Literarische Veranstaltungen in Gießen

Abraham trifft Ibrahîm. Streifzüge durch Bibel und Koran. Lesung und Gespräch mit Sibylle Lewitscharoff und Najem Wali 

Donnerstag, 31.1., 20 UhrAula des JLU-Hauptgebäudes
Ludwigstr. 23
35390 Gießen
Eintritt: 10 € | erm. 7 € | LZG-Mitglieder 5 €

VVK: Tourist-Info Gießen
Für LZG-Mitglieder über das LZG-Büro

Moderation: Andreas Engelschalk (Evangelische Studierendengemeinde Gießen)

In Abraham trifft Ibrahîm unternehmen Sibylle Lewitscharoff und Wali Streifzüge durch Bibel und Koran, aus denen sie neun gemeinsame Figuren ausgewählt haben und diese aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten: Von Abraham bis Eva, von Moses bis zum Teufel. Den beiden gelingt damit ein sprachgewaltiger Dialog, in dem sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in den Deutungstraditionen der jeweils fast gleichen Geschichten aufgezeigt werden.

Sibylle Lewitscharoff (*1954 in Stuttgart) studierte Religionswissenschaften in Berlin, wo sie heute lebt. Für ihr Werk erhielt sie einige der renommiertesten Auszeichnungen Deutschlands: u.a. den Ingeborg-Bachmann-Preis (1998), den Preis der Leipziger Buchmesse (2009) sowie den Georg-Büchner-Preis (2013).

Najem Wali (*1956 in Basra, Irak) flüchtete 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak-Kriegs nach Deutschland. Er studierte Germanistik und spanische Literatur. Heute lebt er als Autor und Journalist in Berlin. Er war Korrespondent der arabischen Tageszeitung Al Hayat und schreibt u. a. für die Süddeutsche Zeitung, den Spiegel und Die Zeit.

In Kooperation mit der Evangelischen Studierendengemeinde Gießen, der EKHN-Stiftung und der Professur für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literatur­wissenschaft der JLU.

Berlin. Der amerikanische Comic-Autor Jason Lutes im Gespräch über seine Trilogie 

Mittwoch, 6.2., 19:30 UhrKiZ (Kongresshalle)
Südanlage 3a
35390 Gießen
Eintritt: 5 € | erm. 3 € | LZG-Mitglieder frei

VVK:Tourist-Info Gießen
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Moderation: Martin Spies (Institut für Anglistik)
Lesung: Matthias Wieland

Mehr als 20 Jahre lang arbeitete Jason Lutes an seinem großen Comic-Roman über das Berlin der untergehenden Weimarer Republik. Kunstvoll erzählt und exakt recherchiert entfaltet sich ein beeindruckendes Zeitpanorama, in dem der amerikanische Zeichner die Entwicklung von 1928 bis hin zur Machtübergabe an die Nationalsozialisten durch sämtliche gesellschaftliche Schichten nachverfolgt. Lutes verzichtet hierbei bewusst auf Hauptfiguren und bildet stattdessen ein Gerüst aus historischen Ereignissen und Personen.

Der Plot wird in vielen parallelen Handlungssträngen, welche sich beiläufig streifen, erzählt. Bisher wurde Lutes große Berlin-Trilogie in drei Einzelbänden (Steinerne Stadt, Bleierne Stadt und Flirrende Stadt) veröffentlicht. Die deutsche Gesamtausgabe erschien im Dezember 2018 bei Carlsen.

Jason Lutes (*1967 in New Jersey) debütierte 1993 nach seinem Designstudium mit seiner preisgekrönten Graphic Novel Narren. Seit 1996 arbeitet Lutes an der Berlin-Trilogie. Für den Zeichner Nick Bertozzi schrieb Lutes zudem den 2007 veröffentlichten biografischen Comic Houdini – Der König der Handschellen.

Die Veranstaltung wird auch in englischer Sprache stattfinden.

In Kooperation mit dem Institut für Anglistik und mit freundlicher Unterstützung des Carlsen Verlags.

Die letzten Tage des Patriarchats. Lesung und Gespräch mit Margarete Stokowski 

Mittwoch, 13.2., 19:30 UhrHermann-Levi-Saal
Konzertsaal im Rathaus
Berliner Platz 1
35390 Gießen
Eintritt: 12 € | erm. 10 € | 7 € für LZG-Mitglieder

VVK: Tourist-Info Gießen
Für LZG-Mitglieder über das LZG-Büro

Moderation: Catarina von Wedemeyer (Institut für Romanistik)

Seit 2011 schreibt Margarete Stokowski Essays, Kolumnen und Debattenbeiträge. Ihre besten und wichtigsten Texte erschienen 2018 in Die letzten Tage des Patriarchats in überarbeiteter und kommentierter Form. Die Autorin analysiert in diesem Buch den Umgang mit Macht, Sex und Körpern, die #metoo-Debatte und Rechtspopulismus, sie schreibt über Pornos, Gender Studies, Unisextoiletten und die Frage, warum sich Feminismus und Rassismus ausschließen. Stokowskis Texte machen Mut; sie helfen, wütend zu bleiben, Haltung zu zeigen und doch den Humor nicht zu verlieren. Und sie zeigen, dass es noch einiges zu tun gibt auf dem Weg zu einer gleichberechtigten Gesellschaft. Wer fragt, ob wir den Feminismus noch brauchen oder ob die Revolution bereits geschafft ist, dem liefert Margarete Stokowski eindeutige Antworten.

Margarete Stokowski (*1986 in Polen) lebt seit 1988 in Berlin und studierte Philosophie und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie schreibt als freie Autorin unter anderem für die taz und Die ZEIT. Seit 2015 erscheint ihre wöchentliche Kolumne »Oben und unten« bei Spiegel Online. Ihr Debüt Untenrum frei gilt inzwischen als deutschsprachiges Standardwerk des modernen Feminismus.

In Kooperation mit dem Institut für Romanistik und dem Kulturamt der Stadt Gießen.

Weitere Veranstaltungen und Informationen sowie die Texte finden Sie auf www.lz-giessen.de

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