Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Buchhandel 2018 gesunken


Die Ausbildungszahlen in der Buchbranche sind laut der Statistik des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DHIK) leicht gesunken. Im vergangenen Jahr wurden 429 neue Ausbildungsverhältnisse „Buchhändler/in“ abgeschlossen – 2017 waren es noch 480. Die Ausbildung zum/r „Medienkaufmann/-frau Digital und Print“ wurde insgesamt 633 begonnen (2017: 675).

„Nach einem starken Ausbildungsjahr 2017 haben sich die Ausbildungszahlen im letzten Jahr wieder auf das Niveau von 2016 eingependelt. 2017 hatten Hugendubel und andere größere Filialisten Ausbildungsinitiativen gestartet, die zu einem deutlichen Anstieg der Ausbildungszahlen beitrugen. Es ist erfreulich, dass die Zahl der Auszubildenden im Buchhandel gerade auch im Vergleich mit anderen Einzelhandelsbranchen auf diesem Niveau bleiben, denn die Unternehmen beklagen branchenübergreifend einen immer härteren Wettbewerb um junge Menschen. sagt Monika Kolb-Klausch, Bildungsdirektorin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.
Die Buchbranche habe verstanden, dass man dem Nachwuchs ein flexibles Ausbildungsangebot machen müsse, wozu neben der klassischen Ausbildung zum Buchhändler oder zur Buchhändlerin auch neue Ausbildungsangebote wie das Abiturientenmodell ‚Handelsfachwirt‘, die Ausbildung ‚E-Commerce-Kaufmann/-frau‘, duale Studiengänge oder Fachwirtformate zählten, so Kolb-Klausch weiter.

Im vergangenen Jahr blieben zudem laut der Industrie- und Handelskammer (IHK) viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Bei der Agentur für Arbeit waren 58.000 Ausbildungsplätze bei Unternehmen gemeldet, die nicht besetzt wurden. Das sind so viele wie in den letzten 20 Jahren nicht mehr. Das Börsenblatt schreibt, dass fast jedes zehnte IHK-Unternehmen keine einzige Bewerbung mehr erhalten hätte und dass es besonders schwer für die kleinen Unternehmen sei, Auszubildende zu finden.

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