Archiv für die Kategorie ‘Bibliotheken’

Tag der Bibliotheken

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Seit 1995 wird am 24. Oktober der „Tag der Bibliotheken“ gefeiert.
Der kanadische Fotograf Olivier Martel Savoie hat sich auf die Suche nach den schönsten Bibliotheken begeben und die Aufnahmen davon auf seinem Instagram-Account veröffentlicht. Wer in die besondere Architektur und Atmosphäre von Bibliotheken eintauchen möchte, kann sich dort durch die Vielfalt dieser Orte begeistern lassen.

Reclam-Museum eröffnet in Leipzig

Dienstag, 25. September 2018

Am 24. Oktober 2018 wird in Leipzig das erste Reclam-Museum eröffnet, wie der Verein Literarisches Museum am Dienstag bekannt gab. Im Jahr 1828 wurde der Verlag von Anton Philipp Reclam in Leipzig gegründet – so ist es naheliegend, dass auch in dieser Stadt das Museum seinen Standort findet. Doch sollen nicht nur Ausstellungen das Museumwesen bestimmen, auch Lesungen und Gesprächsrunden sollen Teil des Programms werden. Besucher erwarten verschiedene Raritäten, wie etwa die Reclam-Bücherautomaten oder tragbare Feldbüchereien aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Das Reclam-Museum wird ebenfalls eine Bibliothek beinhalten, in der um die 10.000 Hefte der Leipziger und Stuttgarter Produktion seit 1867 ausgestellt werden.

Die Zukunft unserer Bibliotheken

Mittwoch, 19. September 2018

Die Ansprüche an neue Bibliotheken wachsen: unter dem Druck der Digitalisierung entwickeln sie sich stetig neben Lern- und Leseorten auch zu sozialen Treffpunkten. Barbara Lison, die Präsidentin des Dachverbands „Bibliothek und Information Deutschland“, stellt in einem Interview mit Deutschlandfunk fest, dass durch die Digitalisierung eine „Entmaterialisierung der Inhalte“ stattfände. Sie fordert ein neues Bibliotheksgesetz für Kommunen, das diese zu Unterhaltung von öffentlichen Bibliotheken verpflichtet. Bisher ist diese Entscheidung den Kommunen überlassen.

Doch wie sieht die Bibliothek der Zukunft aus? Darüber hat sich unter anderem der Bibliotheksbaumeister Max Dudler Gedanken gemacht. Bisher hat er sieben Bibliotheken entworfen, unter anderem auch die neue Universitätsbibliothek der Berliner Humboldt-Universität. Auch Dudler spricht davon, dass das Buch im Zuge der Digitalisierung mehr Beachtung geschenkt werden müsse und man diese Wichtigkeit auch schon in dem Gebäude selbst zum Ausdruck bringen kann, indem man es zum Beispiel erhöhe. So hat das Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrum in Berlin eine Überhöhung von 50 Meter.

Darüber hinaus sind Bibliotheken vermehrt zu sozialen Treffpunkten geworden. Die Humboldt-Universitätsbibliothek besuchen täglich etwa 7000 bis 9000 Menschen. Cafés, separate Räume, großzügige Lesesäle oder auch Medienzentren sorgen für besondere Raumerlebnisse. Vor allem der Lesesaal hat eine wichtige Funktion in einer Bibliothek, denn er hatte bereits in den alten Zentralbibliotheken einen repräsentativen Charakter. So hat auch Dudler sich bei seinen Bauten auf die Architektur der Antike, der Renaissance und der frühen Moderne bezogen. Er selbst möchte damit die Vergangenheit in die Zukunft transformieren.

Fest steht: Bibliotheken wird es auch in Zukunft noch geben. Waren Bibliotheken früher nur Privilegierten zur Wissensaneignung zugänglich, ist sie heute für Jedermann offen. Daher steht auch verstärkt der Mensch im Zentrum. Bibliotheken bestehen nicht nur mehr aus Büchersammlungen, die in pompösen Lesesälen vorzufinden sind, sondern sie sind Orte des Zusammenkommens, des Austauschs und des multimedialen Lernens und Lesens.

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach erschließt Buchbestand von Ernst Jünger

Donnerstag, 26. Juli 2018

Welcher Marburger denkt bei Marbach nicht sofort an das kleine Örtchen unweit des Südviertels?

Doch das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) hat seinen Standort in Marbach am Neckar, dem Geburtsort von Friedrich Schiller. Das 1995 gegründete Archiv hat nun ein mehrjähriges Erschließungsprojekt beendet. Im Rahmen dieses Projekts wurde die Privatbibliothek von Ernst Jünger (Schriftsteller, 1895-1998) vollständig katalogisiert und Informationen online zur Verfügung gestellt.

Seine Bibliothek umfasst etwa 14.000 Bände, wovon mehr als 4.000 Bände in der Bibliothek des DLA aufbewahrt werden. Die übrigen 10.000 Bände befinden sich im Jünger-Haus in Wiflingen.

In Jüngers Nachlass zeichnet sich ein breitgefächertes Archiv zur Geschichte des 20. Jahrhunderts ab – von kulturgeschichtlichen und politischen bis hin zu naturwissenschaftlichen Themen. Sie zeugen von Jüngers vielseitigen Interesse. Viele der Bänder enthalten Widmungen an Ernst Jünger, handschriftliche Anmerkungen und Einlagen. Diese sowie alle Provenienzen und Exemplarspezifika sind jetzt unter anderem im Online-Katalog des DLA recherierbar. Außerdem sind 60 Kästen Pressematerialien und Bild- und Tonträger in dem Online-Katalog hinterlegt.

Gefördert wurde das Projekt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des des Förderprogramms »Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme« sowie von der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg.

Eine Bibliothek ohne Bücher?

Freitag, 02. Februar 2018

Erst vor kurzem haben wir über den Umzug der Universitätsbibliothek in Marburg berichtet. Insgesamt wandern dort 56 Regalkilometer Bücher an den neuen Standpunkt neben den Alten Botanischen Garten. Doch gibt es auch andere Szenerien, die alte Bibliotheksbücher in der heutigen Zeit miterleben müssen. Die Digitalisierung ist inzwischen weit verbreitet und es werden Kontroversen laut, die sich mit der Frage beschäftigen, ob in der Zukunft auch Bibliotheken ohne Bücher vorstellbar seien?

Kaum einer kann sich das tatsächlich vorstellen, doch ist der Gedanke so absurd?

Deutschlandfunk Kultur spricht in dem Beitrag „Eine Datei ersetzt kein Buch“ mit dem Bibliothekar Michael Knoche, der vor einer Bibliothek ohne Bücher und dem Trend zur Digitalisierung warnt. In dem Interview sagt er: „Die Mehrheit der bibliothekarischen Gemeinschaft ist im Moment ganz auf der Digitalschiene. Mein Anliegen ist, nochmal zum Nachdenken anzuregen und zu sagen: Natürlich ist die Zukunft der Bibliotheken auch digital, aber wir dürfen den Medienmix, den wir vorhalten, nicht vergessen.“

Den Beitrag von Deutschlandfunk Kultur zum Nachlesen und Hören finden Sie hier.

Die zehn schönsten Bibliotheken der Welt

Montag, 24. Oktober 2016

Zum heutigen Tag der Bibliotheken zeigt die SZ die weltweit zehn schönsten Bibliotheken der Welt:

Zum Artikel bitte hier entlang.

Doku: “ Die Russische Nationalbibliothek (St. Petersburg)“

Freitag, 17. Juni 2016

Seit ihrer Einweihung im Jahr 1814 hat die von Yegor Sokolov entworfene Russische Nationalbibliothek in Sankt Petersburg die turbulente Geschichte des Landes miterlebt. Ihre Mauern behüten ein Reich der Gedanken, das mit großer Sorgfalt und Passion von den Bibliothekarinnen gepflegt wird. Das Echo ihrer Schritte in den labyrinthartigen Gängen unterstreicht die Stille in den meist leeren Lesesälen. In Michael Glawoggers „Die Russische Nationalbibliothek“ kommt die ehrwürdige Bibliothek durch Auszüge aus einigen ihrer größten Schätze zu Wort.

Die knapp halbstündige Dokumentation von ARTE finden Sie hier.

Dokumentation: Die Wolkenbibliothek

Mittwoch, 06. April 2016

Hoch oben in einem entlegenen Dorf in den peruanischen Anden gibt es eine Bibliothek, die anders ist, als man sie sich in Europa vorstellt: Nach einem mehrtägigen Fußmarsch bringt ein Bibliothekar wie ein Bote die Bücher zu deren Lesern. Die „Bibliotecas rurales“, auch „Wolkenbibliotheken“ genannt, könnten der Bevölkerung helfen, sich gegen die Ausbeutung ihres Landes zu wehren.

Die einstündige Dokumentation finden Sie in der Mediathek von ARTE.

Über Büchersammler

Donnerstag, 10. Dezember 2015

In der FAZ hat Hannes Hintermeier einen erfrischenden Beitrag über Büchersammler geschrieben, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Wir erfahren etwas über muffige Keller der Großeltern, in denen alles begann, bis hin zu Flitterwochen, die wegen der Sammelleidenschaft abgebrochen werden mussten.

Den Artikel finden Sie hier – viel Vergnügen!

 

Sammlung alter DDR-Bücher

Freitag, 21. August 2015

Peter Sodann, ehemaliger „Tatort“-Kommissar, sammelt Bücher, die in der DDR erschienen sind. Die Sammlung wächst immer weiter: Inzwischen kann Sodann auf knapp eine halbe Million Bücher stolz sein. 2012 hat er sich seinen Lebenstraum der eigenen Bibliothek in Staucha (Sachsen-Anhalt) erfüllt.

„Die Welt“ berichtet in einem ausführlichen Beitrag über die besondere Sammel-Leidenschaft des populären Schauspielers. Hier geht es zum Artikel.