Die Begegnung von Kunst und Text. Das Künstlerbuch.

Es gibt viele verschiedene Arten von Büchern. Jede bringt seine individuellen Eigenschaften und Voraussetzungen mit sich. Das Künstlerbuch erhebt dabei einen besonderen Anspruch. Es bewegt sich an der Grenze ein Buch als Objekt, aber gleichzeitig auch Kunst zu sein. Deshalb werden sie auch als eigenständige Kunstwerke angesehen. Das Künstlerbuch ist demnach ein Experiment mit dem Medium Buch, weshalb sie vielschichtig und vielsprachig sein können. Es gibt keine klare Richtlinie, die Individualität steht im Vordergrund.

Die Entstehungsgeschichte beginnt im ausgehenden 19. Jahrhundert und es ist somit ein Kind der Avantgarden der Moderne. Vorreiter dieses Ausdrucksmittel sind beispielsweise Stéphane Mallamés „Le coup des dés…“ oder die typografischen Arbeiten von Marinetti oder Kurt Switters.  Auch namenhaften Künstler wie Salvador Dali, Marcel Duchamp oder Pablo Picasso machten sich das Buch als Kommunikationsträger zu Eigen. In den 60ern war es schließlich die Konzeptkunst unter den Ansätzen der Fluxusbewegung, die dem Künstlerbuch seine weitere Form brachte.

Mit den Künstlerbüchern wird die traditionelle Form des Buches ebenso in Frage gestellt und ihre Produzenten ergründen die Tiefe und Weite des Mediums.

Eine Antwort hinterlassen