Digitalisierung und Buchrestaurierung zur Rettung der Schätze deutscher Bibliotheken

19. Juli 2017

Die FAZ hat einen interessanten Artikel über die Digitalisierung und Buchrestaurierung veröffentlicht, der auf die schriftlichen Überlieferungen in deutschen Bibliotheken Aufmerksam macht. Aufgrund der jahrelangen Vernachlässigung alter Bestände, werden sie als gefährdet angesehen.  „Die Schadenslage lässt sich vereinfacht so zusammenfassen: Während die neueren Buchbestände ab etwa 1850 in erster Linie von sauren Papieren bedroht sind, sind die älteren Sammlungen insbesondere durch beschädigte Einbände gefährdet: Die einen Bücher zerbröseln, wenn man sie benutzen will, die anderen sind oft nicht mehr zu handhaben, weil gebrochene Buchrücken und aufgelöste Bindungen, ein- und ausgerissene, abgegriffene oder sonst beeinträchtigte Blätter die Lesbarkeit behindern. Unzureichende Lagerbedingungen kommen zu den endogenen Zerfallsprozessen und Benutzungsschäden hinzu. Wichtige Bestände sind darum der Forschung entzogen.“ Mithilfe der Digitalisierung soll nun auch in Deutschland die Rettung kommen, aber sie alleine wird nicht ausreichen. Auch die Originale müssen erhalten und restauriert werden.

Den ausführlichen Artikel finden Sie hier.

3° Verlag: Anwendbare Buchkunst

17. Juli 2017

Der 3° Verlag aus Hamburg ist ein innovatives Projekt von Illustratoren, die bereits in dem Kollektiv Tapir&Klotz künstlerisch gearbeitet haben. Im Jahr 2018 soll nun ein illustrierter Taschenkalender ab September auf den Markt gebracht werden, an dem insgesamt 40 Illustratoren mitgewirkt haben. Es ist der sechste Taschenkalender von Tapir&Klotz, doch das Thema ist neu.
Die 60 Illustrationen widmen sich dem Thema „Nackt“ – frei assoziativ und jeder in seinem eigenen Stil.

Der Taschenkalender umfasst ca 130 Seiten und ist ein Klappenbroschur mit Stofttouch.
Wer also noch ein schönes Geschenk braucht…

…Ein Blick lohnt sich!

Bücher haben Ehrgefühl….

14. Juli 2017

Bücher haben Ehrgefühl. Wenn man sie verleiht,
kommen sie nicht wieder zurück.

Theodor Fontane (1819-98), dt. Erzähler

Ein Résumé zum Ingeborg-Bachmann-Preis

10. Juli 2017

Der Gewinner des Ingeborg-Bachmann-Preises steht fest: Ferdinand Schmalz. Mit seinem vorgetragenen Text „mein lieblingstier heißt winter“ überzeugte er die Jury beim Wettlesen.

Ferdinand Schmalz ist eine Kunstfigur, durch und durch. Der Österreicher, sein bürgerlicher Name lautet Matthias Schweiger, ist studierter Theaterwissenschaftler, Dramatiker und Prosaist.

„mein lieblingstier heißt winter“ handelt von dem Protagonisten, Schauer, der an Krebs leidet und sich nicht der Krankheit hingeben will, sondern sich für den Suizid entscheidet. Es kommt zu einer Begegnung mit dem Eismann namens Schlicht, bei dem er seit sieben Jahren sein immer gleiches Fertigwildgericht, ein Rehragout, bestellt. Schauer bittet ihn um die Mithilfe für das geplante Unternehmen.
Die sowohl humorvolle als auch ernsthafte Geschichte begeisterte die Jury. „Der Text ist tatsächlich makellos“, befand die Kritikerin Sandra Kegel, auf deren Einladung Schmalz an dem Wettlesen teilgenommen hatte. „Wenn die Figuren sprechen, geht mir das Herz auf“, lobte die Schweizer Literaturwissenschaftlerin Hildegard Elisabeth Keller die Dialoge der Männer.

Erstmals wurde dieses Jahr auch ein Preis des Deutschlandfunks verliehen. Diesen gewann der amerikanische Autor John Wray. Für den Wettbewerb schrieb er zum ersten Mal auf Deutsch. Seine Geschichte „Madrigal“ handelt von einem Telefonat zwischen Bruder und Schwester, die ebenfalls beide Schriftsteller sind. Durch gewisse Verstrickungen entwickelt sich die Geschichte immer weiter, bis hin zu einem Populisten, der an den amerikanischen Präsidenten erinnert.

Einen ausführlichen Artikel über den Ingeborg-Bachmann-Preis finden Sie hier.

Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt: Der Ingeborg-Bachmann-Preis

08. Juli 2017

Jährlich trifft sich die Autorenparade in Klagenfurt, Österreich. Drei Tage wird dort im Rahmen der Tage der deutschsprachigen Literatur ein Wettbewerb veranstaltet, bei dem vorausgewählte Teilnehmer nacheinander ihre bisher unveröffentlichten Prosatexte oder Ausschnitte vorlesen. Voraussetzung für die Teilnahme: der Originaltext muss auf Deutsch verfasst worden sein.

Seit 1976 wird in Gedenken an die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann am Ende der Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen. Wer von den vierzehn Autoren den begehrten Preis erhält, entscheidet eine Jury. Ab diesem Jahr wird außerdem noch der von Deutschlandradio gestiftete Preis, der mit 12.500 Euro dotiert ist, vergeben. Insgesamt ist somit ein Preisgeld von 62.500 Euro im Spiel.

Traditionell wurden die 41. Tage der deutschsprachigen Literatur mit der „Rede zur Literatur“ eröffnet. Die Ansprache hielt der österreichische Schriftsteller Franzobel, der bereits 1995 den Bachmannpreis gewonnen hatte. Seine Erkenntnis: der Literatur ginge es auch nicht sehr viel schlechter als immer schon.

Der Deutschlandfunk berichtet live!

Veranstaltungen Gutenberg-Museum Mainz

04. Juli 2017

Nachlass von großen und kleinen Sünden

Datum: 08. Juli
Startzeit: 13:30
Stoppzeit: 16:30

Druckvorführung von Ablassbriefen im 1. Stock des Gutenberg-Museums

Workshop Papierschöpfen „Rosenblütenpapier“

Datum: 19. Juli
Startzeit: 15:00
Stoppzeit: 16:00

Vor dem Druckladen, bei schlechtem Wetter „Kräuterdruck“ im Foyer des Museums. Werkstattbeitrag 5 Euro/Erw., 4 Euro/Studenten, 3 Euro/Kinder. (Anmeldung erforderlich, Tel. 06131-12686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Antiquarischer Buch- und Grafikmarkt

Datum: 05. August
Startzeit: 08:00
Stoppzeit: 14:30

Workshop Papierschöpfen „Rheinhessisches Lavendelblütenpapier“

Datum: 16. August
Startzeit: 15:00
Stoppzeit: 16:00

Vor dem Druckladen, bei schlechtem Wetter „Kräuterdruck“ im Foyer des Museums. Werkstattbeitrag 5 Euro/Erw., 4 Euro/Studenten, 3 Euro/Kinder. (Anmeldung erforderlich, Tel. 06131-12686 oder gm-druckladen@stadt.mainz.de)

Antiquarischer Buch- und Grafikmarkt

Datum: 02. September
Startzeit: 08:00
Stoppzeit: 14:30

Antiquarischer Buch- und Grafikmarkt im Innenhof des Gutenberg-Museums

Weitere Informationen finden Sie hier

Ein Lob auf Ror Wolf – Lyrik über den Fußball

01. Juli 2017

Ror Wolf gilt als einer der bedeutendsten lebenden Autoren in Deutschland. Am 29. Juni wurde der gebürtige Thüringer 85 Jahre alt. Erst im vergangenen Jahr gewann Wolf den Schiller-Gedächtnispreis, der Künstler auf dem Gebiet der deutschen Literatur oder Geisteswissenschaften für ihr hervorragendes Werk ehrt.

Vor allem wurde Wolf, sein bürgerlicher Name lautet Richard Georg Wolf, durch seine experimentelle Prosatexte bekannt. Aber sein Gesamtwerk reicht von Romanen, Erzählungen, Gedichte über Hörspiele, Bildcollagen bis hin zu der der sechsbändigen Enyzklopädie für unerschrockene Leser. Auf seiner Internetseite wirklichkeitsfabrik.de  – die Welten des Ror Wolf erhält man einen Einblick in die verschiedenen Tätigkeiten. Er ist einer der ersten Autoren, die sich literarisch mit dem Thema Fußball auseinander gesetzt hat.

Die Frankfurter Rundschau, die anlässlich seines Geburtstags über ihn berichtet hat, lobt ihn als den Neil Armstrong unserer Textträume und Wolf sagt selber über sich: „Es ist zweifellos wahr, ich habe die Welt entdeckt.“ Er ist bekannt für seine Thematik über den Alltag – die kleinen Dinge der großen Welt. Auch der Deutschlandfunk Kultur hat dem vielseitigen Künstler eine Reportage gewidmet.

Diese können Sie hier hören und lesen.

Der Frankfurter Veranstaltungskalender im Juni/Juli

19. Juni 2017

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender aus Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

20.6., 20 Uhr: „Paul Celan – Dichter im Hier und Jetzt“

Vortrag von Barbara Wiedemann
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,- / 4,- (VVK) // 8,- / 5,- (AK)

Paul Celan wurde 1920 im damals rumänischen Czernowitz (Bukowina) als Sohn deutschsprachiger Juden geboren. 1942 wurden seine Eltern in ein deutsches Lager in der Ukraine deportiert und ermordet, er selbst musste Zwangsarbeit in Rumänien leisten. Nach seiner Entlassung im Februar 1944 zog Celan nach Zwischenstationen in Bukarest und Wien 1948 schließlich nach Paris, wo er bis zu seinem Freitod 1970 lebte. Die ab 1947 veröffentlichten Gedichte zeigen einen der Gegenwart Zugewandten, der aus dem »Neigungswinkel« seines Schicksals schreibt. Ausgangspunkt ist das Hier und Jetzt: Österreichische Vergangenheitsvergessenheit ebenso wie die Atombewaffnung der Bundeswehr, der Krieg in Israel und der Antisemitismus von rechts und links im Mai 68, Kritiken und Plagiatvorwürfe mit antisemitischen Nuancen, Psychiatrieaufenthalte, Ereignisse in der Familie und Gespräche mit Zeitgenossen, aber auch aktuelle Lektüren – Literatur und Tagespresse. Adornos Verdikt, nach Auschwitz Gedichte zu schreiben sei barbarisch, kann Celan nicht akzeptieren. Aber er mutet den deutschen Lesern eine verstörende Gedichtsprache zu, die den grundsätzlichen Bruch spürbar macht – Gedichte, die dessen »was war«, wie er sagt, in der Gegenwart eingedenk bleiben.

Dr. phil. Barbara Wiedemann, Literaturwissenschaftlerin, Lehrtätigkeit an der Universität Tübingen, Herausgeberin von Werken und Briefen Paul Celans.

In Kooperation mit CROM crom-neu2.blogspot.de (Communitatea Românilor din Rin-Main).

22.6. – 1.7.: 5. Frankfurter Lyriktage

Gedichte sind Wunderwerke. Sie sind spielerisch und rätselhaft, Exerzitium und Elysium zugleich. In ihren Schichten überkreuzen sich Wort und Klang, Form und Inhalt, Bild und Gedanke. Je dichter das Gewebe, desto größer der Schutz vor falscher Eindeutigkeit. Erst die geduldige Lektüre erweist, ob es sich lohnt, in die Tiefe der Texte zu steigen. Große Gedichte gewinnen, wenn man sie zerpflückt, hat Brecht gesagt. Sie gewinnen aber auch, wenn man sie wieder zusammenfügt. Was die Mühe lohnt, hat jüngst Jan Wagner mit einem Vergleich zwischen Krimi und Gedicht beantwortet: Das Gedicht sei ein „ausgeklügeltes Sprachkämmerchen gewissermaßen, in dem verblüffenderweise aber trotzdem alles seinen Platz finden kann, ohne dass es zu eng würde“. Ein Raum, der Disparates und Paradoxes in wenigen Zeilen vereint. Mit dem Staunen beginnt das Verstehen. Ein Verstehen, das Bedeutung erzeugt, das die Sinne wie das Denken fordert. Von Glück ist oft die Rede, wenn es um Poesie geht. Wir finden, ganz zu Recht.

Ein Glück ist auch, dass in jüngster Vergangenheit eine große Anzahl von beeindruckenden Lyrikbänden erschienen ist, die eine Kunst auf der Höhe der Zeit zeigen. Sie bilden den Kern der Frankfurter Lyriktage, die wir um unterschiedliche Formate und Konstellationen erweitert haben.

Das Programm finden Sie hier.

23.6., 20 Uhr: Große französische Dichtkunst

Jacques Roubaud, Stéphane Bouquet & Valère Novarina
Große französische Dichtkunst
Gastland Frankreich & Frankfurter Lyriktage
Lesung in französischer und deutscher Sprache
Deutsche Stimme: Stéphane Bittoun

Ort: Romanfabrik
Eintritt: 7,- / 4,-

Drei große französische Dichter stellen ihre einzigartige Beziehung zum Wort vor. Jacques Roubaud, Valère Novarina und Stéphane Bouquet haben seit Langem schon, jeder auf seine Art, ihre bewegende Kunst des Gedichtvortrags entwickelt. „Die Dichtkunst“, so Jacques Roubaud, „ist sowohl für das Auge als auch für das Ohr bestimmt.“ Für diese Dichter ist die Poesie nicht nur ein literarisches Genre oder nur eine Form, sondern auch Wortgebung, die manchmal unsere Beziehung zur Welt und zu den anderen aufrühren und sie neu ausrichten kann. Jacques Roubaud ist Mathematiker, Dichter, Romancier und bedeutendes Mitglied der Gruppe Oulipo. Valère Novarina ist Dichter, aber auch Dramatiker, Essayist, Regisseur und Maler. Stéphane Bouquet schreibt neben Gedichten auch Drehbücher und arbeitet als Übersetzer.

Eine Veranstaltung im Rahmen von Frankfurt auf Französisch – Frankreich Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017 und der Frankfurter Lyriktage.

28.6., 19.30 Uhr: Schöne Aussichten – das Frankfurter Literaturgespräch XXXV

Mit Saša Stanišić, Mara Delius, Alf Mentzer und Hubert Spiegel
Ort: Literaturhaus Frankfurt
Eintritt: 7,- / 4,-

Literarisches Quartett ohne Quotendruck und Fernbedienung. Vier Kritiker diskutieren über neue Romane.
Hier sitzt das Publikum mittendrin. In der 35. Ausgabe der „Schönen Aussichten“ streiten und schlichten der hr2-Literaturredakteur Alf Mentzer, die Kritikerin Mara Delius (Literarische Welt) sowie der Literaturkritiker Hubert Spiegel (F.A.Z.) mit dem Gastkritiker Saša Stanišić. Der übersiedelte als Vierzehnjähriger während des Bosnienkrieges nach Deutschland, den er in seinem Debütroman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“ thematisierte. Für seine Romane und Erzählungen wurde er bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet, etwa dem Preis der Leipziger Buchmesse 2014. Zuletzt veröffentlichte Stanišić den Erzählband „Fallensteller“, erhältlich im Luchterhand Verlag. Dem legendären Haltbarkeitstest wird „Herztier“ von Herta Müller unterzogen. Die weiteren Titel des Abends erfahren Sie ab Anfang Juni unter www.literaturhaus-frankfurt.de.Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit hr2-kultur. Sendetermin am 02.07. um 12.04 Uhr.
Die Diskussion wird, gefördert durch die Aktion Mensch, von Gebärdensprachdolmetschern übersetzt.

29.6., 19.30 Uhr: Lesung Benjamin Lebert

Benjamin Lebert: Die Dunkelheit zwischen den Sternen
Moderation: Alf Mentzer (hr2-kultur)
Ort: Literaturhaus Frankfurt
Eintritt: 9,- / 6,-

Der Autor von „Crazy“ mit einer Geschichte aus Kathmandu
Mit „Crazy“ schrieb Benjamin Lebert vor fast 20 Jahren einen der großen Publikumserfolge des ausgehenden 20. Jahrhunderts. In 33 Sprachen übersetzt, von Hans Christian Schmid verfilmt. Weitere Romane folgten. Lebert war für eine Hilfsorganisation eine Zeit lang in einem Kinderheim in Nepal. Jetzt erscheint im S. Fischer Verlag sein Roman, der von diesen Kindern und ihrem Leben erzählt: „Die Dunkelheit zwischen den Sternen“. Es sind die letzten Tage vor dem Erdbeben in Nepal, Kathmandu im April 2015. Shakti, Achanda und Tarun leben in einem Heim, das für sie so eine Art Zuhause ist. Sie träumen von Freundschaft, der Pflegefamilie, einem Motorrad, sie erleben eine Ahnung von Glück. Ihre Eltern hatten sie in die Zwangsarbeit und in die Prostitution verkauft, irgendwann flohen sie. Man lässt sie glauben, dass es ihnen jetzt gut gehen wird, aber natürlich wissen sie es besser. Sie sind am Leben, sie trauen niemandem, sie suchen einen Weg durch die Dunkelheit. Der Autor im Gespräch mit hr2-Literaturredakteur Alf Mentzer.

5.7., 19.30 Uhr: Abschlusslesung der Frankfurter Poetikdozentur

Michael Kleeberg
Frankfurter Poetikvorlesungen: Abschlusslesung
Moderation: Heinz Drügh (Goethe Universität)
Ort: Literaturhaus Frankfurt
Eintritt: 7,- / 4,-

Zum Abschluss seiner Poetikvorlesungen liest Michael Kleeberg aus veröffentlichten und unveröffentlichten Texten. Nach Oxforder Vorbild richtete die Goethe-Universität 1959 die Stiftungsgastdozentur für Poetik ein. Von einem Seminar begleitet gibt diese Studierenden die Möglichkeit, literarische Werke und Werkfragen aus Sicht und aus dem Munde eines reflektierenden Schriftstellers zu verstehen. Zusätzlich bieten die Vorlesungen einer größeren Öffentlichkeit die Chance, an literaturtheoretischen Prozessen und Überlegungen teilzuhaben. Die erste Dozentin war Ingeborg Bachmann. Es folgten Enzensberger, Bichsel, Schleef. Unter dem Titel „BESSEREM VERSTÄNDNISS. Ein Making-of“ spricht Michael Kleeberg in diesem Semester ab dem 06.06. Woche für Woche über seine Arbeit an, mit und für die Literatur. Den Abend im Literaturhaus moderiert der Literaturwissenschaftler Heinz Drügh.

In Kooperation mit der Goethe-Universität Frankfurt und den Partnern der Frankfurter Poetikvorlesungen.

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2017

15. Juni 2017

Die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood erhält den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Erstmals wurde der „Friedenspreis deutscher Verleger“ 1950 verliehen und entstand aus einer Initiative von Schriftstellern und Verlegern. Die Idee hinter der Auszeichnung ist die Ehrung einer Persönlichkeit, „die in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft und Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat.“
Dotiert ist der Preis mit einem Gewinn von 25.000 Euro.

Die Preisträgerin Margaret Atwood

Margaret Atwood ist 77 Jahre und zählt zu den wichtigsten Autoren Kanadas. Ihr umfassendes und vielseitiges Werk wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Der Stiftungsrat begründet die Wahl der Gewinnern so: „Die kanadische Schriftstellerin, Essayistin und Dichterin zeigt in ihren Romanen und Sachbüchern immer wieder ihr politisches Gespür und ihre Hellhörigkeit für gefährliche unterschwellige Entwicklungen und Strömungen.“ (Spiegel Online)

Den ausführlichen Artikel über die Autorin und den Friedenspreis finden Sie hier.

Die Zahlen für den Buchmarkt 2016 zeigen Stabilität trotz digitalen Wandel

11. Juni 2017

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat die Zahlen für den deutschen Buchmarkt 2016 veröffentlicht und es zeigt sich ein Umsatzplus. Im Vergleich zum Vorjahr erwirtschafteten Buchhandlungen und Verlage 9,28 Milliarden Euro – 1 Prozent mehr als im Jahr 2015. Trotz des medialen Wandels und der Ausweitung des Onlinehandels ist der größte Vertriebsweg immer noch der stationäre Buchladen. Doch gleichzeitig stieg der Umsatz des Internet-Buchhandels um 5,3 Prozent. Vor allem nahm der Verkauf von Jugend- und Kinderliteratur zu, während der von Sachbüchern und Bestelleristik zurückging.

Den ausführlichen Bericht des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels finden Sie hier.