Archiv für die Kategorie ‘Bibliotheken’

„Little Free Library“ in New York

Donnerstag, 16. Juli 2015
© Designtaxi

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Die Besucher der kleinen mobilen Bibliothek müssen sich ducken um so in den gelben Plastiktank zu gelangen. Im Inneren angelangt, sind sie dank der besonderen Architektur vor der Außenwelt abgeschirmt und sind umgeben von Büchern. Doch wenn sie möchten, können sie durch kleine Gucklöcher wieder Kontakt zur Außenwelt aufnehmen. Das Konzept beruht auf der Prämisse „Geben und Nehmen“, so wie es hierzulande auch z.B. in einigen Supermärkten funktioniert.

Weitere Bilder und Informationen zum Projekt finden Sie hier.

© Designtaxi

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Eine Bibliothek in der Zukunft

Sonntag, 05. Oktober 2014

Die Future Library von Katie Paterson wird ein Buch voller Texte aus der Vergangenheit (heute), das erst in einhundert Jahren im Jahr 2114 gedruckt werden wird, aus dem Papier aus Bäumen, die in einem Wald vor Oslo extra für dieses Buch gepflanzt wurden. Der erste Text kommt von Margaret Atwood (The Handmaid’s Tale, Preisträgerin des ersten Arthur C. Clarke-Awards) und die Storys werden in einem extra dafür eingerichteten und versiegelten Raum in der 2018 neu eröffnenden Oslo Public Library (Deichmanske Bibliotek) gelagert.

Schauen Sie sich das Video über das ausgefallene Projekt an!

Future Library – Framtidsbiblioteket – Katie Paterson.

Artikel über Sammler von Miniatur-Büchern

Sonntag, 10. August 2014

Heute möchte ich auf ein Posting vom City Room Blog der New York Times hinweisen – auch wenn der Artikel bereits ziemlich genau ein Jahr alt ist, beschreibt er doch sehr eindrücklich die Leidenschaft von Sammlern von Mini-Ausgaben, die sie in Mini-Bibliotheken aufbewahren.

Die Bücher sind selten größer als 3 Cm, tatsächlich bedruckt und mit einer Lupe lesbar.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Gitmobooks: Blog über die Guantanamo-Gefängnis-Bibliothek

Sonntag, 06. Juli 2014

Für die New York Times schreibt Charlie Savage über Guantanamo – als „Nebenprodukt“ seiner Arbeit hat er den Fotoblog Gitmobooks über die Gefängnisbibliothek und die dortigen Bücher ins Leben gerufen: von Captain America über Harry Potter bis zu Homers Odyssee.

Österreichische Nationalbibliothek: Der Prunksaal

Montag, 27. Juni 2011

 

Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek

Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek

Der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek wurde von 1723 bis 1726 nach Plänen des bekannten Hofarchitekten Johann Bernhard Fischer von Erlach und dessen Sohn Joseph Emanuel erbaut, misst eine Länge von ca. 80 Metern und wird von einem Kuppeldach gedeckt. Dieses ist mit zahlreichen Fresken  des Hofmaler Daniel Gran prunkvoll verziert und bis 1730 fertiggestellt, sodass der Saal seinen Namen wahrhaft verdient. Die Fresken sind thematisch gegliedert. Im Eingangsbereich befinden sich Malereien mit weltlichen und kriegerischen Motiven, im hinteren Bereich  sind hingegen allegorische Darstellungen des Himmels und des Friedens zu bestaunen. In der Mitte der Kuppel und in einer Höhe von etwa 30 Metern wird dem Bauherrn der Hofbibliothek, Karl VI, mit einer prachtvollen Darstellung dessen Apotheose, gedacht. Zudem befindet sich im Zentrum des Prunksaales eine von Antonio Corradini gestaltete Statue Karls des VI. als Römisch-Deutschen Kaiser.

Im Mitteloval des Prunksaales sind vier Prunkgloben Vincenzo Coron-

Einer der vier Prunkgloben Vincenzo Coronellis

ellis aufgestellt, welche einen Durchmesser von jeweils über einem Meter haben. Zusammen mit Marmorstandbildern und zahlreichen, zum Teil raumhohen, Bücherschränken aus Nussholz bilden diese ein authentisches Abbild einer barocken Bibliothek und gilt sogar als diegrößte Barock-Bi bliothek Europas.

Besucher können heute mehr als 200.000 gesammelte Bände  bestaunen. Darunter befinden sich beispielsweise die 15.000 Werke umfassende Bibliothek des Prinzen Eugen von Savoyen, sowie eine der größten Sammlungen von Reformationsschriften Martin Luthers. Auch Ausstellungen finden immer wieder im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek statt. Zur Zeit (6. Mai – 30. Oktober 2011) wird zu einer geschichtlichen Bilderreise mit dem Titel „Altösterreich. Menschen, Länder und Völker in der Habsburgermonarchie“ geladen.

 

 

Die Geschichte der Bibliothek

Montag, 22. November 2010

Die Geschichte der Bibliothek beginnt, wie sollte es anders sein, mit den Büchersammlungen der alten Ägypter, aus welchen die bis 1866 v. Chr. datierbaren Papyrusrollen bekannt sind. Zu dieser Zeit finden sich bei den Griechen vereinzelte Spuren auf private Bibliotheken, über die erste öffentliche Büchersammlung, die in Athen angelegt wurde, herrschen jedoch Zweifel. Die griechische Kultur wurde in andere Länder übermittelt, infolgedessen wurden auch Bibliotheken gegründet, die wohl größte war die berühmte Bibliothek von Alexandria. Im Zuge der Völkerwanderung wurden zahlreiche der alten Bibliotheken zerstört, oftmals über Jahrtausende angesammeltes Wissen wurde für immer vernichtet.

Im Mittelalter sorgten meist Mönche für den Erhalt der antiken Schriften. Im Zuge des Humanismus erlebten die Bibliotheken einen Aufschwung. Mit der Erfindung des Buchdrucks war fortan die Sammlung einer Bibliothek mit weniger Kosten und Schwierigkeiten verknüpft. Die ersten Bibliotheken, die ihre Leseräume der Öffentlichkeit zugänglich machten, waren Anfang des 17. Jahrhunderts die Bibliotheken in Oxford und Mailand. Die erste öffentliche Bibliothek in Deutschland wurde 1828 durch in Großenhain, im Landkreis Meißen, gegründet

Library of Congress Washington

Sonntag, 31. Oktober 2010

Mit über 138 Millionen Titeln, darunter 31 Millionen Bücher und 50 Millionen Handschriften, verfügt die amerikanische Nationalbibliothek in Washington über den größten Bücherbestand der Welt.

Gegründet wurde sie im April 1800 als Forschungsbibliothek des Kongresses. Im 19. Jahrhundert wurde die Bibliothek durch Brände mehrfach komplett zerstört, jedoch immer wieder aufgebaut und mit neuen Werken bestückt, die zum Teil auf Privatsammlungen, wie von Thomas Jefferson, aufgekauft wurden.

Mittlerweile besteht die Bibliothek aus drei Gebäuden: Das Thomas Jefferson Building im italienischen Stil der Renaissance wurde 1897 eingeweiht und war lange Zeit das Hauptgebäude der Bibliothek.  In dem Gebäude liegen der Hauptlesesaal mit seiner imposanten Kuppel, sowie weitere Speziallesesäle und sogar ein Konzertsaal. Das John Adams Building wurde 40 Jahre später bezogen und birgt heute das Buchmagazin der Kongressbibliothek und einen weiteren großen Lesesaal. Das James Madison Memorial Building, 1980 eingeweiht, ist ein nüchterner sechsgeschossiger Bau, der die Zeitschriftenabteilung, die Verwaltung, die Computerabteilung und verschiedene Spezialabteilungen beherbergt. In den Gebäuden arbeiten mehr als 4000 Mitarbeiter, darunter sowohl professionelle Bibliothekare als auch Wissenschaftler in ihren Spezialgebieten. Weitere große Magazine außerhalb der Stadt gehören ebenfalls zur Bibliothek.

Chester Beatty Library in Dublin

Donnerstag, 30. September 2010

Die Chester Beatty Library befindet sich im Herzen Dublins und stellt sowohl ein Kunstmuseum als auch eine Bibliothek dar. Hier befindet sich eine immense Kollektion an Manuskripten, Miniaturen, Gemälden, Drucken, Zeichnungen, seltene Bücher sowie einige Dekorationen, die alle von Sir Alfred Chester Beatty (1875-1968), einem amerikanischen Industriellen, angesammelt wurden. Die Bibliothek erhielt sowohl den Titel „Irisches Museum des Jahres“, als auch „Europäisches Museum des Jahres“.
Sie bietet dem Besucher einen einmaligen Eindruck in die verschiedenen Kulturen und Religionen der Welt, mit einer besonderen Betonung auf den asiatischen, nordamerikanischen und europäischen Raum, sowie den Nahen Osten.
Ägyptische Papyrustexte, wunderschön beleuchtete Kopien des Korans und der Bibel, europäische Manuskripte aus dem Mittelalter und der Renaissance sind Teil der Ausstellung, die den Schwerpunkt auf antiken und mittelalterlichen Schriften hat.
Türkische und persische Miniaturen, sowie buddhistische Gemälde werden ausgestellt, wie auch chinesische Drachen-Gewänder und japanische Holzdrucke. Das Museum versucht durch seine Mannigfaltigkeit die menschliche Kunst und Kultur seit 2700 v. Chr. bis heute darzustellen.


Bodleian Bibliothek Oxford

Dienstag, 31. August 2010

Die Bodleian Library (Bodleiana) ist die Hauptbibliothek der Universität Oxford. Sie ist eine von insgesamt 30 Bibliotheken der Universität. Sie zählt zu den fünf Pflichtexemplarbibliotheken im Vereinten Königreich, bei denen nach den Regeln des Legal deposit jedes im Land gedruckte Werk hinterlegt werden muss.

Die Bibliothek umfasst zurzeit rund 9 Millionen Einheiten auf 176 Regalkilometern, davon mehr als 6 Millionen Bände. Damit ist sie die zweitgrößte Bibliothek des Landes. 2 500 Leser finden in ihr gleichzeitig einen Leseplatz. Gegründet wurde sie 1602 mit einer Sammlung von 2000 Büchern. Ihr Katalog aus dem Jahr 1605 ist der älteste gedruckte Bibliothekskatalog in England.

Nationalbibliothek Wien

Mittwoch, 25. August 2010

Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) in Wien ist die zentrale wissenschaftliche Bibliothek in Österreich. Die Bibliothek ist in der Wiener Hofburg untergebracht, das Hauptgebäude ist die Neue Hofburg am Heldenplatz. Die historischen Sammlungen und die Verwaltung sind vom benachbarten Josefsplatz zugänglich; weitere Abteilungen befinden sich in anderen Teilen der Hofburg.

Als Nationalbibliothek sammelt sie unter anderem die Pflichtexemplare aller in Österreich verlegten Druckwerke. Darunter sind auch alle von den österreichischen Universitäten approbierten Dissertationen. Seit Juli 2000 wurde die Sammlung von Pflichtexemplaren auch auf elektronische Medien ausgeweitet, es werden auch historische Zeitungen gescannt und im Internet online angeboten.

Im Habsburger Kaiserreich war sie bis zum Ende des Ersten Weltkrieges als Wiener Hofbibliothek eine der umfangreichsten Universalbibliotheken der Welt. Heute liegt der Schwerpunkt der Sammlung im geisteswissenschaftlichen Bereich.