Archiv für den Monat April 2019

Lieblingsbuch des Deutschschweizer Buchhandels 2019 ist „Ich komme mit“

Dienstag, 23. April 2019

Buchhändler und Buchhändlerinnen konnten mit ihrer Stimme durch die „Lieblingsbuch“-Aktion ihren Favoriten des Deutschschweizer Buchhandels 2019 wählen. Als Gewinnerin ging die die Schweizerin Angelika Waldis mit ihrem Buch „Ich komme mit“ hervor. Vom 21. März bis zum 11. April konnte die BuchhändlerInnen über die nominierten Titel abstimmen, wobei Waldis sich knapp gegen ihre KonkurrentenInnen durchsetzen konnten. Auf der Shortlist 2019 standen:

• Usama Al Shahmani: „In der Fremde sprechen die Bäume arabisch“ (Limmat Verlag)
• Wolf Haas: „Junger Mann“ (Hoffmann und Campe)
• Sarah Kuttner: „Kurt“ (S. Fischer)
• Minna Rytisalo: „Lempi, das heisst Liebe“ (Hanser)
• Angelika Waldis: „Ich komme mit“ (Wunderraum Verlag)

Initiiert wurde die Aktion durch den Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband (SBVV) und unterstützt vom Bücherblog www.lesefieber.ch sowie dem Schweizer Bücherbon.

Literarische Veranstaltungen in Marburg

Sonntag, 21. April 2019

Mi., 24.4.: Anja Rützel Liest Aus „Lieber Allein Als Gar Keine Freunde“

19:00 – 21:00 Uhr // TTZ Marburg
Eintritt: 6 € / ermäßigt 3 €
Mitveranstalter: Marburger Literaturforum e.V. 

Anja Rützel ist gerne alleine – und steht damit ziemlich einsam da. Aber warum ist das Leben als Einzelmensch eigentlich so negativ belegt? Braucht die Einsamkeit vielleicht einfach nur einen guten Imageberater? Anja Rützel forscht nach, was hinter dem menschlichen Drang zum Zusammenglucken steckt, und lernt, ihr Solo-Leben richtig zu lieben (und dass es nicht immer eine gute Idee ist, ausgerechnet in einem Jodelkurs neue Freunde finden zu wollen).
Mit ihrem unvergleichlichen Sinn für Hintergründiges, Zwischenmenschliches und Abstruses nähert sie sich einem ernsten Thema von einer ganz neuen Seite.

Ein feinfühliger, urkomischer Appell für ein positives Einsamkeitsgefühl

Die Autorin: Anja Rützel, Jahrgang 1973, Journalistin und bekennender Trash-TV-Fan, ist sich selbst oft genug. Sie arbeitet als freie Autorin u. a. für Spiegel Online, Die Zeit und das SZ-Magazin. Mit ihrem Hund Juri lebt sie in Berlin.
Veranstalter:
Marburger Literaturforum e.V.
Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e.V.
Mit freundlicher Unterstützung der Stadt Marburg

Mi., 22.05.: Lesung Karen Duve Liest Aus „Fräulein Nettes Kurzer Sommer“

20:00 – 22:00 Uhr // Universitätsbibliothek Marburg Vortragsraum
Eintritt: 12 € / ermäßigt 6 €
Mitveranstalter: Marburger Literaturforum e.V., Universitätsbibliothek Marburg, Marburger Haus der Romantik 

„Fräulein Nettes kurzer Sommer“ ist ein ebenso lakonischer wie gnadenlos sezierender Roman über die junge Dichterin Annette von Droste-Hülshoff und die Welt der letzten Romantiker, die deutsche Märchen sammelten, während die gute alte Ordnung um sie herum zerfiel. Das Porträt einer jungen Frau in einer Welt, in der nichts so blieb, wie es war.
Historisch genau, gnadenlos entlarvend und so trocken-lakonisch und bitter-ironisch geschrieben, wie es nur Karen Duve kann.

Karen Duve, 1961 in Hamburg geboren, lebt in der Märkischen Schweiz. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Ihre Romane »Regenroman« (1999), »Dies ist kein Liebeslied« (2005), »Die entführte Prinzessin« (2005), »Taxi« (2008) und »Macht« (2016) waren Bestseller und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt

Kartenvorverkauf ab 01.04.19 in der Buchhandlung
Inge Jakobi Steinweg 45, 35037 Marburg

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

UNESCO-Welttag des Buches und des Urheberrechts am 23. April

Sonntag, 14. April 2019

Am 23. April wird wieder in über 100 Ländern das Lesen gefeiert. Und auch in Deutschland nehmen Buchhandlungen, Verlage, Bibliotheken, Schulen und alle interessierten Lesefans an dem Fest teil. Bereits 1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Zurückzuführen ist der Anlass auf einen katalanischen Brauch, bei dem zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher verschenkt werden. Zudem ist der 23. April der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes.
Koordiniert wird der Welttag des Buches in Deutschland von dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels und der Stiftung Lesen sowie weiteren Partnern, wie dem ZDF und der Deutschen Post.

„Wenn wir lesen, entfernen wir uns nicht von der Welt, wir nähern uns ihr an. Mit Hörbüchern können wir uns auch in schlaflosen Nachtstunden oder erzwungener Zeit im Stau entspannt den Erfahrungen öffnen, die andere für uns gemacht haben. Lesen und Zuhören sind die einträglichsten Akte des Widerstands gegen das geschäftige Rauschen der Gegenwart“, sagt Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission.

„Der Welttag des Buches ist ein großartiger Anlass, Bücher zu verschenken, Geschichten zu teilen und für das Lesen zu begeistern. Bücher machen uns neugierig auf die Welt, eröffnen uns neue Perspektiven und wecken Interesse für Unbekanntes. Die Aktionen rund um den 23. April fördern neben der Begeisterung für Geschichten unsere Wissbegierde und unserer Interesse am Anderen. Eigenschaften, die unabdingbar sind für unsere persönliche Entwicklung und die die Grundlage schaffen für eine lebendige und vielfältige Gemeinschaft“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Im Rahmen des Welttages finden verschiedene Aktionen statt, wie „Buch-Geschenk für 1 Millionen Kinder“, „Literarische Überraschung an der Haustüre“ oder „Bücher an Fremde verschenken“ (www.jetzteinbuch.de). Alle Informationen zu den einzelnen Aktionen finden Sie hier.

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen sagt:„Lesen ist die Grundlage von Bildung und persönlicher Entwicklung. Wer regelmäßig liest, ist besser in der Schule, versteht Zusammenhänge und hat einen breiten Wortschatz. Darum setzen wir uns gemeinsam mit dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der Deutschen Post, dem cbj Verlag und dem ZDF seit mehr als 20 Jahren mit der Aktion ‚Ich schenk dir eine Geschichte‘ dafür ein, dass Kinder mit spannenden Geschichten fürs Lesen begeistert werden. Jedes Jahr erreichen wir mit einem eigens geschriebenen Roman und Comic mehr als die Hälfte aller Viert- und Fünftklässler. Ihnen gilt unser Versprechen: Lesen macht Spaß und bringt euch weiter.“

Jubiläum der Leipziger Typotage

Donnerstag, 11. April 2019

Am 11. Mai 2019 finden die 25. Leipziger Typotage mit dem Thema „Typografie und Zeitgeist“ im Museum für Druckkunst Leipzig statt. Dahinter steht die Annahme, dass Schrift und Typografie eng an gesellschaftliche, technische, geografische und politische Kontexte gekoppelt sind und diese durch den jeweiligen Zeitgeist in Form von Kunst, Architektur und Gestaltung sichtbar werden.
Im Zentrum der Konferenz stehen das zeitgenössische Geschehen in Schriftgestaltung, Typografie und Grafikdesign. Im Zeichen des Bauhaus-Jahres werden auch historische Aspekte thematisiert, wie etwa die Wirkmächtigkeit des Bauhauses. Dazu werden Dr. Annette Ludwig (Gutenberg-Museum Mainz) und Andreas Weber (Stan Hema, Berlin, Entwicklung des CI für bauhaus100) Vorträge halten.
Zum Zeitgeist der Gegenwart werden unter anderem die Schriftstellerin Inga Plönnings, der Interface-Designer Frank Rausch und Marc Schütz (Leiter des Instituts für Schriftgestaltung in Offenbach) ihre Ansichten und Erfahrungen teilen. Auch Positionen der Buchgestaltung werden dort vertreten sein.

Weitere Informationen und das Programm vom 10.-12.5.19 finden Sie hier.

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: April

Montag, 01. April 2019

2.4., 19.30 Uhr: Frankfurter Premieren

Monika Rinck „Champagner für die Pferde“
Moderation: Moritz Baßler
Ort: AusstellungsHalle 1A
Eintritt: 7,- / 5,- / 3,- (Karten gibt es eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn. Reservierung unter Tel.: 069-212 38818 oder per E-Mail an julia.steiner@stadt-frankfurt.de)

Monika Rinck ist eine der renommiertesten Lyrikerinnen der Gegenwart. „Champagner für die Pferde ‒ Ein Lesebuch“ präsentiert erstmals eine umfassende Auswahl ihrer poetologischen Essays, Kurzprosa und Gedichte aus den letzten 20 Jahren. Eindrücklich zeigt sich dabei, wie ihre dichterische Arbeit und ihr Nachdenken über das eigene Tun sich gegenseitig beeinflussen und ineinander übergehen.

Monika Rinck ist Lyrikerin, Essayistin und Vizepräsidentin der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 2015 wurde sie mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet. Gerade kuratierte sie gemeinsam mit Tristan Marquardt den Frankfurter Festivalkongress Fokus Lyrik.

Prof. Moritz Baßler ist Germanist und Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster.

Die Reihe Frankfurter Premieren stellt jüngst erschienene Romane von Frankfurter Autorinnen und Autoren oder Novitäten aus Frankfurter Verlagen vor. Sie gibt einen Eindruck von dem, was in Frankfurt an literarischen Werken geschrieben und publiziert wird. Die Veranstaltungen finden entweder in den Räumen der Historischen Villa Metzler oder der AusstellungsHalle 1A statt. Im Anschluss an die einstündige Lesung kann und soll bei einem Glas Wein das Gehörte diskutiert werden, dieser Saloncharakter ist integraler Bestandteil der Frankfurter Premieren. Dass der Schwerpunkt auf Neuerscheinungen aus Frankfurt liegt, schließt interessante Ausnahmen von der Regel nicht aus.

Eine Veranstaltung des Kulturamts Frankfurt am Main in Kooperation mit der Ausstellungshalle 1a

3.4., 19.30 Uhr: „Untertauchen – Neue Gedichte“

Lesung mit Heinrich Detering
Ort: Haus am Dom
Eintritt: 10,- / 7,-

Die neuen Gedichte von Heinrich Detering sprechen vom Untertauchen in der Zeit. Sie legen die Spuren vergessener Geschichten frei, treffen auf Gespenster und Märchenhelden, balancieren zwischen Wahrheitssuche und Lügengeschichten.

6. & 7.4., 11-17 Uhr: 069. Frankfurter Verlagsschau

Ort: Evangelische Akademie Frankfurt
Eintritt: frei

Bücher aus, für und in Frankfurt bei Kaffee und Kuchen entdecken, lesen und erwerben.

Samstag, 11 Uhr: Eröffnung
Markus Frank, Stadtrat und Dezernent für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr

Samstag und Sonntag, im Stundentakt: Verlegergespräche
Die Verleger/innen stellen in kurzen Vorträgen (15 Min.) ihre Verlage und drei Lieblingsbücher auf der Empore vor – und stellen sich den Fragen des Publikums.

Austellende Verlage:
360 Grad Verlag*
axel dielmann – verlag
Büchergilde Gutenberg
editionfaust
Elster & Salis*
Societäts-Verlag
Frankfurter Verlagsanstalt
GABAL Verlag
Größenwahn Verlag
Guggolz Verlag*
gutleut verlag
Henrich Editionen
mainbook
Matthes & Seitz*
MeterMorphosen
Moritz Verlag
Querverlag*
Reprodukt*
Schöffling & Co.
Secession Verlag*
S. Fischer Verlage
steinbach sprechende bücher
Wallstein Verlag*
weissbooks.w
Westend Verlag
*zu Gast in Frankfurt#

9.4., 19.30 Uhr: Lesung Siri Hustvedt

Siri Hustvedt „Damals“
Moderation (dt./engl.): Alf Mentzer (hr2-kultur)
Deutscher Text: Ellen Schulz-Krandick
Ort: Literaturhaus Frankfurt und Hessisches Literaturforum im Schauspiel Frankfurt
Eintritt: 26,- / 12,- (Karten ab 10.12. unter www.schauspielfrankfurt.de)

S.H. heißt die junge Frau aus der Provinz, die 1979 ein winziges Zimmerchen im schmuddeligen aufregenden New York bezieht. Alles Neue saugt S.H. begierig auf. Auch, was in der Nachbarwohnung geschieht, wo Lucy Brite singt und klagt und eines Nachts durch ein dramatisches Ereignis in ihrem Appartment steht. 40 Jahre nach diesem Ereignis erzählt die gealterte S.H., inzwischen eine anerkannte Schriftstellerin und Wissenschaftlerin, was davor und danach geschah. „Damals“ erscheint im Rowohlt Verlag und ist ein Roman über Frauensolidarität und Männerwahn, über Liebe und Geschlechterkampf, über Gewalt und Versöhnung. Das Gespräch mit der Autorin führt Alf Mentzer (hr2-kultur) in englischer und deutscher Sprache. Die deutschen Passagen liest Ellen Schulz-Krandick. 

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Frankfurt und des Hessischen Literaturforum im Mousonturm in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt.

26.4., 20 Uhr: Frankfurt Molotow Slam Spezial

Moderation: Philipp Scharrenberg
Ort: Die Fabrik
Eintritt: 10,-

Best of Poetry Slam | Philipp Scharrenberg ist ein feinsinniger Reimwerker. Wenn der verirrte Germanist und mehrfache Deutschsprachige Poetry Slam Champion die Bühne entert und zur Reime-Kanone greift, nutzt er die Gelegenheit, sich in allen Genres auszutoben: Slam Poetry, Songs, Raps, Hörspiele, Kurzgeschichten – Scharrenberg macht Narrenwerk und schickt sicherheitshalber die eigene Interpretation voraus. 

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.