Archiv für den Monat Juli 2011

Winston Churchill:

Sonntag, 31. Juli 2011

„Wenn du nicht all deine Bücher lesen kannst, dann nehme sie wenigstens zur Hand, streichle ein wenig über sie, schau’ etwas hinein, lasse sie irgendwo auffallen und lese die ersten Sätze, auf die dein Auge fällt, stelle sie selbst aufs Bord zurück, ordne sie nach deinen Vorstellungen so, daß du wenigstens weißt, wo sie sind. Lass’ sie deine Freunde sein; lasse sie auf alle Fälle deine Bekannten sein.“

Berufe rund ums Buch: Kunstdrucker/in

Sonntag, 31. Juli 2011

Der Kunstdrucker beschäftigt sich hauptsächlich mit der Herstellung von Illustrationen und qualitativ hochwertigen Kunstdrucken. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen muss der Buchdrucker stets dafür sorgen, dass ausreichend Papier und Farben vorhanden und vor Ort sind. Nachdem er die Farben in die Druckmaschinen eingefüllt hat, muss er die Farbgebung justieren. Im Anschluss daran werden von ihm erste Andrucke gefertigt. Diese werden schließlich mit den Vorlagen verglichen und bei Abweichungen entsprechend korrigiert.

Sobald die optimale Zusammenstellung gefunden ist, und der Kunstdrucker mit dem Ergebnis zufrieden ist, überwacht der Buchdrucker die Maschinenfunktionen und nimmt gegebenenfalls erneut Korrekturen an den Maschineneinstellungen vor, um die Qualitätsstandarts zu halten. Nach dem der Druck abgeschlossen ist, gehört es auch zu den Aufgaben des Kunstdruckers die Druckmaschinen und alle Zusatzgeräte zu reinigen.

 

Bertolt Brecht:

Samstag, 30. Juli 2011

„Hungriger, greif nach dem Buch: Es ist eine Waffe!“

Masterbuch.de

Samstag, 30. Juli 2011

http://www.masterbuch.de

Masterbuch.de bietet einen Service, der jedem, der gerade seine Master-Thesis, Dissertation, Promotion oder Habilitation, Bachelor- oder Diplomarbeit fertig geschrieben hat und nun feststellt, dass mal wieder kein Papier im Drucker ist, oder nicht weiß, wo er seine Arbeit am besten binden lassen soll, entgegenkommt.

In wenigen Schritten können Sie auf dieser Seite ihr eigenes und individuelles „Masterbuch“ zusammenstellen und bekommen es nach nur geringer Bearbeitungszeit bequem per Post zugeschickt. Dazu müssen Sie zunächst den Seitenumfang eingeben und den Einband und die Prägung festlegen. Anschließend ist noch die gewünschte Menge der Exemplare und Pflichtexemplare, sowie die Versanddaten anzugeben. Zum Schluss wird von Ihnen nur noch die PDF-Datei ihrer Arbeit hochgeladen und der Rest von der Traditions- Buchbinderei Köster für Sie erledigt.
Und da es sich bei der Buchbinderei Köster nicht um einen Copyshop handelt, sondern jedes Buch für sich vom Buchbindermeister nach alter Tradition gefertigt ist, können Sie von einigen Vorteilen und besonderer Qualität ausgehen. Diese wird erreicht

  • Mit einem stabilen, wasserabweisenden Gewebe-Hardcover in Bibliotheksqualität,
  • Mit doppelt gefächerter Klebebindung für lange Haltbarkeit selbst bei häufigem Gebrauch,
  • Mit exklusiver, individueller Prägung und stabilem Buchdruckpapier (100g, nicht durchscheinend) und
  • Mit Zeichenband, dem praktischen integrierten Lesezeichen.

Wenn Sie Ihre Abschlussarbeit bequem und absolut hochwertig fertiggestellt bekommen wollen, dann sind Sie bei Masterbuch.de an der richtigen Adresse, denn Sie bekommen die oben genannten Vorzüge bereits ab einer Bestellmenge von drei Exemplaren, und das zu einem wirklich fairen Preis. Schauen Sie doch einfach Mal bei http://www.masterbuch.de/ vorbei und überzeugen Sie sich selbst.

„Ich schenk dir eine Geschichte“

Freitag, 29. Juli 2011

Ich schenk dir eine Geschichte 2011 -Mutgeschichten-

Seit 1995 wird weltweit, und seit 1996 auch in Deutschland, jährlich am 23. April der Tag des Buches gefeiert. Die UNESCO wählte dieses Datum nach dem Namenstag des heiligen St. Georg, an welchem die katalanische Tradition besteht sich gegenseitig Bücher und Rosen zu schenken. Auch ist dieses Datum bekannt als Todes- oder Sterbedatum bekannter Autoren. Hier zu nennen sind hier der isländische Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness, Miguel de Cervantes, Josep Pla und nicht zu vergessen William Shakespeare.

Zu diesem Anlass findet die Verschenke-Aktion des Welttagbuches statt, welches jedes Jahr unter einem anderen Motto steht. Hierzu können die Lehrkräfte der 4. und 5. Klassen kostenlose Buchgutscheine für ihr Schülerinnen und Schüler bestellen, welche diesen dann anschließend in teilnehmenden Buchhandlungen, 2011 waren dies immerhin 3500,  gegen ein Exemplar der „Ich schenk dir eine Geschichte- Reihe“ eintauschen können. Eine weitere Möglichkeit ist es, gleich einen gesamten Klassensatz der Reihe zu bestellen und die Geschichten zusammen mit mitgeliefertem Zusatzmaterial in den Unterricht einzubinden. Gefördert wird diese Aktion von der Stiftung Lesen, vom cbj-Verlag, der Deutschen Post AG und vom ZDF. (Weitere Informationen zum Welttag des Buches: http://welttag-des-buches.de/de/135793)

Mottos der letzten Jahre waren beispielsweise: Mutgeschichten (2011), Abenteuergeschichten (2009), Reisen in fantastische Welten (2008), Vom Gestern zum Morgen (2005), Geschichten aus aller Welt (2001), und Geschichten vom Reisen (2006).

 

 

 

Ludwig Feuerbach:

Donnerstag, 14. Juli 2011

„Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.“


130 Jahre deutsches Telefonbuch

Donnerstag, 14. Juli 2011

Das Telefonbuch wird ständig aktualisiert und einmal im Jahr herausgegeben. Zu finden sind in ihm alphabetisch nach dem Nachnamen sortierte Telefonnummern und Adressen von all denen, die der Veröffentlichung ihrer Daten zugestimmt. Es kann sich aber auch für eine ausschließliche Auflistung im „Internettelefonbuch“ oder auf der Telefonbuch-CD entschieden werden. Diese Freiwilligkeit ist jedoch nicht schon immer gegeben, denn vor der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes gab es in vielen Regionen eine Eintragungspflicht.

Das erste deutsche Telefonbuch erschien am 14. Juli 1881 in Berlin, nachdem vier Jahre zuvor Heinrich von Stephan und Generaltelegraphendirektor Buddes erste Übertragungsversuche durchführten und schließlich ein erstes deutsches Telefonnetz aufbauten. In diesem ersten Telefonbuch mit dem Titel „Verzeichniss der bei der Fernsprecheinrichtung Betheiligten“ waren 185 Einträge zu finden, welche in vier Spalten für die Nummer, den Namen oder Firmennamen, die Bezeichnung des Standes oder Geschäftszweiges, und die Adresse der Wohnung oder des Geschäftslokals, aufgeteilt wurden. Trotz der ausführlichen Angaben, die so heute nur noch teilweise zu finden sind, war das erste Telefonbuch doch eher ein Heftchen und hat mit unseren Vorstellungen von einem Telefonbuch kaum noch etwas zu tun.

Auch die Berliner selbst glaubten zunächst nicht an den Erfolg des Telefons und verspotteten das Telefonbuch und die darin aufgelisteten Personen, in dem sie es das  „Buch der 99 Narren“ nannten. Aber nur weitere vier Jahre später, nämlich 1889 waren bereits 10.000 Telefonanschlüsse in Deutschland gelegt und heute kann sich keiner mehr ein Leben ohne Telefon vorstellen. Zur Zeit gibt es 125 regionale Ausgaben des Telefonbuches, welches erst seit den 1980er- Jahren unter diesem Namen zu erhalten ist (vorher „Amtliches Fernsprecherbuch“), und erlangt eine Gesamtauflage von 32 Mio. Exemplaren.

 

Ein atemloses Meisterwerk der Literatur, oder doch nur heiße Luft? Eine Rezension zu Helene Hegemanns „Axolotl Roadkill“

Dienstag, 05. Juli 2011

Axolotl – eine aquatil lebende Schwanzlurchart, die nie die Metamorphose durchläuft und somit ein Leben lang im Larvenstadium verweilt.

Aber warum genau wählt die äußerst junge Autorin Helene Hegemann ausgerechnet dieses seltsam anmutende Geschöpf als Haustier für ihre Protagonistin und misst ihm sogar die bedeutende Rolle des Titelträgers des Romans bei? Gibt sie einfach nur ein Beispiel für die ewige Jugend, oder  protestiert sie vielleicht doch gegen die Welt der Erwachsenen, oder vielmehr gegen deren typischen Verhaltens- und Sichtweisen?

Die 16-jährige Mifti hat schlechte Erfahrungen mit ihr nahestehenden erwachsenen Menschen gemacht und verachtet nunmehr alle die, die das Jugendalter zumindest geistig hinter sich gelassen haben. „Zwischenwelten sind mein einziger Bezug zur Wirklichkeit, zur Wahrheit will ich fast sagen, ach, und nach jahrelangen Duldungsphasen der absolute Zugriff aufs Leben“(S.33), sagt sie selbst und erklärt somit ihre häufigen Ausflüchte in die Welt, in der wilde Partys mit jeder Menge Alkohol, fast schon tierische Züge annehmendem Sex, und heftigen Drogenexzessen, bis hin zum totalen Realitätsverlust, die Hauptrolle spielen. Dabei sieht sie sich selbst als Opfer. Aber auch das ist sie natürlich nicht selbst Schuld, denn sie sagt: „Dieser Planet ist so gemacht, dass es nur noch Platz für Opfer gibt. Die Menschen haben es verlernt zu leiden.“(S.41). Sie, die so viel Gesellschaftskritik übt, gesteht sich mit dieser Aussage ein, selbst ein Teil eben dieser zu sein und nicht herauszustechen, obwohl sie versucht dieses mit allen Mitteln zu erreichen. Dies ist nur einer der Widersprüche die im Roman und speziell bei der Protagonistin zu finden sind. Die sehr vulgäre und wohl jugendliche Sprache wird immer wieder von spezifischen Fachvokabular und kompliziert verschachtelten Sätzen durchkreuzt, sodass man nicht so ganz glauben kann, dass diese von einem jungen Mädchen stammen, welches die Schule verweigert und sich auch ansonsten gegen das erwachsenwerde sträubt. Der bewundernde Ausruf Ophelias: „Wie du immer mal wieder <<sozusagen>> am Satzende anbaust, überhaupt dieser Trick, mit Füllwörtern intellektuelle Sätze verworren und atemlos zu machen – beeindruckend, Mifti!“ (S. 43) könnte genauso auch an Helene Hegemann selbst gerichtet werden. Aber auch wenn diese sprachliche Eigenschaft die der Protagonisten zugesprochen wird auf den ersten Blick beeindruckend wird, wirkt sie mit der Zeit eher aufgesetzt und künstlich. Und wie zur Bestätigung dieses Eindruckes äußert sich auch Mifti dahingehend, dass diese Sprache nichts mit ihrer Persönlichkeit zu tun hat. Sie spricht von einer Sprache, die ihr einverleibt wurde und nicht die Ihrige ist (vgl. S. 47).

So fragt man sich auch; Ist das Helene Hegemanns Sprache, oder versucht sie mit aller Gewalt eine Sprache zu konstruieren, mit der sie im wirklichen Leben nicht konfrontiert wird? Denn die junge Autorin lässt sich nicht von ihrem direkten Umfeld inspirieren, sondern von einem Blogger aus dem Internet. Ist es möglich von einem aufsteigenden Stern am deutschen Literaturhimmel zu sprechen, wenn dieser passagenweise Wort für Wort zitiert, ohne dies kenntlich zu machen? In dem strittigen Werk selbst stellt Hegemann in einem Gespräch zwischen Mifti und ihrem Bruder eine mögliche Sichtweise auf die Thematik dar. „Ich bediene mich überall, wo ich Inspiration finde und beflügelt werde, Mifti.“, antwortet der Bruder auf die Frage, ob ein bestimmter Slogan von ihm sei. „(…) weil meine Arbeit und mein Diebstahl authentisch werden, sobald etwas meine Seele berührt. Es ist egal, woher ich die Dinge nehme, wichtig ist, wohin ich sie trage. Es ist also nicht von dir? Nein. Von so´ nem Blogger.“ (S. 13).

Helene Hegemanns Roman wirkt trotz vulgärer und Ausdrucksweise und Jugendjargon sehr intellektuell, wobei ähnlich wie bei der Hauptfigur Mifti, häufig zwischen Realität und Fiktion und Schein und Sein unterschieden werden muss.