Der Bucheinband in der Geschichte: Die Anfänge

Die Entwicklung des Bucheinbands verlief neben der Entwicklung der heutigen Buchform. Für das erste nachchristliche Jahrhundert sind erstmals Bücher belegt, die  aus wenigen Lagen Pergament bestehen, zusammengehalten wurden sie durch Schnüre im Falz und geschützt durch einen simplen Einband aus Holztafeln. Der Kodex wurde erst mit dem 4. Jahrhundert n. Chr.  vorherrschend in der Form des Bucheinbands.

Die ältesten, heute erhaltenen Bucheinbände stammen aus Ägypten. Die Grundlage dieses Einband bildete eine Kartonage aus Papyrus, die in einen Bezug aus Ziegenleder eingeschlagen wurde. Geheftet wurde das Buch durch dünne Lederriemen. Zum Verschließen ließ man den Bezugsstoff an der linken Seite des Vorderdeckels in einen dreieckigen Lappen auslaufen, der dann wieder um den Kodex herumgeschlagen werden konnte.

Aufgrund des beschränkten Umfangs einlagiger codices begannen sich schnell mehrlagige durchzusetzen, bei denen die Lagen einzeln geheftet und im Rücken des Buches miteinander vernäht wurden. Dann erst erfolgte durch Ankleben die Verbindung mit dem Einband.

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