Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: August

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

5.8., 11 Uhr: LiteraturLounge

Matthias Göritz „Parker“
Moderation: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)
Ort: Kultur & Bahn im Haus am Dom
Eintritt: frei

Parker hat nur eine Woche Zeit. Ein Freund, politisches Urgestein in Schleswig-Holstein, hat ihn nach Kiel eingeladen, damit er dem jungen, vielversprechenden Politiker Mahler als Medienberater und Redenschreiber zur Seite steht. Parker braucht den Erfolg, einen Vertrag, das Geld. Und er braucht einen Neuanfang. Dank eines Bestsellers zum Thema Coaching wurde Parker zu einem international renommierten Rhetorikexperten, der sogar in Obamas Präsidentschaftswahlkampf mitwirken durfte. Aber das ist lange her. Auch privat ist Parker an einem Wendepunkt angelangt. Floh er schon als Student vor seiner Herkunft und Vergangenheit aus Hamburg in die USA, so flieht er, der global vernetzte Arbeitsnomade, auch in seinem Privatleben immer wieder vor allzu großer Nähe. Seine letzte Freundin setzte ihn deshalb vor die Tür. Und jetzt in Kiel stellt Anneli Schneider, die ehrgeizige und kampferprobte Mitarbeiterin seines Auftraggebers Mahler, ihn vor eine Herausforderung nach der anderen. Spannend und abgründig erzählt Matthias Göritz in seinem neuen Roman von einer perfiden Intrige, von Macht und Liebe, von der unwiderstehlichen Verlockung des Aufstiegs und seinem Preis.

Matthias Göritz, geboren 1969, ist vielfach ausgezeichneter Lyriker, Theaterautor, Übersetzer und Romancier und lebt in Offenbach. Er veröffentlichte u. a. die Romane „Der kurze Traum des Jakob Voss“ (2005), für den er den Mara-Cassens-Preis erhielt, und „Träumer und Sünder“, der mit dem Robert- Gernhardt-Preis ausgezeichnet wurde. Matthias Göritz lehrt derzeit an der Washington University in St. Louis, USA

14.8., 21.8., 28.8., 4.9., 17-19 Uhr: „Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne!“

Die Kunst des Lesens – Was die ersten Sätze eines Buches bereits verraten
Ort: Stadtteilbibliothek Rödelheim
Eintritt: frei

Die ersten Sätze entscheiden oftmals darüber, ob wir mit der Lektüre eines Buchs beginnen. Grund genug, gelungene Anfänge aufmerksam zu betrachten, um zu verstehen, warum wir welche Bücher auswählen. Und nebenbei entfaltet sich dabei Überblick über einige der bedeutsamsten Werke des vergangenen Jahrhunderts. Mit Andrea Hensgen.

Information und Anmeldung: Evangelischer Regionalverband
Barbara Hedtmann, Telefon: (069) 92105-6678, E-Mail: barbara.hedtmann@frankfurt-evangelisch.de
www.evangelischesfrankfurt.de/erwachsenenbildung

17.8. – 15.12.: Mon Oncle. Klaus und Heinrich Mann

Eine Ausstellung der Monacensia im Hildebrandhaus zu Gast im Deutschen Exilarchiv 1933–1945
Donnerstag, 16. August, 19 Uhr
Ausstellungseröffnung mit Dr. Uwe Kaumann, Kurator der Ausstellung
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9–21:30 Uhr, Samstag 10–17:30 Uhr. An Sonn- und Feiertagen geschlossen.
Eintritt: frei (Anmeldung zur Ausstellungseröffnung über www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt)

Die Ausstellung präsentiert die Beziehung zwischen Heinrich Mann und seinem ältesten Neffen Klaus Mann. Gezeigt werden die Lebensgeschichten zweier Schriftsteller: Heinrich Mann (1871– 1950), Autor der Romane »Professor Unrat« und »Der Untertan«, der in den Jahren der Weimarer Republik zu einem der angesehensten Künstler in Deutschland wurde; und Klaus Mann (1906–1949), der seinen Weg als literarisches Enfant terrible in den Zwanzigerjahren begann. Im Frühjahr 1933, nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten, mussten beide ins Exil gehen. Dort gehörten sie zu den wichtigsten Repräsentanten der Hitler-Gegner, zunächst im europäischen Exil, später in den USA. Eine dauerhafte Rückkehr nach Europa in den Jahren nach 1945 gelang aber weder Klaus noch Heinrich Mann. Dokumentiert werden die Lebenswege von Klaus und Heinrich Mann, die innerhalb der Familie stets für das Unbürgerliche, das Bohèmeleben standen. Die Ausstellung thematisiert auch die spannungsreiche, komplizierte Beziehung beider zu Thomas Mann, dem Bruder beziehungsweise dem Vater. Und sie spiegelt mit der Familiengeschichte der Manns zugleich ein zentrales Kapitel deutscher Kultur- und Zeitgeschichte.

23.8., 19 Uhr: Bibliothek – Kultur – Politik: Die Geschichte der Deutschen Bücherei von der Kaiserzeit bis 1990

Die Autoren Sören Flachowsky und Christian Rau im Gespräch mit Wolfgang Niess
Ort: Deutsche Nationalbibliothek
Eintritt: frei (Anmeldung über www.dnb.de/veranstaltungfrankfurt)

Erstmals liegt eine umfassende Darstellung der Geschichte der Deutschen Bücherei von der Kaiserzeit bis 1990 vor: „Zeughaus für die Schwerter des Geistes“ und „Nationalbibliothek im geteilten Land“ heißen die im Wallstein Verlag erschienenen Bände. Dabei beleuchten die Autoren die Wechselwirkungen zu Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, den Benutzerinnen und Benutzern sowie die Beziehungen zur Deutschen Bibliothek, die 1946 in Frankfurt am Main gegründet wurde. 1990 wurden Deutsche Bücherei und Deutsche Bibliothek zur heutigen Deutschen Nationalbibliothek zusammengeführt.

Über ihre Recherchen und Ergebnisse sprechen Dr. Sören Flachowsky vom Institut für Geschichtswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin und Dr. Christian Rau vom Institut für Zeitgeschichte in Berlin mit Dr. Wolfgang Niess.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung.

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

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