Archiv für den Monat Juli 2010

Die Titelei

Montag, 26. Juli 2010

Titelei ist ein Begriff aus dem Buchwesen. Mit ihm bezeichnet man die Seiten eines Buches, die dem eigentlichen Text vorangestellt sind.

Die Titelei besteht in der Regel aus:

  • der Schmutztitelseite oder Vortitel (Seite 1)
  • der Frontispiz- oder Vakatseite (Seite 2)
  • dem Titelblatt (Seite 3)
  • der Impressumsseite (Seite 4)

Diese Seiten haben keine Paginierung. Danach, frühestens auf Seite 5 des Buchblocks, beginnt der eigentliche Textteil. Ergänzend können zur Titelei noch eine Widmungsseite (auf der nächsten Recto-Seite nach dem Titelblatt, also auf Seite 5), Inhaltsverzeichnisse und Seiten mit Vorworten gehören. Dem Textteil kann ein Anhang folgen, in dem Endnoten, das Literaturverzeichnis, ein oder mehrere Register, ein Glossar etc. zu finden sind.

Stärkere Kontrolle der Preisbindung

Samstag, 17. Juli 2010

Bücher haben in Deutschland einen festen Ladenpreis. Wer im Internet bestellt, bekommt oft einen anderen Eindruck. Ein Vergleich schwört jetzt auch Handelsriesen wie Amazon darauf ein, die Preisbindung zu respektieren.

Kleine Buchhändler ärgerten sich immer wieder über den Versand-Riesen, der Bücher zum Teil schon vor Verkaufsstart und zudem noch billiger anbot. Doch jetzt hat sich die ständische Mutterorgansiation ermannt und die Sache zu einem Ende gebracht. Der Börsenverein, die buchhändlerische Genossenschaft eBuch e.G. und Amazon haben einen Vergleich geschlossen, der die Chancengleichheit wiederherstellen soll.

Die Broschur

Sonntag, 11. Juli 2010

Eine Broschur ist ein Buchblock mit einen flexiblen Umschlag.

Der Begriff stammt ursprünglich aus dem französische und lässt sich auf das Verb „brocher“ (heften oder flüchtig machen) zurückführen. Der Wortursprung zeigt deutlich, dass diese Bindeart ursprünglich nur ein Art Übergangslösung war, die vor einem teuren Einband stand.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurden broschierte Bände auch ohne Einbanddeckel verkauft. Die Bindung lag in der Entscheidung des Käufers. Bücher mit Verlagseinband, d. h. bereits vom Verlag hergestellte einheitliche Bindungen, kamen erst mit Ende des 19. Jahrhunderts auf.

Bei Büchern wird die Broschur heute als Softcover einer hochwertigen Taschenbuchausgabe bezeichnet. Im Gegensatz zu einem fest gebundenen Buch hat sie einen weichen Einband, welcher nicht so hochwertig verarbeitet wurde.

Material für ein Buch

Sonntag, 04. Juli 2010

Das Buch ist heute in erster Linie ein Gebrauchsgegenstand. Das heißt, dass das Buch gewissen Nutzungsbedingungen ausgesetzt ist. Diesen muss das Material entsprechen. Es soll strapazierfähig, reißfest, biegsam, leicht, ästhetisch und vieles mehr sein. Einige Materialien sind hier aufgeführt:

  • Papier: Nicht nur der Buchblock, also der eigentliche Textteil, besteht aus Papier. Auch das gesamte Vorsatz besteht aus Papier – allerdings aus anderen Papiersorten als der Textteil. Auch der Textteil kann aus den unterschiedlichsten Papiersorten bestehen, hier gibt es viele günstige und auch teure Varianten. Das Papier bestimmt somit unter anderem den Preis eines Buches. Welches Papier für ein Buch gewählt wird, entscheidet in der Regel der Buchgestalter.
  • Pappe: Der Einband eines Buches besteht in der Regel aus fester Pappe, die mit verschiedenen Bezugsmaterialien bezogen ist. Auch der Schuber besteht meist aus Pappe.
  • Bezugsmaterial, zum Beispiel mit Gewebe, Leinen, Papier, Leder oder Pergament.
  • Stoffe: Für das Kapitalband oder ein Lesebändchen werden spezielle Bänder, meist aus Seide, hergestellt und in verschiedenen Farben eingefärbt.
  • Farbe: Nicht nur der Buchumschlag kann farblich gestaltet werden, sondern auch der Buchschnitt. Diese Schnittverzierungen dienen nicht nur zur Zierde des Buches, sondern auch zum Schutz vor Lichteinwirkung und Verschmutzung.