Archiv für den Monat Juli 2017

Buchherstellung im Mittelalter

Sonntag, 30. Juli 2017

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: August

Mittwoch, 26. Juli 2017

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender aus Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

9.8., 19 Uhr: Der Stadtschreiber Sherko Fatah lädt ein

Roman Ehrlich und Dorothee Elmiger
Ort: Open Air Bühne, Schelmenburgplatz / bei schlechtem Wetter: Clubraum 5, Stadthalle Bergen, Schelmenburgplatz 2, 60388 Frankfurt am Main
Eintritt: 7,- (AK) / 5,50 (VVK: Bergen erlesen, Schelmenburgplatz 2, Tel: 06109-5090199, Schreibwaren-Kraus, Triebstraße 33, Tel: 06109-32852)

Roman Ehrlich wurde 1983 in Aichach geboren und lebt heute in Berlin. Er erhielt bereits mehrere Preise, u.a. den Bremer Literaturpreis und den Ernst-Toller-Preis. Er schreibt Romane und Kurzprosa. Zuletzt erschien bei S. Fischer der Roman „Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens“. Dorotheee Elmiger ist Jahrgang 1985 und Schweizerin. Sie ist Absolventin des Schweizerischen Literaturinstituts in Biel. Elmiger wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Erich-Fried-Preis. Bereits zweimal stand sie auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis. 2014 erschien bei DuMont ihr Roman „Schlafgänger“.

Sherko Fatah wird die Veranstaltung moderieren. Roman Ehrlich liest aus seinen Romanen „Das kalte Jahr“ und „Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens“. Dorothee Elmiger liest aus ihren Romanen „Einladung an die Waghalsigen“ „Schlafgänger“.

Eine Veranstaltung der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim mbH.

 

17.8., 19 Uhr: „Zu Hause im 20. Jahrhundert“

Hermann Kesten. Lesung mit Albert M. Debrunner
Ort:
Deutsche Nationalbibliothek
Eintritt frei
(Anmeldung unter exilarchiv-veranstaltungen@dnb.de)

Hermann Kesten (1900–1996) war eine Jahrhundertgestalt. Der Freund Erich Kästners, Joseph Roths und Ernst Tollers, Autor, Herausgeber und Cheflektor beim Verlag Kiepenheuer in Berlin emigrierte bereits kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 nach Paris. 1940 gelang ihm die Weiterflucht in die USA. Dort war er an der Gründung der Hilfsorganisation Emergency Rescue Committee (ERC) beteiligt. Die Akten des ERC befinden sich heute im Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek.

Hermann Kesten kehrte 1953 dauerhaft nach Europa zurück, in Deutschland ließ er sich jedoch nicht mehr nieder. Er war ein gewichtiger Akteur der bundesdeutschen Nachkriegsliteratur und verfasste zahlreiche Romane, Erzählungen und Essays. Mit Albert M. Debrunners Biografie liegt nun die erste zusammenhängende Darstellung von Kestens Leben vor.

Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Kooperation mit dem Verlag NIMBUS. Kunst und Bücher. 

 

18.8., 20 Uhr: Krimilesung im Brentanobad

Tilman Spreckelsen “Der Nordseeschwur – Ein Theodor-Storm-Krimi”
Ort:
Brentanobad, Haupteingang Rödelheimer Parkweg 1
Eintritt frei

Zum großen Sängerfest strömen Tausende 1844 nach Bredstedt bei Husum. Aber Rechtsanwalt Theodor Storm und sein Schreiber Peter Söt wissen, dass dort gefährliche politische Reden gehalten werden. Dann, mitten auf dem Fest, ein Mord. Tilman Spreckelsen ist Redakteur bei der FAZ, Autor und Herausgeber. 2014 erhielt er den Theodor-Storm-Preis.

Eine Veranstaltung des Quartiersmanagements Rödelheim-West in Zusammenarbeit mit FörSteR.
Mit freundlicher Unterstützung der Bäderbetriebe BBF und der Stadtteilbibliothek Rödelheim.

 

27.8., 14 Uhr: Goethe war ein Egoist!?

Der Verein Literaturbetrieb e.V. veranstaltet den Literaturspaziergang „Goethe ungeschminkt“ in Frankfurts Innenstadt
Treffpunkt:
Gutenberg-Denkmal, Roßmarkt
Eintritt:
10,-

War Goethe ein „leichter Lebemensch“, ein „Aristokratenknecht“ oder gar ein „Egoist in ungewöhnlichem Grade“? Auf dem Spaziergang beleuchten kritische Stimmen von Heinrich Heine über Thomas Mann bis zu zeitgenössischen Autoren die Schattenseiten Goethes. So entsteht auf dem Weg durch die Innenstadt durch Briefe, Gedichte und Geschichten ein völlig neues Bild von Frankfurts berühmtem ‚Dichterfürsten’. Der Spaziergang dauert zwei Stunden.

Der Verein Literaturbetrieb e.V. ist eine Initiative von Studierenden und Alumni der Goethe-Universität und wurde 2006 gegründet. Er veranstaltet außergewöhnliche Lesungen sowie Hörbuchabende, Literatur-Reisen und literarische Spaziergänge. Zum Angebot gehören auch der „Bühnentrieb“, eine offene Bühne für Literatur und Musik, und die Lesungsreihe „Literatur à la carte“. Außerdem ist der Verein Mitveranstalter des „Langen Tags der Bücher“.

 

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

Jane Austen: Ein Kind der Aufklärung

Sonntag, 23. Juli 2017

Viele kennen die Romane von Jane Austen, die von 1775 bis 1817 in England lebte. „Sinn und Sinnlichkeit“ oder „Emma“ waren auch schon zu ihren Lebzeiten Bestseller. Doch wer war Jane Austen, die ihre Werke anonym veröffentlichte, und was steckt tatsächlich hinter den romantischen Liebesgeschichten der jungen Frau? Deutschlandfunk Kultur widmete Jane Austen einen ausführlichen Beitrag. In „Eine lange Nacht über die Schriftstellerin Jane Austen. Verführung, Stolz und Sinnlichkeit“ wird Austen als Kind der Aufklärung deklariert und ihre literarische Bedeutung genauer beleuchtet. So hat sie auch die erlebte Rede, die Ende des 18. Jahrhunderts als literarisches Stilmittel eingeführt wurde, entscheidend weiterentwickelt.

Den Beitrag mit schönen Buchzitaten und musikalischer Begleitung finden Sie hier.

Digitalisierung und Buchrestaurierung zur Rettung der Schätze deutscher Bibliotheken

Mittwoch, 19. Juli 2017

Die FAZ hat einen interessanten Artikel über die Digitalisierung und Buchrestaurierung veröffentlicht, der auf die schriftlichen Überlieferungen in deutschen Bibliotheken Aufmerksam macht. Aufgrund der jahrelangen Vernachlässigung alter Bestände, werden sie als gefährdet angesehen.  „Die Schadenslage lässt sich vereinfacht so zusammenfassen: Während die neueren Buchbestände ab etwa 1850 in erster Linie von sauren Papieren bedroht sind, sind die älteren Sammlungen insbesondere durch beschädigte Einbände gefährdet: Die einen Bücher zerbröseln, wenn man sie benutzen will, die anderen sind oft nicht mehr zu handhaben, weil gebrochene Buchrücken und aufgelöste Bindungen, ein- und ausgerissene, abgegriffene oder sonst beeinträchtigte Blätter die Lesbarkeit behindern. Unzureichende Lagerbedingungen kommen zu den endogenen Zerfallsprozessen und Benutzungsschäden hinzu. Wichtige Bestände sind darum der Forschung entzogen.“ Mithilfe der Digitalisierung soll nun auch in Deutschland die Rettung kommen, aber sie alleine wird nicht ausreichen. Auch die Originale müssen erhalten und restauriert werden.

Den ausführlichen Artikel finden Sie hier.

3° Verlag: Anwendbare Buchkunst

Montag, 17. Juli 2017

Der 3° Verlag aus Hamburg ist ein innovatives Projekt von Illustratoren, die bereits in dem Kollektiv Tapir&Klotz künstlerisch gearbeitet haben. Im Jahr 2018 soll nun ein illustrierter Taschenkalender ab September auf den Markt gebracht werden, an dem insgesamt 40 Illustratoren mitgewirkt haben. Es ist der sechste Taschenkalender von Tapir&Klotz, doch das Thema ist neu.
Die 60 Illustrationen widmen sich dem Thema „Nackt“ – frei assoziativ und jeder in seinem eigenen Stil.

Der Taschenkalender umfasst ca 130 Seiten und ist ein Klappenbroschur mit Stofttouch.
Wer also noch ein schönes Geschenk braucht…

…Ein Blick lohnt sich!

Bücher haben Ehrgefühl….

Freitag, 14. Juli 2017

Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht,
kommen sie nicht wieder zurück.

Theodor Fontane (1819-98), dt. Erzähler

Ein Résumé zum Ingeborg-Bachmann-Preis

Montag, 10. Juli 2017

Der Gewinner des Ingeborg-Bachmann-Preises steht fest: Ferdinand Schmalz. Mit seinem vorgetragenen Text „mein lieblingstier heißt winter“ überzeugte er die Jury beim Wettlesen.

Ferdinand Schmalz ist eine Kunstfigur, durch und durch. Der Österreicher, sein bürgerlicher Name lautet Matthias Schweiger, ist studierter Theaterwissenschaftler, Dramatiker und Prosaist.

„mein lieblingstier heißt winter“ handelt von dem Protagonisten, Schauer, der an Krebs leidet und sich nicht der Krankheit hingeben will, sondern sich für den Suizid entscheidet. Es kommt zu einer Begegnung mit dem Eismann namens Schlicht, bei dem er seit sieben Jahren sein immer gleiches Fertigwildgericht, ein Rehragout, bestellt. Schauer bittet ihn um die Mithilfe für das geplante Unternehmen.
Die sowohl humorvolle als auch ernsthafte Geschichte begeisterte die Jury. „Der Text ist tatsächlich makellos“, befand die Kritikerin Sandra Kegel, auf deren Einladung Schmalz an dem Wettlesen teilgenommen hatte. „Wenn die Figuren sprechen, geht mir das Herz auf“, lobte die Schweizer Literaturwissenschaftlerin Hildegard Elisabeth Keller die Dialoge der Männer.

Erstmals wurde dieses Jahr auch ein Preis des Deutschlandfunks verliehen. Diesen gewann der amerikanische Autor John Wray. Für den Wettbewerb schrieb er zum ersten Mal auf Deutsch. Seine Geschichte „Madrigal“ handelt von einem Telefonat zwischen Bruder und Schwester, die ebenfalls beide Schriftsteller sind. Durch gewisse Verstrickungen entwickelt sich die Geschichte immer weiter, bis hin zu einem Populisten, der an den amerikanischen Präsidenten erinnert.

Einen ausführlichen Artikel über den Ingeborg-Bachmann-Preis finden Sie hier.

Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt: Der Ingeborg-Bachmann-Preis

Samstag, 08. Juli 2017

Jährlich trifft sich die Autorenparade in Klagenfurt, Österreich. Drei Tage wird dort im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur ein Wettbewerb veranstaltet, bei dem vorausgewählte Teilnehmer nacheinander ihre bisher unveröffentlichten Prosatexte oder Ausschnitte vorlesen. Voraussetzung für die Teilnahme: der Originaltext muss auf Deutsch verfasst worden sein.

Seit 1976 wird in Gedenken an die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann am Ende der Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen. Wer von den vierzehn Autoren den begehrten Preis erhält, entscheidet eine Jury. Ab diesem Jahr wird außerdem noch der von Deutschlandradio gestiftete Preis, der mit 12.500 Euro dotiert ist, vergeben. Insgesamt ist somit ein Preisgeld von 62.500 Euro im Spiel.

Traditionell wurden die 41. Tage der deutschsprachigen Literatur mit der „Rede zur Literatur“ eröffnet. Die Ansprache hielt der österreichische Schriftsteller Franzobel, der bereits 1995 den Bachmannpreis gewonnen hatte. Seine Erkenntnis: der Literatur ginge es auch nicht sehr viel schlechter als immer schon.

Der Deutschlandfunk berichtet live!

Veranstaltungen Gutenberg-Museum Mainz

Dienstag, 04. Juli 2017

Nachlass von großen und kleinen Sünden

Datum: 08. Juli
Startzeit: 13:30
Stoppzeit: 16:30

Druckvorführung von Ablassbriefen im 1. Stock des Gutenberg-Museums

Workshop Papierschöpfen „Rosenblütenpapier“

Datum: 19. Juli
Startzeit: 15:00
Stoppzeit: 16:00

Vor dem Druckladen, bei schlechtem Wetter „Kräuterdruck“ im Foyer des Museums. Werkstattbeitrag 5 Euro/Erw., 4 Euro/Studenten, 3 Euro/Kinder. (Anmeldung erforderlich, Tel. 06131-12686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Antiquarischer Buch- und Grafikmarkt

Datum: 05. August
Startzeit: 08:00
Stoppzeit: 14:30

Workshop Papierschöpfen „Rheinhessisches Lavendelblütenpapier“

Datum: 16. August
Startzeit: 15:00
Stoppzeit: 16:00

Vor dem Druckladen, bei schlechtem Wetter „Kräuterdruck“ im Foyer des Museums. Werkstattbeitrag 5 Euro/Erw., 4 Euro/Studenten, 3 Euro/Kinder. (Anmeldung erforderlich, Tel. 06131-12686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Antiquarischer Buch- und Grafikmarkt

Datum: 02. September
Startzeit: 08:00
Stoppzeit: 14:30

Antiquarischer Buch- und Grafikmarkt im Innenhof des Gutenberg-Museums

Weitere Informationen finden Sie hier

Ein Lob auf Ror Wolf – Lyrik über den Fußball

Samstag, 01. Juli 2017

Ror Wolf gilt als einer der bedeutendsten lebenden Autoren in Deutschland. Am 29. Juni wurde der gebürtige Thüringer 85 Jahre alt. Erst im vergangenen Jahr gewann Wolf den Schiller-Gedächtnispreis, der Künstler auf dem Gebiet der deutschen Literatur oder Geisteswissenschaften für ihr hervorragendes Werk ehrt.

Vor allem wurde Wolf, sein bürgerlicher Name lautet Richard Georg Wolf, durch seine experimentelle Prosatexte bekannt. Aber sein Gesamtwerk reicht von Romanen, Erzählungen, Gedichte über Hörspiele, Bildcollagen bis hin zu der der sechsbändigen Enyzklopädie für unerschrockene Leser. Auf seiner Internetseite wirklichkeitsfabrik.de  – die Welten des Ror Wolf erhält man einen Einblick in die verschiedenen Tätigkeiten. Er ist einer der ersten Autoren, die sich literarisch mit dem Thema Fußball auseinander gesetzt hat.

Die Frankfurter Rundschau, die anlässlich seines Geburtstags über ihn berichtet hat, lobt ihn als den Neil Armstrong unserer Textträume und Wolf sagt selber über sich: „Es ist zweifellos wahr, ich habe die Welt entdeckt.“ Er ist bekannt für seine Thematik über den Alltag – die kleinen Dinge der großen Welt. Auch der Deutschlandfunk Kultur hat dem vielseitigen Künstler eine Reportage gewidmet.

Diese können Sie hier hören und lesen.