Archiv für den Monat Juni 2009

Rundtauschpakete

Montag, 29. Juni 2009

Auf die Dauer kann so ein Leben als Leseratte ein teurer Spaß werden: Jeden Monat kostet das eigene Lesevergnügen dutzende Euros. Nicht jeder kann und will sich das auf Dauer leisten. Bis vor kurzem war die Bibliothek die einzige Alternative günstig an Lesestoff zu kommen, doch oft gibt es dort nicht die gewünschten Roman, Thriller, Krimis…

Eine neue Möglichkeit sind die so genannten Rundtauschpakete. Hierzu schließen sich eine bestimmte Anzahl von Leuten zusammen, die alle ein bestimmtes literarisches Genre bevorzugen. In einer festgelegten Reihenfolge wird nun ein Paket, das von der ersten Person mit ungefähr fünf Büchern bestückt wird, von Leser zu Leser verschickt. Jeder darf sich, sobald das Paket bei ihm ankommt, ein bis zwei Bücher, die er selbst lesen möchte, heraus nehmen und legt dafür zwei seiner eigenen Bücher ins Paket und schickt dieses nun der Liste entsprechend weiter. So kann sich jeder mit neuem Lesestoff versorgen und sich altbekannten Büchern entledigen. Eine Bücherrunde hört in der Regel dann auf, wenn das Paket wieder bei der ersten Person der Liste angekommen ist, kann aber beliebig oft wiederholt werden.

Franziska

Welt der Bücher

Mittwoch, 24. Juni 2009

„Von den vielen Welten, die der Mensch nicht von der Natur geschenkt bekam, sondern aus dem eigenen Geist erschaffen hat, ist die Welt der Bücher die größte. Jedes Kind, wenn es die ersten Buchstaben auf seine Schultafel malt und die ersten Leseversuche macht, tut damit den ersten Schritt in eine künstliche und höchst komplizierte Welt, deren Gesetze und Spielregeln ganz zu erkennen und vollkommen zu üben kein Menschenleben ausreicht.“  Herman Hesse

Roman fürs Handy

Samstag, 20. Juni 2009

 

In Frankreich ist anlässlich der Buchmesse von Nizza gerade der erste Roman für das Handy ‚erschienen’: „Les aventures de Thomas Drimm“ von Didier van Cauwelaert wird in einzelnen Episoden per SMS verschickt oder kann mit dem Handy aus dem Internet herunter geladen werden. Auch eine Lesung vom Schriftsteller kann über das Mobiltelefon angehört werden. In gedruckter Version soll der Roman erst später erscheinen.

Die Kapitel und Sätze in van Cauwelaerts Roman sind der SMS angepasst und dementsprechend viel Kürzer als in vergleichbaren Büchern.

Auch die Leser werden in den Roman mit eingebunden: Das 10.Kapitel wird von ihnen verfasst. Dann schreibt der Autor selbst wieder weiter.

Das Handy-Buch, ein Konzept für die Zukunft oder nur technische Spielerei?

Franziska

 

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Kurioser Titel

Mittwoch, 17. Juni 2009

 

Der Sieger eines im Rahmen der Buchmesse 2008 erstmals ausgeschriebenen Wettbewerbs um der kuriosesten Buchtitel ist: „Begegnungen mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer“.

Mit dem Preis, den das Börsenblatt und der Berlin Verlag vergeben, wird der meist unfreiwillige Humor bei der Titelfindung der Verlage ausgezeichnet. Gewonnen hat nicht der Autor Stephan Harbort, sondern der Droste Verlag, der beinahe den Preis nicht angenommen hätte. Dennoch nahm der Verleger die Flasche Champagner schließlich in Empfang, die als Preis angesetzt war.
Zuvor hatte sich eine „Expertenrunde“ über die Hintergründe des Preises unterhalten und versucht nachzuvollziehen, wie es zu Titel-Fehlgriffen bei Verlagen kommen könne. Eine eindeutige Antwort konnte, wie man vielleicht schon ahnt, nicht gefunden werden.
„Begegnungen mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer“ hat sich durchgesetzt gegen „Gräber selbst gestalten. Individuell- Stilvoll- Pflegeleicht“, „Wer bin ich- und wenn ja wie viele?“, „Landwirtschaftliche Fahrzeuge beim Gülle- und Mistfahren“, „Vom Lustgewinn beim Speisen im Freien“ und „Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot“.

 

Welche Titel werden wohl in diesem Jahr nominiert?

Miniaturbücher

Sonntag, 14. Juni 2009

Diese winzigen Ausgaben unserer großen, normalen Bücher liegen gerade voll im Trend. Es gibt sie als Bibel, Stadtpläne usw. Sogar ganze Verlage haben sich schon auf die Bücher im Zwergenformat spezialisiert und legen dort die Klassiker der Literatur wieder auf.

Das allerkleinste dieser Bücher fasst allerdings keinen ganzen Roman: Es ist so winzig, dass auf jeder Seite nur ein Buchstabe Platz hat, nämlich nur 2,4×2,9 mm. Das entspricht von der Größe ungefähr dem Kopf einer Reißzwecke.

Franziska

 

 

 

Sieben Bücher

Donnerstag, 11. Juni 2009

„Wer sieben gute Bücher hat, braucht keine Menschen mehr. Bücher sind die treusten Tröster, Bücher sind bessere Freunde als Menschen, denn sie reden nur, wenn wir wollen und schweigen, wenn wir anderes vorhaben. Sie geben immer und fordern nie.“
Freiherr von Münchhausen

Von der Buche zum Buch

Dienstag, 09. Juni 2009

 

Unser heutiges Wort „Buch“ stammt vom Althochdeutschen „buoh“ ab. Dieses bedeutete damals soviel wie, Holzschreibtafel aus Buche. Im Mittelhochdeutschen wurde diese Form dann zu „bouch“ oder „bûch“.

Der neuhochdeutsche Begriff „Buch“ kommt also von dem ehemaligen Beschreibstoff Buche.

 

Mit diesem Wissen lässt sich jetzt auch die Herkunft des Begriffs „Bücherwurm“ leicht erklären: Ursprünglich war damit wohl nur das Tier im Holz gemeint.

Franziska

Das größte Buch der Welt

Freitag, 05. Juni 2009

 

Mazda sorgt für das derzeit größte Buch der Welt: Der sagenhafte 3,07 Meter mal 3,42 Meter messende Bildband ist als weltweit größtes Buch im Guiness Buch der Rekorde eingetragen und sprengt damit jedes handelsübliche Regal und erst recht jede Liefersendung. Daher hat es Konkurrenz von dem größten lieferbaren Buch erhalten – dem Band “Bhutan: A Visual Odyssey Across the Last Himalaya Kingdom“. Das Buch hat sich seinem Thema – nämlich dem gigantischsten Gebirge der Welt – mit stolzen 2,14 Meter mal 1,52 Meter durchaus angepasst und zeigt auf 114 Seiten prachtvolle Fotografien aus dem asiatischen Bhutan. Rund 25.000 Euro – Portokosten nicht eingerechnet – müssen Buchliebhaber allerdings berappen, wenn sie Besitzer dieses 65 Kilo schweren Opus werden möchten.

Dem Leser auf der Spur II

Dienstag, 02. Juni 2009

Hier mal eine Studie über die Zeit, die pro Tag noch durchschnittlich zum Lesen benutzt wird, nach Alter geordnet.

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