Archiv für den Monat Februar 2015

Bücher mit der Smarphone-App von LChoice bestellen und damit den Einzelhandel stärken.

Montag, 16. Februar 2015

Viele Buchhändler „an der Ecke“ leiden unter Anbietern wie Amazon. Mit der „LChoice“-App wird jede Buchhandlung zum Online-Shop.

Während das Geschäft bei Amazon brummt, kämpfen viele stationäre Buchhandlungen ums nackte Überleben. Der Trend zum bequemen Online-Shopping trifft dabei nicht nur kleine Läden; auch Ketten wie Thalia, Hugendubel oder der mittlerweile insolventen Weltbild-Gruppe bläst der Wind kräftig ins Gesicht. Während die „Großen“ über eigene Online-Shops verfügen, lohnt sich für Einzelhändler der Betrieb oft nicht.

Einkauf via Fingergeste oder QR-Code

Hier setzt LChoice an: Jeder Buchhändler kann sich bei dem seit rund einem Jahr aktiven Dienst registrieren. Als Kunde rufen Sie die App auf und suchen nach dem gewünschten Buch. Der Datenbestand umfasst bereits mehr als eine Million Titel; demnächst folgen auch CDs und DVDs. Charts wie die Spiegel-Bestsellerliste erleichtern das Auffinden von aktuell stark nachgefragten Werken. Alternativ erfassen Sie mit dem in der App integrierten Scanner einen QR-Code, den Sie zum Beispiel auf einem Werbeplakat für einen Bestseller entdeckt haben. Im nächsten Schritt blendet die App automatisch den nächstliegenden Buchhändler in der Umgebung ein. Per Fingertipp bestellen Sie bei ihm das Buch – fertig.

Unter Umständen schneller als Amazon

Hat der Händler das Buch vorrätig, reserviert die App es automatisch. Das Buch kann von Ihnen umgehend abgeholt werden – schneller ist auch Amazon nicht. Ansonsten erfolgt die Bestellung durch den Buchhändler; in der Regel ist das Buch dann am Folgetag da. Wer es nicht zum Laden schafft, lässt sich die Ware nach Hause schicken.

» Download: LChoice für iOS aus dem App Store herunterladen
» Download: LChoice für Android aus dem Google Play Store herunterladen

Keine Konkurrenz, sondern Zusatzservice

Der Ansatz der LChoice-App ist für den Buchhändler insofern interessant, als das Unternehmen selber keinen Buch-Shop betreibt, sondern lediglich die Bestellplattform anbietet. Kostenlos gibt es den Service natürlich nicht: Drei Prozent von jedem Bestellwert muss der teilnehmende Händler an LChoice als Provision abführen. Eine Grundgebühr, die auch dann anfällt, wenn keine Order eingehen, gibt es aber nicht. Für Kunden ist der Dienst kostenlos.

Quelle: computerbild.de

Poetry Slam Spezial: am 24.2. im KFZ Marburg „Die Erzfreunde“

Donnerstag, 12. Februar 2015
Mehr Slam Poetry geht nicht. Einzeln gehören sie zu den bekanntesten Poeten der Geschichte des Poetry Slams. So gut wie jede Bühne wurde von ihnen schon einmal zerstört. Gemeinsam wurden sie 2007 zum besten deutschen Poetry Slam Team gewählt und privat verstehen sie sich sehr gut. Daher der fluffige Name „Erzfreunde“.Sie slammen, dichten, klamauken, jammen, singen und beleidigen sich gegenseitig um die Wette, berühren Zwerchfell und Tränendrüse gleichermaßen und sehen dabei sogar noch ganz ok aus. Ist es Slam Poetry? Ist es Kabarett? Ist es Rap? Kann man davon leben? Sie wissen es selbst nicht so genau. Nur eins ist klar: Erzfreunde sind aus Bochum und Berlin.Vorverkauf: 6,- (+ Geb.)

Eintritt: 8,-

Veranstalter: Lars Ruppel

Ort: KFZ, Schulstraße 6, 35037 Marburg

Hier gehts zur Veranstaltung

Das Buchlabor: Institut für Buchforschung – Ausstellungsbeiträge einreichen

Montag, 09. Februar 2015
© FH Dortmund

© FH Dortmund

Das buchlabor – institut für buchforschung (i.gr.) der FH Dortmund initiiert im Frühjahr 2015 zum dritten Mal die Ausstellungssreihe dialoge über bücher und formuliert das Thema über lesen. Hierzu möchten sie Studierende, Künstler, Gestalter und Wissenschaftler einladen, Ausstellungsbeiträge einzureichen.

»Das Lesen ist eine der ältesten und wichtigsten Kulturtechniken überhaupt und selbstredend eng, wenn nicht gar zwingend mit dem Medium Buch verbunden. ›Wie lesen wir?‹ Wann geht Lesen über das reine, direkte und singuläre Erfassen von Buchstaben hinaus? Inwieweit ist der Leseprozess nicht zu trennen von der Interpretation der Funktionsweisen von Bild- und Formsprache, Buchgestaltung und Non-Linearität in vor allem digitalen Medien? Folglich möchten wir das Lesen nicht nur auf die Wahrnehmung von reinen Textebenen reduzieren, sondern hier auch grafische und bildnerische Ebenen und Zeichensysteme miteinbeziehen.

Das Forschungs- und Ausstellungsprojekt dialoge über bücher befasst sich mit dem Buch in seiner analogen wie digitalen Form und versteht sich als Diskussions- und Ausstellungsraum für forschende, untersuchende und innovative Ansätze der Buchgestaltung. Schnittstellen von Gestaltung zu anderen Fachrichtungen stehen dabei für inhaltliches und buchrelevantes Arbeiten.«

dialoge über bücher
Ausstellung zum Thema Lesen
uzwei im Dortmunder U
April bis Juni 2015

Einreichungen bis zum 28. Februar 2015 online unter:
www.dialoge-ueber-buecher.buchlabor.net

18.2. im KFZ Marburg: Lesung mit Dirk Bernemann + Alexander Kaschte

Donnerstag, 05. Februar 2015

Ein Leseabend zwischen Euphorie und Angewidertheit

Zwei Autoren, ein Thema: Die große Lücke zwischen Spaß und Verderben. Alexander Kaschte und Dirk Bernemann lesen aus ihren Werken. Wenn Ihr Leben in Ordnung ist und es auch bleiben soll, bitte bleiben Sie fern. Wenn Sie jedoch denken, irgendwo hat es undefinierbare Zwischenbereiche, die Literatur mit seiner kleinen, dummen Energiesparlampe auszuleuchten imstande ist, fühlen Sie sich aufs Deutlichste eingeladen.Dirk Bernemann, geboren 1975, Sternzeichen Bauer, rumpelt seit ungefähr 10 Jahren mit seinem Literaturtraktor durch das unbestellte Feld der unabhängigen Literaturszene. Seitdem erntet er jedes Jahr ein Buch, nie Literaturpreise, Missgunst und Zustimmung.

Alexander Kaschte, geboren 1978, Sternzeichen Arschloch, tyrannisiert den Kulturbetrieb schon seit 20 erbärmlichen Jahren mit Musik und Literatur. Einst angebetete und neonlichtbestrahlte Ikone einer immer mehr in sich zusammenfallenden und sich selbst auf den schwarzen Sack gehenden Gothicszene, liest er heutzutage seine menschenfeindlichen Buchstabensammlungen lieber in Hospizen als in großen Hallen vor, weil er auch mal verstanden werden möchte. Er hat seinen Humor beerdigt, der aber immer wieder zombiegleich durch seine Texte bricht.

Beginn: 20.00 UhrVorverkauf: 12,- (+ Geb.)

Eintritt: 15,-

 

Hier gehts zur Veranstaltung.

Resolution zum Anschlag auf „Charlie Hebdo“

Montag, 02. Februar 2015

„Die Arbeitsgemeinschaft der Publikumsverlage erklärt sich solidarisch mit den Opfern der Anschläge von Paris und deren Angehörigen, denen sie ihr tief empfundenes Beileid ausspricht. Wie alle, die für ein pluralistisches, freiheitliches und aufgeklärtes Verständnis von Kultur und Gesellschaft stehen, müssen wir uns mit angegriffen fühlen. Uns wurde auf schreckliche Weise vor Augen geführt, dass Errungenschaften wie die bunte Vielfalt und der offene, stets gewaltfreie Diskurs, die uns selbstverständlich erscheinen, immer wieder neu erkämpft und verteidigt werden müssen.

Wir wollen zeigen, dass eine tolerante, weltoffene Demokratie nicht wehrlos ist, indem wir unsere ureigenen Waffen noch bewusster und konsequenter einsetzen: Gedanken und Worte in all ihren demokratischen Erscheinungsformen – kämpferisch und künstlerisch, analytisch und aufklärerisch, wenn nötig dissident oder dissonant. Als Publikumsverlage sehen wir uns dabei in vorderster Reihe und werden alles in unseren Kräften Stehende tun, um die Attraktivität der von uns vertretenen Werte immer aufs Neue zu belegen. Nous sommes Charlie!“

Hier können Sie die Resolution als pfd runterladen.

Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels