Archiv für den Monat Mai 2016

13. Lange Nacht der Bücher am 3. Juni in Marburg

Montag, 30. Mai 2016

Die Marburger Buchhandlung Roter Stern veranstaltet am Fr. den 3. Juni wieder die lange Nacht der Bücher:

– Buchtipps für den bevorstehenden Sommer
– Schöne Livemusik von „Die Zwei“ (Gitarre & Klarinette)
– Natürlich Wein, Bier und andere Getränke
– Und wenn es das Wetter zulässt, können wir auch draußen sein.

Symposium: Dialog der Schrift: Offenes Buch

Sonntag, 29. Mai 2016

In diesem Jahr findet bereits zum fünften Mal der »Dialog der Schrift« statt, ein Symposium des Lehrgebiets Typografie und Gestaltung an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel. Im Zentrum dieser Veranstaltung steht die Auseinandersetzung mit dem Medium Schrift. Alle zwei Jahre lädt die Hochschule dazu internationale Gestalter, Künstler und Theoretiker ein, die sich mit einem bestimmten Thema beschäftigen. Begleitet wird das Symposium jeweils von einer Ausstellung, in der studentische Arbeiten der letzten zwei Jahre gezeigt werden. Der diesjährige »Dialog der Schrift« steht im Zeichen des Buches.

»Offenes Buch« lautet das Thema, mit dem sich die Vortragenden vom 2.–4. Juni beschäftigen werden. Die vielfältigen Aspekte des Buches und seiner Form, das Gestalten, Sammeln und Publizieren von Büchern, sowie das Buch als Träger und Vermittler von Sprache werden neben weiteren Themenfeldern Gegenstand der Untersuchung sein.

Kuratiert und organisiert wird der »Dialog der Schrift« von Jona Bähr, Talea Büscher, Charlotte Gosch, Insa Kühlcke-Schmoldt und Nina Massow; betreut von Prof. André Heers und Prof. Annette le Fort.

Wo
Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
Sartori & Berger-Speicher
Wall 47/51
24103 Kiel

Wann
2.–4. Juni 2016

Was
Donnerstag, 02. Juni
19:00 Uhr: Eröffnung durch Dr. Arne Zerbst, Präsident der Hochschule

Freitag, 03. Juni
10:00 Uhr: Delphine Bedel
11:30 Uhr: Bernd Kuchenbeiser
13:00 Uhr: Pause
14:00 Uhr: Antoine Lefebvre
15:30 Uhr: Prof. Oswald Egger

Samstag, 04. Juni
11:00 Uhr: Dr. Marcus Coelen
12:30 Uhr: Prof. Ulrike Stoltz
14:00 Uhr: Pause
15:00 Uhr: Bernhard Cella

Abschlussfeier mit Musik von Norman Hemley

Das ausführliche Programm und finden Sie hier.

Ausstellung: „Von Hand geschriebene Briefe“

Donnerstag, 19. Mai 2016

Die Ausstellung vereint Briefe von den 1940er Jahren bis in die ersten Jahre des 21. Jahrhunderts, die von Grafikern, Typografen, Schriftgestaltern und Verlegern geschrieben wurden. Gezeigt werden sie weniger wegen ihres Inhalts, sondern vielmehr wegen ihrer Schrift. Es handelt sich um Handschriften, deren Schreiber sich mit der Schriftreform des Engländers Alfred Fairbank (1895–1982) beschäftigt und nach dessen Vorlagen ihren eigenen handschriftlichen Ausdruck geformt haben.

Die in der Ausstellung präsentierten Briefe von Alfred Fairbank, Anna Hornby, Paul Standard, Jan van Krimpen, Jan Tschichold, Hans Schmoller, Max Caflisch und Gerrit Noordzij und anderen an Walter Käch, Rudolf Hostettler, Jost Hochuli und Jan Tschichold zeigen die Rezeption der schriftreformerischen Ideen Alfred Fairbanks und belegen die Vielgestaltigkeit der Umsetzung.

Die Ausstellung umfasst rund 40 Briefe, die einer Privatsammlung mit etwa 400 handgeschriebenen Briefen entstammen. Kuratiert wurde die Schau vom Schweizer Grafiker und Buchgestalter Jost Hochuli.

Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 3. Juli im Museum für Druckkunst Leipzig.

Konferenz: Transformation des Buchdrucks (9.6.-10.6.)

Mittwoch, 18. Mai 2016

Der Buchdruck und seine Techniken des Stempelschneidens, Schriftgießens und Bleisetzens haben unsere Kultur entscheidend verändert – Aufklärung und Demokratisierung sind ohne kostengünstige Reproduktionen kaum vorstellbar. Doch welche Relevanz hat der Buchdruck in einer Zeit, in der mit anderen Techniken schneller, kostengünstiger und dabei qualitativ hochwertig gedruckt werden kann? Haben im Buchdruck hergestellte Druckerzeugnisse spezifische Charakteristika, die es rechtfertigen nicht nur die materiellen Artefakte, sondern auch das implizite Wissen des Handwerks bewahren zu wollen?

Die Konferenz bringt vielfältige Perspektiven aus wissenschaftlichen und praktischen Bereichen zusammen. Der Buchdruck wird dabei nicht als anachronistische Kulturtechnik verstanden, die im Zuge der digitalen Revolution als »veraltet« im historischen Fundus verschwindet. Vielmehr wird der Blick auf seine Transformationen gelenkt und danach gefragt, inwiefern und weshalb die Praktiken und die Ästhetik der Buchdrucktechniken bis heute die Gestaltungspraxis sowohl in analogen wie digitalen Anwendungen prägen.

Veranstaltungsort:
Exzellenzcluster Bild Wissen Gestaltung
Sophienstraße 22a
10117 Berlin
Zentrallabor

Anmeldung:
Eintritt frei, Registrierung notwendig.

Programm


Donnerstag, 9. Juni 2016

13.00 Uhr
Christian Kassung & Jürgen Franssen
Begrüßung und Einführung

13.30 Uhr
Christoph Reske | Buchwissenschaft | Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Buchdruck in der Handpressenzeit

14.30 Uhr
Eckehart SchumacherGebler | Typographie | Buchdruckerei Offizin Haag-Drugulin, Dresden

Der Maschinensatz im frühen 20. Jahrhundert

15.30 Uhr
KAFFEEPAUSE

16.00 Uhr
Katharina Walter | Kulturwissenschaft | Humboldt-Universität zu Berlin
Vom Blei zum Licht – der Fotosatz

17.00 Uhr
Wolfgang Coy | Informatik | Humboldt-Universität zu Berlin

Flexible Satzspiegel, flexibler Satz – 
die digitale Herausforderung

19.30 Uhr Abendvortrag
James Mosley | Typographie | University of Reading

Memories of Type

Freitag, 10. Juni 2016

9.30 Uhr
Oliver Hahn | Materialwissenschaft | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung
Farbe auf Papier – materialwissenschaftliche Aspekte des Buchdrucks

10.30 Uhr
Nelly Gable | Stempelschnitt | Imprimerie nationale, Paris
Du barreau d’acier au caractère en plomb. La gravure de poinçons typographiques à l’Imprimerie nationale/Vom Stahlstäbchen zur Bleiletter. Der Stempelschnitt in der Imprimerie nationale (Übersetzung: Philipp Rehage, Freiburg)

11.30 Uhr
Fred Smeijers | Type Design | Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig
Counterpunch – making type in the sixteenth century, designing typefaces now

12.30 Uhr
MITTAGSPAUSE

13.30 Uhr
Annette Ludwig | Kunstgeschichte | Direktorin des Gutenberg-Museums Mainz
Perspektiven und Strategien musealer Bewahrung und Vermittlung des Buchdrucks

14.30 Uhr
Martin Grunwald | Neuropsychologie | Haptik-Forschungslabor, Universität Leipzig
Das Tastsinnessystem im Kontext digitaler Gestaltungs- und Entwurfsprozesse

15.30 Uhr
KAFFEEPAUSE

15.45 Uhr
Martin Z. Schröder | Typographie | Die Druckerey, Berlin
Bleisatz, Maßanzüge und Platinschmuck. Wie sich traditionelle Satztechnik als Distinktionsmerkmal erhält

16.45 Uhr
Erik Spiekermann | Typographie | Galerie P98a, Berlin
Vom Digitalen zum Analogen – neue Chancen für den Buchdruck?

17.45 Uhr
Abschlussdiskussion

Aktion „Bücher sagen Willkommen“: Über 15.000 Flüchtlinge mit Lern- und Leseecken erreicht

Montag, 16. Mai 2016

Über 15.000 Flüchtlinge im gesamten Bundesgebiet haben inzwischen Zugang zu den Lern- und Leseecken der Aktion „Bücher sagen Willkommen“. Seit dem Start der Flüchtlingsinitiative der Buchbranche zum Weltbildungstag im September 2015 konnten zwischen Norden und Erding 25 Lern- und Leseecken eingerichtet werden. Die Angebote befinden sich in betreuten Räumen in Flüchtlingsunterkünften, Sprachschulen oder Beratungsstellen für Flüchtlinge. Sie sind bestückt mit Büchern, Karten, Filmen und CDs und sollen den Asylsuchenden einen einfachen Zugang zu Lern- und Lesematerialien ermöglichen. Buchhandlungen, Verlage und Buchkunden haben bisher 45.000 Euro für die Aktion gespendet, die vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der LitCam und der Frankfurter Buchmesse initiiert wurde. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Navid Kermani, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2015.

Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier.

Library Slam mit Bo Wimmer am 20.5. in der Universitätsbibliothek

Freitag, 13. Mai 2016

Wer darf mitmachen?

Jeder, der zu einem Buch aus der UB Marburg etwas präsentieren kann:

Die Beiträge dürfen eine Dauer von 8 bis 10 Minuten nicht überschreiten und haben eine Bedingung: Das Buch, über das erzählt wird, muss in einer der Bibliotheken der Philipps-Universität stehen. Wie die Slammer dabei die Gunst des Publikums gewinnen, ist freigestellt, möglich ist viel: durch die Entdeckung des kuriosesten Buches; durch einen Bericht eines Leseerlebnisses; durch eine Eigendichtung über das Buch; durch einen Dialog oder eine Argumentationsschlacht mit dem Buch …

Erlaubt ist: Das Buch dabei zu haben, daraus zu lesen und es in Aktion zu bringen. Für die Gewinner locken attraktive Preise.

Der Vorverkauf ist am 09.05. gestartet.

Veranstaltungsort ist die Universitätsbibliothek Marburg, Wilhelm-Röpke-Straße 4.

Verkohlte Schriftrollen entziffern

Montag, 09. Mai 2016

Als im Jahr 79 n. Chr. der Vesuv ausbrach, begrub die Wolke aus Glut und Asche auch Papyrusrollen aus einer Bibliothek im benachbarten Herculanum unter sich. Wiederentdeckt wurden sie bereits vor 250 Jahren, doch konnte sie bislang niemand entziffern, denn die antiken Schriften sind so verkohlt, dass sie beim Öffnen sofort zerfallen würden. Nun ist es einer Forschergruppe gelungen, den Papyri Teile ihrer Inschriften zu entlocken, ohne sie zu entrollen. Die Forscher nutzten für ihr Experiment die „Europäische Synchrotronstrahlungsquelle“ in Grenoble.

Den Beitrag finden Sie noch bis zum 14.5. unter diesem Link in der ARTE Mediathek.

„Buch an Bord“ – Vorsicht Buch! und Condor holen Flugreisende in die Buchhandlung

Montag, 02. Mai 2016

Mehr Bücher ins Gepäck und mehr Reisebegeisterte in die Buchhandlung – Vorsicht Buch!, die Kampagne der deutschen Buchbranche, und der Ferienflieger Condor starten gemeinsam die Sommer-Aktion „Buch an Bord“: Urlauber, die dieses Jahr im Juli und August mit Condor verreisen, erhalten ein zusätzliches Kilo Freigepäck für Bücher. Als Nachweis gilt ein Koffer-Aufkleber mit der Aufschrift „Buch an Bord“, der nur im Buchhandel vor Ort erhältlich ist. Buchhandlungen können die Aktion für sich nutzen und mit Büchertischen, Veranstaltungen und persönlicher Beratung Kunden für Reiseliteratur begeistern.

„Bücher und Urlaub gehören zusammen, und die passende Literatur findet man am besten durch qualifizierte, persönliche Beratung in der Buchhandlung, das wollen wir mit der Aktion ,Buch an Bord‘ vermitteln. Die Zusammenarbeit mit Condor ermöglicht es uns, diese Botschaft vielen Reisenden nahezubringen und dabei auch neue Käufergruppen in die Buchhandlung zu führen“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. André Horn, Leiter Vertrieb Deutschland bei Condor, ergänzt: „Die Kooperation mit Vorsicht Buch! verbindet für uns ideal die beiden Welten des Fliegens und des Lesens. Wo lässt es sich besser lesen als im Urlaub. Daher war es für uns als Ferienflieger keine Frage, diese tolle Aktion zu unterstützen.“

Die komplette Pressemitteilung können Sie hier nachlesen.