Archiv für den Monat November 2014

>>e-wald<< Buchkunstwerke der Berliner Katzengraben-Presse seit 1990 in Mainz

Sonntag, 30. November 2014

Die Sonderausstellung präsentiert Editionen der 1990 von Christian Ewald gegründeten Katzengraben-Pressse Berlin-Köpenik.

Handverlesene Texte werden im Bleisatz, Buchdruck und Hand-Einband zu limitierten Buchkunstwerken. Der Berliner Grafiker und Verleger Ewald hat eigens für diese Ausstellung einen „e-wald“ aus über 70 Buchen gestaltet – alle mit dem Frutinger-„e“-, eine Hommage an den meistgebrauchten Buchstaben des Alphabets und an den Erfinder der beweglichen Letter Johannes Gutenberg. Der Künstler ist Träger des V.O. Stomps-Preises 2013/14 der Landeshauptstadt Mainz.

Gutenberg-Museum
Museum für Buch-, Druck- und Schriftgeschichte
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz

Tel.: 06131/12-2640 / 12-26 44
Fax: 06131/12-34 88
E-Mail: gutenberg-museum(at)stadt.mainz.de

25 Jahre Frank Eißner Handpresse. Farbholzschnitt · Zeichnung

Sonntag, 23. November 2014

Ausstellung vom 19.9.2014 bis 7.12.2014 im Museum für Druckkunst Leipzig

Der Leipziger Künstler Frank Eißner (geb. 1959) erlernte zunächst das Lithografen-Handwerk, bevor er von 1984 bis 1989 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig u. a. bei Prof. Rolf Kuhrt Malerei und Grafik studierte. Im Anschluss an sein Studium gründete er die Frank Eißner Handpresse in Leipzig, die er bis heute betreibt.

Die Retrospektive gibt anhand des Mediums Farbholzschnitt Einblicke in die Bildsprache Eißners und zeigt seine Arbeitsweise mit der verlorenen Form auf. Einzeldrucke sowie originalgrafische Bücher werden in der Ausstellung durch die Präsentation von Druckstöcken ergänzt. Neben freien Arbeiten schuf Eißner zahlreiche Farbholzschnitte zu Themen aus Literatur und Musik. Ein jährlicher Holzschnittkalender, Malereien und eine Vielzahl farbiger Exlibris ergänzen sein Repertoire.

Öffentliche Führungen durch die Ausstellung finden sonntags, 12 Uhr, am 19.10., 9.11. sowie am 7.12. statt (letzte Führung in Anwesenheit des Künstlers).

Geschichte auf Büttenpapier

Sonntag, 23. November 2014

Ein Fotoreportagebuch auf echtem Büttenpapier: »Zerkall« portraitiert die Eifeler Büttenpapierfabrik Zerkall Renker & Söhne.

Büttenpapier wird häufig für Briefpapiere, Briefhüllen oder auch Traueranzeigen verwendet. Es gibt Künstler, die ihre Werke auf Büttenpapier schaffen. Aber für weitere Zwecke? Nun liegt das vermutlich welterste Fotoreportagebuch vor, das auf echtem Büttenpapier gedruckt wurde.

»Zerkall. Die unzeitgemäße Geschichte der Eifeler Büttenpapierfabrik Zerkall Renker & Söhne« ist ein Gemeinschaftsprojekt von Römerturm, dem Herausgeber, und dem V8 Verlag, der Idee, Konzeption und Realisierung lieferte. Das Buch, das auf Zerkall-Bütten im Vierfarb-Offsetdruck produziert worden ist, porträtiert auf 192 Seiten und anhand von 95 Farbfotografien die 1903 gegründete Büttenpapierfabrik am Nordrand des Nationalparks Eifel, eine von weltweit sieben Fabriken, die echtes Büttenpapier herstellen.

Weil das Buch sämtliche Mitarbeiter der Fabrik zu Wort kommen lässt und darüber hinaus vom Dorf Zerkall, seinen Einwohnern sowie der Eifeler Landschaft handelt, ist es aber weit mehr als ein Unternehmensporträt. Es handelt sich zudem um bundesrepublikanische Kultur-, Wirtschafts- und Mentalitätsgeschichte, die hier erzählt wird, gespickt außerdem mit Kriegs- und Liebesgeschichten.

»Zerkall. Die unzeitgemäße Geschichte der Eifeler Büttenpapierfabrik Zerkall Renker & Söhne« hat einen Umfang von 192 Seiten und ist für 48 Euro im Handel erhältlich (ISBN: 978-3-00-041718-4).

Ella Theis am Frankfurter Literaturtelefon

Sonntag, 16. November 2014

Bei Anruf 6 Minuten Literatur: 069 24 24 60 21. Wer diese Nummer wählt, hört Frankfurter Autorinnen und Autoren –  monatlich wechselnd.

1. bis 30. November
Ella Theiss liest aus „Die Spucke des Teufels“

Die Autorin, Anfang der 50iger Jahre geboren, studierte Germanistik und Soziologiologie, volontierte 1970 bei der Frankfurer Rundschau, arbeitete dort als Redakteurin und war anschließend leitende Redakteurin bei der Evangelischen Kirche Deutschlands, bevor sie als freie Mitarbeiterin und Texterin u.a. für den Hessischen Rundfunk, die Berliner Zeitung, den Kölner Stadtanzeiger und das Öko-Test-Magazin tätig wurde. Sie schrieb Sachbücher, ab 2006 erschienen Krimis und Kurzgeschichten. Zuletzt veröffentlichte sie 2014 Erzählungen unter dem Titel „Lies oder stirb“ im Grafit-Verlag, Dortmund. Sie ist u. a. Mitglied im Syndikat und im Verband deutscher Schriftsteller, erhielt 2013 den Kurzgeschichtenpreis „Quo Vadis“ und lebt in Roßdorf bei Darmstadt

18.11.2014 – 19.11.2014 Praktiken des Umbruchs – vom analogen zum digitalen und zurück

Sonntag, 09. November 2014

Der Masterkurs der Merz Akademie, Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien, Stuttgart lädt am 18.11. von 13:00 – 22:00 Uhr und am 19.11.2014 von 15:00 – 20:00 Uhr herzlich zu einem „Monitorsymposium“ und der dazugehörigen Ausstellung „Praktiken des Umbruchs – Vom Analogen zum Digitalen und zurück“ in das neue Gebäude der Merz Akademie, in der Teckstraße 62, ein.

Die Besucher erwartet an diesen beiden Tagen eine von Studierenden und Professoren gemeinsam organisierte Veranstaltung, die mit dem konventionellen Konzept von Symposien oder Vorträgen bricht, um eine differenzierte Art der Interaktion mit verschiedenen Vertretern aus Kunst, Kultur, Medien, Theorie, Film und Gestaltung zu finden.

Das Konzept des „Monitorsymposiums“ schließt sich inhaltlich sowie konzeptionell diesem Vorhaben an. Dabei werden die von den Studierenden angefertigten Interview-Arbeiten, ähnlich wie bei einem konventionellen Symposium oder Vortrag, einem interessierten Publikum nach einem festgelegten Programm vorgestellt und innerhalb des dazugehörigen Ausstellungskonzeptes präsentiert. Anhand dieser unterschiedlich konzipierten Interview-Situationen werden Perspektiven des Wandels im analogen und im digitalen Bereich genauer untersucht und aufgezeigt, wobei weitere gehaltvolle Konversationen und ein inspirierender Austausch untereinander angeregt werden sollen.

15.11. in Frankfurt: Orientalischer Märchenabend für Erwachsene

Sonntag, 09. November 2014

mit Hannelore Marzi (Lesung) und Riad Kheder (Musik)

Es war einmal, es war keinmal in alter Zeit…
Märchen und Gedichte von treuer Liebe, List und Verführung aus der Welt von 1001 Nacht

Nachdem die Erzählungen aus den tausendundein Nächten im Jahr 1704 erstmals in französischer Übersetzung erschienen waren, wurden sie bald in andere europäische Sprachen übersetzt und überall mit großer Begeisterung gelesen. Bis heute haben sie nichts von ihrem Reiz und ihrer Wirkung verloren. Hannelore Marzi erzählt originale Geschichten der Scheherazade und überrascht mit Varianten aus kaum bekannten arabischen Märchensammlungen. Mit Gedichten aus ältester und neuester Zeit gibt sie einen faszinierenden Einblick in die arabische Lyrik. Riad Kheder bereichert den Abend mit seiner unvergleichlichen Musik. Ein zauberhaftes Zusammenspiel von Wort und Musik aus einer anderen Welt.

Hannelore Marzi lebt in Frankfurt am Main und wurde durch ein Studium der Orientalistik zur Übersetzerin und Erzählerin nicht nur orientalischer Märchen und Geschichten. Sie hat mehrere Märchensammlungen veröffentlicht, darunter den Band Orientalische Frauenmärchen.

Riad Kheder ist in Bagdad geboren und lebt seit Mitte der 80er-Jahre in Frankfurt. In seinen Kompositionen und Improvisationen verbindet er arabisch-orientalische Stilelemente mit afrikanischen wie europäischen Rhythmen. Mit seinen Instrumente Riqq und Darabukka (Tamburin und Bechertrommel) sowie Bandir (Rahmentrommel) und Oud (arabische Laute) verzaubert er seine Zuhörer.

Ort: Frankfurter Goethe-Haus / Freies Deutsches Hochstift
Eintritt: 8,- / 4,-

7.11. in Frankfurt: Bücher erleben. Autoren erleben

Mittwoch, 05. November 2014

25 literarische Veranstaltungen an einem Tag: Am 7. November 2014 laden Buchhandlungen und Verlage aus Frankfurt am Main Bürger dazu ein, die Vielfalt der Frankfurter Literaturlandschaft kennenzulernen. Das Motto: „Bücher erleben. Autoren erleben.“ Autoren aus Frankfurter Verlagen lesen in Buchhandlungen und an anderen Orten. Zudem stellen regionale Autoren ihre aktuellen Titel vor. Das Spektrum reicht von Buchvorstellungen bei Rotwein über einen Blick hinter die Kulissen eines Verlags bis hin zur Lesung mit einem der Kandidaten für den Deutschen Buchpreis 2014.

Mit dem Aktionstag möchten die Frankfurter Buchhandlungen und Verlage die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Buchbranche für die Stadt sichtbar machen. Sie möchten zeigen, dass Verlage und Buchhandlungen einen wichtig Beitrag zum kulturellen Leben und zur Lebensqualität der Frankfurter Bürger leisten. An der Aktion beteiligen sich große wie kleine Verlage sowie Buchhandlungen im gesamten Stadtgebiet. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der seinen Sitz im Haus des Buches in der Braubachstraße in Frankfurt am Main hat, organisiert den Aktionstag in Zusammenarbeit mit dem Cluster der Kreativwirtschaft in Hessen e.V. (CLUK) und mit Unterstützung des Wirtschaftsdezernates der Stadt Frankfurt am Main.

Das komplette Veranstaltungsprogramm ist auf der Webseite: www.buechererleben.de abrufbar. Dort können sich Interessierte auch für die Veranstaltungen anmelden.
Achtung: Die Plätze sind begrenzt. Der Eintritt ist jeweils frei.

Das Buchdruckmuseum „Setzkasten“ in Gießen

Sonntag, 02. November 2014

Warum können Zwiebelfische nicht schwimmen?

Wieso sind gebrochene Schriften nicht kaputt?

Was ist der Unterschied zwischen einem „Schusterjungen“ und einem „Hurenkind“?

Diese und viele andere Fragen können Sie sich in der Privatsammlung beantworten lassen.

An einer kleinen Bostonpresse kann man die Entwicklung von der horizontalen zur vertikalen Druckform verfolgen, welche mit dem Heidelberger Tiegel, der weltweit am meisten eingesetzten Druckmaschine vollendet wurde.
Außerdem können Sie Ihre Fähigkeit beim Setzen von Buchstaben testen. Dafür stehen mehr als 100 Schriftkästen zur Verfügung. Wer dies einmal geübt hat, kann ermessen, welche Leistung Gutenberg damals vollbracht hat.

Die Besucher sehen auch, wie eine Zeitungsseite bis 1973 noch mit Bleibuchstaben gesetzt wurde und wie eine Abziehpresse aus dem Jahre 1953 funktioniert.

Welche Entwicklungen sich seitdem ereignet haben und welche Fragen sich rund um den Buchdruck sonst noch ergeben, kann am besten durch einen Besuch vor Ort erfahren werden.

Öffnungszeiten:

Das Buchdruckmuseum ist jeden 1. und 2. Samstag im Monat von 14:00 – 17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet.

Es wird um telefonische Anmeldung gebeten. Der Eintritt ist frei.

Sie erreichen das Museum mit den Buslinien 520 und 51, Haltestelle Wellersburg.

Kontakt:
Buchdruckmuseum Setzkasten

Wellersburgring 10
Eingang Burgenring
35396 Gießen-Wieseck

Telefon: 0641 55990145

Telefon: 0641 9502090

Fax: 0641 55990147