Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: Mai

4. – 18.5.: 10 Jahre Frankfurt liest ein Buch

10 Jahre Frankfurt liest ein Buch – Die Jubiläumsausstellung
Ausstellungseröffnung: Samstag, 4. Mai, 17.30 Uhr
Grußworte: Sabine Fikau-Haver, Stadtbücherei Frankfurt, Sabine Baumann, Frankfurt liest ein Buch e.V.
Ort: Zentralbibliothek
Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10-19 Uhr, Sa 11-17 Uhr
Eintritt: frei

Rund 115.000 Besucher, 1.000 Veranstaltungen und 4.859 gelesene Seiten – Frankfurts Lesefest feiert sein zehntes Jahr.
Grund genug, um zurückzublicken auf die erste Idee und die Anfänge, die Macher und Schauplätze, natürlich auf die Bücher und ihre Autoren: Welche Schriftstellerin sagte später, es sei die schönste Zeit ihres Lebens gewesen? Welcher Autor tauchte tatsächlich noch einmal in seine eigene Vergangenheit ein? Patinnen und Paten aus der Stadtgesellschaft stellen ihre Highlights der letzten zehn Jahre vor. Persönliche Gegenstände, emotionale Erinnerungen sowie Film- und Tonmaterial vermitteln, was Frankfurt liest ein Buch ausmacht. Wie 10 Jahre Lesefest klingen, kann man an den Hörstationen von hr2-kultur akustisch nacherleben. Die Ausstellung will zudem nach vorn schauen: Besucherinnen und Besucher werden eingeladen, ihre Ideen und Vorstellungen mit einzubringen. Für Schüler/innen gibt es ein Quiz mit attraktiven Preisen.

Veranstalter: Frankfurt liest ein Buch e.V. in Kooperation mit der Stadtbücherei Frankfurt, hr2-kultur und der Frankfurt University of Applied Sciences/Lothar Eichhorn

4.5., 20 Uhr: Pulse of Europe

Slam about Europe – ein Poetry Slam mit, über, wegen, gegen, weil Europa
Ort: Romanfabrik
Eintritt: 10,- / 7,-

Die politische Diskussion zu Europa ist ernst und einseitig? Das darf nicht so bleiben. Daher zeigt der „Poetry Slam mit, über, wegen, gegen, weil Europa“ die unterhaltsamen Seiten der europäischen Gemeinschaft. Drei Wochen vor der Europawahl geben einige professionelle und Hobby-Slamer Denkanstöße, motivieren, wecken auf und zeigen: Europa macht vor allem eines, nämlich Spaß! Mit dabei sind unter anderem Jan Cönig, Jacqueline Schauer und Martin Weyrauch. Im Anschluss küren die Zuschauer den besten Vortrag zwischen Weltpolitik, Städtereisen und Erasmus-Liebe. Organisiert wird der Abend von der Bürgerinitiative „Pulse of Europe“.

9.5., 19.30 Uhr: Gelebtes Leben. Denker der Freiheit im Porträt: Friedrich August von Hayek

Mit Franziska Augstein und Jens Hacke
Moderation: Rainer Hank (F.A.Z.)
Ort: Literaturhaus Frankfurt
Eintritt: 9,- / 6,-

Freiheit braucht Vorbilder. Die Idee von ihr bleibt abstrakt, wenn sie nicht im gelebten Leben verankert werden kann. Die Reihe „Gelebtes Leben. Denker der Freiheit im Porträt“ porträtiert herausragende Gestalten des Liberalismus: eingebunden in ihre Zeit, ausgesetzt den vielfältigen Versuchungen der Unfreiheit. Die Leitfrage dabei lautet: Können wir heute mit den Ahnen des Liberalismus noch etwas anfangen? Der Ökonom und Sozialphilosoph Friedrich August von Hayek (1899 – 1992) gilt als wichtiger Denker des Wirtschaftsliberalismus im 20. Jahrhundert. „Die Verfassung der Freiheit“ beeinflusste über Jahrzehnte hinweg Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. Die Journalistin Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung, und Jens Hacke, Professor am Lehrstuhl für Politische Theorie und Ideengeschichte der Universität Greifswald, werden sich mit Leben und Werk Hayeks auseinandersetzen. Der Frankfurter Publizist Rainer Hank (F.A.Z.) kuratiert und moderiert die Reihe.

„Gelebtes Leben“ ist eine Gastveranstaltung der Karl-Hermann-Flach-Stiftung und der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

13.5., 19.30 Uhr: Auf Sendung. Wie ein Hörspiel entsteht

Mit Agnieszka Lessmann (Autorin), Felicitas Ott (Regie) 
Ort: Alte Textilfabrik, Taunusstraße 19, Frankfurt 
Eintritt: frei (Anmeldung unter jubel(at)verlagderautoren.de) 

Präsentiert werden längere Ausschnitte aus dem SWR-Hörspiel Einstiegskurs von Agnieszka Lessmann und Felicitas Ott: Es erzählt von einer 50-jährigen, die als Quereinsteigerin Deutschunterricht für Zugewanderte gibt und sich dabei mit ihrer eigenen Migrationsgeschichte konfrontiert sieht. Wir diskutieren mit der Autorin und der Regisseurin die besonderen Herausforderungen bei der Entstehung und Umsetzung dieses Hörspiels – und geben Einblicke hinter die Kulissen einer „unsichtbaren“ Gattung. 

23.5., 20 Uhr: Lesung Julia Rothenburg

Julia Rothenburg „hell/dunkel“
Moderation: Björn Jager
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,- / 4,- (VVK) // 8,- / 5,- (AK)

Der Geruch von Camel-Zigaretten in der Wohnung ist Valerie vertraut. Womit sie nicht gerechnet hat, ist derjenige, der sie raucht. Nach einem Marburger Intermezzo hat Robert den Weg nach Berlin zurückgefunden, zu seiner vier Jahre jüngeren Halbschwester und ihrer gemeinsamen Mutter. Von großer Wiedersehensfreude aber keine Spur. Am selben Tag kommt die Mutter mit schlechter Prognose ins Krankenhaus. Gemeinsam stehen die Halbgeschwister nun vor Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt: Wie umgehen mit einem Abschied, mit all den Gefühlen, die kein Ventil finden? Valerie und Robert suchen Halt aneinander. Doch die Nähe zwischen ihnen hat viele Gesichter: zart und schmerzlich – und nicht zuletzt gefährlich. Hatte sich Julia Rothenburgs viel gelobtes Debüt um die kafkaesken Abläufe innerhalb eines Krankenhauses gedreht, erzählt ihr neuer Roman hell/dunkel von der Beziehung zwischen zwei Halbgeschwistern, die zum Zuschauen verdammt sind. Ohne die Mutter beginnen aber die Konventionen in der Familie zu bröckeln.

Julia Rothenburg, 1990 in Berlin geboren, studierte Soziologie und Politikwissenschaft und war Stipendiatin der Schreibwerkstatt der Jürgen Ponto-Stiftung. Ihr Debüt Koslik ist krank (2017) wurde mit dem Retzhof-Preis für junge Literatur und dem Landesstipendium für Literatur des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Autorin lebt in Berlin und arbeitet als Buchhändlerin bei »ocelot, not just another bookstore«.

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.




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