Archiv für die Kategorie ‘Buchmesse’

Die Leipziger Buchmesse

Freitag, 22. März 2019

Seit Donnerstag, den 21. März, findet in Leipzig die alljährliche Buchmesse statt. Bis Sonntag haben die Besucher Zeit, die Hallen zu durchstöbern und die neusten Buchtrends kennenzulernen.
Auch unter dem Themenbereich „Buchkunst und Grafik“ steht für alle Interessierten das ästhetisch ansprechende, gut gestaltetete Buch im Mittelpunkt. Zu diesen Büchern zählen Künstlerbücher, Graphiken, Handpressendrucke sowie künstlerische Buchprojekte. Zu den Ausstellern gehören zudem Studenten der Kunsthochschulen und auf dem „Marktplatz Druckgrafik“ finden die Besucher originale Druckgrafiken von Galerien, Druckwerkstätten und Künstlern.

Preis der Leipziger Buchmesse

Zur Eröffnung wurde der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. In drei Kategorien wurden die Bücher des Frühjahrs ausgezeichnet. Dotiert ist der Preis mit 60.000 Euro. 
Gewinnern des Preises in der Kategorie „Belletristik“ ist die Autorin Anke Stelling mit ihrem Roman „Schäfchen im Trockenen“, das im Verbrecher Verlag aus Berlin erschienen ist. Er erzählt die Geschichte von Resi, einer Schriftstellerin, die mit ihrer Lebenssituation unzufrieden ist und mit allem ins Gericht geht.
Die Jury bezeichnet „Schäfchen im Trockenen“ als ein „scharfkantiger, harscher Roman, der wehtun will und wehtun muss“.

In der Kategorie „Sachbuch/Essayistik“ ging der Preis an Harald Jähner für sein Buch „Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955“. Der Journalist war bis 2015 als Feuilletonchef der Berliner Zeitung tätig. Für die Jury vereint Jähners Buch „Anschaulichkeit, dramaturgisches Gespür und Eloquenz“

In der Kategorie „Übersetzung“ ging die Auszeichnung an Eva Ruth Wemme, die den Roman „Verlornener Morgen“ von Gabriela Adamesteanu aus dem Rumänischen ins Deutsche übersetzte. Der Roman ist bereits 1983 erschienen. Die Jury lobte Wemme dafür, „mit großem Gespür für den lästerlichen Ton seiner Erzählerin Vica übersetzt“ zu haben.

Die Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest

Samstag, 16. Februar 2019

Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse wurden diese Woche bekannt gegeben. Der Preis gilt als die wichtigste Auszeichnung für Neuerscheinungen und wird in den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch und Essay und Übersetzung verliehen. Insgesamt ist er mit 60.000 Euro dotiert und der Preisträger wird am 21. März, am ersten Tag der Buchmesse, geehrt. Im Rennen um den begehrten Preis wurden 359 Bücher eingereicht, die von der Jury unter der Leitung des Kritiker Jens Bisky ausgewertet wurden.

In der Kategorie Belletristik wurden nominiert:

· Kenah Cusanit: Babel (Carl Hanser Verlag, Januar 2019)
· Matthias Nawrat: Der traurige Gast (Rowohlt Verlag, Januar 2019)
· Jaroslav Rudis: Winterbergs letzte Reise (Luchterhand Literaturverlag, Februar 2019)
· Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen (Verbrecher Verlag, August 2018)
· Feridun Zaimoglu: Die Geschichte der Frau (Kiepenheuer & Witsch, März 2019)

Die Nominierten in der Kategorie Sachbuch und Essay sind:

· Frank Biess: Republik der Angst. Eine andere Geschichte der Bundesrepublik (Rowohlt Verlag, Februar 2019)
· Harald Jähner: Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945 – 1955 (Rowohlt Berlin, Februar 2019)
· Marko Martin: Das Haus in Habana. Ein Rapport (Wehrhahn Verlag, Dezember 2018)
· Lothar Müller: Freuds Dinge. Der Diwan, die Apollokerzen & die Seele im technischen Zeitalter (Die Andere Bibliothek, Februar 2019)
· Kia Vahland: Leonardo da Vinci und die Frauen. Eine Künstlerbiographie (Insel Verlag, März 2019)

Und in der dritten Kategorie Übersetzung lauten die Nominierungen:

· Liviu Rebreanu: Der Wald der Gehenkten (Paul Zsolnay Verlag, August 2018), aus dem Rumänischen von Georg Aescht
· Aura Xilonen: Gringo Champ (Carl Hanser Verlag, Januar 2019), aus dem Spanischen von Susanne Lange
· György Dragomán: Löwenchor (Suhrkamp Verlag, Februar 2019), aus dem Ungarischen von Timea Tankó
· Jean-Baptiste Del Amo: Tierreich (Verlag Matthes & Seitz Berlin, März 2019), aus dem Französischen von Karin Uttendörfer
· Gabriela Adamesteanu: Verlorener Morgen (Die Andere Bibliothek, August 2018), aus dem Rumänischen von Eva Ruth Wemme

Das Einläuten der Frankfurter Buchmesse

Montag, 08. Oktober 2018

Die Gewinnerin des Deutschen Buchpreises 2018 steht fest: Inger-Maria Mahlke erhält den begehrten Preis für ihren Roman „Archipel“. Am Vorabend der Frankfurter Buchmesse wurde der mit 25.00 Euro dotierte Preis im Frankfurter Römer verliehen und damit auch der Beginn der Frankfurter Buchmesse eingeläutet. Die Jury begründete ihre Wahl mit folgenden Worten:

„Der Archipel liegt am äußersten Rand Europas, Schauplatz ist die Insel Teneriffa. Gerade hier verdichten sich die Kolonialgeschichte und die Geschichte der europäischen Diktaturen im 20. Jahrhundert. Inger-Maria Mahlke erzählt auf genaue und stimmige Weise von der Gegenwart bis zurück ins Jahr 1919. Im Zentrum stehen drei Familien aus unterschiedlichen sozialen Klassen, in denen die Geschichte Spaniens Brüche und Wunden hinterlässt. Vor allem aber sind es die schillernden Details, die diesen Roman zu einem eindrücklichen Ereignis machen. Das Alltagsleben, eine beschädigte Landschaft, aber auch das Licht werden in der Sprache sinnlich erfahrbar. Faszinierend ist der Blick der Autorin für die feinen Verästelungen in familiären und sozialen Beziehungen.“

Am 10. Oktober wird dann der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Frankfurt Pavilion feierlich eröffnen. Die Besucher können bis zum 14. Oktober die Messehallen erkunden und das vielfältige Veranstaltungsprogramm erleben.

Hier eine kleine Vorauswahl:

Das „Campus Weekend“ lädt  Studierende unter anderem zu einem Science-Slam und zu wissenschaftlichen Vorträgen ein. Die Studierende können sich darüber hinaus Tipps und Tricks für die Karriereplanung einholen und obendrauf gibt es auch noch ein Gratis-Frühstück.

Im Rahmen des internationalen Literaturfestivals werden wieder Autorenlesungen im neuen Frankfurter Pavilion stattfinden, sowie Bestseller-Events, Tastings und Talk-Runden an verschiedenen Orten in Frankfurt.

Künstliche Intelligenz auf einer Buchmesse? Ja, es können auch neue Technologien, wie neuronale Netze und Deep Learning, auf der Buchmesse bestaunt werden. Dazu gehört auch „die Zukunft der Creative Industries und der Publishingbranche in der Gegenwart“.

Auch das Essen kommt nicht zu kurz auf der Buchmesse. In der Gourmet Gallery werden die neuesten Trends und Innovationen zu den Themen Food und Lifestyle vorgestellt. Kochshows mit internationalen Spitzenköchen sollen die Geschmacksknospen der Besucher verwöhnen und überraschen. In dem Pavilion werden mehr als 30 Länderküchen vertreten sein.

Den Veranstaltungskalender finden Sie hier unter folgendem Link: https://www.buchmesse.de/service/veranstaltungskalender

Georgien – ein Land mit einer turbulenten Vergangenheit

Sonntag, 30. September 2018

Georgien ist ein kleines Land an der Grenze zwischen Europa und Asien. Mehr als ein Viertel der Bevölkerung der rund 3,7 Millionen Einwohner leben in der Hauptstadt Tiflis, in der auch eine wachsende Literaturszene aufblüht. Vor allem, weil Georgien das Gastland auf der Frankfurter Messe ist und Verlage eine Vielzahl von Neuerscheinungen veröffentlichen. Hinzu kommen viele Übersetzungen von Büchern in die deutsche Sprache. Die Romanklassiker, Reisereportagen und Lyriksammlungen erzählen von dem Herkunftsland und lassen einen neuen Blick auf Georgien zu. Zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse wurden hundert Neuübersetzungen veröffentlicht.

Ein kurzer Einblick in die Literaturgeschichte des Landes:

Das älteste erhaltene Buch ist eine Hagiographie mit dem Titel Martyrium der Heiligen Schuschanik und stammt aus dem 5. Jahrhundert. Da das Werk einen hohen Anspruch an Stil und sprachlicher Vollendung aufzeigt, geht man davon aus, dass Georgien bereits zu dieser Zeit eine literarische Tradition hatte. Trotz der zahlreichen Kriege sind mehr als 30.000 georgische Handschriften bis heute erhalten.

Ihre Blütezeit erlebt die georgische Literatur im 11. und 12. Jahrhundert, allerdings wurde erst 1709 in Georgien die erste Druckerei durch den König Wachtang VI. errichtet.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich eine Strömung um die Gruppe Blaue Hörner, die vom Symbolismus beeinflusst wurde. Die Avantgarde konnte jedoch nicht lange ihre Werke an die Öffentlichkeit tragen. Durch die kommunistische Machtübernahme wurden die Mitglieder dieser Gruppe verfolgt und auch zum Tode gefoltert, wie etwa der Autor Tizian Tabidse (1893-1937). Das Land blieb nicht von weiteren Konfrontationen verschont. Georgien zählte einst zu den reichsten Ländern der Sowjetunion. Doch durch den Krieg in den 1990er Jahren entwickelte sich das Land zum ärmsten Mitglied der GUS. Menschen fürchteten um ihre Existenz und die Kriminalität nahm Überhand. Davon betroffen waren auch der Buchhandel und das Verlagswesen – man hatte Angst, dass das Buch aussterben könnte. Mit den Jahren konnte der Buchmarkt und das Land sich erfreulicherweise erholen. Dennoch ist die georgische Literatur in Europa weitestgehend unbekannt, was auch durch die wirtschaftliche Lage des Landes und die Sprache zu begründen ist.

„Jeder Bauer in Georgien hat Bücher, die er liest und liebt und auswendig kann. Die Georgier lieben Gedichte. Ich kann mich nicht erinnern, bei einem deutschen oder österreichischen Bauern prall gefüllte Bücherregale gesehen zu haben, mit Werken der Weltliteratur.“
Clemens Eich, österreichischer Schriftsteller, 1996

Namenhafte Gegenwartsautoren sind zum Beispiel Aka Mortschiladse, Dawit Turaschwii oder Nino Haratischwili. Nino Haratischwili wurde in Tiflis geboren und lebt heute als Autorin und Regisseurin in Hamburg. Mit ihrem Roman Die Katze und der General schaffte sie es auf die diesjährige Shortlist des Deutschen Buchpreises.

Ihre Stimme zählt! 

Donnerstag, 13. September 2018

Wählen Sie jetzt den Gewinner des Börsenblatt-Young Excellence Award

Bereits seit fünf Jahren wird der Börsenblatt-Young-Excellence Award vom Börsenblatt in Kooperation mit dem Börsenverein, der Frankfurter Buchmesse, dem mediacampus frankfurt und der future!publish verliehen. Mit dem Preis werden „herausragende junge Macher und Macherinnen in der Buchbranche“ geehrt, die etwas durch ihre Arbeit bewegen. Die Nominierten dürfen dabei das Alter von 39 Jahren nicht überschreiten und sollten noch keinen Chefposten in einem Verlag oder einer Buchhandlung innehaben.

In den kommenden zwei Wochen können nun Sie bei der Wahl des Gewinners mitbestimmen. Die Auszeichnung erhält der- oder diejenige im Rahmen der Frankfurter Buchmesse. Dotiert ist der Börsenblatt-Young Excellence Award mit einem Bildungsgutschein in Höhe von 1.000€ für Fort- und Weiterbildungen auf dem mediacampus frankfurt. Außerdem bekommt der Gewinner eine Eintrittskarte für die future!publish 2019 inklusive Anreise und Hotelunterkunft.

Im Vorfeld wurden 10 Nominierte festgelegt, zwischen denen Sie nun abstimmen können.

 

Georgien ist das Gastland auf der Frankfurter Buchmesse 2018

Donnerstag, 09. August 2018

Für alle Buchliebhaber: Bald ist es wieder so weit! Die Frankfurter Buchmesse findet dieses Jahr vom 10.-14. Oktober statt und es wurde auch bereits das Gastland bekannt gegeben: Als Ehrengast wird Georgien geladen sein. Und wer nicht mehr bis Oktober warten möchte, kann bereits Ende August einen kleinen Vorgeschmack von der georgischen Kultur erhalten. Vom 24.-26.8. präsentiert sich das Land auf dem Museumsuferfest in Frankfurt. Mit Konzerten, Theatervorführungen und nationalen Gerichten nimmt Georgien an dem kulturellen Fest teil.

Bei der offiziellen Eröffnung am 24. August wird neben dem Oberbürgermeister Peter Feldmann auch der georgische Botschafter Elugja Khokrishvili anwesend sei. Auf der Internetseite von boersenblatt.net wird das georgische Veranstaltungsprogramm wie folgt beschrieben: „Von Jazz, Folk, Pop, Ethno-Fusion bis zu elektronischer Musik präsentieren namhafte Bands, DJs und Ensembles die musikalische Vielfalt des Landes. Darunter die Ethno-Fusion Band IRIAO, das Elektro-Sound/Geigen-Duo KORDZ, Giorgi Zagareli & Strings und die Elektro-Musik-Performer DJ Luka Nakashidze & Misho Urushadze. Weiter das gefeierte Vokal-Sextett Quintessence, der Kinderchor LITTLE GEORGIKA und die international bekannten Jazz-Sängerin Nino Katamadze & Insight, die von Nikoloz Rachveli und Musikern des Georgian Philharmonic Orchestra begleitet wird. Theater- und Performance-Darbietungen vom Staatlichen Georgischen Pantomimetheater, dem „Movement Theatre“, dem Kinder Choreographie Ensemble LAPREBI und der Kinder Puppen-Oper runden das Bühnenprogramm ab.
Außerdem erwartet Besucher traditionelles georgisches Kunsthandwerk und „Souvenirs aus Georgia“ – spezielle Mitmachaktionen von georgischen Künstlern für Kinder. In Zelten des georgischen Restaurants Pirosmani aus Frankfurt werden traditionelle georgische Speisen und einzigartige Weine aus dem ältesten Land des Weinbaus präsentiert. Das Zelt des georgischen Ministeriums für Umweltschutz und Landwirtschaft lädt dazu ein, die kulinarische Vielfalt und Besonderheit der georgischen Küche zu entdecken. Vertreten ist zudem die Georgian National Tourist Administration (GNTA).“

Also wer an den Tagen noch nichts geplant hat, sollte sich auf den Weg nach Frankfurt machen und sich das kulinarische Erlebnis nicht entgehen lassen! Das genaue Programm sowie alle weiteren Informationen zum Museumsuferfest finden Sie hier.

Eröffnung der Leipziger Buchmesse

Donnerstag, 15. März 2018

Am Mittwochabend wurde im Gewandhaus mit einem Festakt die Leipziger Buchmesse eröffnet, die heute offiziell startet. Im Vergleich zum Vorjahr gewinnt sie in 2018 sogar an Zuwachs: Insgesamt präsentieren 2.635 Aussteller, und damit fünf Prozent mehr als 2017 (2.493), ihre Bücher auf einer Gesamtfläche von 106.000 Quadratmeter (2017: 104.700). Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe, begründet die steigenden Zahlen durch die Zunahme der Entwicklung des Auslandsgeschäfts. Dabei handelt es sich allerdings nicht um die Zahl der teilnehmenden Länder (2018: 46; 2017: 43), sondern vielmehr geht es um die Qualität. Die Leipziger Buchmesse würde zunehmend positiv im Ausland wahrgenommen werden.

Ein Teil des gestrigen Festaktes war der Verleihung des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung an die norwegische Journalistin und Autorin Åsne Seierstad gewidmet. Sie wurde für ihr Buch „Einer von uns“ geehrt, das sich mit der Geschichte des Massenmörders Anders Beivik und seinen Opfern auseinandersetzt.

Demonstration während Eröffnungsfeier

Die diesjährige Leipziger Messe steht zudem in einem politischen Spannungsfeld, da rechte Verlage vertreten sein werden. Vor dem Gewandhaus kam es zu einer Demonstration gegen „rechte Ideologien“, an der etwa 400 Menschen teilnahmen. Von der Initiative wird eine Diskussion gefordert, in der es nicht um ein Verbot ginge, sondern um Widerstand. Auch während der Messe wolle die Initivative, hinter der mehr als 70 unabhängige Verlage und circa 200 Einzelpersonen stehen, verschiedene Aktionen starten, wie politische Diskussionen anzuleiten und mit den Messebesuchern ins Gespräch zu kommen.

Aufruf zu Respekt, Toleranz und Vielfalt

Die Veranstalter der Leipziger Buchmesse rufen hingegen zu Respekt, Toleranz und Vielfalt auf. Die gesamte Zivilgesellschaft sei gefordert, sich wieder mehr mit inhaltlichen Themen auseinanderzusetzen und auch extreme Positionen nicht wegzuschweigen, sagte Börsenvereinschef Heinrich Riethmüller in Anbetracht des Erstarkens rechter Kräfte und Verlage. „Ein lebendiger Meinungsbildungsprozess, der geprägt ist von der inhaltlichen Auseinandersetzung, dem Austausch, der Diskussion und der Debatte, ist essenziell für unsere Demokratie.“ Vor allem ginge es den Veranstaltern um die Meinungsfreiheit.

Die Leipziger Buchmesse läuft vom 15 .März  – 18. März 2018. Parallel zur Messe findet auch wieder „Leipzig liest“ statt, in dessen Rahmen 3.600 Veranstaltungen an 550 Orten in und um Leipzig angeboten werden.

Die Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse 2018 steht fest

Sonntag, 18. Februar 2018

Wie jedes Jahr legt eine siebenköpfige Jury die Shortlist für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Rubrik Belletristik fest. Die Vorsitzende der Jury, Kristina Maidt-Zinke, sagte zu der Auswahl: „Unsere Kriterien sind: Was macht der Autor mit der Sprache, wie originell sind Thema und Gestaltung, wie hoch ist der literarische Anspruch und das intellektuelle Niveau.“ Den Juroren gehe es darum, den Kunstaspekt nicht aus zu den Augen zu verlieren.

Und so hält auch diesmal die Shortlist die ein oder andere Überraschungen bereit und widersetzt sich damit den Erwartungen von Literaturkritikern. Unter den fünf auserwählten Titeln befinden sich drei Neulinge, unter anderem der Debütroman von Anja Kampann „Wie hoch die Wasser steigen“. Es folgen Isabel Fargo Cole mit „Die Grüne Grenze“, Esther Kinsky mit „Hain. Geländeroman“, Matthias Senkel mit „Dunkle Zahlen“ sowie Georg Klein mit „Miakro“. Klein gewann bereits 2010 den Leipziger Buchpreis, der mit einem Preisgeld von 60.000 Euro dotiert ist.
Am 15. März findet schließlich im Rahmen der Leipziger Buchmesse die Vergabe des Preises und somit die Bekanntgabe des Gewinners statt.

Neben der Kategorie Belletristik werden ebenfalls noch Preise in den Kategorien Sachbuch/Essayistik und Übersetzung vergeben. Alle Nominierten finden Sie hier.

Interessantes von der Buchmesse…

Freitag, 13. Oktober 2017

Der Philosoph und Autor Richard David Precht präsentiert auf der Frankfurter Buchmesse sein neues Buch Erkenne dich selbst, Geschichte der Philosophie 2. Precht beschreibt es unter anderem als einen Versuch, Philosophie jenseits der Hochschulen für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Das Problem besteht darin, dass die Hochschul-Philosophie heute hochgradig spezialisiert ist. Das heißt, wir haben hochspezialisierte Leute und das führt dazu, dass sich Leute ein Leben lang mit der Adverbialphrase beschäftigen. Und die anderen, die an den Universitäten arbeiten, sind zum größten Teil Historiker, also Leute, die sich exzellent mit Platon auskennen, aber sich keine Gedanken über die Gegenwart machen, also Altbausanierung im Bereich des Geistes betreiben. Das führt dazu, dass Hochschulphilosophie kaum noch wahrgenommen wird. Und ich würde mich freuen, wenn sich Philosophen wieder mehr in der Öffentlichkeit einmischen, zumal wir ja in einer großen gesellschaftlichen Umbruchszeit leben.“

Deutschland Radio Kultur hat ihn auf der Buchmesse getroffen, um mit ihm über seine Arbeit und sein neues Buch zu sprechen. Das ganze Interview finden Sie hier.

Die Frankfurter Buchmesse 2017

Freitag, 06. Oktober 2017

In ein paar Tagen ist es wieder so weit: Vom 11. – 15. Oktober findet die 69. Frankfurter Buchmesse statt. Sie gilt als weltweit größtes Event der Publishing-Welt und zeichnet sich durch ihre Internationalität aus. Es werden etwa 7000 Aussteller Vorort sein und hinzu gibt es noch 4000 Veranstaltungen, an denen die Besucher teilnehmen können. In den ersten drei Tagen ist die Messe ausschließlich für Fachbesucher geöffnet. Ab dem 14. Oktober sind anschließend die Publikumstage. Insgesamt wird mit etwa 270.000 Besuchern gerechnet.

Das diesjährige Gastland ist Frankreich. Als Ehrengast steht es im im Fokus des internationalen Mediengeschehens und rückt die französische Sprache in den Mittelpunkt seiner Präsentation.
Die Tradition des Ehrengastes wurde bereits 1976 eingeführt und soll der Messe ihre individuelle Prägung geben. Das auserwählte Land und dessen Verlagsbranche erfährt in der Zeit durch die Medien eine besondere Aufmerksamkeit (Erwähnung in rund 5.000 Medienberichten) und ist ebenso ein Publikumsmagnet. Natürlich erhält das Gastland im Rahmen der Buchmesse noch weitere Privilegien. Das selbsternannte Ziel ist dabei die stärkere Vernetzung der Verlagsbranche und Kulturinstitutionen, die Literatur international bekannter zu machen und die Steigerung der Übersetzungen des jeweiligen Landes.
Für die Ernennung zum Ehrengast kann sich jedes Land, das bestimmte Voraussetzungen erfüllt, bewerben. Die Entscheidung für ein Gastland fällt die Frankfurter Buchmesse schließlich in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Ein Tagesticket für die Frankfurter Buchmesse kann man bereits ab 19€ erhalten. Das Programm sowie weitere Informationen finden Sie hier.