Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger 

Christine Nöstlinger ist am 28. Juni im Alter von 81 Jahren gestorben. Bekannt wurde die österreichische Schriftstellerin für ihre Kinder- und Jugendbücher. Sie schrieb über 100 Bücher, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde und mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Sie erhielt unter anderem den Hans Christian Andersen Preis und den Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis.

„Ich habe gewisse Vermutungen darüber, was Kinder lesenwollen, und gewisse Vermutungen, was Kinder lesen sollten. Und dann habe ich noch das dringende Bedürfnis, mir gewisse Dinge von der Seele zu schreiben. Und die feste Überzeugung, dass Kinder beim Lesen gern lachen, die habe ich auch. Aus diesen vier Komponenten mische ich üblicherweise meine Bücher zusammen.“ (Christine Nöstlinger)

Im Jahr 1970 veröffentlichte sie ihr erstes Kinderbuch „Der feuerrote Friederike“, das ursprünglich als Bilderbuch angesetzt wurde und sich die Geschichte erst später entwickelte. Das Buch erzählt von der Außenseiterin Friederike, für das sie direkt den Friedrich-Bödecker-Preis bekam. Es folgten eine Reihe weiterer bekannter Bücher, wie „Wir pfeifen auf den Gurkenkönig“, „Konrad oder Kind aus der Konservenbüchse“ oder „Maikäfer, flieg“.

Durch ihre Bücher regte sie eine gesellschaftliche Diskussion an und setzte sich mit Tabuthemen in der Kinder- und Jugendliteratur, wie Eheprobleme der Eltern, auseinander. Darüber hinaus zeichnet sich ihr Werk durch den Widerstand gegen Anmaßung, Unterdrückung und Ungerechtigkeit aus.

Am 16. Dezember 2014 führte Deutschlandfunk Kultur ein Gespräch mit Christiane Nöstlinger, das am 16. Juli 2018 anlässlich ihres Todes erneut ausgestrahlt wurde. Das Interview zum Nachhören finden Sie hier.

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