Archiv für den Monat Juni 2014

Vom Buch auf die Straße. Große Schrift von 1600 bis 1920

Montag, 30. Juni 2014

Das Druckkunst Museum in Leipzig zeigt vom 27. Juni bis 28. September 2014 seine neue Sonderausstellung in Kooperation mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig:

Schriften verließen seit dem 18. Jahrhundert zunehmend den lange begrenzenden Raum des Buches und prägten das Stadtbild vor allem im 19. Jahrhundert wesentlich mit.

Unter der Leitung von Julia Blume, Pierre Pané-Farré und Prof. Fred Smeijers (alle HGB Leipzig) recherchierten Studierende der Fachklasse Type-Design nach bildlichen Zeugnissen, die die visuelle Kraft und den Facettenreichtum von Schrift von 1600 bis 1920 darlegen. Die Ausstellung umfasst Plakate, Postkarten, Drucksachen und Fotografien sowie Objekte und Filme. Ein weiterer Teil der Ausstellung zeigt die für Schrift häufig verwendete Methode des Schablonierens.

Die Fachklasse Type-Design, die als profilbildender Strang der HGB Leipzig auf eine 110-jährige Tradition zurückblicken kann, ermöglicht somit auch einen Einblick in die eigene Arbeitsweise eines Schriftgestalters, bei der die historische Reflektion einen wesentlichen Anteil einnimmt.

Eine Ausstellung des Museums für Druckkunst Leipzig mit der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig im Rahmen des 250-jährigen Jubiläums Kunsthochschule.

Plakat zur Ausstellung, Gestaltung: Simone Vollenweider, Offset- und Buchdruck

Plakat zur Ausstellung, Gestaltung: Simone Vollenweider, Offset- und Buchdruck

Wann

27. Juni bis 28. September 2014
Öffentliche Führungen, Sonntag, 12 Uhr: 13. Juli, 24. August, 14. und 28. September

Montag bis Freitag
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Sonntag
11:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Wo

Stiftung Werkstattmuseum
für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38
04229 Leipzig

Die schönsten deutschen Bücher 2014

Freitag, 27. Juni 2014

Die Stiftung Buchkunst kürt in zwei Wettbewerben die schönsten und innovativsten Bücher 2014.

In dem Wettbewerb »Die schönsten deutschen Bücher« wählten zwei Expertenjurys in einem aufwändigen Verfahren aus insgesamt 803 eingesandten Titeln die 25 schönsten deutschen Bücher des Jahres, jeweils fünf aus den fünf Kategorien »Allgemeine Literatur«,  »Wissenschaftliche Bücher, Schulbücher, Lehrbücher«, »Ratgeber, Sachbücher«, »Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge« und »Kinderbücher, Jugendbücher«.

Die 25 Schönsten sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption und Verarbeitung.

Die prämierten Bücher zeigen eine große Bandbreite gestalterischer und herstellerischer Möglichkeiten, jedoch berücksichtigt die Auswahl auch das leisere, solide gemachte Lesebuch. Bücher, die Zeichen setzen und wichtige Trends und Strömungen des Buchmarkts aufzeigen. Eine weitere Jury wählt aus diesen 25 schönsten Büchern nochmals einen einzigen Titel, der den mit 10.000 Euro dotierten »Preis der Stiftung Buchkunst« erhält. Dieser wird am 04. September 2014 auf der großen Preisverleihung bekannt gegeben.

Mit den Wettbewerben will die Stiftung Buchkunst den Blick der Öffentlichkeit über den Inhalt hinaus auf buchgestalterische und buchherstellerische Spitzenleistungen lenken und damit dem Medium und seiner Form in Deutschland mehr Aufmerksamkeit schenken.

In dem Wettbewerb »Förderpreis für junge Buchgestaltung« wurden von einer aus Gestaltern und Hochschulexperten besetzten Jury aus insgesamt 171 Einsendungen drei mit je 2.000 Euro dotierte Gewinnertitel ausgewählt. Kriterium für diesen Wettbewerb sind besonders innovative, zukunftsweisende Konzepte zur gestalterischen Weiterentwicklung des Mediums Buch.

Zur Teilnahme zugelassen sind Bücher aus deutschen Verlagen, sowie  Bücher aus ausländischen Verlagen, sofern die technische Produktion ausschließlich in Deutschland erfolgte.

In einem Festakt wird der »Preis der Stiftung Buchkunst« am 4. September 2014 im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main bekannt gegeben und verliehen. Zeitgleich erscheint ein durchgängig bebilderter Katalog mit Juryerklärungen zu allen prämierten Titeln, den jedes Jahr ein anderes renommiertes Gestaltungsbüro entwirft.

Im Anschluss werden die prämierten Titel wieder in vielen Ausstellungen in Bibliotheken, auf Buchmessen im In- und Ausland sowie im Buchhandel präsentiert werden, u.a. in Dortmund, mit Eröffnung durch Katharina Hesse (11. bis 27.09.2014), in Berlin (25.09. bis 18.10.2014) und Hamburg (05. bis 27.09.2014).

Die prämierten Bücher beider Wettbewerbe und weitere Informationen finden Sie hier.

die schönsten deutschen bücher 2014

100 Jahre Cranach-Presse – Buchkunst aus Weimar

Freitag, 27. Juni 2014

In ihrer Jahresausstellung zeigt die Herzogin Anna Amalia Bibliothek Drucke der Weimarer Cranach-Presse (1913-1931), aus ihrer Vorgeschichte und ihrem Umfeld.

Anlass der Ausstellung ist der 100. Jahrestag der Gründung dieses Unternehmens durch den bibliophilen Kulturförderer Harry Graf Kessler. Dank der internationalen Interessen und Verbindungen Kesslers gelang es der Cranach-Presse, den Rang der zu Beginn des Jahrhunderts maßgebenden englischen Buchkunst zu erreichen. Durch das Zusammenwirken mit profilierten Künstlern wie Eric Gill, Aristide Maillol oder Henry van de Velde konnte die Presse darüber hinaus Buchkunstwerke hervorbringen, deren Gestaltung richtungsweisend wirkte. Sie gehören zu den schönsten, die im 20. Jahrhundert hergestellt wurden.

Neben Hauptstücken wie den Eclogen Vergils und Shakespeares Hamlet rückt die Ausstellung auch Objekte aus der Vorgeschichte der Presse wie eine Vorzugsausgabe von Nietzsches Zarathustra ins Blickfeld. Ein besonderer Akzent liegt auf historischen Fotodokumenten aus der Druckwerkstatt der Cranach-Presse.

Hier erhalten Sie den Flyer zur Ausstellung.

Ursula Braune, Einwalzen des Satzes (Druckerei Cranach-Presse) 1929, Werkstattaufnahme © Klassik Stiftung Weimar

Ursula Braune, Einwalzen des Satzes
(Druckerei Cranach-Presse) 1929, Werkstattaufnahme © Klassik Stiftung Weimar

 

Wann
28. März 2013 –  10. August 2014
Di, Mi, Do, Fr, Sa, So: 09:30 – 17:00 Uhr

Wo
Herzogin Anna Amalia Bibliothek
Historisches Bibliotheksgebäude – Renaissancesaal
Platz der Demokratie 1
99423 Weimar

Preise
Eintritt frei

Katalog zur Ausstellung
100 Jahre Cranach-Presse – Buchkunst aus Weimar
Mit einer Falttafel
Bearbeitet im Auftrag der Klassik Stiftung Weimar / Herzogin Anna Amalia Bibliothek
von Hans Zimmermann
Otto Meissners Verlag, Berlin 2013
19,90 EUR (Bibliotheksausgabe)
24,95 EUR (Buchhandelsausgabe)

 

 

Lesung:“Boat People. Literatur als Geisterschiff“

Dienstag, 24. Juni 2014

Hier noch ein Termin für Kurzentschlossene:

Lesung und Gespräch mit Hans Christoph Buch, organisiert vom Marburger Literaturforum / Strömungen e.V.

wann: 25.06.2014, 20:00 Uhr

wo: Historischer Rathaussaal, Marktplatz

Der Berliner Schriftsteller Hans Christoph Buch hat sich einen Essay zum 70. Geburtstag am 13. April 2014 geschenkt:

Eine virtuelle Poetikvorlesung und zugleich ein wenig bekanntes Kapitel der Literaturgeschichte.
Von Sindbad und Wilhelm Hauff über Heinrich Heine und Richard Wagner bis zu Franz Kafka und Thomas Mann reicht das Seemannsgarn, das der Autor spinnt. Und weiter von B. Traven über H. M. Enzensberger und Peter Weiss zu Günter Grass:
Der Beweis dafür, dass Boat People nicht nur im englischen Sprachraum vorkommen – wie bei Poe, Melville und Joseph Conrad –, sondern dass es auch in der deutschen Literatur eine Flotte steuerlos herumirrender Geister- und Totenschiffe gibt:
Eine Tradition, die H.C. Buch, selbst ein großer Reisender vor dem Herrn, aus nachvollziehbaren Gründen fasziniert.

Hans Christoph Buch, Erzähler, Essayist und Reporter, geboren 1944 in Wetzlar, ist selbst ein großer Reisender. 1963 war er der jüngste Teilnehmer der Gruppe 47. 2004 erhielt er den renommierten Preis der Frankfurter Anthologie, 2011 den Schubart-Preis der Stadt Aalen.

 

boat people - hans christoph buch

Typemuseum: Fotos von typografischen Fundstücken im Alltag

Samstag, 21. Juni 2014

Das Projekt Typemuseum sammelt internationale Fundstücke rund um Typografie aus dem ganz normalen Alltag: angefangen bei Stickern/ Street Art in London, über Neon-Schriftzügen in New York, bis hin zu Geschäftsschildern in Kaiserslautern.

Und wenn Sie ein aussagekräftiges Foto von Ihrem Lieblings-Café oder dem letzten Urlaub haben, laden Sie es dort einfach hoch. Jeder ist eingeladen mitzumachen.

Nicht nur für Liebhaber der Typografie interessant!

BookBook: Handmade Macbook-Cases, die wie alte Bücher aussehen

Samstag, 21. Juni 2014

Für Macbooks, iPhones und iPads haben sich Designer etwas besonderes einfallen lassen:

Diese Macbookcases werden handgefertigt und sind aus Leder verarbeitet.

Und das Beste: die Cases sehen aus wie alte Bücher:

bookbook

Weitere Informationen über Bookbooks finden Sie hier.

 

„Fortschritt! Frisch gepresst“: 17.01.2014 – 07.09.2014

Samstag, 21. Juni 2014

Mit der Eröffnung am 16. Januar um 19 Uhr beginnt im Gutenberg Museum Mainz die Ausstellung »Fortschritt! Frisch gepresst« über Handschriften und frühe Drucke. Die Schau wir dort vom 17. Januar bis zum 7. September zu sehen sein und ist so konzipiert, dass sie anschließend als Wanderausstellung auch international ausgeliehen werden kann.

Pressetext: »Fortschritt! Frisch gepresst« konzentriert sich auf die Zeit des Umbruchs zwischen Schreibstube und Offizin: Nachdem mehr als 1.000 Jahre Bücher mit der Hand (ab-)geschrieben worden waren, führte das Aufkommen und Wachsen der Städte zu einer schnell ansteigenden Nachfrage nach Büchern. Immer mehr Bürger waren in der Lage zu lesen und sich Bücher zu leisten.

Als die Schreibstuben den Bedarf nicht mehr decken konnten, ermöglichte die Erfindung von Johannes Gutenberg, der Buchdruck mit beweglichen Lettern, die ungleich schnellere und ökonomischere Buchherstellung. Erste Offizinen eröffneten und schufen vollkommen neue Berufsbilder wie Schriftschneider, Schriftgießer und Schriftsetzer, Autor, Drucker, Übersetzer und Verleger. Das bislang zumeist in Klöstern streng gehütete Wissen ging über den Ladentisch, ein globaler wissenschaftlicher Austausch (auf Latein) wurde möglich, das Zeitungswesen entstand … diese erste Medienrevolution wirkt bis heute.

Anhand originaler Handschriften und Inkunabeln vollzieht »Fortschritt! Frisch gepresst« die Neuerungen und Probleme nach, die Gutenbergs Erfindung mit sich brachte. Eines wird dabei deutlich: Der Buchdruck ließ das Leben keines Menschen unberührt.

fortschritt frisch gepresst

[Bildquelle]

 

Wann
17.1. bis 7.9.2014
Dienstag bis Samstag: 9 bis 17 Uhr
Sonntag: 11 bis 17 Uhr

Wo 
Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz

Tickets
Eintrittspreise des Museums

www.gutenberg-museum.de

„Aufzeichnungen eines Wahnsinnigen“ in der Waggonhalle Marburg

Samstag, 21. Juni 2014

„Wir trennen unseren Müll, wir treiben etwas Sport, wir gehen alle 4 Jahre wählen… – ganz normal, durchschnittlich? Wer bestimmt eigentlich was normal oder nicht normal ist? Ist normal sein überhaupt erstrebenswert, oder machen wir uns damit nur selbst krank? Sind in Wirklichkeit die Kranken die Normalen? Sind wir wirklich froh darüber normal zu sein,  daneben zu stehen und den Wahnsinn zu belächeln? Ist nicht gerade das Lachen über den Schmerz der anderen äußerst krankhaft? Wer ist eigentlich normal?“

Dieses Werk von Nikolai Wassiljewitsch Gogol wird im Juli in der Waggonhalle in Marburg gezeigt:

So 13.07.2014 19:00 Uhr und Mo 14.07.2014 20:00 Uhr.

Karten erhalten Sie im Vorverkauf bei Marburg Tourismus & Marketing GmbH, Pilgrimstein 26, 35037 Marburg.

Nähere Informationen finden Sie auf der Website der Waggonhalle.