Archiv für den Monat Mai 2011

Stephen King:

Dienstag, 31. Mai 2011

„Bücher sind einzigartige, tragbare Magie.“

„Tempo“

Dienstag, 31. Mai 2011

Anlässlich des Tags des Buches, welcher jährlich am 23. April stattfindet, startete im Jahr 2003 der Verlag Ralf Liebe, in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen Mainz, die Produktion des schnellsten Buchs der Welt. Diese Aktion sollte Aufmerksamkeit für die vielen einzelnen Schritte schaffen, die es benötigt um ein handelsübliches Buch in die Regale der Buchhandlungen, und schließlich auch in die Hände der Leser und Rezensenten zu bekommen.

Den 40 beteiligten, deutschsprachigen Autoren wurde um 07:45 Uhr das Thema „Tempo“ , welches zugleich den Titel des Buches darstellt, telefonisch mitgeteilt.  Zwei Stunden hatten diese nun Zeit etwas zum Thema zu schreiben und ihr Manuskript an das Lektorat weiterzuleiten. Dieses musste seine Arbeit bis um 12:00 beendet haben, damit die Druckarbeiten, an historischen Maschinen, im Verlag Landpresse in Weilerswist noch im Zeitplan anlaufen konnten. Anschließend wurden die Bücher gebunden und an ihre Zielorte (Köln , Berlin, Stuttgart, Hamburg und Wiesbaden) zum Verkauf gebracht.

„Tempo“ umfasst 96 Seiten und hat eine Druckauflage von 1.000 Exemplaren, die noch am gleichen Abend für einen guten Zweck verkauft wurden. Eine Neuauflage ist nicht eingeplant. Insgesamt waren mehr als 150 Personen, darunter Autoren, Lektoren, Drucker, Verlagsmitarbeiter, Auslieferer, Veranstalter und Rezensenten an dem Projekt beteiligt.

Charles W. Eliot:

Dienstag, 24. Mai 2011

„Bücher sind die stillsten und beständigsten Freunde; sie sind die zugänglichsten und weisesten Ratgeber und die geduldigsten Lehrer.“

Die deutsche Pressegeschichte: Nachkriegszeit bis heute

Dienstag, 24. Mai 2011

Nach Ende des 2. Weltkriegs muss auch bezüglich der Entwicklung des deutschen Pressemarkts zwischen Ost- und Westdeutschland unterschieden werden. Bereits 1946 war es im Westen Deutschlands der Presse gestattet, sich über die Besatzungsmächte und deren politischen Bestrebungen zu äußern. Auch beschränkten sich fortan die Nachrichten nicht mehr nur auf binnenländische Ereignisse, da die Aufnahme von Nachrichten der Auslandspresse, sowie das Berichten über internationale Geschehnisse wieder erlaubt war. Schließlich wurde 1949  die Pressefreiheit in Artikel 5 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland verankert und manifestiert.

Anders als in der Bundesrepublik kam es jedoch in der DDR, denn hier übernahm die SED die Kontrolle über den Pressemarkt. Zeitungen aus dem Westen und aus dem Ausland wurden nicht, oder nur bedingt akzeptiert und waren für den Bürger im Osten in der Regel nicht zugänglich. Die Kontrolle der SED fand erst mit der Öffnung der innerdeutschen Grenze ein Ende, welche durch die Berichterstattung des Politbüromitgliedes Günter Schabowski beschleunigt wurde.

Poetry Slam in Deutschland

Montag, 16. Mai 2011

Poetry Slam – So heißt der neue Trend der immer weitere Kreise zieht und vor allem das junge Publikum begeistert. Allerdings ist dieser Trend durchaus kein neues Phänomen, denn ins Deutsche übersetzt haben wir es mit einem Dichterwettstreit zu tun. Von einem ähnlichen Format wird in Deutschland, mit dem Sängerkrieg auf der Wartburg,  bereits im 13. Jahrhundert gesprochen, welcher auch in zahlreichen Werken, wie beispielsweise in der Erzählung E.T.A. Hoffmanns „Der Kampf der Sänger“ (1818), oder in Richard Wagners Musikdrama „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“ (1843) zum Gegenstand des Geschehens wird.

Frankfurt am Main gab den Startschuss für das sich schnell ausbreitende Format, als dort 1986 erstmals Veranstaltungen mit dem Motto „Jeder darf mal“ statt fanden. Bis es zu Veranstaltungen mit dem Titel „Poetry Slam“ kam, dauerte es allerdings noch fast zehn Jahre. Berlin machte 1994 den Anfang, woraufhin 1996 Frankfurt am Main, Düsseldorf und München folgten. 1997 vervollständigte sich schließlich das Quartett des ersten deutsche National Poetry Slam mit der Stadt Hamburg. Dieser Wettstreit löste wiederum große Begeisterung aus und veranlasste, aufgrund der stetig ansteigenden Anhängerschar, zahlreiche Städte und Veranstalter sich dem Trend anzuschließen und Poetry Slams auszutragen.

Wer Poetry Slam selbst sehen, hören und erleben möchte, um sich ein eigenes Bild machen zu können, kann am Mittwoch den 18. Mai 2011 um 20:00 Uhr in den Kulturladen KFZ in Marburg gehen.

Jaen Paul:

Montag, 16. Mai 2011

„Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welte, aus den Stuben über die Sterne.“

Daniel Kehlmann: „Die Vermessung der Welt“

Donnerstag, 12. Mai 2011

In seinem Werk „Die Vermessung der Welt“ stellt Daniel Kehlmann die beiden historisch sehr bedeutsamen Figuren Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß in den Mittelpunkt des Geschehens. Auch wenn im Klappentext darauf hingewiesen wird, dass der Autor ein „(…) raffiniertes Spiel, mit Fakten und Fiktionen (…)“ treibt, ist es für den Leser kaum ersichtlich, wann reale Gegebenheiten berichtet werden, oder wann Fiktionendie Oberhand gewinnen. Deshalb sollte jedem bewusst sein, dass es sich nicht um einen historischen Roman, aber viel weniger noch um eine Biografie der Wissenschaftler handelt. Wird nämlich die wirklich klein gedruckte Gattungsbezeichnung „Roman“ übersehen, welche geschickt in das Cover eingebunden wurde, oder wird auf die Sortierkunst der Büchereien vertraut, in denen das Werk auch durchaus zwischen wirlichen Biografien zu finden ist, kann es schnell zu Verwechslungen und Fehlschlüssen kommen. Der geschulte Leser wird allerdings immer wieder Hinweise finden, die ihm deutlich zeigen, dass nicht alles das, was geschrieben ist, auch tatsächlich der Wahrheit entspricht, denn wie genau sollte Kehlmann wissen, was Gauß und Humboldt gedacht haben, oder was in Briefen geschrieben stand, die sie verwarfen und folglich nie abgeschickt haben?

Wurde der Schwebezustand zwischen Fiktion und Realität aber erst einmal überwunden und akzeptiert, dass nicht immer genau nachzuvollziehen ist, was stimmt und was nicht, wird ersichtlich, dass diese Erkenntnis im Grunde genommen auch irrelevant für Handlung und Lesespaß ist. Wichtig ist nur zu sehen, dass sich hinter diesen Persönlichkeiten, die jeder zu kennen meint, ganz „normale“ Menschen, mit sympathischen Stärken und Schwächen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, verbergen.

Der junge Autorsetzt aber nicht nur Humboldt und Gauss, sondern auch sich selbst ein mit viel Selbstironie behaftetes Denkmal, wenn er bereits auf der dritten Seite Gauß über die Zukunft, sprich die heutige Gegenwart, sinnieren und sagen lässt, dass „(…) jeder Dummkopf in zweihundert Jahren sich über ihn lustig machen und absurden Unsinn über seine Person erfinden könne“.

Pulitzer-Preis 2011

Sonntag, 08. Mai 2011

Der Pulitzer-Preis, welcher bereits seit 1917 verliehen wird,  ist eine sehr begehrte Auszeichnung in den USA und im schriftstellerischen und journalistischen Kreis wohl genauso beliebt, wie der Oscar in der Filmbranche. Ausgewählte und anerkannte amerikanische Verleger und Journalisten bestimmen jährlich  in 21 Kategorien die Preisträger, wobei diese  in zwei Gruppen, nämlich Journalismus zum einen, und zum anderen Literatur, Theater und Musik, geteilt werden können.

Die Bekanntgabe der Gewinner von ca. 10.000 US-Dollar findet in der Regel Ende April statt. Dieses Jahr gewonnen haben beispieldweise Jennifer Egan mit „A Visit from the Goon Squad“,  für den besten Roman, welcher ab Frühjahr 2012 auch in deutscher Sprache erhältlich sein soll, sowie der Autor Siddhartha Mukherjee mit „The Emperor of all Maladies“ in der Kategorie Sachbuch.