Herzlichen Glückwunsch, Richard David Precht!

08. Dezember 2018

Heute wird der deutsche Philosoph und Publizist Richard David Precht 54 Jahre alt.

Der in Solingen geborene Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin ist vor allem durch seinen Bestseller „Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?“ (2008) bekannt geworden. Mit dem Buch hält er den Langzeitrekord auf der Spiegel-Bestsellerliste – ganze vier Jahre konnte es sich dort halten und gilt zudem als das erfolgreichste deutsche Hardcover-Sachbuch des Jahres 2008.

Bereits im Jahr 1997 veröffentlichte er das Buch „Noahs Erbe“, in dem er sich mit ethischen Fragen im Verhältnis von Mensch und Tier auseinandersetzt und die gesellschaftlichen Konsequenzen abzeichnet. Sein Ansatz ist dabei die „Ethik des Nichtswissens“. 2016 erschien dann eine Neufassung des Buches: „Tiere denken. Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen“. Darin plädiert er für eine neue Tierethik im Sinne einer Sensibilisierung.

Es folgten weitere philosophische Bücher, wie „Liebe: Ein unordentliches Gefühl“ (2009), „Die Kunst, kein Egoist zu sein“ (2010) oder „Anna, die Schule und der liebe Gott: Der Verrat des Bildungssystems an unseren Kindern“ (2013), indem er die Forderung einer Bildungsrevolution laut werden lässt und kritisiert das bestehende System als nicht kindgrecht und effektiv.

„Jäger, Hirten, Kritiker. Eine Utopie für die digitale Gesellschaft“

Und auch in seinem neuestes Werk „Jäger, Hirten, Kritiker. Eine Utopie für die digitale Gesellschaft“ unternimmt Precht den Versuch, die Auswirkungen der digitalen Revolution auf die Arbeitswelt, die Psyche, die Gesellschaft und die Politik abzuzeichnen. Dabei sieht er die negativen Folgen der Digitalisierung, die sich vor allem auf dem Arbeitsmarkt auswirken würden. Als einzige Möglichkeit der Absicherung und zum Schutz vor der womöglich steigenden Arbeitslosigkeit, ist für ihn das bedingungslose Grundeinkommen unverzichtbar.

Precht zählt zu den gefragtesten Intellektuellen in Deutschland, der gerne als Gesprächspartner zu den verschiedensten Gesellschaftsthemen befragt wird. Seit 2012 hat er eine eigene Fernsehsendung mit dem Titel „Precht“.

Die neusten Farbtrends für das Jahr 2019

01. Dezember 2018

Sie wissen noch nicht welche Farbe der neue Buchumschlag haben soll, damit er ein Verkaufsschlager wird? Kein Problem!

Der Bildanbieter Shutterstock hat durch eine Analyse von Milliarden Suchanfragen die weltweiten Farbtrends für 2019 ermittelt und einen Bericht dazu veröffentlicht. Als die beliebtesten Farben gingen UFO Grün (#7FFF00), Plastic Pink (#FF1493) und Proton Purple (#8A2BE2) als Gewinner hervor.

Es wurde auch eine Agenda mit den immer beliebter werdenden Farben in einzelnen Ländern angelegt. Dafür wurden von zwanzig Ländern ein Abgleich der Pixeldaten mit den Downloaddaten durchgeführt. Raten Sie mal welche Farbe in Deutschland am besten abschnitt?

Die Antwort lautet: Türkis (#00CED1)

Auf dem Blog von Shutterstock können Sie sich alle Farbtrends anschauen.

©https://www.shutterstock.com/de/blog/2019-farbtrends

©https://www.shutterstock.com/de/blog/2019-farbtrends

©https://www.shutterstock.com/de/blog/2019-farbtrends

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: Dezember

27. November 2018

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

2.12., 12 Uhr: 2. Adventsbasar der unabhängigen Verlage

Ort: Medienhaus, Varrentrappstraße 53, 60486 Frankfurt/Main
Eintritt und Getränke frei

Bei heißem Apfelwein, Teespezialitäten von Ronnefeldt und selbstgebackenen Plätzchen lädt die Verlags-WG der Varrentrappstraße 53 herzlich zum 2. Adventsbasar der unabhängigen Verlage ein! Hier können Besucher die Verlagswelt in und um Frankfurt in gemütlichem Ambiente und fernab des Vorweihnachtsstresses kennenlernen und sich untereinander austauschen – zusätzlich erhalten sie die Chance, individuelle Weihnachtsgeschenke für ihre Liebsten zu kaufen. Auf den Tischen finden nicht nur Bücher ihren Platz, sondern auch viele weitere Schmuckstücke wie selbstgemalte Bilder sind zu bestaunen und erwerben.

Gastgeber sind die Verlage Dryas, steinbach sprechende bücher, Größenwahn Verlag, edition federleicht, Edition Frankfurter Ansichten, mainbook, nomen, Rambazamba, weissbooks.w, Uni Scripta.

4.12., 19 Uhr: Kunst als historisches Subjekt

Winckelmanns ‚Geschichte der Kunst des Altertums‘
Vortrag von Prof. Dr. Elisabeth Décultot
Ort: Freies Deutsches Hochstift / Frankfurter Goethe-Museum
Eintritt: 4,-

Mit der ‚Geschichte der Kunst des Altertums‘ (1764) wollte Johann Joachim Winckelmann (1717 – 1768) ein bahnbrechendes Buch vorlegen. In der Vorrede seines Werks rügte er die Autoren, die vor ihm auf den Namen einer Geschichte der Kunst zurückgegriffen oder diesen Titel auch nur frei variiert hatten. Ihm zufolge habe erst sein Werk Anspruch auf diesen Namen erworben, weil es als einziges sowohl dem Begriff der Geschichte als auch jenem der Kunst wahrhaft gerecht geworden sei. In der Geschichte der Geschichtsschreibung nimmt jedoch Winckelmanns Werk eine ambivalente Stelle ein. Seine Geschichte der Kunst wird zwar regelmäßig als Gründungsdokument der Kunstgeschichte angeführt, jedoch nie ohne den Hinweis auf ihre eigentlich unhistorische Dimension. Wie verhalten sich nun Kunst und Geschichte in dieser Schrift? Wie wurde Winckelmanns Modell der Geschichtsschreibung – insbesondere in der Goethezeit – rezipiert? Diesen Fragen geht der Vortrag nach.

Prof. Dr. Elisabeth Décultot lehrt und forscht seit 2015 als Humboldt-Professorin für neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer an der Universität Halle. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der Rezeption der Antike und der Geschichte der Kunstgeschichtsschreibung von der Frühen Neuzeit bis zur Klassik.

11.12., 20 Uhr open mike

Open Mike-Preisträgerlesung
Moderation: Björn Jager und Malte Kleinjung
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,- / 4,- (VVK) // 8,- / 5,- (AK) (Tickets unter www.mousonturm.de)

Einmal beim ‚open mike’ mit von der Partie sein! – Diesen Wunsch hegen hierzulande viele junge Autor*innen. Denn der wichtigste literarische Nachwuchswettbewerb, der alljährlich in Berlin ausgetragen wird, gilt als „Türöffner“ und „Talentschuppen“. Wer hier gewinnt, bekommt einen Fuß in den Literaturbetrieb. Für so manche Karriere war der ‚open mike’ ein regelrechter Startschuss. Jedenfalls machen sich die Sieger erstmal auf den Weg: nach Wien, Frankfurt und Bern, um aus den prämierten Texten zu lesen und über sie zu sprechen. Bereits zum dritten Mal dürfen wir die preisgekrönte Reisegruppe bei uns begrüßen – zwischen Sesseln und Brokat, zu Softdrinks oder harten Sachen im Lokal des Mousonturms.

Die Namen der Beteiligten erfahren Sie hier am 19. November, direkt im Anschluss an den Wettbewerb.

Eine Veranstaltung des Haus für Poesie und der Crespo Foundation in Kooperation mit dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm.

17.12., 19 Uhr: Public Lectoring und work in progress

Jakob Schwerdtfeger (ehem. Jey Jey Glünderling) stellt die ersten Texte seines neuen Romans vor
Moderation: Robin Schmerer
Ort: Gaststätte „Zur Insel“, Schmickstraße 16, 60314 Frankfurt
Eintritt: 5,-

Das Publikum als Lektorenkollektiv: Der erfolgreiche Poetry Slammer Jey Jey Glünderling schreibt seinen ersten Roman und lässt sein Publikum an dessen Entstehung teilhaben. In regelmäßigen Abständen liest der Autor unter seinem Klarnamen Jakob Schwerdtfeger aus seinem Manuskript und stellt sich der Diskussion und der Kritik. Das Lektorenkollektiv greift ihm unter die Arme, stellt mit ihm die Weichen und erlebt hautnah mit, wie sein Roman entsteht und Monat für Monat wächst.

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

 

26.Open Mike-Wettbewerb in Berlin

25. November 2018

In Berlin fand zum 26. Mal der Open Mike-Wettbewerb statt, bei dem junge, unbekannte Autoren die Chance haben, ihr Können unter den Blicken von Agenten, Lektoren und Autoren unter den Beweis zu stellen. Für viele Nachwuchsautoren ist es ein Sprungbrett in die Öffentlichkeit der Literaturwelt.

Im Heimathafen Neukölln traten insgesamt 20 Finalistinnen und Finalisten an, die sich gegen rund 500 Konkurrenten durchsetzen konnten. Eine dreiköpfige Jury hat bereits am 19. November über die Wahl der Sieger entschieden. Yade Y. Ödner erhielt für ihren Text „bulimieminiaturen“ den Preis für Prosa, Lara Rüter und Kyrill C. Tank, der mit seinem Text „alles ὕλη nix είδος“ die Jury überzeugte, gewannen den Lyrik-Preis. Alle Preise sind mit jeweils 2500€ dotiert.
Caren Jeß bekam für „Die Ballade von Schloss Blutenburg“ den Preis der taz-Publikumsjury.

Deutschlandradio Kultur hat einen schönen Beitrag zu dem Wettbewerb beigetragen, den Sie hier hören können.

Das Leben von Astrid Lindgren im Kino

21. November 2018

Im Dezember (Startdatum: 6.12.2018) kommt der Film „Astrid“ in die deutschen Kinos. Er erzählt aus den Jugendjahren der schwedischen Kinderautorin.

Astrid Lindgren beginnt mit ihrem Schreibtalent als Assistentin bei einer lokalen Zeitung, wo sie sich in den älteren Redakteur Blomberg verliebt. Sie wird schwanger und es entwickelt sich ein Skandal, da sich Blomberg noch mitten in seiner Scheidung feststeckt. Lindgren geht nach Stockholm, um dort eine Sekretärinnenausbildung zu beginnen und das uneheliche Kind zur Welt zu bringen. Es entwickelt sich eine emotionale Geschichte, in der Lindgren als mutige und selbstbewusste Frau dargestellt wird.

Tatsächlich wurde Lindgren mit 18 Jahren schwanger, wendete sich von dem Kindsvater ab und entschloss sich, dazu das Kind alleine groß zu ziehen. Am 4. Dezember 1926 brachte sie heimlich ihren Sohn Lars in Kopenhagen zur Welt, wo er auch zunächst in einer Pflegefamilie unterkam. Im Jahr 1930 holte sie ihn schließlich zu sich nach Stockholm, nachdem die Pflegemutter erkrankte.

Es ist ein Film, der das Leben der Autorin vor ihrem großen Erfolg zeigt und vielleicht auch die ein oder andere Inspiration für ihre Kindergeschichten…

 

Literarische Veranstaltungen in Gießen

18. November 2018

100 Jahre Frauenwahlrecht. Eine Femmage an Hedwig Dohm

Donnerstag, 29.11.18 – 19:30 Uhr

Ort: Margarete-Bieber-Saal
Ludwigstr. 34
35390 Gießen

Eintritt: 5 € | erm. 3 € | LZG-Mitglieder frei

VVK: Tourist-Info Gießen
Für LZG-Mitglieder über das LZG-Büro

Am 30. November 1918 trat in Deutschland das »Reichswahlgesetz« mit dem allgemeinen aktiven und passiven Wahlrecht für Frauen in Kraft. Erstmals in der deutschen Geschichte durften Frauen wählen und gewählt werden. Anlässlich des 100. Jahrestages zum Frauenwahlrecht findet eine besondere Veranstaltung statt:

Bereits 1873 forderte Hedwig Dohm das Stimmrecht für Frauen und setzte sich in ihrem umfangreichen Gesamtwerk für deren politische, soziale und ökonomische Gleichberechtigung ein. Mit der »Edition Hedwig Dohm« geben die Historikerin Nikola Müller und die Literaturwissenschaftlerin Isabel Rohner Dohms umfangreiches Werk heraus. Bei Veranstaltungen zwischen szenischer Lesung und feministischem Kabarett machen Müller und Rohner gemeinsam mit dem Schauspieler Gerd Buurmann darüber hinaus Dohms Witz und Geist für das Publikum erlebbar. Das »Dohm-Trio« tritt seit einigen Jahren erfolgreich auf deutschen Bühnen auf.

Hedwig Dohm (1831–1919) war Schriftstellerin, Frauenrechtlerin und zählte nicht zuletzt wegen ihres 1874 erschienenen Werks Die wissenschaftliche Emancipation der Frau zu den ersten feministischen Theoretikerinnen.

In Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Gießen und der Dezentralen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Instituts für Germanistik.

Das Jahr der Revolte. Gespräch und Lesung mit Claus-Jürgen Göpfert und Bernd Messinger über die Revolte von 1968 in (und um) Frankfurt

Dienstag, 4.12.18 – 19 Uhr

Ort: Oskar-Singer-Raum / Zeitschriftenlesesaal (1. OG)
Universitätsbibliothek
Otto-Behaghel-Str. 8
35394 Gießen

Eintritt: 5 € | erm. 3 € | LZG-Mitglieder frei

VVK: Tourist-Info Gießen
Für LZG-Mitglieder über das LZG-Büro

Moderation: Claus Leggewie (Ludwig Börne-Professur der JLU)

Die Revolte von 1968 hat in keiner anderen Stadt solche Spuren hinterlassen wie in Frankfurt am Main. Die Forderungen aller Beteiligten, allen voran der Studierenden, sind nicht nur im gesellschaftlichen Leben bis heute spürbar, sondern bestimmen auch die Kultur maßgeblich mit.

50 Jahre danach erinnern sich in Das Jahr der Revolte mit Claus-Jürgen Göpfert und Bernd Messinger prominente Zeitzeugen wie der Politiker Daniel Cohn-Bendit, der Verleger KD Wolff und der Schriftsteller Peter Härtling an das turbulente Jahr. Dabei lassen sie die Ereignisse Revue passieren und reflektieren die großen Irrtümer und ideologischen Verirrungen der Zeit.

Claus-Jürgen Göpfert (*1955) studierte Politologie, Soziologie und Volkswirtschaft in Frankfurt. Seit 1985 arbeitet er bei der Frankfurter Rundschau und ist dort leitender Redakteur für die Ressorts Frankfurt und Rhein-Main. Zuletzt erschienen von ihm die Bücher Der Kulturpolitiker: Hilmar Hoffmann und Die Hoffnung war mal grün.

In Kooperation mit der Universitätsbibliothek.

Die verlorene Liebe der Ilse Stein. Lesung und Gespräch mit Johannes Winter im Rahmen der Ausstellung »Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung«

Donnerstag, 13.12.18 – 19 Uhr

Ort: KiZ (Kongresshalle)
Südanlage 3a
35390 Gießen

Eintritt frei

Moderation: Markus Roth (Arbeitsstelle Holocaustliteratur)

Ilse Stein und ihre Familie wurden 1939 aus ihrem oberhessischen Heimatdorf Geiß-Nidda nach Frankfurt am Main vertrieben, weil sie Juden waren. Im November 1941 wurde die Familie von Frankfurt in das Getto in Minsk deportiert. Dort rettete der Wehrmachtsangehörige Willi Schulz, der zeitweise auch nach Malyj Trostenez – dem größten nationalsozialistischen Vernichtungsort in Weißrussland, nur wenige Kilometer von Minsk entfernt – abkommandiert war, die siebzehnjährige Ilse. Der Journalist und Publizist Johannes Winter hat über das Leben der Ilse Stein recherchiert und seine Nachforschungen zu einer berührenden und anschaulichen Erzählung über Mut und Menschlichkeit zusammengefügt und so Ilse Steins Erinnerung und ihr Zeugnis bewahrt.

Johannes Winter (*1946) studierte Alte und Zeit-Geschichte in Tübingen und Frankfurt am Main und arbeitet als freier Autor und Publizist. Er ist Mitbegründer der taz, Nachrichtenredakteur beim Hessischen Rundfunk und seit 2001 Mitarbeiter an Projekten zur historischen Friedensforschung. 1995 erhielt er den Theodor-Wolff-Preis für essayistischen Journalismus.

Bernd Messinger (*1952) war Landtagsabgeordneter der Grünen und Vizepräsident im Hessischen Landtag, später arbeitete er im Presseamt der Stadt Frankfurt und war Büroleiter der damaligen Oberbürgermeisterin Petra Roth.

In Kooperation mit der Arbeitsstelle Holocaustliteratur.

Die Texte und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

Das E-Book ist auf dem Vormarsch

14. November 2018

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat in Zusammenarbeit mit GfK Entertainment die Quartalszahlen zum E-Book-Markt veröffentlicht. Das Ergebnis: Die Nachfrage nach E-Books steigt.

Insgesamt ist der Umsatz (ohne Schul- und Fachbücher) um 14,9 Prozent (148,3 Millionen Euro) gestiegen, während der Absatz bei den E-Books am Publikumsmarkt in den ersten drei Quartalen um 19 Prozent auf 24,4 Millionen Stück zugenommen hat. Somit bleibt der Trend nach oben weiterhin bestehen.

Auch die Zahl der Käufer ist um 1,6 Prozent angestiegen. Insgesamt sind es 3,1 Millionen Käufer, die im Durchschnitt 7,8 E-Books für etwa 47,51 Euro kauften. Damit sind das 13,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Für ein E-Book muss der Käufer etwa 6,07 Euro bezahlen.

Die Quartalszahlen und Infografiken finden Sie hier.

Schriftart „Kontiki“für den digitalen Holzschnitt

09. November 2018

Die Schriftart „Kontiki“ simuliert digital einen handgemachten Holzdruck und verleiht jedem Text dadurch eine ganz besondere Note.

Entworfen hat die Schrift der Kölner Designer Felix Braden, indem er per Hand 193 Glyphen aus fünf Holzplatten geschnitten und manuell gedruckt hat. Er fertigte eine Reihe von Testdrucken an und wählte anschließend die vier besten aus, die dann als Grundlage für die Schriftart dienten.

„Kontiki“ umfasst 560 Zeichen und vier verschiedene Druckbilder. Dabei hat der Designer die Möglichkeit zur Variation und ein bewegtes Schriftbild anzulegen. Die Pro Version beinhaltet insgesamt 2240 Zeichen in einer Schriftdatei und enthält auch die einzelnen Varianten als „Stylistic Alternates“. Die Schriftart enthält Versal- und Mediävalziffern für Fließtext und Tabellensatz sowie mathematische Zeichen und gängige Währungszeichen in allen vier Schnitten, sowie eine Sprachunterstützung für alle west-, ost- und mitteleuropäischen Sprachen.

Alle weiteren Informationen zu der Schrift finden Sie hier.

Haruki Murakami vermacht sein Archiv mit Manuskripten und Musik

06. November 2018

Der japanische Schriftsteller Haruki Murakami gibt seine erste Pressekonferenz seit 37 Jahren  – und das für einen guten Grund. Der 69-Jährige vermacht der Universität Waseda in Tokio seine Manuskripte und Übersetzungen.

Murakami zählt zu den bekanntesten Autoren der Gegenwartsliteratur und seine Werke wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Und auch die Bibliothek der Elite-Universität solle ein Ort der internationalen Begegnung werden, sagte der Autor auf der Pressekonferenz und weiter:„Ich bin mehr als glücklich, wenn diese Materialien für jene von Nutzen sein können, die meine Arbeiten studieren möchten, egal ob sie Japaner oder Nicht-Japaner sind.“

Neben Manuskripten und Übersetzungen wird auch eine große Auswahl seiner Musiksammlung in dem Archiv hinterlegt sein, die sein Werk beeinflusst hat. Bereits ab Anfang nächsten Jahres sollen erste Stücke öffentlich zugänglich sein.

Deutscher Buchhandlungspreis 2018 für 118 Buchhandlungen

31. Oktober 2018

In Kassel wurden heute 118 unabhängige und inhabergeführte Buchhandlungen mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, überreichte den Gewinnern den Preis, der mit Preisgeldern in Höhe von 850.000 Euro dotiert ist. Seit 2015 wird der Deutsche Buchhandlungspreis jährlich in drei Kategorien an Buchhandlungen verliehen, deren Jahresumsatz in den letzten drei Jahren unter einer Million Euro lag. Außerdem werden sie für ihr vielseitiges literarisches Sortiment und/oder kulturelles Veranstaltungsprogramm, ein innovatives Geschäftsmodell verfolgen oder wenn sie sich im Bereich der Lese- und Literaturförderung für Kinder und Jugendliche engagieren, ausgezeichnet. Neben der Prämie erhalten die Gewinner außerdem ein Gütesiegel.

Die Gewinner

Dieses Jahr erhielten die Buchhandlungen „Lessing und Kompanie“ in Chemnitz , „Klaus Bittner“ aus Köln sowie „Krumulus“ aus Berlin eine Auszeichnung in der Kategorie „beste Buchhandlungen“. Sie erhielten eine Prämie von je 25.00 Euro.

In der zweiten Kategorie „besonders herausragende Buchhandlungen“ wurden insgesamt fünf Buchhandlungen mit einer Prämie von 15.000 Euro für ihre Arbeit honoriert. Die Gewinner sind: „Proust Wörter & Töne“  aus Essen, „Kafka & Co.“ aus Detmold, „Botnanger Buchladen“ aus Stuttgart-Botnang, „cohen+dobernigg Buchhandel“ aus Hamburg und „Dombrowsky“ aus Regensburg.

In der letzten Kategorie „hervorragende Buchhandlungen“ wurden Preise an hundert weitere Buchhandlungen vergeben, die jeweils eine Prämie in Höhe von 7.000 Euro erhielten.

Staatsministerin Monika Grütters sagte in ihrer Rede:“Auch über den Buchhandlungspreis hinaus unterstützt die Kulturpolitik des Bundes eine vielfältige, prosperierende Buch- und Verlagsbranche. Deshalb setzen wir uns beispielsweise im Rahmen der Urheberrechtsreform auf europäischer Ebene dafür ein, dass Autoren und Verleger von den Früchten ihrer Arbeit auskömmlich leben können – gerade auch im digitalen Zeitalter. Wir werden unabhängige Verleger und Buchhändler mit einem neuen Instrument unterstützen: Angesichts des Erfolges unseres Deutschen Buchhandlungspreises und nach dessen Vorbild werden wir einen Deutschen Verlagspreis ausloben. Er soll die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung der unabhängigen Verlage, ihr Profil, Engagement und ihre Bedeutung für die kulturelle Vielfalt und den demokratischen Diskurs würdigen.“