Archiv für den Monat Dezember 2015

IMPRESS. Druckgrafische Symposien des BBK Leipzig e.V.

Montag, 28. Dezember 2015

Aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des BBK LEIPZIG e.V. zeigt das Museum für Druckkunst aktuelle Arbeiten, die im Rahmen der druckgrafischen Symposien des Vereins im Sommer 2015 in Leipzig und Umgebung entstanden sind. Die Ausstellung wird ergänzt durch Werke aus über zwei Jahrzehnten. Erstmals wird eine Auswahl der beachtlichen Resultate der Symposien in einer gemeinsamen Schau präsentiert. Die alljährlich stattfindenden Symposien in Kooperation mit mehreren Druckwerkstätten vermitteln einen Überblick über die Tendenzen in der zeitgenössischen Druckgrafik im Hoch-, Tief- und Flachdruck. Die über 60 ausgewählten Grafiken zeigen, wie vital, innovativ und facettenreich diese Techniken sind.

Unter den Teilnehmern sind sowohl Leipziger als auch internationale Künstler. Neben der Vernetzung steht vor allem die Förderung des künstlerischen Nachwuchses sowie die Schaffung von Arbeitsbedingungen im Vordergrund, die es den teilnehmenden Künstlern ermöglichen, frei von finanziellen Belangen zu arbeiten und sich untereinander auszutauschen. Die Teilnehmer der Symposien werden von Fachjurys ausgewählt und erhalten die Möglichkeit, sich über mehrere Wochen intensiv mit einer Drucktechnik auseinanderzusetzen.

Ergänzt wird die Schau IMPRESS durch historische Druckpressen aus dem Museum. Bei einem Rundgang durch die Dauerausstellung können die Drucktechniken und ihre Geschichte aktiv erlebt werden.

Öffentliche Führung: Sonntag, 24.01.2016,12 Uhr:
Schwerpunkt Tiefdruck mit Reinhard Rössler (Künstlerhaus Hohenossig)

Druckvorführung: Sonntag, 17.1.2016, 12 Uhr

Workshop Lithografie und Linolschnitt:
Sonntag, 17.1.2016, 13-16 Uhr
Ab 7 Jahren
Preis: 12 € / ermäßigt 9 € / Familie 25 € (incl. Material)

Voranmeldungen erbeten: Tel. 0341/23162-0 oder info@druckkunst-museum.de

Zur Website des Museums geht es hier entlang.

 

Frankfurter Poetikvorlesungen 2016

Sonntag, 27. Dezember 2015

Marcel Beyer „Das blinde (blindgeweinte) Jahrhundert“

Marcel Beyer, einer der bedeutendsten Autoren der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, wird im Wintersemester 2015/16 die Frankfurter Poetikvorlesungen halten. Unter dem Titel „Das blinde (blindgeweinte) Jahrhundert“ wird er ab dem 12. Januar an fünf aufeinanderfolgenden Dienstagen über Grundlagen und Bedingungen seines literarischen Schaffens sprechen.

Der scharfsinnige und akribische Spracharbeiter Marcel Beyer wird die erfolgreiche Tradition der Frankfurter Poetikvorlesungen sicherlich um ein eindrucksvolles Kapitel erweitern. Sein Debütroman „Menschenfleisch“ erschien 1991. Beyers zweiter Roman „Flughunde“ (1995) avancierte auch international zu einem großen Erfolg. Ebenso wie „Flughunde“ verhandelt auch „Spione“ (2000) Geschichte(n) des Dritten Reichs. Sein vorläufig letzter Roman „Kaltenburg“ erschien 2008 und taucht tief in die deutsche Zeitgeschichte der vergangenen 70 Jahre ein. Die intensive Auseinandersetzung mit zeithistorischen Themen bestimmen auch die lyrischen Veröffentlichungen (u.a. „Erdkunde“ 2002, „Graphit“ 2014) und Erzählungen (u.a. „Vergesst mich“ 2006, „Putins Briefkasten“ 2012). Für sein Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so erhielt er den Uwe-Johnson-Preis (1997), den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln (2001) und war Stadtschreiber von Bergen-Enkheim (2012). Des Weiteren wurden ihm der Kleist-Preis sowie der Oskar-Pastior-Preis (beide 2014) zugesprochen.

Dienstag, 12.1., 19.1., 26.1., 2.2., 9.2. 2016, jeweils 18 Uhr c.t.
Ort: Campus Westend, Audimax der Goethe Universität (Hörsaalzentrum HZ1&2)
Der Eintritt ist frei

Über einen der letzten Bleisatz-Drucker Deutschlands

Samstag, 26. Dezember 2015

Katharina Borchardt von Deutschlandradio Kultur hat Martin Z. Schröder in seiner Druckerei in Berlin-Weißensee besucht, hat sich von ihm erklären lassen, warum er bei der Arbeit eine Krawatte trägt, und hat einen kompletten Satz- und Druckvorgang miterlebt. Eine spannende Innenansicht!

Zum Beitrag von Deutschlandradio Kultur geht es hier entlang.

 

Es weihnachtet sehr..

Freitag, 25. Dezember 2015

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich wünsche Ihnen frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und, falls Sie nicht mehr vorbeilesen, einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten – ein Gespräch über Buchkunst

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Das grafisch schönste Buch des Jahres – so urteilten Kritiker über J.J. Abrams und Doug Dorsts „S. – Das Schiff des Theseus“. Der Drucker Martin Z. Schröder widerspricht: Durch „technisches Brimborium“ und schrille Effekte entstehe keine Buchkunst.

Zum Beitrag von Deutschlandradio Kultur geht es hier entlang.

 

Ausstellung: Kinderwelten. 60. internationale Kinderbuchausstellung im Klingspor-Museum

Samstag, 19. Dezember 2015

Seit nunmehr 60 Jahren zeigt das Klingspor-Museum am Jahresende die schönsten Kinderbücher aus vielen Ländern. Längst ist die Ausstellung zur Institution geworden und lockt in jedem Jahr zahlreiche kleine und große Bilderbuchliebhaber. In diesem Jahr ist ein großer Teil der Ausstellung dem Rückblick auf diese 60 Jahre gewidmet.

Die ausgewählten Bücher zeigen nicht nur den Wandel der Themen und der Illustrationsstile, sondern auch ein sich wandelndes Verständnis, was das Kinderbuch vermitteln soll. Spätestens seit den siebziger Jahren begann sich das Kinderbuch zu emanzipieren und räumte mit der vermeintlich heilen Kinderwelt auf. Relevante Themen der Zeit fingen nun an, einen breiteren Raum einzunehmen. Ob Raumfahrt, Umweltzerstörung oder Atomkraft, der gesellschaftliche Diskurs findet seinen Niederschlag im Kinderbuch. Natürlich dürfen in der Ausstellung auch Klassiker, die Generationen Kindern begleitet haben, wie die Raupe Nimmersatt und Janoschs Tiger und Bär nicht fehlen. Mancher kann sein Lieblingsbuch der Kindheit wiederentdecken.

Über 30 Verlage aus dem In- und Ausland haben etwa 100 Neuausgaben zur Verfügung gestellt, die auf Lesetischen und Vitrinen zum Blättern, Schauen, Lesen und Vorlesen einladen. Auch das zeitgenössische Bilderbuch eröffnet einen spannenden Blick auf aktuelle Wünsche an Kindheit und Erziehung und kann als Spiegel gesellschaftlicher Konventionen und kindlicher Lebenswelt gelesen werden, worauf die Ausstellung der Neuerscheinungen ein besonderes Augenmerk legt.

Die tierischen Helden werden in diesem Jahr durch die Originalzeichnungen und Skizzen der Stipendiatin des Troisdorfer Bilderbuchstipendiums Anja Mikolajetz für ihr 2015 erschienenes Kinderbuch »Das Herz des Affen« bereichert. Ein umfangreiches Programm aus offenen Workshops, Mitmachtheater und Gesprächen begleitet die Ausstellung.
Die Vereinigung »Freunde des Klingspor-Museums« übernimmt auch in diesem Jahr den Eintrittspreis für die kleinen Besucher der Ausstellung.

Hier geht es zur Website des Museums

 

über lesen – Kommentare

Freitag, 18. Dezember 2015

Lesen ist eine der ältesten und wichtigsten Kulturtechniken überhaupt und eng mit dem Medium Buch verbunden. Wie lesen wir? Inwieweit geht Lesen über das reine und direkte Erfassen von Buchstaben hinaus? Gehört zum Lesen – neben der Wahrnehmung der reinen Textebene – nicht auch das Erfassen grafischer und bildnerischer Ebenen?

Das buchlabor – Institut für Buchforschung (i. Gr.) der FH Dortmund versucht mit der Publikation über lesen, die im Rahmen des Ausstellungsprojektes dialoge über bücher erscheint, Antworten auf einige dieser Fragen zu geben. Das Buch lässt unterschiedliche Protagonisten zu Wort kommen, die sich in ihrem Alltag oder Berufsleben mit Büchern beschäftigen – Professoren, Studierende, Grafiker, Schriftgestalter, Künstler und Autoren. Das Buch versteht sich nicht als Leitfaden, sondern vielmehr als Kommentar – als Beitrag zu einer anhaltenden Diskussion über die Rolle und Bedeutung des geschriebenen Wortes. Parallel zur Publikation wurde eine Website ins Leben gerufen, die die Inhalte und Prozesse des Buches durch Bilder, Filme und Audiobeiträge auf digitaler Ebene fortsetzt.

Mara-Cassens-Preis an Verena Boos

Donnerstag, 17. Dezember 2015

„Dieser Roman ist große Erzählkunst und wirkt weit über das aktuelle Tagesgeschehen hinaus“, schreibt die Jury des Hamburger Literaturhauses.
Boos‘ Roman erschien 2015 im Aufbau Verlag. Es behandelt die Verstrickungen des spanischen Franco-Regimes mit dem deutschen Nationalsozialismus. Die Auszeichnung, die Boos am 7. Januar 2016 erhält, wird seit 1970 verliehen.

Mehr über den Mara-Cassens-Preis erfahren Sie hier

 

Der Bund reformiert das Urheberrecht – was ändert sich?

Donnerstag, 17. Dezember 2015

Thomas E. Schmidt von der ZEIT führte ein Interviews mit Bundesjustizminister Heiko Maas über die Folgen des reformierten Urheberrechts.
Ein spannendes Thema für diesen Blog, wie ich finde.

Zum Interview geht es hier entlang

 

Über Büchersammler

Donnerstag, 10. Dezember 2015

In der FAZ hat Hannes Hintermeier einen erfrischenden Beitrag über Büchersammler geschrieben, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Wir erfahren etwas über muffige Keller der Großeltern, in denen alles begann, bis hin zu Flitterwochen, die wegen der Sammelleidenschaft abgebrochen werden mussten.

Den Artikel finden Sie hier – viel Vergnügen!