17. Internationale Literaturfestival Berlin (ilb)

Vom 6. – 16. September findet in Berlin das 17. Internationale Literaturfestival statt. Der diesjährige Schwerpunkt gilt dem Thema Menschenrechte. Das umfassende Programm bewegt sich durch die verschiedensten Kategorien, wie „Literaturen der Welt“, „Internationale Kinder- und Jugendliteratur“ oder „Science and the Humanities“. Insgesamt werden 37 Orte in Berlin zur Lesebühne umfunktioniert, darunter auch Bibliotheken, Theater, Kinos oder auch Kirchen.

Die Eröffnungsrede wurde von der türkischen Autorin Elif Shafak im Haus der Berliner Festspiele gehalten. Shafaks Rede war politisch geladen und so äußerte sie ihre Sorgen um die zeitgenössische Demokratie: die Verdunklung mitten in Europa, die Gefahren der Selbstzensur, die Warnung vor einem Verlust der Gewaltenteilung, den Wunsch, Bürgerbeteiligung über das Wahlkreuz hinaus zu schaffen – und die Notwendigkeit, Regierung und Bevölkerung nicht zu verwechseln.
Neben Shafak werden noch weitere namenhaften Autoren, wie Donna Leon, Raoul Schrott, Christoph Peters und Christophe Boltanski auf dem Festival auftreten.

Außerdem findet am 8.9. der „Internationale Kongress für Demokratie und Freiheit“ statt, an dem unter anderem Seyran Ates und Wolf Biermann teilnehmen werden. Per Skype soll ebenfalls Edward Snowden zugeschaltet werden.

Das Festival wird seit dem Jahr 2001 von dem Ingenieur und Kulturmanager Ulrich Schreiber als Festivaldirektor durchgeführt. Die Veranstaltung hat sich die Vernetzung von Literatur auf der ganzen Welt und die damit verknüpfte Realisierung internationaler Literaturprojekte zum Ziel gesetzt.

Viele weitere Informationen und Tickets für das Internationale Literaturfestival finden Sie hier.

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