Archiv für den Monat April 2016

Reaktionen von Menschen auf Fake-Buchtitel

Freitag, 29. April 2016

Die einen checken Instagram, die anderen knacken Rekorde bei Candy Crush und ab und an soll es auch vorkommen, dass in der U-Bahn ein Buch gelesen wird. Dass man aber nie alleine liest in der U-Bahn, zeigt „The Chortle“ in ihrem genialen Clip: Mit gefaktem Buch-Covern ganz unschuldig in der Bahn sitzen und die Reaktionen der Mitmenschen filmen – großartig! Mit Buchtiteln wie „Ass Eating Made Simple“ oder „Mein Kampf – For Kids“ und „Trump – The Art Of Fucking Your Daughter“ mit versteckter Kamera die U-Bahn-Mitleser provoziert:

(gefunden bei Business Punk)

Im Gespräch mit dem Literarischen Zentrum Göttingen

Montag, 25. April 2016

Das Literarisches Zentrum Göttingen versteht sich selbst als ein „begehbares Feuilleton“ und ist als zentraler Lesungsort nicht mehr wegzudenken aus der niedersächsischen Stadt. Die Fäden für die Planung der vielseitigen Veranstaltungen des Zentrums laufen bei Anja Johannsen und Gesa Husemann zusammen.

Juliane, Bloggerin bei Litaffin, traf die beiden, um mit ihnen über Programmarbeit, Lesungsreihen, das Göttinger Publikum und die Vor- und Nachteile des Leseveranstaltungsbetriebs in einer mittelgroßen Stadt zu sprechen.
Das Gespräch können Sie hier nachlesen.

Doku: „Krimis und das dritte Reich“

Donnerstag, 21. April 2016

Dominique Manotti, Philip Kerr und Volker Kutscher sind drei Schriftsteller aus Europa, die sehr erfolgreich Krimis über eine Zeit schreiben, die bis heute noch nie Krimistoff war: das Dritte Reich. Die Nazi-Ära durfte bisher nicht Gegenstand von Unterhaltungsliteratur werden – so das unausgesprochene Tabu in Deutschland.

Die einstündige Dokumentation finden Sie in der Mediathek von ARTE.

156 Romane für Deutschen Buchpreis 2016 eingereicht

Montag, 18. April 2016

Knapp einhundert deutschsprachige Verlage schicken ihre Kandidaten ins Rennen für den Deutschen Buchpreis 2016: 98 Verlage haben in diesem Jahr insgesamt 156 Romane eingereicht. 72 Verlage kommen aus Deutschland, 13 aus Österreich und 13 aus der Schweiz. Ihre Titel sind nun in der Auswahl für den deutschsprachigen „Roman des Jahres“ 2016.

Von den vorgeschlagenen Titeln stammen 89 aus dem aktuellen Frühjahrsprogramm, 53 weitere werden im Herbst auf den Markt kommen. 14 Titel sind bereits im vergangenen Herbst erschienen. Jeder Verlag kann maximal zwei Titel für den Deutschen Buchpreis einreichen. Darüber hinaus können bis zu fünf weitere Titel empfohlen werden. Die Empfehlungsliste umfasst dieses Jahr 84 Romane. Daraus können die Juroren weitere Titel beim Auswahlprozess anfordern.

Bei ihrer ersten gemeinsamen Sitzung haben die Jury-Mitglieder den freien Kritiker Christoph Schröder als ihren Sprecher bestimmt. Der Jury gehören außerdem an: Thomas Andre (Hamburger Abendblatt), Lena Bopp (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Berthold Franke (Goethe-Institut Prag), Susanne Jäggi (Librium Bücher, Baden), Sabine Vogel (Berliner Zeitung) und Najem Wali (Autor und Kritiker, Berlin).

Die Jury kürt den Siegertitel in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Am 23. August 2016 erscheint die 20 Titel umfassende Longlist. Daraus wählen die Juroren sechs Titel für die Shortlist, die am 20. September 2016 veröffentlicht wird. Erst am Abend der Preisverleihung erfahren die sechs Autoren, wer von ihnen den Deutschen Buchpreis gewonnen hat.

17.4.: Marburger Autorenkreis stellt vor: „Gesammelte Zeit“

Freitag, 15. April 2016

Der Marburger Autorenkreis stellt im Café am Wilhelmsturm am Sonntag, 17. April, 11.00 Uhr seine neueste Anthologie ‚Gesammelte Zeit‘, Lyrik und Prosa, erschienen im Wendepunkt-Verlag, vor.

In der Lesung präsentieren einige der Autorinnen und Autoren Ausschnitte aus ihren in dem Band enthaltenen Texten. Zu hören sein werden dann Haikus, Gereimtes sowie Ungereimtes, Erzählungen und Kindergeschichten. Das Publikum ist eingeladen, über das Gelesene zu sprechen und auf diese Weise die Arbeit des Marburger Autorenkreises kennen zu lernen.

Der Eintritt ist frei!

2009 erschien der letzte Band ‚Lyrik und Prosa‘ mit Texten der Gruppe.

Mitglieder des Marburger Autorenkreises sind:
Tatjana Anderson, Carla Bayer-Cornelius, Heinrich Debus, Ingeborg Guba, Anja Hagemann-Becker, Gerhard Hauptmeier, Hans Horn, Gerd Kanke, Ute-Christine Klehe, Kristel Krombholz, Michael Krug, Eike Schniebs, Angelica Seithe, Maybirte Wenzel, Günter Wirtz, Reimer Wittmann, Ulla Wraneschitz

Call: Literaturfestival Erfurt

Freitag, 08. April 2016

Es geht auch mal ganz anders:
Im Rahmen des Literaturfestivals Erfurt, das in seinem ersten Jahr unter dem Motto „Festival der Un-lesbarkeit“ steht, wird Autoren ein Forum gegeben, eigene (gescheiterte) Buchprojekte, unvollendete Konzepte und unrealisierte Ideen vorzustellen. Bis zu fünf Autor*innen werden anhand des eingereichten Textes ausgewählt, welche im Juni in Erfurt präsentiert werden sollen.

Die Autor*innen erhalten eine Gage und die Reisekosten werden erstattet.
Vergabe an: Autorinnen und Autoren
Art: Wettbewerb / Preis
Kategorie: Prosa, Lyrik, Transdisziplinäres
Bewerbungsfrist: 30.4.2016

Weitere Informationen zum Call finden Sie hier.

Dokumentation: Die Wolkenbibliothek

Mittwoch, 06. April 2016

Hoch oben in einem entlegenen Dorf in den peruanischen Anden gibt es eine Bibliothek, die anders ist, als man sie sich in Europa vorstellt: Nach einem mehrtägigen Fußmarsch bringt ein Bibliothekar wie ein Bote die Bücher zu deren Lesern. Die „Bibliotecas rurales“, auch „Wolkenbibliotheken“ genannt, könnten der Bevölkerung helfen, sich gegen die Ausbeutung ihres Landes zu wehren.

Die einstündige Dokumentation finden Sie in der Mediathek von ARTE.

Tinderesting, Facecash und Holoporn: Unsere Sprache 2017

Dienstag, 05. April 2016

Studierende der Berliner Universität der Künste haben darüber nachgedacht, welche Wörter im Jahr 2017 Trend-Wörter sein könnten. Dabei erdachten sie die „Einländer“, den „Maskulizisten“ oder das Adjektiv „tinderesting“.

Jeden Dezember kommen sie, die Rückblicke auf die Wörter und Unwörter des Jahres. Dieses Jahr haben sich Studierende der Universität der Künste in Berlin dem Thema „Wörter des Jahres“ mit einem besonders eleganten und witzigen Dreh zugewandt: Sie haben ein „spekulatives Glossar“ der Wörter des Jahres 2017 erstellt.

Darin finden sich witzige, absurde und nicht ganz so absurde Ideen zu den sprachlichen Trends des übernächsten Jahres. Hier eine Auswahl:

„Einländer“ – Menschen, die ihr Geburtsland noch nie verlassen haben

„gedroned“ – per Drohne übermittelt

„Grundi“ – ein Mensch, der bedingungsloses Grundeinkommen bezieht

„tinderesting“ – Man empfindet eine Person als tinderesting, wenn man sich mit ihr zwar eine gemeinsame Nacht vorstellen kann, sie aber zugleich für nicht dialogfähig hält.

Der Literaturwissenschaftler Stephan Porombka, Professor an der Universität der Künste, hat das Projekt initiiert und erzählt bei Deutschlandradio Kultur, was uns gehobener Quatsch über unsere Zeit und die Zukunft sagen kann.

Zum Beitrag geht es hier entlang.