Marburger Krimifestival 2017

20. August 2017

Es ist wieder so weit! Vom 8. September bis zum 6. Oktober findet in Marburg das Krimifestival statt. Die kleine Stadt wird zum Zentrum für Schriftsteller und Drehbuchautoren, die etwas zu dem literarischen Thema „Mord und Totschlag“ beitragen.
Es werden sowohl Lesungen für Erwachsene, als auch für Kinder angeboten.

Betreut wird das Krimifestival von Mariella Terzo (Terzo PR) und Manfred Paulsen (Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen e.V.) sowie von dem Schriftsteller und Drehbuchautoren Friedrich Ani. Der Münchner wird ebenfalls das Festival mit einer Lesung eröffnen.

Das Programm und alle weiteren Informationen finden Sie hier.

Die Nominierten für den Deutschen Buchpreis stehen fest

16. August 2017

Die siebenköpfige Jury hat sich entschieden: insgesamt 20 Autoren und Autorinnen können sich auf die Chance freuen, den Deutschen Buchpreis zu erhalten. Mit dem Deutschen Buchpreis wird seit 2005 der beste deutschsprachige Roman des Jahres gekürt. Vergeben wird der Preis vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Der Sieger wird am Vorabend der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben.

Nach der Longlist mit den 20 Nominierten folgt noch die Shortlist, die auf sechs Titel reduziert wird. Doch hier erstmal die Auserwählten der Longlist, auch für diejenigen, die eventuell noch eine schöne Lektüre für den Sommer suchen:

▪Mirko Bonné: Lichter als der Tag (Schöffling & Co., Juli 2017)

▪Gerhard Falkner: Romeo oder Julia (Berlin Verlag, September 2017)

▪Franzobel: Das Floß der Medusa (Paul Zsolnay, Januar 2017)

▪Monika Helfer: Schau mich an, wenn ich mit dir rede! (Jung und Jung, März 2017)

▪Christoph Höhtker: Das Jahr der Frauen (Weissbooks, August 2017)

▪Thomas Lehr: Schlafende Sonne (Carl Hanser, August 2017)

▪Jonas Lüscher: Kraft (C.H. Beck, März 2017)

▪Robert Menasse: Die Hauptstadt (Suhrkamp, September 2017)

▪Birgit Müller-Wieland: Flugschnee (Otto Müller, Februar 2017)

▪Jakob Nolte: Schreckliche Gewalten (Matthes & Seitz Berlin, März 2017)

▪Marion Poschmann: Die Kieferninseln (Suhrkamp, September 2017)

▪Kerstin Preiwuß: Nach Onkalo (Berlin Verlag, März 2017)

▪Robert Prosser: Phantome (Ullstein fünf, September 2017)

▪Sven Regener: Wiener Straße (Galiani Berlin, September 2017)

▪Sasha Marianna Salzmann: Außer sich (Suhrkamp, September 2017)

▪Ingo Schulze: Peter Holtz (S. Fischer, September 2017)

▪Michael Wildenhain: Das Singen der Sirenen (Klett-Cotta, September 2017)

▪Julia Wolf: Walter Nowak bleibt liegen (Frankfurter Verlagsanstalt, März 2017)

▪Christine Wunnicke: Katie (Berenberg, März 2017)

▪Feridun Zaimoglu: Evangelio (Kiepenheuer & Witsch, März 2017)

„Buch und Buchhandel in Zahlen 2017“: Zahlen, Fakten und Analysen zum deutschen Buchmarkt

14. August 2017

Wer sich für den Wandel und die Entwicklung des deutschen Buchhandels interessiert, kann seit dem 3. August das entsprechende Nachschlagewerk  „Buch und Buchhandel in Zahlen“ (BuBiZ) erwerben. Auf insgesamt 156 Seiten, inklusive 100 Tabellen und Diagrammen, präsentiert das Werk Daten und Fakten zur Titelproduktion, dem Lizenzgeschäft und dem Außenhandel sowie zum E-Book-Markt. Außerdem dokumentiert das Kompendium aktuelle Erkenntnisse über Buchleser und -käufer.

Herausgegeben werden die Zahlen zur Buchbranche vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels und es ist als gedrucktes Buch und als E-Book im PDF-Format erhältlich.

Buch und Buchhandel in Zahlen 2017, Herausgeber: Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V., Frankfurt am Main 2017, 156 Seiten, ISBN Print: 978-3-7657-3304-8, E-Book (PDF): 978-3-7657-3305-5 / Preis: je 39,50 Euro (brutto, zzgl. Versand).

Ingo Schulze gewinnt den Rheingau Literatur Preis 2017

10. August 2017

Im Rahmen des Rheingau Literatur Festivals wird seit 1994 der Rheingau Literatur Preis verliehen. Dieses Jahr konnte der Autor Ingo Schulze mit dem Roman „Peter Holtz. Sein glückliches Leben erzählt von ihm selbst.“ die Jury überzeugen: „Er schreibt mit kühlem Blick für die Komiken und Absurditäten der menschlichen Existenz. Er berichtet mit bestechender Genauigkeit und in unterschiedlicher Manier vorwiegend von einfachen Leuten, so dass jeder von ihnen einen Sonderweg zu gehen scheint. Mit Peter Holtz, dem hartnäckig-einfältigen Helden seines neuen Romans, schickt er einen Schelm auf Ost- und West-Passage, durch jäh wechselnde Zeiten, durch die Landeskunde der Ideologien.“ Die Preisverleihung findet am 24. September auf Burg Schwarzenstein in Geisenheim-Johannisberg statt. Dotiert ist der Preis mit 11.111€ und 111 Flaschen Rheingauer Riesling.

Es ist nicht das erste Mal, dass Ingo Schulze etwas zu feiern hat. Der gebürtige Dresdner hat bereits internationale Preise gewonnen und Werke von ihm wurden in 30 Sprachen übersetzt. Sein neuester Roman handelt von dem Protagonisten Peter Holtz, der als Kind für die Abschaffung von Geld und später für eine christlich-kommunistische Demokratie kämpft – und das, obwohl er inzwischen zum Millionär geworden ist. Das Buch wird im September erscheinen.

FAZ: Krimibestenliste im August

07. August 2017

Die FAZ hat gemeinsam mit Deutschlandfunk Kultur eine Krimibestenliste für den August zusammengestellt. Das Ergebnis ist eine Auflistung von 10 Büchern, die nicht nur aus Deutschland kommen:

 

1. Zoë Beck – Die Lieferantin

London, Edinburgh, nahe Zukunft. Die Regierung will den Drexit, Null Toleranz für Drogen. Die Lieferantin ist dagegen. Sie versendet Stoff wie aus der Apotheke, geschickt per Drohne. Doch der saubere Trip für autonome Menschen stört das althergebrachte Machtgefüge. Und schon wird die Lieferantin gejagt..
Suhrkamp, 326 Seiten, 14,95 Euro.

2. Antonin Varenne – Die Treibjagd

Limousin. Zwei Außenseiter gegen die beiden herrschenden Familien einer sterbenden Region: der verküppelte Revierjäger Rémi, und die gefallen Dorfschöne Michèle. Schlägereien, tote Förster, aufbrodelnde Gewalt. Als Western inszeniert, wilde Natur, archaische Triebe im Kern- und Hinterland Frankreichs.
Aus dem Französischen von Susanne Röckel. Penguin, 304 Seiten, 10 Euro.

3. Larry Brown – Fay 

Oxford, Biloxi. Die 17-jährige Fay ist aus einem Loch von Elternhaus abgehauen, sucht Zuneigung, Schutz, Liebe. Und findet Männer, gute väterliche, und weniger gute. Country-Noir-Variante der Endstation Sehnsucht: Tumbe Törin lernt Südstaaten. Späte Entdeckung eines starken Autors.
Aus dem Englischen von Thomas Gunkel.Heyne, 656 Seiten, 24 Euro.

4. George Pelecanos – Hard Revolution

Washington, D.C. 1968. Als Kinder spielten sie in den Armenvierteln DCs, Rasse hatte kaum Bedeutung. Sie schwärmten für Autos, Musik, Freiheit. Mit dem Krieg wurden sie groß. Jetzt jagt der schwarze Polizist Derek Strange den Mörder seines Bruders. Fein gezeichnetes Sozialpanorama einer rebellischen Zeit.
Aus dem Englischen von Gottfried Röckelein. ars vivendi, 420 Seiten, 24 Euro.

5. Simone Buchholz – Beton Rouge

Hamburg, Biesendorf. Gefolterte Verlagsmanager ächzen in Käfigen vor ihrem Stammhaus. Ein Mädchen totgefahren. Chastitys Kumpel im Streit. Im siebten Riley-Fall steuert Buchholz ganz ins Dunkle. Ihr Beitrag zur Internats- und Racheliteratur. Astra, saubere Sprüche, Melancholia, und ein neuer Mann.Blindtext.
Suhrkamp, 230 Seiten, 14,95 Euro.

6. Monika Geier – Alles so hell da vorn 

Rheinland-Pfalz. Manga, verlorene 18, Prostituierte seit sie denken kann, erschießt einen Freier in Polizeiuniform. Halbtags-Kriminalkommissarin Boll nimmt SoKos oder Vorgesetzte nur am Rande wahr, aber das, was wichtig ist. Rätselhaft, sehr straight, irre gut. Geier ist Spitze.
Ariadne im Argument Verlag, 416 Seiten, 13 Euro.

7. Carsten Jensen – Der erste Stein

Afghanistan. Zug 3, dänische Infanterie, in Friedensmission. Der Zugführer verrät sie, die Krieger schalten in Rachemodus. Und stolpern in alle Fallen: die der Taliban, die der Entmenschlichung. In fettloser Prosa, mit genauer Lagekenntnis, reißt Jensen uns in einen Malstrom aus Krieg und Kriegsverbrechen…
Aus dem Dänischen von Ulrich Sonnenberg. Knaus, 640 Seiten, 26 Euro.

8. Graeme Macrae Burnet – Das Verschwinden der Adèle Bedeau

St. Louis, Haut-Rhin. Adèle, Kellnerin im Restaurant La Cloche, ist weg. Aufruhr am Bridge-Tisch der Honoratioren, in der kleinen Stadt: Hatte der seltsame Herr Baumann mit ihrem Verschwinden zu tun? Baumann glaubt es manchmal selbst. Simenon ähnliche subtile Erforschung eines Einzelgängers in Krise.
Aus dem Englischen von Claudia Feldmann.Europaverlag, 288 Seiten, 17,90 Euro.

9. Donato Carrisi – Der Nebelmann

„Avechot“, italienische Alpen. Ein 16-jähriges Mädchen ist verschwunden, das Dorf empört. Sonderermittler Vogel, ein Star der Kriminalistik, weiß, wie man die Medien bedient. Und wann man wie Verdächtige präsentiert. Twistreiches Spiel um Medienmacht, Dorfenge und Gewaltkitzel, mit Mastermind im Hintergrund.
Aus dem Italienischen von Karin Diemerling. Atrium, 336 Seiten, 20 Euro.

10. Robert Hültner: Lazare und der tote Mann am Strand

„St. Pierre d’Elze“, Sète. Hültners neuer Ermittler Commandant Lazare aus Montpellier hat mehr als genug zu tun. Ein toter Sinto, ein renitenter Bauer im Weidezaun, ein deutscher Polizistenmörder. Und eine korrupte Polizeistation. Hültner im neuen Milieu: souverän, mit skeptischem Humor.
btb, 384 Seiten, 20 Euro.

Die Begegnung von Kunst und Text. Das Künstlerbuch.

03. August 2017

Es gibt viele verschiedene Arten von Büchern. Jede bringt seine individuellen Eigenschaften und Voraussetzungen mit sich. Das Künstlerbuch erhebt dabei einen besonderen Anspruch. Es bewegt sich an der Grenze ein Buch als Objekt, aber gleichzeitig auch Kunst zu sein. Deshalb werden sie auch als eigenständige Kunstwerke angesehen. Das Künstlerbuch ist demnach ein Experiment mit dem Medium Buch, weshalb sie vielschichtig und vielsprachig sein können. Es gibt keine klare Richtlinie, die Individualität steht im Vordergrund.

Die Entstehungsgeschichte beginnt im ausgehenden 19. Jahrhundert und es ist somit ein Kind der Avantgarden der Moderne. Vorreiter dieses Ausdrucksmittel sind beispielsweise Stéphane Mallamés „Le coup des dés…“ oder die typografischen Arbeiten von Marinetti oder Kurt Switters.  Auch namenhaften Künstler wie Salvador Dali, Marcel Duchamp oder Pablo Picasso machten sich das Buch als Kommunikationsträger zu Eigen. In den 60ern war es schließlich die Konzeptkunst unter den Ansätzen der Fluxusbewegung, die dem Künstlerbuch seine weitere Form brachte.

Mit den Künstlerbüchern wird die traditionelle Form des Buches ebenso in Frage gestellt und ihre Produzenten ergründen die Tiefe und Weite des Mediums.

Buchherstellung im Mittelalter

30. Juli 2017

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: August

26. Juli 2017

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender aus Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

9.8., 19 Uhr: Der Stadtschreiber Sherko Fatah lädt ein

Roman Ehrlich und Dorothee Elmiger
Ort: Open Air Bühne, Schelmenburgplatz / bei schlechtem Wetter: Clubraum 5, Stadthalle Bergen, Schelmenburgplatz 2, 60388 Frankfurt am Main
Eintritt: 7,- (AK) / 5,50 (VVK: Bergen erlesen, Schelmenburgplatz 2, Tel: 06109-5090199, Schreibwaren-Kraus, Triebstraße 33, Tel: 06109-32852)

Roman Ehrlich wurde 1983 in Aichach geboren und lebt heute in Berlin. Er erhielt bereits mehrere Preise, u.a. den Bremer Literaturpreis und den Ernst-Toller-Preis. Er schreibt Romane und Kurzprosa. Zuletzt erschien bei S. Fischer der Roman „Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens“. Dorotheee Elmiger ist Jahrgang 1985 und Schweizerin. Sie ist Absolventin des Schweizerischen Literaturinstituts in Biel. Elmiger wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Erich-Fried-Preis. Bereits zweimal stand sie auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis. 2014 erschien bei DuMont ihr Roman „Schlafgänger“.

Sherko Fatah wird die Veranstaltung moderieren. Roman Ehrlich liest aus seinen Romanen „Das kalte Jahr“ und „Die fürchterlichen Tage des schrecklichen Grauens“. Dorothee Elmiger liest aus ihren Romanen „Einladung an die Waghalsigen“ „Schlafgänger“.

Eine Veranstaltung der Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim mbH.

 

17.8., 19 Uhr: „Zu Hause im 20. Jahrhundert“

Hermann Kesten. Lesung mit Albert M. Debrunner
Ort:
Deutsche Nationalbibliothek
Eintritt frei
(Anmeldung unter exilarchiv-veranstaltungen@dnb.de)

Hermann Kesten (1900–1996) war eine Jahrhundertgestalt. Der Freund Erich Kästners, Joseph Roths und Ernst Tollers, Autor, Herausgeber und Cheflektor beim Verlag Kiepenheuer in Berlin emigrierte bereits kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 nach Paris. 1940 gelang ihm die Weiterflucht in die USA. Dort war er an der Gründung der Hilfsorganisation Emergency Rescue Committee (ERC) beteiligt. Die Akten des ERC befinden sich heute im Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek.

Hermann Kesten kehrte 1953 dauerhaft nach Europa zurück, in Deutschland ließ er sich jedoch nicht mehr nieder. Er war ein gewichtiger Akteur der bundesdeutschen Nachkriegsliteratur und verfasste zahlreiche Romane, Erzählungen und Essays. Mit Albert M. Debrunners Biografie liegt nun die erste zusammenhängende Darstellung von Kestens Leben vor.

Eine Veranstaltung des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek in Kooperation mit dem Verlag NIMBUS. Kunst und Bücher. 

 

18.8., 20 Uhr: Krimilesung im Brentanobad

Tilman Spreckelsen “Der Nordseeschwur – Ein Theodor-Storm-Krimi”
Ort:
Brentanobad, Haupteingang Rödelheimer Parkweg 1
Eintritt frei

Zum großen Sängerfest strömen Tausende 1844 nach Bredstedt bei Husum. Aber Rechtsanwalt Theodor Storm und sein Schreiber Peter Söt wissen, dass dort gefährliche politische Reden gehalten werden. Dann, mitten auf dem Fest, ein Mord. Tilman Spreckelsen ist Redakteur bei der FAZ, Autor und Herausgeber. 2014 erhielt er den Theodor-Storm-Preis.

Eine Veranstaltung des Quartiersmanagements Rödelheim-West in Zusammenarbeit mit FörSteR.
Mit freundlicher Unterstützung der Bäderbetriebe BBF und der Stadtteilbibliothek Rödelheim.

 

27.8., 14 Uhr: Goethe war ein Egoist!?

Der Verein Literaturbetrieb e.V. veranstaltet den Literaturspaziergang „Goethe ungeschminkt“ in Frankfurts Innenstadt
Treffpunkt:
Gutenberg-Denkmal, Roßmarkt
Eintritt:
10,-

War Goethe ein „leichter Lebemensch“, ein „Aristokratenknecht“ oder gar ein „Egoist in ungewöhnlichem Grade“? Auf dem Spaziergang beleuchten kritische Stimmen von Heinrich Heine über Thomas Mann bis zu zeitgenössischen Autoren die Schattenseiten Goethes. So entsteht auf dem Weg durch die Innenstadt durch Briefe, Gedichte und Geschichten ein völlig neues Bild von Frankfurts berühmtem ‚Dichterfürsten’. Der Spaziergang dauert zwei Stunden.

Der Verein Literaturbetrieb e.V. ist eine Initiative von Studierenden und Alumni der Goethe-Universität und wurde 2006 gegründet. Er veranstaltet außergewöhnliche Lesungen sowie Hörbuchabende, Literatur-Reisen und literarische Spaziergänge. Zum Angebot gehören auch der „Bühnentrieb“, eine offene Bühne für Literatur und Musik, und die Lesungsreihe „Literatur à la carte“. Außerdem ist der Verein Mitveranstalter des „Langen Tags der Bücher“.

 

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

Jane Austen: Ein Kind der Aufklärung

23. Juli 2017

Viele kennen die Romane von Jane Austen, die von 1775 bis 1817 in England lebte. „Sinn und Sinnlichkeit“ oder „Emma“ waren auch schon zu ihren Lebzeiten Bestseller. Doch wer war Jane Austen, die ihre Werke anonym veröffentlichte, und was steckt tatsächlich hinter den romantischen Liebesgeschichten der jungen Frau? Deutschlandfunk Kultur widmete Jane Austen einen ausführlichen Beitrag. In „Eine lange Nacht über die Schriftstellerin Jane Austen. Verführung, Stolz und Sinnlichkeit“ wird Austen als Kind der Aufklärung deklariert und ihre literarische Bedeutung genauer beleuchtet. So hat sie auch die erlebte Rede, die Ende des 18. Jahrhunderts als literarisches Stilmittel eingeführt wurde, entscheidend weiterentwickelt.

Den Beitrag mit schönen Buchzitaten und musikalischer Begleitung finden Sie hier.

Digitalisierung und Buchrestaurierung zur Rettung der Schätze deutscher Bibliotheken

19. Juli 2017

Die FAZ hat einen interessanten Artikel über die Digitalisierung und Buchrestaurierung veröffentlicht, der auf die schriftlichen Überlieferungen in deutschen Bibliotheken Aufmerksam macht. Aufgrund der jahrelangen Vernachlässigung alter Bestände, werden sie als gefährdet angesehen.  „Die Schadenslage lässt sich vereinfacht so zusammenfassen: Während die neueren Buchbestände ab etwa 1850 in erster Linie von sauren Papieren bedroht sind, sind die älteren Sammlungen insbesondere durch beschädigte Einbände gefährdet: Die einen Bücher zerbröseln, wenn man sie benutzen will, die anderen sind oft nicht mehr zu handhaben, weil gebrochene Buchrücken und aufgelöste Bindungen, ein- und ausgerissene, abgegriffene oder sonst beeinträchtigte Blätter die Lesbarkeit behindern. Unzureichende Lagerbedingungen kommen zu den endogenen Zerfallsprozessen und Benutzungsschäden hinzu. Wichtige Bestände sind darum der Forschung entzogen.“ Mithilfe der Digitalisierung soll nun auch in Deutschland die Rettung kommen, aber sie alleine wird nicht ausreichen. Auch die Originale müssen erhalten und restauriert werden.

Den ausführlichen Artikel finden Sie hier.