Archiv für den Monat August 2009

Was sollte man lesen und was nicht?

Dienstag, 25. August 2009

Das ist immer eine wichtige Frage, schließlich gibt es einen Kanon jener Bücher, die man mal gelesen haben sollte. Außerdem gibt es so viele Neuerscheinungen, sodass man oft nicht weiß welches Buch man zur neuen  Lektüre auswählen soll. Vor allem besteht ja immernoch die Gefahr, dass der literarische Text nicht gefällt, dass der Schreibstil nicht zusagt usw.

Aber um das heraus zu finden gibt es nur eine Möglichkeit, dass wusste auch schon Wilhelm Raabe: Erst durch das Lesen lernt man, wieviel man ungelesen lassen kann.

Deutscher Buchpreis

Freitag, 21. August 2009

Das Rennen um den renomierten deutschen Buchpreis hat begonnen. Der Börsenverein des deutschen Buchhandels hat in diesen Tage seinen Nominierungsliste mit 20 Titeln veröffentlicht. Mitte September wird diese aud sechs Titel reduziert und am ersten Tag der Buchmesse in Frankfurt wird der mit knapp 40.000 Euro dotierte Preis verliehen.

Alle deutschsprachigen Verlage konnten je zwei Romane aus ihrem aktuellen Programm einreichen, insgesamt waren es nach Angaben des Börsenverein des Deutschen Buchhandels 132 Bücher aus 79 Verlagen.  2008 ging die Auszeichnung an Uwe Tellkamp für seinen Roman „Der Turm“. Preisträger der Vorjahre waren Julia Franck („Die Mittagsfrau“), Katharina Hacker („Die Habenichtse“) und Arno Geiger („Es geht uns gut“).

Und hier die Nominierten:

• Sibylle Berg: Der Mann schläft (Hanser, August 2009)

• Mirko Bonné: Wie wir verschwinden (Schöffling & Co., Februar 2009)

• Thomas Glavinic: Das Leben der Wünsche (Hanser, August 2009)

• Wolf Haas: Der Brenner und der liebe Gott (Hoffmann und Campe, August 2009)

• Ernst-Wilhelm Händler: Welt aus Glas (Frankfurter Verlagsanstalt, September 2009)

• Anna-Katharina Hahn: Kürzere Tage (Suhrkamp, März 2009)

• Reinhard Jirgl: Die Stille (Hanser, März 2009)

• Brigitte Kronauer: Zwei schwarze Jäger (Klett-Cotta, August 2009)

• Rainer Merkel: Lichtjahre entfernt (S. Fischer, März 2009)

• Terézia Mora: Der einzige Mann auf dem Kontinent (Luchterhand, August 2009)

• Herta Müller: Atemschaukel (Hanser, August 2009)

• Angelika Overath: Flughafenfische (Luchterhand, Mai 2009)

• Norbert Scheuer: Überm Rauschen (C. H. Beck, Juni 2009)

• Kathrin Schmidt: Du stirbst nicht (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2009)

• Clemens J. Setz: Die Frequenzen (Residenz, Februar 2009)

• Peter Stamm: Sieben Jahre (S. Fischer, August 2009)

• Thomas Stangl: Was kommt (Droschl, Januar 2009)

• Stephan Thome: Grenzgang (Suhrkamp, August 2009)

• David Wagner: Vier Äpfel (Rowohlt, September 2009)

• Norbert Zähringer: Einer von vielen (Rowohlt, Juli 2009)

Der erste Satz

Dienstag, 18. August 2009

Der erste Satz eines Buches ist wohl der schwierigste. Ein Autor muss versuchen den potentiellen Leser in den Bann zu ziehen, ohne jedoch zu viel zu verraten. Der Leser widerum macht am ersten Satz oft fest, ob er das Buch lesen oder gar kaufen will. Wie oft sieht man schließlich die Menschen in einer Buchhandlung stehen und die ersten Sätze eines Buches lesen.

Genau um diesen ersten Satz, dreht sich der Beginn des Buches „Firmin. Ein Rattenleben“ von Sam Savage:

„Ich hatte mir immer vorgestellt, dass meine Lebenserinnerungen, wenn ich sie jemals niederschreiben sollte, mit einem großartigen ersten Satz anfangen müssetn: Mit etwas lyrischen (…). An solche Sätze erinnert man sich, wenn man alles andere in diesen Romanen schon längst vergessen hat….“

Buch der Rekorde

Samstag, 15. August 2009

Das Guinness-Buch der Rekorde wurde 1955 erstmals von der gleichnamigen Brauerei in Auftrag gegeben und verzeichnet allerlei sinnvolle und auch sinnlose Weltrekorde. Es wurde bislang über 100Millionen mal verkauft und ist damit als das meistverkaufte Buch sogar in sich selbst verzeichnet.

Auch einen anderen Rekord hält es selbst: Kein anderes Buch wurde so oft aus  Bibliotheken gestolen, wie das Guinness-Buch der Rekorde.

„Ohne Krimi geht die Mimi nicht ins Bett“

Dienstag, 11. August 2009

Dieses eigentlich auf die TV-Branche bezogene Zitat lässt sich eins zu eins auch für den Buchmarkt übernehmen, denn der Kriminalroman ist das liebste Literaturgenre der Deutschen.

„Sex sells“, von wegen, Mord und Totschlag sind die Verkaufsschlager der Buchbranche. Mehr alles jedes zweite Buch, dass über die Ladentheke geht, ist dem Genre Krimi zuzuordnen.

Mal wieder ein neuer Duden

Samstag, 08. August 2009

In diesem Monat erscheint der fünfte Duden seit dem Beginn der Rechtschreibreform vor 13 Jahren. Mit grammatikalischen Neuerungen kann dieses neue Wörterbuch allerdings nicht aufwarten: Die Nachbesserung der Rechtschreibreform ist vorläufig auf Eis gelegt. Wohl um die Bevölkerung vor dem totalen Rechtschreib-Durcheinander zu bewahren.

Der neue Duden wirbt nun damit 5000 neue Wörter zu enthalten, viele davon leider Anglizismen, wie „twittern“ oder „snowkiten“. Die anderen neuen Wörter sind hauptsächlich absolut irrelevante Wortzusammensetzungen und weibliche Berufsbezeichnungen, die zovor nur in der männlichen version im Duden zu finden waren.

Da fragt man sich doch: Wozu ein neuer Duden?

In welcher Sprache lesen?

Mittwoch, 05. August 2009

In welcher Sprache lesen Sie eigentlich ihre Bücher? Alle auf deutsch? Oder auch mal ein Buch aus dem englischsprachigen Ausland im Original?

Ich lese zwar hauptsächlich auf deutsch, aber immer mal wieder auch ein buch auf Englisch und habe festgestellt, dass diese im Original meist um Längen besser sind als in der Übersetzung.  Ein buch mal im englischen Original zu lesen ist zwar anstrengender, aber es lohnt sich!

Google digitalisiert Bücher

Samstag, 01. August 2009

Der Internetriese Google will mal wieder seine Leistungspalette erweitern, nach Bildern, Karten und E-Mail-Adressen scannt die Suchmaschine nun große Teile der Bestände von dreiundzwanzig us-amerikanischen, sechs europäischen und einer asiatischen Spitzenbibliothek, darunter auch urheberrechtlich geschützte, nicht mehr im Handel befindliche, seltene Werke. Während gemeinfreie Texte auf „Google Books“ schon jetzt fast komplett einsehbar sind, werden von den noch geschützten Büchern bislang nur einzelne Seiten anzeigt. Allerdings ist hier noch nicht entgültig geklärt, ob dies überhaupt legal ist.

Ergänzend kommt das hinzu: Fünfundzwanzigtausend Verlage lassen Google heute digitale Komplettkopien ihrer Bücher für Vorschauzwecke erstellen, wobei in der Regel nur zwanzig Prozent des Inhalts in der Google-Buchsuche sichtbar sind. Wer das ganze Buch lesen möchte, muss es – bislang noch regulär – erwerben. Insgesamt umfasst die Datenbank bereits zehn Millionen neue und alte Bücher und soll wohl bald – wenn es nach den Erfindern geht – die gute alte Bibliothek ersetzen.