Archiv für den Monat August 2013

René Goscinnys Comic als Grundlage wissenschaftlicher Debatten

Mittwoch, 28. August 2013

Am 14. August 1926 wurde einer der bedeutendsten Comicautoren unserer Zeit geboren. René Goscinny wäre dieses Jahr 87 Jahre alt geworden. Der Lucky Luke-Texter und Asterix-Erfinder starb 1977 mit nur 51 Jahren. Goscinnis enormer Erfolg ist nich allein an der Vielzahl der Übersetzungen seiner Comics in 107 Sprachen deutlich auszumachen. Seine satirischen Werke gehören zu den ältesten verfilmten Comics. Zwar fällt es einige  Literaten noch immer schwer, Comics als vollwertige Literatur anzuerkennen, aber wissenschaftlich sind sie schon lange ein aufwendig beforschter Teil neueren und neuesten Literaturtheorien. Die Übersetzung von Texten mit humoristischen Wortspielen und kulturspezifischen Inhalten in andere Sprachen, bietet auch für Linguisten und Sprachwissenschaftler nicht enden wollenden Diskusionsstoff.  Auch der Vergleich der Übersetzungen untereinander ohne Berücksitigung des „Urtextes“ hält einige Überraschungen bereit.

Diese kleinen Tatsache zeigen, dass nicht nur Bücher alleine als relevante Neuere Literatur betrachtet werden sollten. Auch kritische und traditionelle Leser sollten doch hin und wieder einen zweiten oder dritten Blick in diese Literaturform werfen. Vielleicht entdecken auch Sie wertvolle literarische Inhalten in Comics wie Asterix und Obelix oder anderen Werken.

Bücher, die die Welt nicht braucht

Montag, 12. August 2013

Ein 2008 erschienenes Buch gehört selbst laut amazon zu dieser Rubrik: „Feuchtgebiete“ von Charlotte Roche. Der offene und direkte Umgang mit Körperhygiene und Sexualität wird in einigen Rezensionen gelobt. Mir tun diejenigen Leute nur leid, die solche „Literatur“ benötigen, um sich mit ihrem eigenen Körper auseinanderzusetzen, oder einer facettenreichen Sexualität zu öffnen. Für die Leser dieses Buches, denen es dann auch noch an der – in diesem Fall nicht allzu ausgeprägt benötigten – Fantasie fehlt, erscheint diesen Sommer der Film zum Buch.

Es wird immer Menschen geben, die sich von inhaltsleerer und pseudoprovokanter Literatur begeistern lassen. Man darf gespannt sein. Nicht auf den Film! Vielmehr auf die Anzahl derer, die zu dieser anspruchslosen Rezipientengruppe gehören und ab Ende August die Kinokassen füllen.

Der Geist

Sonntag, 04. August 2013

„Der Mensch erkennt, dass es nichts nützt,

wenn er den Geist an sich besitzt;

weil Geist uns dann erst Freude macht,

sobald er zu Papier gebracht.“

(Eugen Roth)