Archiv für den Monat November 2015

Autorenlesung: Frank Wenzel am 30.11. in Marburg

Dienstag, 17. November 2015

Frank Witzel liest aus:

Die Erfindung der Roten Armee Fraktion
durch einen manisch depressiven Teenager im Sommer 1969
Gudrun Ensslin eine Indianersquaw aus braunem Plastik und Andreas Baader ein Ritter in schwarzglänzender Rüstung? Die Welt des kindlichen Erzählers dieses mitreißenden Romans, der den Kosmos der alten BRD wiederauferstehen lässt, ist nicht minder real als die politischen Ereignisse, die jene Jahre in Atem halten und auf die sich der 13-Jährige seinen ganz eigenen Reim macht. Frank Witzel ist es in dieser groß angelegten fantastischen literarischen Rekonstruktion des westlichen Teils Deutschlands gelungen, ein Spiegelkabinett der Geschichte im Kopf eines Heranwachsenden zu errichten. Erinnerungen an das Nachkriegsdeutschland, Ahnungen vom Deutschen Herbst und Betrachtungen der aktuellen Gegenwart entrücken ihn dabei immer weiter seiner Umwelt. Das dichte Erzählgewebe ist eine explosive Mischung aus Geschichten und Geschichte, Welterklärung, Reflexion und Fantasie: ein detailbesessenes Kaleidoskop aus Stimmungen einer Welt, die ebenso wie die DDR 1989 Geschichte wurde.
Frank Witzel, geboren 1955 in Wiesbaden, lebt als Schriftsteller und Musiker in Offenbach.
2012 wurde er ausgezeichnet mit dem Robert Gernhardt Preis und 2015 erhielt er den Deutschen Buchpreis.
30.11.2015, 20:00 Uhr
Hessisches Landestheater Marburg

Leseförderung für alle: „Ich schenk dir eine Geschichte“ zum Welttag des Buches 2016 auch als Bilder-Geschichte

Montag, 16. November 2015
Das Welttagsbuch feiert 20-jähriges Jubiläum /  Erweiterte Ausstattung für Integrations- und Willkommensklassen / Bestellung ab 30. November

Zum UNESCO-Welttag des Buches am 23. April 2016 erscheint das Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“ zum 20. Mal. Zusätzlich zum Volltext wird Annette Langens Titel „Im Bann des Tornados“ durch einen eigenständigen, mehr als 30-seitigen Bilder-Teil in einer Art Comicversion erweitert. Das Buch ist damit auch für Integrations- und Willkommens-Klassen geeignet. Ziel ist es, nicht-deutschsprachigen und insbesondere Flüchtlingskindern einen Einstieg die Welt der Literatur zu ermöglichen und somit einen Beitrag zur Inklusion zu leisten. Die Aufteilung in Geschichte und Bilder-Geschichte wird bei künftigen Ausgaben beibehalten werden. Projektpartner dieser Aktion sind der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., die Stiftung Lesen, der cbj Verlag, die Deutsche Post und das ZDF.

1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Inspiration war der katalanische Brauch, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. In Deutschland erhalten seit 1996 jährlich mehr als 800.000 Schülerinnen und Schüler das Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“ in ihrer Wunschbuchhandlung. Die Aktion ist eine deutschlandweite Kampagne zur Leseförderung. Mit dem Welttagsbuch soll den Kindern der 4. und 5. Klassen bundesweit die Freude am Lesen vermittelt werden.

www.welttag-des-buches.de

Ausstellung: Die DUCKOMENTA, Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

Sonntag, 15. November 2015
Wie sähen die berühmtesten Werke und Funde der Kunst- und Kulturgeschichte aus, wenn sie nicht von Menschen-, sondern von Entenhand erschaffen worden wären?

Ursprünglich als Fingerübung innerhalb eines Kunstseminars entstanden, erschuf die Künstlergruppe interDuck mit der DUCKOMENTA ein imaginäres Weltkultur-Enten-Erbe und begeistert damit nicht nur die Fans von Donald, Daisy, Dagobert und Co. Bei diesen einzigartigen Kunstwerken handelt es sich nicht um Computermanipulationen, sondern um handgefertigte Malereien, Skizzen und Plastiken.

Von der im Eis gefundenen Mumie der Ur-Ente Dötzi zur Büste der ägyptischen Königin Duckfretete, über weltberühmte Gemälde wie die Mona Lisa bis hin zur modernen Stilrichtung der Baumaus enthält die DUCKOMENTA liebevolle Reminiszenzen an die Meilensteine der Kunst voller Witz und Fantasie. Begleitet werden die abgebildeten Exponate von augenzwinkernden Kommentaren und humorvollen bis nachdenklichen Einsichten rund um die Wahrheit und Wirklichkeit der Enten in der Kunst.

In den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim sind noch bis zum 24. April 2016 Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Fotografien mit Schnabel, Plattfüßen und Federn zu sehen.

interDuck ist eine Gruppe aus Designern, Künstlern, Filmemacher, Architekten und Geisteswissenschaftlern. Seite 1986 fühlt sie sich dazu berufen, die Geschichte der Welt in Form eines Enten-Paralleluniversums zu erzählen. Mit großem Erfolg fanden bereits Ausstellungen an mehreren Orten, unter anderem in Rotterdam, statt.

The Duckomenta / Ausstellung
Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
13.9.15–24.4.2016
Öffnungszeiten: Di–So, 11–18 Uhr

Dokumentation bei Arte: Europa und seine Schriftsteller

Samstag, 14. November 2015

Christine Angot, Jean-Christophe Bailly und Marie Darrieussecq – bedeutende französische Schriftsteller der heutigen Zeit – erzählen von einem vielfältigen, bunten und manchmal widersprüchlichen Frankreich. Die Autoren berichten vom Verlust der Kindheit und erwecken die Gespenster der Vergangenheit schreibend wieder zum Leben.

Die einstündige Dokumentation können Sie hier in der Mediathek von Arte sehen.

Vernissage am 27.11.: Papier ist für die Ewigkeit. Gutenberg-Museum Mainz

Samstag, 14. November 2015
 27. November, 18:00 Uhr

Die amtierende Mainzer Stadtdruckerin Angela Glajcar kreiert eigens für das Gutenberg-Museum eine monumentale begehbare Skulptur aus Papier: Licht und Schatten, gerade und gerissene Kanten, geometrische oder asymetrische Formen eröffnen faszinierende Einblicke und ermöglichen durch die akustische Relevanz der Arbeit eine neue Raumwahrnehmung. Aus Papier geformt, wirken Angela Glajcars schwebende Arbeiten trotz ihrer skulputuralen Präsenz zart und leicht. Das Gutenberg-Museum ist stolz darauf, die international gefragte Künstlerin mit einer Sonderausstellung in Mainz präsentieren zu können. Eröffnung mit Joachim Król als Laudator.

Weitere Infos erhalten Sie auf der Website des Museums.

Renate-Chotjewitz-Häfner-Förderpreis 2015

Freitag, 06. November 2015

Preisverleihung und Lesung mit Doris Lerche

24. November, Hessisches Literaturforum im Mousonturm

Zum fünften Mal wird der Renate-Chotjewitz-Häfner-Förderpreis für Autorinnen in diesem Jahr vergeben. Benannt wurde der Preis nach seiner Stifterin, Renate Chotjewitz-Häfner (1937 – 2008), der langjährigen Vorsitzenden des Verbands deutscher Schriftsteller in Hessen. Besonders am Herzen lag ihr die Literatur von Frauen. Testamentarisch stellte sie einen Geldbetrag für die Förderung von Autorinnen aus Hessen zur Verfügung. Nach Anna Rheinsberg (2011), Ulrike A. Kucera (2012), Nadja Einzmann (2013) und Ursula Flacke (2014) ist in diesem Jahr Doris Lerche die fünfte Trägerin des Renate-Chotjewitz-Häfner-Förderpreises.

Doris Lerche, Jahrgang 1945, studierte Psychologie, Kunstpädagogik und Buchillustration. Seit 1975 arbeitet sie als freie Schriftstellerin, Zeichnerin und als Gestalt-Therapeutin in Frankfurt. Sie war eine der ersten Satirikerinnen der Bundesrepublik, außerdem veröffentlichte sie satirisch-poetische Erzählungen und Romane,  mit denen sie ebenso erfolgreich war wie mit ihren Zeichnungen. Doris Lerche war Initiatorin und langjährige Mitarbeiterin der Frankfurter Romanfabrik.

Laudatio: Peter Zingler

Mod.: Alexander Pfeiffer

Eine Veranstaltung des VS Hessen, gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main sowie vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Eintritt: 7,-/4,-

Frankfurter Literaturtelefon im November

Mittwoch, 04. November 2015

Im November lesen zwei Autorinnen aus dem „Literaturclub Frauen aus aller Welt“. Darin haben sich Migrantinnen zusammengefunden, die aus dem Projekt einer Sprach- und Schreibwerkstatt ein Projekt entwickelten, die deutsche Sprache als Literatursprache zu erobern.

Die Autorinnen lesen der Anthologie „Die Frankfurterinnen“.
Das Buch ist im Größenwahn Verlag erschienen.

Tamara Labas-Primorac ist in Zagreb, Kroatien, geboren. Sie kam als Kleinkind mit ihren Eltern nach Frankfurt am Main. Die Gymnasialzeit verbrachte sie in Frankfurt und teilweise in Zagreb. Das Studium der Germanistik und Kunstgeschichte absolvierte sie an der Goethe-Universität Frankfurt. Autorin; Psychoanalytische Paar-, Familien- und Sozialtherapeutin; staatlich anerkannte Übersetzerin für die Sprachen Kroatisch und Serbisch. Mit sechzehn Jahren las sie Sigmund Freud und verglich in ihrer Abiturabschlussarbeit Karen Horneys und Freuds Neurosenlehre. Auch die Freude zu schreiben, hatte sie früh entdeckt. Erzählte, beobachtete und eigene Erfahrungen bilden die Inspirationsquelle für ihre lyrischen Texte, Erzählungen und Kurzgeschichten.
Dr. Susanne Czuba-Konrad lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. 1965 in Bonn geboren, studierte sie Literaturwissenschaft und Geschichte. 1995 promovierte sie über Goethes „Wahlverwandtschaften“. 2005 erschien ihr erster Roman „Camilles Schatten“. Die Autorin hat Fachbücher zu den Themen „Integration“ und „Kreatives Schreiben“ veröffentlicht, ferner zahlreiche literarische und redaktionelle Beiträge. Schwerpunkte ihrer schriftstellerischen Arbeit sind der Entwicklungsroman sowie Prosa zu den Themen Migration, Heimat, lokale Identität.

Wählen Sie also: 069/ 24246021

Umfrage: Bücher im Wohnzimmer sind ein Muss

Dienstag, 03. November 2015

Schöner Wohnen geht nur mit Büchern? Vorsicht Buch! hat nachgefragt und herausgefunden: Für über 53,2 Prozent der Menschen in Deutschland ist ein Wohnzimmer ohne Bücher unvorstellbar. Frauen zeigen dabei mit durchschnittlich 59,1 Prohttp://www.boersenverein.de/de/portal/index.html?meldung_id=1041542zent noch mehr Liebe zum Bücherregal als Männer mit durchschnittlich 46,9 Prozent. Unterschiede gibt es auch bei den Bundesländern: Leben die meisten Regalfans in Thüringen, legen die Berliner nicht ganz so viel Wert auf Bücher im Wohnzimmer.

Die komplette Nachricht können Sie hier weiterlesen.

Doku: Fünf Tage mit Jonathan Franzen (Arte)

Montag, 02. November 2015

Der 2010 erschienene Roman „Freiheit“ von Jonathan Franzen war ein Medienereignis – ganz gegen die Natur des in sich gekehrten Superstars, zu dem Franzen 2001 mit seiner Saga „Die Korrekturen“ völlig unerwartet wurde. Warum werden seine Bücher millionenfach gelesen? Arte begleitet ihn auf Lesereise und versucht, dem Geheimnis seines Erfolgs auf die Spur zu kommen.

Das Video ist unter diesem Link abrufbar.