Archiv für den Monat November 2010

Mikro- und Makrotypografie

Montag, 29. November 2010

Die Mikrotypografie oder Detailtypografie (griechisch „der kleine, geringe, feine“) ist die Gestaltung der Feinheiten des Schriftsatzes, wie Schriftart, Kapitälchen, Ligaturen und Zeichenabstände.

Die Makrotypografie ist heute auch unter dem Begriff Layout bekannt. Sie beinhaltet die Gesamtgestaltung einer Druckseite, mit Seitenformat, Schriftgröße, Zeilenabstand und auch der Platzierung von Bildern im Text.

Beim Lesen einschlafen

Donnerstag, 25. November 2010

„Das Lesen im Bett zeugt von völliger Hingabe an die Kunst: Man überlässt es dem Dichter, wann man einschläft.“

Ernst R. Hauschka

Die Geschichte der Bibliothek

Montag, 22. November 2010

Die Geschichte der Bibliothek beginnt, wie sollte es anders sein, mit den Büchersammlungen der alten Ägypter, aus welchen die bis 1866 v. Chr. datierbaren Papyrusrollen bekannt sind. Zu dieser Zeit finden sich bei den Griechen vereinzelte Spuren auf private Bibliotheken, über die erste öffentliche Büchersammlung, die in Athen angelegt wurde, herrschen jedoch Zweifel. Die griechische Kultur wurde in andere Länder übermittelt, infolgedessen wurden auch Bibliotheken gegründet, die wohl größte war die berühmte Bibliothek von Alexandria. Im Zuge der Völkerwanderung wurden zahlreiche der alten Bibliotheken zerstört, oftmals über Jahrtausende angesammeltes Wissen wurde für immer vernichtet.

Im Mittelalter sorgten meist Mönche für den Erhalt der antiken Schriften. Im Zuge des Humanismus erlebten die Bibliotheken einen Aufschwung. Mit der Erfindung des Buchdrucks war fortan die Sammlung einer Bibliothek mit weniger Kosten und Schwierigkeiten verknüpft. Die ersten Bibliotheken, die ihre Leseräume der Öffentlichkeit zugänglich machten, waren Anfang des 17. Jahrhunderts die Bibliotheken in Oxford und Mailand. Die erste öffentliche Bibliothek in Deutschland wurde 1828 durch in Großenhain, im Landkreis Meißen, gegründet

Die Pop-Up Bücher des Vojtech Kubasta

Montag, 15. November 2010

Der tschechische Buchkünstler Vojtech Kubasta (1914 – 1992) hat sich in mehr als drei Jahrzehnten um das Genre der Pop-up-Bücher verdient gemacht.

In Wien geboren, verbrachte er sein gesamtes Leben in der tschechischen Hauptstadt Prag.
Ab 1938 studierte er dort Ingenieurswesen und Architektur.  1941 übernahm er eine Lehrtätigkeit für Gebrauchsgraphik und während der deutschen Besatzung fand er eine Anstellung als Formgestalter für Kunststoffprodukte. Darüber hinaus war Kubasta schon damals erfolgreich als Buchgestalter und Illustrator tätig.

Mit der grimmschen Geschichte »Rotkäppchen« erschien 1956 sein erstes Pop-up-Buch und innerhalb weniger Jahre folgten unzählige weitere. Seine Bücher waren hauptsächlich für den Export bestimmt und fanden in hohen Auflagen in aller Welt Verbreitung.

Die Bezeichnung »pop up« [engl. (plötzlich) auftauchen, sich aufstellen] hat sich auch hierzulande etabliert und beschreibt anschaulich den Charakter dieser besonderen Buchform, bei der sich ein Bildelemt in der Mitte der Seite aus dem Gesamtbild erhebt. Ihre Faszination besteht in der wiederholbaren mechanischen Wandlung eines Buches in eine räumliche Inszenierung.

Kubasta schuf über einhundert solcher Pop-up-Meisterwerke in
verschiedenen Formaten und Techniken.

Das älteste Buch-Impressum

Montag, 08. November 2010

Das erste bekannte Impressum in der Geschichte des deutschen Buchdrucks ist im 1457 erschienenen Psalterium Moguntinum (Mainzer Psalter) zu finden. Dieses Buch wurde in der Mainzer Offizin von Johannes Fust und Peter Schöffer gedruckt. Es gilt als das erste in drei Farben gedruckte Buch und enthält zweifarbige (rot und blau) Initialen. Die Typen für die Herstellung dieses berühmten Buches stammen aus der Werkstatt Johannes Guttenberg, dem Erfinder des Buchdrucks.

Der Druckvermerk des Psalterium Moguntinum von 1457 nennt Herstellungsdatum: anno 1457 am Abend vor Mariä Himmelfahrt, was dem 14. August 1457 entspricht.