Archiv für den Monat Juni 2015

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2015

Montag, 29. Juni 2015

„Der Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels hat den deutschen Orientalisten, Schriftsteller und Essayisten Navid Kermani zum diesjährigen Träger des Friedenspreises gewählt.
Die Verleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am Sonntag, 18. Oktober 2015, in der Paulskirche statt und wird live im ZDF übertragen. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25.000 Euro dotiert. Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, gab den Preisträger zur Eröffnung der Buchtage Berlin 2015 bekannt.

In der Begründung des Stiftungsrats heißt es:
„Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein im Jahr 2015 an Navid Kermani. Der deutsche Schriftsteller, Orientalist und Essayist ist eine der wichtigsten Stimmen in unserer Gesellschaft, die sich mehr denn je den Erfahrungswelten von Menschen unterschiedlichster nationaler und religiöser Herkunft stellen muss, um ein friedliches, an den Menschenrechten orientiertes Zusammenleben zu ermöglichen. Seine wissenschaftlichen Arbeiten, in denen er Fragen der Mystik, der Ästhetik und der Theodizee insbesondere im Raum des Islam nachgeht, weisen Navid Kermani als Autoren aus, der mit großer Sachkenntnis in die theologischen und gesellschaftlichen Diskurse einzugreifen vermag. Die Romane und Essays von Navid Kermani, insbesondere aber auch seine Reportagen aus Krisengebieten zeigen, wie sehr er sich der Würde des einzelnen Menschen und dem Respekt für die verschiedenen Kulturen und Religionen verpflichtet weiß, und wie sehr er sich für eine offene europäische Gesellschaft einsetzt, die Flüchtlingen Schutz bietet und der Menschlichkeit Raum gibt.“

© Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

Hier geht es zur Website von Navid Kermani

Verzeichnis Hamburger Antiquariate

Donnerstag, 25. Juni 2015

Das letzte Verzeichnis „Hamburger Antiquariate“ stammt aus dem Jahr 2012, da war es Zeit für eine Neuauflage.

Das jetzt neu erschienene Faltblatt listet 23 Antiquariate mit Spezialgebieten, Adresse und Kontaktinformationen auf. Neu aufgenommen wurden drei Auktionshäuser, die regelmäßig auch Buchversteigerungen durchführen und Versandantiquariate, die Besuche nach Voranmeldung anbieten.

Gestaltet wurde das Verzeichnis von Johanna Höflich.

Das PDF zum Download gibt es hier. Auf Anforderung per E-Mail oder Telefon (040 85 12 700) schickt Ulrich Lölke vom Antiquariat ATLAS es Ihnen auch kostenlos zu.

Frankfurter Sommer-Bouquinistenmarkt: 11. Juli

Dienstag, 23. Juni 2015

Am Samstag, den 11. Juli 2015 von 10 Uhr bis 16 Uhr findet im Innenhof des „Haus des Buches“, Braubachstrasse 16, der „Sommer-Bouquinsitenmarkt“ statt.

Wer noch besondere Leselektüre für Sommermonate finden möchte, ist recht eingeladen auf dem Frankfurter Bouquinistenmarkt zu stöbern. Mehrere Antiquariate, fliegende Buchhändler und private Sammler aus dem Rhein-Main Gebiet bieten ein breit gefächertes Sortiment von Taschenbüchern bis zu ausgewählten Stücken aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Frankfurt hat seit 2012 – wie Paris und verschiedene deutsche Großstädte – einen regelmäßigen Bouquinistenmarkt. Der Bouquinistenmarkt soll ein Ort des Stöberns und Entdeckens sein, eine geistige Anregung für Wochenendflaneure und Connaisseurs.

Veranstalter ist die „InitiativeBouquinistenmarkt“. Die Idee hatte der leidenschaftliche Sammler und Designer Stefan Beuttler, der auch den Bouquinistenmarkt beim „Langen Tag der Bücher“ am Schauspiel Frankfurt und am Haus am Dom ins Leben gerufen hat.

Für die Veranstaltung stellt der Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wieder den Hof des Hauses des Buches in der Braubachstrasse 16 zur Verfügung.

Frankfurter Bouquinistenmarkt am Haus des Buches
Samstag, den 11. Juli 2015
10 Uhr bis 16 Uhr
Innenhof des Haus des Buches
Braubachstrasse 16
60311 Frankfurt

Lesung & Gespräch: „Voller Entsetzen, aber nicht verzweifelt“. Die Tagebücher von Mihail Sebastian.

Donnerstag, 18. Juni 2015

Außerhalb Rumäniens war der jüdische Schriftsteller Mihail Sebastian (1907-1945) lange Zeit nur Eingeweihten bekannt. Bewegte er sich zunächst noch in den Intellektuellenzirkeln um Nae Ionescu und Mircea Eliade, wurde er in den 1930ern aufgrund seiner Herkunft und des zunehmenden Antisemitismus zum Paria. Seine Tagebücher aus dieser Zeit wurden bei ihrer Veröffentlichung jedoch zu einer literarischen Sensation und von Autoren wie Philip Roth und Arthur Miller gewürdigt – die deutsche Kritik verglich sie mit den Tagebüchern Anne Franks und Victor Klemperers.

Roland Erb, Lyriker und Übersetzer u.a. aus dem Rumänischen, ordnet Mihail Sebastians Werk an diesem Abend kommentierend ein, Auszüge werden von NN gelesen.

Bitte beachten Sie: Ursprünglich sollte der Schauspieler Robert Stadlober die deutschen Texte lesen, ist jedoch kurzfristig verhindert, was erst nach Drucklegung unseres Printprogrammes feststand! Wir bitten, dies zu entschuldigen.

In Kooperation mit dem Rumänischen Kulturinstitut Berlin und CROM.

Eintritt: 7,-/4,-

Samstag, 27.06.15

Hessisches Literaturforum im Mousonturm e.V.
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

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Ausstellung: Lieblingsorte im Literaturland Hessen

Montag, 15. Juni 2015

Lieblingsorte im Literaturland Hessen – das sind Bibliotheken und Hängematten, grüne Parklandschaften, verschwiegene Lese-und Schreiborte und immer wieder Schauplätze aus der Literatur. Der Fotowettbewerb von hr2-kultur, hr-online, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Sparda-Bank Hessen und dem Photokontor Kittel hat diese Lieblingsorte ins Bild gesetzt. Die besten Fotos werden nun ausgezeichnet. Zur feierlichen Preisverleihung lesen Katharina Bach und Torben Kessler Texte von Marie Luise Kaschnitz, Peter Kurzeck, Wilhelm Genazino und anderen. Im Anschluss eröffnet die von Gerd Kittel kuratierte Fotoausstellung. Bis zum 12. Juli 2015 sind die preisgekrönten Bilder und weitere ausgewählte Fotos im Arkadensaal des Freien Deutschen Hochstifts zu sehen.

Eine Kooperation von hr2-kultur, hr-online, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Sparda-Bank Hessen eG, dem Photokontor Kittel und dem Frankfurter Goethe-Haus / Freien Deutschen Hochstift.

Ort: Frankfurter Goethe-Haus / Freies Deutsches Hochstift
Eintritt: 7,- / 3,-

Goethe-Museum / Freies Deutsches Hochstift
Großer Hirschgraben 23 – 25
D 60311 Frankfurt am Main
Telefon +49 (0) 69 138800
Fax +49 (0) 69 13880222

Hermann Hesse über Bücher:

Donnerstag, 11. Juni 2015

Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Böden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken.

Frankfurter Lyriktage: 10. bis 20. Juni 2015

Montag, 08. Juni 2015

Aus der Ankündigung:

„Zu den Glücksfällen der deutschsprachigen Literatur gehört die Lyrik dieser Jahre. Sie zeugt von einer Kunst auf der Höhe der Zeit, die in wenigen Versen die Welt neu sehen lehrt. Gedichte schöpfen aus einem unendlichen Reservoir an Bildern, Rhythmen und Klängen – und sind doch mehr als virtuose Sprachspiele. Sie erkunden intensiv und extensiv unsere Wirklichkeit: die der Menschen, aber auch die der Dinge, Tiere, Pflanzen und Landschaften. Gedichte folgen mehr denn je den Spuren der Zeit und scheuen weder Irritationen noch Verschiebungen, um eine Magie zweiter Ordnung zu erzeugen. Ihre Widerständigkeit gegen große Gefühle, Ideen und abstrakte Begriffe zeigt sich dort am stärksten, wo sie ihr eigenes System ausbilden: „Der Dichter betont stets – er erzeugt den Schall, den Klaps, den Knacks im Holz, den Rausch, das Rauschen in den Wipfeln“, so Thomas Kling. Keiner wusste deshalb auch besser als er, dass die Poesie dort am stärksten wirkt, wo sie laut gelesen wird. Die Frankfurter Lyriktage des Jahres 2015 versammeln bedeutende Stimmen der deutschsprachigen (und internationalen) Gegenwartslyrik – Stimmen, die dafür stehen, die Poesie formal wie gedanklich voranzubringen. Dass wir auf ein Motto verzichtet haben, öffnet den Raum für unterschiedliche Veranstaltungen, die jeweils einen eigenen Schwerpunkt setzen. Die Lyrikszene ist so vielschichtig und vielstimmig wie lange nicht mehr. Um ihr eine Bühne zu geben, veranstalten wir die Frankfurter Lyriktage 2015.“

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Das Programm als PDF

 

Ans Licht gebracht – Hugo Steiner-Prag und die neue Buchkunst

Donnerstag, 04. Juni 2015

Ausstellung im Klingspor Museum in Offenbach bis 28. Juni 2015

Hugo Steiner-Prag (1880 – 1945) gehört zu den Protagonisten einer neuen Buchkunst in Deutschland, die in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts eine Blütezeit erlebte. Lange Zeit unbeachtet, schlummerte ein Teilnachlass aus47 Konvoluten mit grafischen und buchkünstlerischen Arbeiten des Künstlers im Klingspor Museum. Nachdem jetzt die knapp 200 Originalzeichnungen, Skizzen und Andrucke aus den Jahren 1901 bis 1943 gesichtet wurden, werden sie in einer Ausstellung präsentiert. Die Schau wirft auch ein Schlaglicht auf das Leben Steiner-Prags, der in den zwanziger Jahren ein vielbeachteter Künstler und Lehrer war und wenige Jahre darauf Deutschland als Jude verlassen musste.

Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag, Freitag: 10 bis 17 Uhr,

Mittwoch 14. bis 19 Uhr,

Samstag, Sonntag und an Feiertagen  11 bis 16 Uhr.

Nähere Infos finden Sie hier.

Buchherstellung im Mittelalter

Montag, 01. Juni 2015

 

Das Mittelalter begann mit der Etablierung des gebundenen Buches. Wie heute war seine Herstellung ein aufwändiger Prozess, an dem nicht selten mehrere Personen beteiligt waren.

Handschriften des Mittelalters
Es begann mit der Durchsetzung des gebundenen Buches und endete mit der Erfindung des Buchdrucks. Dazwischen liegt die tausend- jährige Geschichte des Aufbruchs in ein neues Medienzeitalter.
Das Mittelalter brachte Europa die Verwendung des Papiers, eine Vielfalt an Schriftarten, die meisten der heute gebräuchlichen Satzzeichen, prägende Innovationen der Textgestaltung und eine neue Qualität der Bebilderung und Textillustration – und legte damit das Fundament für die Medienkultur der Gegenwart. Im Mittelalter blühten Bibliothek und Archiv, deren reiche Überlieferung den Aufbruch im Zeichen der Schrift bis heute sichtbar macht.
Die Geschichte mittelalterlicher Schriftkultur ist Grundlage für das Verständnis der Gegenwart. Doch obwohl immer mehr mittelalterliche Handschriften über das Internet zur Verfügung stehen, ist das Grundwissen um ihre Entstehungsgeschichte im Rückgang begriffen.

Der Beitrag entstand im Rahmen des Projekts „Mittelalterliche Geschichte“.

Eine Sin Cinema Filmproduktion
Konzept und Regie: Mathias Kluge und Tim Reischmann