Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

Die Leipziger Buchmesse

Freitag, 22. März 2019

Seit Donnerstag, den 21. März, findet in Leipzig die alljährliche Buchmesse statt. Bis Sonntag haben die Besucher Zeit, die Hallen zu durchstöbern und die neusten Buchtrends kennenzulernen.
Auch unter dem Themenbereich „Buchkunst und Grafik“ steht für alle Interessierten das ästhetisch ansprechende, gut gestaltetete Buch im Mittelpunkt. Zu diesen Büchern zählen Künstlerbücher, Graphiken, Handpressendrucke sowie künstlerische Buchprojekte. Zu den Ausstellern gehören zudem Studenten der Kunsthochschulen und auf dem „Marktplatz Druckgrafik“ finden die Besucher originale Druckgrafiken von Galerien, Druckwerkstätten und Künstlern.

Preis der Leipziger Buchmesse

Zur Eröffnung wurde der Preis der Leipziger Buchmesse verliehen. In drei Kategorien wurden die Bücher des Frühjahrs ausgezeichnet. Dotiert ist der Preis mit 60.000 Euro. 
Gewinnern des Preises in der Kategorie „Belletristik“ ist die Autorin Anke Stelling mit ihrem Roman „Schäfchen im Trockenen“, das im Verbrecher Verlag aus Berlin erschienen ist. Er erzählt die Geschichte von Resi, einer Schriftstellerin, die mit ihrer Lebenssituation unzufrieden ist und mit allem ins Gericht geht.
Die Jury bezeichnet „Schäfchen im Trockenen“ als ein „scharfkantiger, harscher Roman, der wehtun will und wehtun muss“.

In der Kategorie „Sachbuch/Essayistik“ ging der Preis an Harald Jähner für sein Buch „Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955“. Der Journalist war bis 2015 als Feuilletonchef der Berliner Zeitung tätig. Für die Jury vereint Jähners Buch „Anschaulichkeit, dramaturgisches Gespür und Eloquenz“

In der Kategorie „Übersetzung“ ging die Auszeichnung an Eva Ruth Wemme, die den Roman „Verlornener Morgen“ von Gabriela Adamesteanu aus dem Rumänischen ins Deutsche übersetzte. Der Roman ist bereits 1983 erschienen. Die Jury lobte Wemme dafür, „mit großem Gespür für den lästerlichen Ton seiner Erzählerin Vica übersetzt“ zu haben.

19. lit.COLOGNE

Samstag, 16. März 2019

Vom 19.3.-30.3.2019 findet in Köln zum 19.Mal die lit.COLOGNE statt. Mit eingebunden in Europas größten Literaturfest ist auch die lit.kid.COLOGNE für die kleinen Leser.
Das Festival hat es sich zum Ziel gemacht, Autoren mit der Veranstaltung zu würdigen. Sie setze ganz auf die Autoren und behandle diese wie Stars. Die Grundidee des Literaturfestivals ist nach Rainer Osnowski, einer der beiden Gründer, „die Begegnung großer Autoren mit Schauspielern, Künstlern.“

Das Programm bietet eine vielfältige Veranstaltungsreihe, zu der unter anderem die Gala zur Verleihung des Deutschen Hörbuchpreises 2019 oder die Lesung des englisch Booker-Preisträgers Julian Barnes sowie Lesungen von Bestseller-Autorinnen und -Autoren gehört. Insgesamt werden 193 Veranstaltungen angeboten. Spannend sind nicht nur die Inhalte, die vorgestellt und diskutiert werden, sondern auch die Orte, an denen sie präsentiert werden. Dazu zählen Kirchen, Hotels, Museen, Kinos oder das Polizeipräsidium.

Den Auftakt des Literaturfests bietet dieses Jahr die Autorin Annie Ernaux mit einer Lesung aus ihrem Buch „Der Platz“, in dem sie Erinnerungen an ihren Vater verarbeitet. Die Veranstaltung am 20. März ist bereits ausgebucht. Das gesamte Programm finden Sie hier.

Die „Schönsten Bücher aus aller Welt“ 2019

Sonntag, 10. März 2019

Der internationale Buchgestaltungswettbewerb „Schönste Bücher aus aller Welt“ / „Best Book Design from all over the World“ wurde auch dieses Jahr wieder in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig ausgetragen. Insgesamt wurden über 600 Einsendungen aus 34 Ländern von einer Jury ausgewertet und schließlich die Gewinner nominiert. Alle eingereichten Bücher waren zuvor in ihren Herkunftsländern durch nationale Wettbewerbe ausgezeichnet. Insgesamt wurden 13 Bücher aus den Niederlanden, Österreich, China, Polen, Tschechien, Deutschland, Schweden, Japan, der Ukraine und Russland prämiert.

Goldene Letter 2019
Die höchste Auszeichnung, der „Goldene Letter“, gewann die Publikation Amsterdam Stuff aus den Niederlanden. Die Jury sagte zu der Vergabe des Preises:» So steht im Kapitel Nahrungsmittelzubereitung und Verzehr die Forke aus der Zeit um 1800 auf derselben Doppelseite wie die Pommesgabel aus dem ausgehenden 20. Jahrhundert. Für seine 600 Seiten ist der Foliant dank des Dünndruckpapiers gut handhabbar. Das Durchscheinen des Papiers hat Charme: Es erinnert an das Prinzip der Schichten, die der Archäologe während der Ausgrabung identifiziert. Minutiös freigestellte Abbildungen werden gattungsweise in einen Bildspiegel von 5 mal 7 Quadraten pro Seite eingestellt. Je nach Form darf ein Objekt auch mehr Raum beanspruchen. So entstehen perfekt sortierte Schautafeln eines faszinierenden Sammelsuriums. (…).«

Goldmedaille
Die Goldmedaille ging in diesem Jahr ebenfalls in die Niederlande. Das Buch Robert F. Kennedy Funeral Train – The People’s View von dem Fotografen Rein Jelle Terpstra gewann die begehrte Auszeichnung. Für das Design des Buches war Jeremy Jansen verantwortlich. (ISBN: 978-94-90119-60-7) Wie es der Titel bereits vorwegnimmt, dokumentiert das Buch das Ereignis des Trauerzuges mit dem Leichnam des ermordeten Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy am 6. Juni 1968 von New York nach Washington. Rein Jelle Terpsta geht mithilfe von alten Fotografien und Filmen der Frage nach, wie die Menschen den Zug wahrgenommen haben. Der Blick auf den Zug wird mit chronologisch angeordneten Bildmaterial nachgestellt, wobei alle Seiten als Doppelblätter angelegt sind, mit dem Falz nach außen. Auf der Internetseite stiftung-buchkunst.de heißt es: „So können Bilder auch um die Vorderkante herum laufen. Das bewirkt – wenn man durch die Seiten blättert – einen gewissen Schub, was mit dem Vorbeiziehen des Trauerzuges korrespondiert. Auf schwarzem Papier stehen in Einzelbilder zerlegte Filmausschnitte. Diese eher unscharfen Bilder, zumal ja spontan von Laien aufgenommen, wären ohne Kenntnis der Umstände nicht zu verstehen, wirkten banal.“

Silbermedaille
Die zwei Silbermedaillen wurden jeweils an Bücher aus Österreich und den Niederlande verliehen. In Österreich überzeugten Stella Rollig und Sabine Fellner mit dem Ausstellungskatalog Die Kraft des Alters/Aging Pride mit dem Design von Willi Schmid die Jury. (ISBN: 978-3-903228-23-8)
In den Niederlanden erhielt der Katalog Anne Frank House herausgegeben von Elias van der Pflicht und designt von Irma Boom Office die begehrte Auszeichnung. (ISBN: 9789086670833)

Bronzemedaille
Insgesamt wurden sechs Bronzemedaillen verliehen.
In Tschechien gewann der Ausstellungskatalog Bonjour, Monsieur, Gaugin die Medaille. (ISBN: 978-80-7035-659-3), in Schweden die Publikation Paris des Fotografen Ola Rinadel (ISBN: 9789198022582), in den Niederlanden das Buch The Migrant von Anaïs López (ISBN: 9789082076127), in Deutschland das Buch Nichtsein von Katharina Schwarz in co-operation mit Ellen von den Driesch und in der Ukraine das Kinderbuch Art Studio Agrafka (ISBN: 978-617-679-480-6)

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: März

Montag, 04. März 2019

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

6.3., 19.30 Uhr: Lesung Jagoda Marinic

Jagoda Marinić „Sheroes: Neue Held*innen braucht das Land“
Moderation: Nadja Erb & Viktor Funk (Frankfurter Rundschau)
Ort: Literaturhaus Frankfurt
Eintritt: 7,- / 4,-

Das weltweite Phänomen #MeToo hat gezeigt, wie notwendig es ist, über Männer und Frauen, über Rollenbilder und Macht zu reden. Jagoda Marinić fordert Frauen und Männer gleichermaßen auf, sich selbst neu zu definieren und vor allem gemeinsam in den gesamtgesellschaftlichen Diskurs über Geschlechterrollen einzusteigen. Denn um Machtmissbrauch künftig zu verhindern, müssen alle an einem Strang ziehen. Die Perspektiven dafür liefert Marinić mit ihrem bei S. Fischer erscheinenden Buch „Sheroes“. Die mehrfach ausgezeichnete Autorin und Kulturmanagerin ist Kolumnistin bei der Süddeutschen Zeitung, der taz und der Deutschen Welle; sie hat bereits Theaterstücke, Romane und Essays geschrieben. Bei ihrer Buchpremiere im Literaturhaus diskutiert sie ihre Thesen mit den Journalisten Nadja Erb und Viktor Funk von der Frankfurter Rundschau.

7. – 10.3.: Fokus Lyrik

Informationen und Programm zu dem Festivalkongress auf www.fokuslyrik.de

10.3., 14 Uhr: Goethe war ein Egoist!?

Literaturspaziergang „Goethe ungeschminkt“
Goethe war ein Egoist!? Der etwas andere Literaturspaziergang zu Frankfurts Dichterfürsten
Start: Gutenberg-Denkmal, Roßmarkt
Teilnahmegebühr: 12 Euro
Veranstalter: Literaturbetrieb e.V. 

Der Literaturbetrieb e.V. lädt zu einem Literaturspaziergang durch die Frankfurter Innenstadt auf den Spuren von Goethes ein. War Goethe ein „leichter Lebemensch“, ein „Aristokratenknecht“ oder gar ein „Egoist in ungewöhnlichem Grade“? Auf dem Spaziergang beleuchten kritische Stimmen von Heinrich Heine über Thomas Mann bis zu zeitgenössischen Autoren die Schattenseiten Goethes. So entsteht auf dem Weg durch die Innenstadt durch Briefe, Gedichte und Geschichten ein völlig neues Bild von Frankfurts berühmtem „Dichterfürsten“.

Der Verein Literaturbetrieb e.V. ist eine Initiative von Studierenden und Alumni der Goethe-Universität und wurde 2006 gegründet. Er veranstaltet außergewöhnliche Lesungen sowie Hörbuchabende, Literatur-Reisen und literarische Spaziergänge. Zum Angebot gehören auch der „Bühnentrieb“, eine offene Bühne für Literatur und Musik, und die Lesungsreihe „Literatur à la carte“. Außerdem ist der Verein Mitveranstalter des „Langen Tags der Bücher“.

13.3., 20 Uhr: Electronic Germany

Christian Arndt: ELECTRONIC GERMANY
mit DJ Eastenders und den Special Guests Chris Liebing und Ralf Hildenbeutel
Ort: Musikbibliothek
Eintritt: frei

Multimedia-Lesung: ELECTRONIC GERMANY ist die erste‚ illustrierte Geschichte der Technokultur in Deutschland. Arndt zeichnet die Entwicklung der elektronischen Tanzmusik von den Anfängen bis heute nach. Jahrelang recherchierte er und führte Interviews mit Stars wie Sven Väth, Monika Kruse, Westbam, Paul Kalkbrenner u. v. a.

21.3., 19.30 Uhr: Schriftsteller in Zeiten des Faschismus

„Wir sind durchs Rote Meer gekommen, wir werden auch durch die braune Scheiße kommen“
Mit Birgit Lahann, Journalistin und Autorin
Ort: Haus am Dom
Eintritt: 5,- / 4,-

Am 10. Mai 1933 schreibt Oskar Maria Graf: „Verbrennt die Werke des deutschen Geistes! Er selbst wird unauslöschlich sein wie eure Schmach!“ Birgit Lahann beschreibt eine Anatomie der deutschen Literaturelite, die sich im Strudel von Erstem Weltkrieg, Antidemokraten und Nazibarbarei entscheiden musste, wo sie stehen will. Sie erzählt vom Aufstieg der braunen Machthaber, vom Exodus des deutschen Geistes und von dessen Verführbarkeit im Angesicht Hitlers.

28.3., 20.30 Uhr: „Hilfe? Hilfe! – Wege aus der globalen Krise“

Lesung und Gespräch mit Thomas Gebauer (Medico International)
Ort: Buchladen Land in Sicht

Das Buch von Thomas Gebauer und Ilija Trojanow widmet sich in Essays und Reportagen ausführlich der Krise der Hilfe. Zum trostlosen Zustand gegenwärtigen Politik gehört, dass sie immer wieder erstaunt auf Missstände reagiert, die sie zuvor selbst befördert hat. Der Klimawandel, die Finanzkrise, der Hunger, die dramatisch wachsende soziale Ungleichheit, aber auch die vielen kriegerischen Konflikte, die heute allerorten für Verheerungen sorgen, sind nur einige Beispiele des multiplen Krisengeschehens der heutigen Zeit. Die Politik der „Ent-Politisierung“ wie der französische Soziologe Pierre Bourdieu es beschrieb, ruft an die Stelle von gesellschaftlicher Verantwortung die Eigenverantwortung des einzeln und den Einsatz von Hilfsorganisationen auf den Plan. Zeit also, den Hilfsbegriff kritisch in den Blick zu nehmen.

Thomas Gebauer, Psychologe und *ehemaliger* Geschäftsführer von medico international und der Autor und Schriftsteller Ilija Trojanow hinterfragen in ihrem Buch die vielen Facetten der Wohltätigkeit, von den Aktivitäten der Superreichen über die staatlichen Hilfen bis hin zu lokalen Initiativen. Ausgehend von konkreten Beispielen aus der ganzen Welt, die in Reportagen u.a. aus Sierra Leone, Pakistan oder Guatemala beschrieben werden, durchdenken sie das ganze System des Helfens und zeigen, was funktioniert und was nicht. Denn eines tut Not: ein kritischer Hilfsbegriff, der zur Selbsthilfe animiert und dennoch grundsätzliche Veränderungen ermöglicht.

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.




Die Suche nach dem Buchtitel

Dienstag, 26. Februar 2019

Der Titel eines Buches kann entscheidend für den Verkaufserfolg sein. Er hat die Aufgabe, das Interesse des potentiellen Lesers zu wecken. Dafür sollte er im besten Fall kurz und prägnant sein. Doch wie kommt der Titel eines Buches überhaupt zu Stande? Dieser Frage ist Deutschlandfunk Kultur in dem Beitrag „Wie Bücher zu ihren Titeln kommen“ nachgegangen. Und schon zu Beginn stellt sich heraus, dass das nicht nur die Entscheidung des Autors ist. Verleger und Lektoren nehmen großen Einfluss auf die Wahl und jeder versucht dabei seine Interessen zu vertreten.

In dem Beitrag erzählen Büchermacher und Autoren und Autorinnen wie Katharina Adler, Alex Capus oder Jonas Lüscher von dem Weg zu ihren Buchtiteln.

E-Books weiterhin auf dem Vormarsch

Donnerstag, 21. Februar 2019

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat in Kooperation mit GfK Entertainment die Zahlen für den E-Book-Markt aus dem Jahr 2018 veröffentlicht und der Absatz steigt weiterhin im Vergleich zum Vorjahr an. Der Absatz am Publikumsmarkt ist um 12,7% gestiegen und der Umsatz um 9,3%.
Dafür verantwortlich ist unter anderem die wachsende Anzahl an Käufern und eine höhere Kaufintensitität. Erstmals wurde die 30 Millionen-Grenze mit 32,8 Millionen E-Books überschritten. Im Jahr 2018 wurden somit 5% des Buchumsatzes am Publikumsmarkt mit E-Books bestritten – 2017 waren es noch 4,6%.

3,6 Millionen Menschen kauften im Jahr 2018 mindestens ein E-Book und im Durchschnitt erwarb jeder Käufer 9,2 E-Books, fast ein E-Book mehr als im Vorjahr. Auch ein weiterer Trend zeichnet sich ab: Käufer greifen häufiger auf günstigere Titel zurück und geben im durchschnittlich 6,19 Euro pro Buch aus und somit 3,0 Prozent weniger als im Jahr 2017.

„2018 war ein starkes Jahr für das E-Book. Nicht nur die Nachfrage steigt anhaltend, auch beim Umsatz haben digitale Bücher im Publikumsbereich weiter Potenzial. Erstmals seit fünf Jahren ist auch die Zahl der Käufer wieder gestiegen. Das ist ein gutes Zeichen angesichts der großen Käuferverluste in den vergangenen Jahren. Die Buchbranche arbeitet derzeit mit viel Energie an neuen Wegen zum Kunden – analog wie digital. Diese Arbeit werden wir intensivieren. Die Entwicklung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Die Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest

Samstag, 16. Februar 2019

Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse wurden diese Woche bekannt gegeben. Der Preis gilt als die wichtigste Auszeichnung für Neuerscheinungen und wird in den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch und Essay und Übersetzung verliehen. Insgesamt ist er mit 60.000 Euro dotiert und der Preisträger wird am 21. März, am ersten Tag der Buchmesse, geehrt. Im Rennen um den begehrten Preis wurden 359 Bücher eingereicht, die von der Jury unter der Leitung des Kritiker Jens Bisky ausgewertet wurden.

In der Kategorie Belletristik wurden nominiert:

· Kenah Cusanit: Babel (Carl Hanser Verlag, Januar 2019)
· Matthias Nawrat: Der traurige Gast (Rowohlt Verlag, Januar 2019)
· Jaroslav Rudis: Winterbergs letzte Reise (Luchterhand Literaturverlag, Februar 2019)
· Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen (Verbrecher Verlag, August 2018)
· Feridun Zaimoglu: Die Geschichte der Frau (Kiepenheuer & Witsch, März 2019)

Die Nominierten in der Kategorie Sachbuch und Essay sind:

· Frank Biess: Republik der Angst. Eine andere Geschichte der Bundesrepublik (Rowohlt Verlag, Februar 2019)
· Harald Jähner: Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945 – 1955 (Rowohlt Berlin, Februar 2019)
· Marko Martin: Das Haus in Habana. Ein Rapport (Wehrhahn Verlag, Dezember 2018)
· Lothar Müller: Freuds Dinge. Der Diwan, die Apollokerzen & die Seele im technischen Zeitalter (Die Andere Bibliothek, Februar 2019)
· Kia Vahland: Leonardo da Vinci und die Frauen. Eine Künstlerbiographie (Insel Verlag, März 2019)

Und in der dritten Kategorie Übersetzung lauten die Nominierungen:

· Liviu Rebreanu: Der Wald der Gehenkten (Paul Zsolnay Verlag, August 2018), aus dem Rumänischen von Georg Aescht
· Aura Xilonen: Gringo Champ (Carl Hanser Verlag, Januar 2019), aus dem Spanischen von Susanne Lange
· György Dragomán: Löwenchor (Suhrkamp Verlag, Februar 2019), aus dem Ungarischen von Timea Tankó
· Jean-Baptiste Del Amo: Tierreich (Verlag Matthes & Seitz Berlin, März 2019), aus dem Französischen von Karin Uttendörfer
· Gabriela Adamesteanu: Verlorener Morgen (Die Andere Bibliothek, August 2018), aus dem Rumänischen von Eva Ruth Wemme

Buchbinder-Messen in Belgien und Köln: Bericht

Dienstag, 12. Februar 2019

Am 19. April 2019 findet in Sint-Niklaas (Belgien) im ‚t Bauhuis die 23. Buchbinder-Messe statt. Die Ausstellerliste wird Ende März veröffentlicht und kann auf der Internetseite www.boekbindbeurs.nl/de eingesehen werden.

23. Buchbinder-Messe in Belgien
´t BAU-HUIS
Slachthuisstraat 60
9100 Sint Niklaas

Sonntag, den 19. April 2010 von 11 bis 17 Uhr

Am 27. Oktober 2019 wird dann in Köln im Bürgerzentrum Engelshof die 20. Buchbinder-Messe stattfinden.

20. Buchbinder-Messe in Köln
Engelshof
Oberstrasse 96
51149 Köln( Porz Westhoven)


Sonntag 27. Oktober 2019

Die vergangenen 20 Jahre wurden die Messen von Ida Schrijver organisiert und auch in diesem Jahr wird sie ein letztes Mal verantwortlich für die Organisation sein. Ab 2020 werden Tanja Rakiè und Aaldert de Lange von Boektotaal die Aufgaben von Ida Schrijver übernehmen und die Buchbinder-Messe in Belgien betreuen. In Köln wird dann die Buchbinderei Thomas Schmitz aus Köln verantwortlich sein. Dadurch wird ein Fortbestehen der Messen garantiert, worüber wir uns sehr freuen.

Ayslbewerber erhält Australiens höchstdotierten Literaturpreis

Donnerstag, 07. Februar 2019


Der kurdisch-iranische Autor Behrouz Boochani (*1983) ist seit 2013 als Flüchtling und Asylbewerber auf Manus, einer Insel von Papua-Neuginea, auf der die australische Regierung hunderte sogenannter „Boat People“ festgesetzt hat.
Nun hat Boochani den Victorian Prize for Literature, den höchstdotierten Literaturpreis Australiens, gleich in zwei Kategorien gewonnen. Dotiert ist der Preis mit umgerechnet 88.500€.

Für das Schreiben seines Buches „No Friend But the Mountains: Writing from Manus Prison“ musste der ehemalige Journalist auf eine besondere Methode zurückgreifen. Aus Angst vor Beschlagnahmung schrieb er das Buch in einem Zeitraum von über fünf Jahren in Form von SMS auf seinem Handy. Die in Farsi geschriebenen Kurznachrichten schickte er an einen Freund in Australien, der sie übersetzte. Sie schildern das Leben in Gefangenschaft und die menschenrechtswidrige Flüchtlingspolitik in Australien, denn das Lager auf Manus und ein weiteres auf dem Ministaat Nauru gelten als „Schandflecken australischer Politik“. Zwar wurde 2017 die Schließung durch ein Gericht angeordnet, doch nachdem Donald Trump ein zuvor durch die Obama-Regierung vereinbartes Abkommen direkt nach seinem Amtsantritt kündigte, ist die Situation auf der Insel wieder ungewiss. Die Gefangenen dürften die Insel verlassen, doch nur in die Heimatländer, aus denen sie geflüchtet sind. Der durch den Bundesstaat Victoria verliehene Preis soll auch auf diese Missstände aufmerksam machen.

Behrouz Boochani arbeitete im Iran für eine kurdische Zeitung und wurde im Jahr 2011 erstmals verhaftet. 2013 entschloss er sich für die Flucht. In einer Videobotschaft reagierte auf die Verleihung:
„Ich bin seit Jahren in diesem Käfig, aber in dieser Zeit hat mein Verstand immer Worte produziert, und Worte haben mich über Grenzen getragen, mich übers Meer an unbekannte Plätze gebracht. Ich glaube wirklich, dass Worte mächtiger sind als die Zäune dieses Ortes, dieses Gefängnisses.“

Aktion „Lesetüte“ für Schulanfänger

Freitag, 01. Februar 2019


Mit der Leseförderaktion „Lesetüte“ sollen Erstklässler und Erstklässlerinnen wieder die Lust am Lesen gewinnen. Die Aktion findet bereits zum neunten Mal statt und ist eine Initiative der Interessengrupe (IG) Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Kooperation mit den Verlagen Arena und Oetinger.

Doch was steckt dahinter?
Buchhandlungen in Deutschland und Österreich können sich bis zum 3. März für die Aktion anmelden, die das Ziel hat, SchulanfängerInnen für Bücher und Geschichten zu begeistern. Die Kinder erhalten dann zur Einschulung von Zweitklässlern ihrer Schule eine Papiertüte mit einem Erstlesebuch der Verlage Arena oder Oetinger sowie einen Klinkenanhänger. Außerdem ist ein Informationsbrief zum Thema Lesen im Grundschulalter für die Eltern beinhaltet.
Die Buchhandlungen sind für die Koordination an den jeweiligen Orten zuständig. Dazu gehört die Kontaktaufnahme zu den Grundschulen sowie die Organisation der Bemalung und Verteilung der „Lesetüten“. Durch die Aktion gewinnen auch die Buchhandlungen an Aufmerksamkeit und können für sich Werbung machen. Zudem leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung.

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online. Da der Tütenvorrat begrenzt ist, gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Bereits 2018 wurden 130.000 „Lesetüte“ an die Schulstarter verteilt, 5000 mehr als im Jahr zuvor.
Die Tüten, die mit je einem Erstlesebuch und einem Klinkenhänger befüllt sind, kosten pro Verpackungseinheit von 25 Stück für Mitglieder des Börsenvereins 27,50 Euro. Nicht-Mitglieder zahlen 55 Euro.

Alle weiteren Informationen zu der Aktion finden Sie hier.

Ansprechpartnerinnen für Buchhandlungen in den Verlagen Arena und Oetinger: 

Anne Stadtelmeyer, Arena Verlag, 
E-Mail: anne.stadtelmeyer@arena-verlag.de, Telefon: 0931 / 79644-66

Andrea Krohn, Oetinger Verlag,
E-Mail: a.krohn@verlagsgruppe-oetinger.de, Telefon: 040 / 607909-759

Ansprechpartnerin beim Börsenverein ist Birgit Koch:
E-Mail: koch@boev.de, Telefon: 069 / 1306-511