen heben wir auf den Thron des ‚Preises der Stiftung Buchkunst‘ ein Buch, das in seiner Gestaltung und Machart eine Spitzenleistung darstellt – und dies nicht nur im nationalen, sondern auch im internationalen Vergleich: Die Sixtina MMXII ist Perfektion in Buchform. Zum anderen imponierte der Jury ein Pappband, der in all seiner Einfachheit beweist, dass auch das erste Buch schon ein schönes Buch sein kann. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass ‚Pappbuchalter-Kinder‘ durchaus souverän mit Papas iPad umgehen, müssen wir den ersten Kontakt mit dem Buch  zu einem besonderen Erlebnis machen: Mein kleiner Wald ist leises Glück und in seiner Einfachheit perfekt.“

 

Katrin Wiehle, Mein kleiner Wald, Beltz & Gelberg, Weinheim

Katrin Wiehle
Mein kleiner Wald
Beltz & Gelberg, Weinheim
[Foto: U. Dettmar, Frankfurt/M.]

Alle ausgezeichneten Bücher finden Sie hier:
www.stiftung-buchkunst.de

Frankfurter Buchmesse 2011

Donnerstag, 29. September 2011

Schon bald ist es wieder so weit.  Die Frankfurter Buchmesse, welche auch als der bedeutendste Buch- und Medienhandelsplatz bezeichnet wird, öffnet dieses Jahr vom 12. bis 16. Oktober seine Pforten. Vom 12. bis einschließlich dem 14. Oktober ist die Messe jedoch den Fachbesuchern vorbehalten. Privatbesucher können sich die zahlreichen Stände, und die im Rahmen der Messe stattfindendenVeranstaltungen, vom 15. bis 16. Oktober anschauen. Erwartet wird, dass mehr als 299.000 Besucher und ca. 10.000 Journalisten die Stände der mehr als 7.300 Aussteller aus 100  verschiedenen Länder streifen werden.

 

Die erste Buchmesse

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Dass die erste Frankfurter Buchmesse 1949 statt fand, zählt zu den populärsten Irrtümern der Buchmesse, denn tatsächlich war die Frankfurter Buchmesse im Herbst 1949 der „Auftakt zu einer neuen Phase des deutschen Buchhandels“, wie das „Börsenblatt“ vom 23. September 1949 berichtete, und zu Recht beginnt die Zählung der Nachkriegsbuchmessen mit diesem Jahr. Aber die allererste Frankfurter Buchmesse nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war nicht die von 1949. Sie hatte einen Vorgänger, der in der Branche völlig in Vergessenheit geraten ist.

Schon im Mai 1948 – ziemlich genau drei Jahre nach Kriegsende – fand in der Frankfurter Paulskirche die Ausstellung „Bücherplatz Frankfurt“ statt, veranstaltet vom Hessischen Buchhändlerverband. Anlaß waren die Feierlichkeiten zum 100jährigen Jubiläum der Deutschen Nationalversammlung in der nach Kriegszerstörung wieder aufgebauten Paulskirche. Die Frankfurter hofften damals, daß ihre Stadt Bundeshauptstadt werden und der Deutsche Bundestag seinen Sitz in der Paulskirche nehmen könne.

Offensichtlich hatte die Ausstellung Erfolg und ermutigte im Folgejahr 1949 in die Paulskirche zur ersten Buchmesse einzuladen. 205 Aussteller kamen, 14.000 Messebesucher wurden gezählt. Da entschloß sich der Börsenverein, die Buchmesse zu übernehmen und sie 1950 in der Paulskirche und den benachbarten Römerhallen stattfinden zu lassen. 1951 kamen schon so viel Aussteller, daß die Messe auf das Messegelände verlegt werden mußte. Die Paulskirche bekam gleichsam zur Entschädigung die Friedenspreisverleihung übertragen.