Archiv für den Monat Dezember 2017

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: Januar

Freitag, 29. Dezember 2017

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

15.1., 19.30 Uhr: Informiert oder manipuliert? Medien und öffentliche Meinung im Wandel

„Soziale“ oder „asoziale“ Medien? Technologien der Wahrnehmungsüberwältigung
Es diskutieren: u. a. Politologe Dr. Thorsten Thiel (Goethe-Uni) und Autorin Julia Krüger (netzpolitik.org).
Moderation: Hanning Voigts (FR).
Ort: Zentralbibliothek
Eintritt: frei

Fake News, Hetze, Hasskommentare – wie sozial sind Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co wirklich? Inwiefern wird hier die digitale Öffentlichkeit manipuliert?

In Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität

19.1., 19 Uhr: Märchen aus alles Welt

Märchen aus aller Welt
Wenn der Esel singt, tanzt das Kamel
Ort:
Bibliothekszentrum Nordweststadt
Eintritt:
10,-

Wünsche gehen in Erfüllung – oder lieber nicht. Beispiele finden sich in Märchen und Geschichten aus aller Welt. Mit Elfriede Gazis. Musikalische Begleitung: Sonja Fiedler an der Harfe.

23.1., 30.1., 6.2., 18 Uhr: Frankfurter Poetikvorlesungen im Wintersemester 2017/2018

Silke Scheuermann GERADE NOCH DUNKEL GENUG
Ort: Campus Westend, Hörsaalzentrum, Audimax (HZ1&2)
Eintritt: frei

23.01.2018: Nacht oder Sterne sind Mathematik
30.1.2018: Tag oder Was Mrs Dalloway noch dachte
6.02.2018: Zwielicht oder Träumen Zebras von karierten Löwen

Silke Scheuermann wird im Wintersemester 2017/18 als Frankfurter Poetikdozentin zu Gast an der Goethe-Universität sein und kehrt damit an den Ort ihrer früheren Wirkungsstätte zurück. Sie wird zum ersten Mal das veränderte Format der Reihe bespielen und zwischen dem 23. Januar und dem 06. Februar in drei Vorlesungen – anstatt der bisher üblichen fünf – unter dem Titel GERADE NOCH DUNKEL GENUG über die Entstehungsgrundlagen ihres facettenreichen Werks sprechen.

Die schriftstellerischen Wurzeln der 1973 in Karlsruhe geborenen Autorin liegen in der Lyrik, jedoch ist sie ebenso selbstverständlich auch in der Prosa heimisch. Silke Scheuermanns Werk zeichnet sich durch präzise Beobachtungen sowie durch die zugleich feinen als auch dynamischen Beschreibungen ebendieser aus. Sie debütierte 2001 mit dem Gedichtband Der Tag an dem die Möwen zweistimmig sangen und wurde dafür mit dem Leonce-und-Lena-Preis ausgezeichnet. Nach einem weiteren Lyrikband erschienen 2005 die Erzählungen Reiche Mädchen und zwei Jahre später ihr erster Roman Die Stunde zwischen Hund und Wolf (2007), für den sie den Grimmelshausen-Förderpreis erhielt. Neben einem Kinderbuch, weiteren Gedichtbänden (u.a. Über Nacht ist es Winter (2007)) und Romanen (u.a. Die Häuser der anderen (2012)) erschien 2015 Und ich fragte den Vogel. In diesem Band gibt Silke Scheuermann einen vielstimmigen Einblick in „Lyrische Momente“ und ihr poetologisches Verständnis – es eignet sich ganz wunderbar zur Einstimmung auf die kommenden Vorlesungen hier in Frankfurt. Ihre jüngste Veröffentlichung ist der Roman Wovon wir lebten (2016). Neben zahlreichen Preisen und Stipendien erhielt sie für ihr bisheriges dichterisches Werk und insbesondere für das Gedichtbuch Skizze vom Gras (2014) den Hölty-Preis für Lyrik. Zuletzt wurde Silke Scheuermann mit dem Bertolt-Brecht-Preis, dem Robert Gernhardt Preis (beide 2016) und dem Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis (2017) ausgezeichnet.

Abschlusslesung im Literaturhaus Frankfurt am 7.2.2018 um 19.30 Uhr

25.1., 19.30 Uhr: „Mord am Main“

Monika Rielau & Angela Neumann „Mord am Main“
Ort:
Bibliothekszentrum Sachsenhausen
Eintritt:
frei

Wer ist der junge Mann, der nach einer feuchtfröhlichen Feier tot in Ulis Kneipe in Sachsenhausen liegt? Für Kriminalhauptkommissar Khalil Saleh ist klar: Der Wirt ist der Mörder.

 

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

Inzwischen schreiben nicht nur Autoren Bücher und Geschichten – auch Roboter greifen zur Feder

Mittwoch, 20. Dezember 2017

In New York hat ein Team der Botnil Studios eine Schreibsoftware entwickelt, die anhand von vorgegebenen Texten deren Struktur erlernt und diese so fortsetzen soll.

Als Input gaben sie ihrem Roboter die Harry Potter-Reihe und ließen ihn schließlich ein zusätzliches Kapitel schreiben. Doch was dabei herauskam, ist ein lustiges Wirrwarr.
Das Kapitel heißt „The Handsome One“ und umfasst dreieinhalb Seiten, in denen sich Todesser küssen, Ron die Familie von Hermine verspeist und Harry für mehrere Monate eine Treppe runterfällt.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus „The Handsome One“:

Harry, Ron und Hermine standen still hinter einer Gruppe Todesser, die ziemlich übel aussahen. „Ich denke, es ist okay, wenn du mich magst“, sagte ein Todesser. „Danke dir von Herzen“, antwortete ein anderer.

Daraufhin lehnte sich der erste Todesser mutig nach vorne und küsste den anderen auf die Wange. „Oh, gut gemacht“, sagte dieser, als sich sein Freund wieder zurücklehnte. Alle anderen Todesser applaudierten höflich. Dann nahmen sie sich einige Minuten Zeit, um zu besprechen, was man gegen Harrys Zauberei tun könne.

Heinrich Böll: Künstler und Intellektueller

Samstag, 16. Dezember 2017

Am 21. Dezember ist der 100. Geburtstag von Heinrich Böll. Er zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschen Nachkriegszeit. In Form von Romanen, Kurzgeschichten, Hörspielen und Essays setzte er sich kritisch mit der jungen Bundesrepublik auseinander. Eines seiner Ziele war es, das öffentliche Bewusstsein der BRD zu verändern. Dazu stellte Böll Thesen zu einer „Ästhetik des Humanen“ auf, forderte zur „Leistungsverweigerung“ auf, wie in seinem Roman Gruppenbild einer Dame oder wurde zu einem Fürsprecher der moralischen Schönheit des Aussteigens.

Immer wieder machte Böll auf die politischen und sozialen Begebenheiten vor und nach der Zeit von 1945 aufmerksam und forderte die Auseinandersetzung:

„Wir denken immer in Daten, wir denken: 8. Mai 1945, Krieg zu Ende, Nazis weg, Stunde Null – eine große Täuschung. Und diese Täuschung habe ich nicht vollzogen. Ich habe mich immer gefragt: Waren hier überhaupt jemals irgendwo Nazis? Es waren ja 90 Prozent, wir wollen uns doch nichts vormachen. Und plötzlich keine mehr? […]: bis zum 8. Mai waren sie alle Nazis, wirklich, und plötzlich war das weg.“ (Heinrich Böll)

1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur als Würdigung seiner literarischen Arbeit, „die durch ihren zeitgeschichtlichen Weitblick in Verbindung mit ihrer von sensiblem Einfühlungsvermögen geprägten Darstellungskunst erneuernd im Bereich der deutschen Literatur gewirkt hat“.
Böll war der erste Nobelpreisträger der Bundesrepublik.

Deutschlandradio Kultur hat dem Schriftsteller in der LANGEN NACHT einen ausführlichen und interessanten Beitrag gewidmet. Den Beitrag können Sie hier lesen oder hören.

Die Buchempfehlungen für Weihnachten

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Das Buch ist ein klassisches Weihnachtsgeschenk, das man gerne Familienangehörigen oder Freunden unter den Weihnachtsbaum legt. Aber auch dabei kommt es auf die richtige Auswahl drauf an. Die Kulturredaktion von Spiegel und Spiegel Online hat sich die Mühe gemacht und eine Liste mit Buchempfehlung zusammengestellt.

Durchstöbern lohnt sich und vielleicht findet der ein oder andere noch das passende Weihnachtsgeschenk.

Hier gehts zu den Büchern.

Kunstbuchflohmarkt in Hamburg

Montag, 11. Dezember 2017

Wer kommendes Wochenende noch nichts geplant hat, sich für ästhetisch gestaltete Bücher interessiert oder vielleicht noch ein besonderes Weihnachtsgeschenk sucht, der sollte sich auf den Weg nach Hamburg machen. Dort findet vom 15. bis zum 17. Dezember der Kunstbuchflohmarkt in den Deichtorhallen, genauer in der Halle für aktuelle Kunst, statt.

Zu finden sind dort schöne, antiquarische und besondere Bücher aus den Bereichen Kunst, Fotografie und Architektur. Zudem werden auch Plakate von vergangenen und aktuellen Ausstellungen verkauft.

 

Die 100 besten Plakate / Wettbewerb

Freitag, 08. Dezember 2017

Ein Wettbewerb der besonderen Art startet wieder am 15. Dezember. Gestalter, Auftraggeber und Druckereien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden dazu aufgerufen, ihre gestalteten und gedruckten Plakate aus dem Jahr 2017 einzureichen. Einsendeschluss für den Upload der Motive ist der 24. Januar 2018. Die Registrierung erfolgt online unter: https://registrierung.100-beste-plakate.de.

Für die Auswahl von Themen, Formate und Drucktechniken gibt es keine Richtlinie. Ziel des Wettbewerbs ist es, die besonderen Leistungen des Plakat-Designs in Form eines Jahrbuchs und mehreren Ausstellungen öffentlich zu machen.

Das Projekt selbst, das jährlich stattfindet, wird durch die Gebühren der Teilnehmer finanziert. Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Gebühren

1 Plakat → 50 Euro

bis 3 Plakate → 90 Euro

bis 5 Plakate → 130 Euro

bis 9 Plakate → 150 Euro

ab 10 Plakate → 200 Euro (Studierende und Mitglieder 50 % Ermäßigung)

Eine internationale Jury entscheidet schließlich im Februar über die Auswahl der 100 besten Plakate. Dabei wird zwischen drei verschiedenen Kategorien differenziert:

A Plakate als Werbemittel für Wirtschaft, Kultur und Soziales, Auftragsarbeiten mit Aushang im halböffentlichen bzw. öffentlichen Raum

B Plakate als Eigenwerbung, als Autorengrafik oder als Experiment

C Plakate Studierender, realisiert mit schulischer Begleitung

Alle weiteren Informationen zu dem Wettbewerb finden Sie hier.

Haptisches Marketing: E-Book kostenlos herunterladen

Montag, 04. Dezember 2017

Die Dresdner Saxoprint GmbH hat sich etwas besonderes überlegt und ihren Kunden zur freien Verfügung gestellt: das E-Book „Das neue Gefühl für Marken und Kommunikation – Haptisches Marketing“. Mit dem E-Book wollen sie auf den Eindruck verweisen, den Broschüren, Flyer und Prospekte im Vergleich zur Online-Werbung hinterlassen können. Außerdem wird darauf eingegangen, welchen Effekt die Haptik als Verstärker in der Kommunikation erzielen kann. Durch die haptische Erfahrung soll die zu vermittelnde Botschaft in Erinnerung bleiben. Dabei gehen sie den Fragen nach, wie sich die Haptik bei Printprodukten einsetzen lässt oder worauf die menschlichen Sinne am besten reagieren. Aus den Erkenntnissen, dass der Mensch positiv auf den Einbau von haptischen Elementen anspricht, hat sich sogar ein eigener Marketingzweig entwickelt: das sogenannte Neuromarketing.

Vielleicht ist für den ein oder anderen noch ein interessanter Tip für die nächste Druckveredelung dabei. Das Buch zum Nachlesen finden Sie hier.