Interessantes von der Buchmesse…

13. Oktober 2017

Der Philosoph und Autor Richard David Precht präsentiert auf der Frankfurter Buchmesse sein neues Buch Erkenne dich selbst, Geschichte der Philosophie 2. Precht beschreibt es unter anderem als einen Versuch, Philosophie jenseits der Hochschulen für eine breitere Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

„Das Problem besteht darin, dass die Hochschul-Philosophie heute hochgradig spezialisiert ist. Das heißt, wir haben hochspezialisierte Leute und das führt dazu, dass sich Leute ein Leben lang mit der Adverbialphrase beschäftigen. Und die anderen, die an den Universitäten arbeiten, sind zum größten Teil Historiker, also Leute, die sich exzellent mit Platon auskennen, aber sich keine Gedanken über die Gegenwart machen, also Altbausanierung im Bereich des Geistes betreiben. Das führt dazu, dass Hochschulphilosophie kaum noch wahrgenommen wird. Und ich würde mich freuen, wenn sich Philosophen wieder mehr in der Öffentlichkeit einmischen, zumal wir ja in einer großen gesellschaftlichen Umbruchszeit leben.“

Deutschland Radio Kultur hat ihn auf der Buchmesse getroffen, um mit ihm über seine Arbeit und sein neues Buch zu sprechen. Das ganze Interview finden Sie hier.

Robert Menasse erhält Deutschen Buchpreises

10. Oktober 2017

Robert Menasse erhält für den Roman „Hauptstadt“ den Deutschen Buchpreis. Die Jury begründet die Entscheidung damit, dass der österreichische Autor es geschafft habe, einen europäischen Roman zu schreiben, der in der Tradition Balzacs stehe. Die Satire stellt Beamte der Kulturabteilung in den Mittelpunkt, die das Image der EU-Kommission zu deren Geburtstag aufpolieren sollen. Die Geschichte führt die Protagonisten in sechs EU-Länder.

Die Begründung folgt weiter: „Das Humane ist immer erstrebenswert, niemals zuverlässig gegeben: Dass dies auch auf die Europäische Union zutrifft, das zeigt Robert Menasse mit seinem Roman ‚Die Hauptstadt‘ auf eindringliche Weise. Dramaturgisch gekonnt gräbt er leichthändig in den Tiefenschichten jener Welt, die wir die unsere nennen. Und macht unter anderem unmissverständlich klar: Die Ökonomie allein, sie wird uns keine friedliche Zukunft sichern können. Die, die dieses Friedensprojekt Europa unterhöhlen, sie sitzen unter uns – ‚die anderen‘, das sind nicht selten wir selbst. Mit ‚Die Hauptstadt‘ ist der Anspruch verwirklicht, den Robert Menasse an sich selbst gestellt hat: Zeitgenossenschaft ist darin literarisch so realisiert, dass sich Zeitgenossen im Werk wiedererkennen und Nachgeborene diese Zeit besser verstehen werden.“

Robert Menasse ist 1954 in Wien geboren. Er studierte in Wien, Salbzburg und Messina Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft. Bereits 1973 wurde seine erste Erzählung Nägelbeißen in der Zeitschrift Neue Wege  veröffentlicht. 1988 veröffentlichte er schließlich den Roman Sinnliche Gewissheit, der erste Teil der Trilogie der Entgeisterung. Es folgen eine Vielzahl von weiteren Romanen, Veröffentlichungen und Auszeichnungen. Darunter erhielt Menasse auch den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik.

Die Frankfurter Buchmesse 2017

06. Oktober 2017

In ein paar Tagen ist es wieder so weit: Vom 11. – 15. Oktober findet die 69. Frankfurter Buchmesse statt. Sie gilt als weltweit größtes Event der Publishing-Welt und zeichnet sich durch ihre Internationalität aus. Es werden etwa 7000 Aussteller Vorort sein und hinzu gibt es noch 4000 Veranstaltungen, an denen die Besucher teilnehmen können. In den ersten drei Tagen ist die Messe ausschließlich für Fachbesucher geöffnet. Ab dem 14. Oktober sind anschließend die Publikumstage. Insgesamt wird mit etwa 270.000 Besuchern gerechnet.

Das diesjährige Gastland ist Frankreich. Als Ehrengast steht es im im Fokus des internationalen Mediengeschehens und rückt die französische Sprache in den Mittelpunkt seiner Präsentation.
Die Tradition des Ehrengastes wurde bereits 1976 eingeführt und soll der Messe ihre individuelle Prägung geben. Das auserwählte Land und dessen Verlagsbranche erfährt in der Zeit durch die Medien eine besondere Aufmerksamkeit (Erwähnung in rund 5.000 Medienberichten) und ist ebenso ein Publikumsmagnet. Natürlich erhält das Gastland im Rahmen der Buchmesse noch weitere Privilegien. Das selbsternannte Ziel ist dabei die stärkere Vernetzung der Verlagsbranche und Kulturinstitutionen, die Literatur international bekannter zu machen und die Steigerung der Übersetzungen des jeweiligen Landes.
Für die Ernennung zum Ehrengast kann sich jedes Land, das bestimmte Voraussetzungen erfüllt, bewerben. Die Entscheidung für ein Gastland fällt die Frankfurter Buchmesse schließlich in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Ein Tagesticket für die Frankfurter Buchmesse kann man bereits ab 19€ erhalten. Das Programm sowie weitere Informationen finden Sie hier.

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: Oktober

01. Oktober 2017

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

„GegenBuchMasse“

Datum: 4. bis 14. Oktober

Die GegenBucMasse präsentiert informative und spannende Neuerscheinungen aus kleineren und linken Verlagen an mehreren Veranstaltungsorten in Frankfurt am Main. Sie findet in diesem Jahr zum 22. Mal statt und wird von verschiedenen Gruppen und Initiativen getragen, die kritischen Gedanken ein Forum geben wollen.

Weitere Informationen zu der GegenBuchMasse finden Sie hier.

4.10., 20 Uhr: Lesung Doron Rabinovici

„Die Außerirdischen“
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,- / 4,- (VVK) // 8,- / 5,- (AK)
Moderation: Björn Jager

Die Nachricht kommt zum Frühstück: Im Radio hört Sol, Redakteur eines Internetmagazins, dass Außerirdische auf der Erde gelandet sind. Panik bricht aus, es kommt zu Plünderungen. Dann aber die erlösende Nachricht: Es gehe, so lassen Regierungsvertreter vermelden, den Wesen nicht um die Eroberung der Erde, sondern um friedliche Koexistenz. Nur eine Bedingung stellen sie: Menschen müssten sich freiwillig opfern und als Nahrungsquelle dienen. Wer sich zur Verfügung stellt, wird reich belohnt. Schon bald werden überall auf der Welt Spiele ausgerichtet, um „Sieger“ zu ermitteln – und es kommen erste Gerüchte über Lager auf, in denen die Gegner der Gladiatorenkämpfe interniert seien. Mit Die Außerirdischen legt Doron Rabinovici einen faszinierend vielschichtigen Roman vor. Medienhysterie und Sensationsgier werden ebenso in den Fokus genommen wie die Aushöhlung demokratischer Strukturen. Und nicht zuletzt ist der Roman eine erschütternde Parabel über eine andere Zeit, in der Lager errichtet wurden.

Doron Rabinovici wurde 1961 in Tel Aviv geboren und übersiedelte 1964 mit seiner Familie nach Wien, wo er heute als Schriftsteller und Historiker lebt. Für sein essayistisches und literarisches Schaffen wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Brentano-Preis 2002. Sein letzter Roman Andernorts stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.

10. – 14.10.: OPEN BOOKS 2017

Das städtische Lesefest OPEN BOOKS stellt vom 10. bis 14. Oktober die interessantesten Neuerscheinungen des Bücherherbsts bei zahlreichen Lesungen rund um den Frankfurter Römer vor. Neu in diesem Jahr ist OPEN BOOKS KIDS, das Kinderbuchprogramm am Samstag und Sonntag.

Weitere Informationen zu OPEN BOOKS finden Sie hier.

10.10., 20 Uhr: Lesung Alban Nikolai Herbst

Alban Nikolai Herbst „Meere“
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,- / 4,- (VVK) // 8,- / 5,- (AK)
Moderation: Björn Jager

2003 erscheint Alban Nikolai Herbsts Künstler- und Liebesroman Meere. Er schildert darin die Amour Fou zwischen dem Bildhauer Fichte und der deutlich jüngeren Irene. Es ist eine Beziehung, die von Grenzüberschreitungen gezeichnet ist: Unablässig setzt Fichte Irene der eigenen Egomanie aus, quält sie beim Sex, betrügt sie, macht sie zum Opfer seiner Wutausbrüche. Auch ein gemeinsames Kind kann die Liebe nicht retten. Kurz nach dem Erscheinen wird das Buch verboten, eine ehemalige Lebensgefährtin Herbsts hatte geklagt. Nur eine öffentliche Lesung fand statt: im Literaturforum. Vierzehn Jahre später erscheint das Buch doch wieder in seiner ursprünglichen Form, nachdem 2008 zunächst eine gekürzte Version publiziert worden war. Es ist an der Zeit, den Roman noch einmal in seiner Urfassung vorzustellen.

Alban Nikolai Herbst, geboren 1955, lebt als Autor von Romanen, Erzählungen, Gedichten und Hörspielen in Berlin. Zuletzt erschien 2015 sein Roman Traumschiff, für den er für den Preis der LiteraTour Nord nominiert war.

12.10., 19.30 Uhr: Lesung Reinhold Messner

Reinhold Messner „Wild oder Der letzte Trip auf Erden“
Ort: Literaturhaus Frankfurt im Schauspiel Frankfurt
Eintritt: 26,- / 12,- (Karten: www.schauspielfrankfurt.de)

Der Abenteurer und Autor Reinhold Messner erzählt über die Wildnis und das, was uns in ihr überleben lässt: Es ist das Schicksalsjahr 1914. Die berühmte Shackleton-Expedition in die Antarktis. Der englische Abenteurer Frank Wild macht sich zusammen mit dem bedeutenden Polforscher Ernest Shackleton und 26 Männern zum »letzten Trip auf Erden« auf – sie wollen die Antarktis durchqueren. Ihr Schiff, die Endurance, aber wird vom Packeis zerstört, drei Monate driften sie auf einer Eisscholle nordwärts und retten sich schließlich auf eine Insel, auf der sie nie jemand finden wird. Während Shackleton aufbricht, um Hilfe zu holen, bleiben 22 Männer unter der Führung von Frank Wild zurück, in dauernder Dunkelheit und eisiger Kälte. Allein durch seine Persönlichkeit erhält Wild in seinen Männern das Vertrauen auf Rettung aufrecht – einen ganzen antarktischen Winter lang, dem schlimmsten Gefängnis der Welt. „Wild“ erscheint im S. Fischer Verlag.

Eine Veranstaltung des Literaturhaus Frankfurt in Kooperation mit dem Schauspiel Frankfurt 

28.10., 19.30 Uhr: Lesung Sibylle Lewitscharoff

Sibylle Lewitscharoff „Das Pfingstwunder“
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,- / 4,- (VVK) // 8,- / 5,- (AK)
Moderation: Prof. Dr. Rainer Stillers, Vorsitzender der Deutschen Dante-Gesellschaft

Ein „Meisterwerk der Dante-Vermittlung“ (Die Welt), „eine Apotheose der Kunst“ (NZZ) oder gar „eine Art Gottesbeweis“ (ZEIT)? Zumindest in einem Punkt herrscht in der Literaturkritik Einigkeit: Sibylle Lewitscharoffs Das Pfingstwunder ist ein großartiger Roman. Gottlieb Elsheimer heißt sein Erzähler, ein Romanist, der als einziger Teilnehmer von einem prominent besetzten Dante-Kongress im Rom zurückgekehrt ist. Die anderen 33 Philologinnen und Philologen nebst dreier Angestellter sind verschwunden. Wie und warum bloß ohne ihn – darum kreist Elsheimers mal resignative, mal euphorische Rekonstruktion dessen, was ein paar Tage zuvor mit einer Reihe von Vorträgen begonnen hat. Es ist eine Liebeserklärung an die Commedia Divina, die in verschiedenen Übersetzungen selbst zu Wort kommt, deren Komplexität und sprachliche Schönheit imposant in Szene gesetzt wird. Wen danach die Lust auf Dante packt, darf sich nicht wundern.

Sibylle Lewitscharoff wuchs in Stuttgart auf und lebt seit 1973 in Berlin, wo sie Religionswissenschaft studierte. Sie ist eine der höchstdekorierten Autorinnen Deutschlands. U.a. wurde sie mit dem Bachmannpreis sowie dem Büchnerpreis ausgezeichnet.

In Kooperation mit der Deutschen Dante Gesellschaft.

Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.

 

Epple entwickelt nachhaltige Druckfarben

28. September 2017

Der Druckfarbenhersteller Epple stellt sich dem gesellschaftlichen Trend für einen bewussten Umgang mit den Themen Umwelt und Recycling. Dafür hat Epple ein neues Farbsystem mit dem Namen „Pure“ entwickelt und auf den Markt gebracht. Dahinter steckt eine Serie, die gesundheitlichen Schutz für Verbraucher und ebenso für den Drucker garantieren soll. Die Farben sind laut Anbieter frei von Metalltrocknern und Photoinitiatoren. Ziel ist die fortlaufende Etablierung der nachhaltigen Farben für die Druckproduktion und damit einhergehend eine Verbindung von Ökonomie und Ökologie.

Pure kann auf gängigen Bogenoffset-Druckmaschinen verdruckt werden und richtet sich an Druckereien, die Wert auf sichere Druckprodukte, Qualität und schnelle Weiterverarbeitung legen – denn genau das soll die Farbe ausmachen. Zwei Aspekte für die Entwicklung von Pure waren dem Unternehmen besonders wichtig: die Farbe muss kennzeichnungsfrei, also keine Kennzeichnung als Gefahrenstoff tragen, und umweltgerecht zusammengesetzt sein.

Dr. Carl Epple erklärt: „Die Pure-Pigmente sind gleich oder vergleichbar mit herkömmlichen. Aber bei den Harzen und Bindemitteln sind wir komplett von den bisher bekannten und im Offset verwendeten Rohstoffpoolen entfernt.“

Auf der Internetseite von Epple können Sie mehr über das Produkt erfahren.

 

Literarische Veranstaltungen in Marburg

25. September 2017

CHRISTIANE DIECKERHOFF: SPREEWALDTOD

Datum: Fr. 29.09.17
Uhrzeit:
20:00 Uhr
Eintritt: 4,00 €
Mitveranstalter: Krimifestival Marburg

Spreewaldtod

Ein Toter im Fließ stellt Klaudia Wagner vor eine neue Herausforderung. Nach ihrem letzten Fall ist sie noch psychisch angeschlagen und hat Probleme, mit ihrem Kollegen zusammenzuarbeiten. Der Tote war ein Erntehelfer und erste Spuren führen zu einem Gurkenbauern. Doch bald schon gibt es eine weitere Leiche und die Kommissarin droht in einem Strudel aus Intrigen unterzugehen.

HELGA BÜRSTER, JANA JÜRß: TANGOBAR

Ort: TTZ Marburg
Datum: 
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Eintritt: 8,00 € / erm. 6,00 €
Mitveranstalter: Krimifestival Marburg

Tangobar

Weil er dem großen Comeback der Krimiautorinnen Linda Roos und Rosa Berg im Weg steht, entledigen sie sich ihres Verlegers. Nur gut, dass sie nicht nur literarisch etwas von Mord verstehen. Doch die Dinge entgleiten. Unversehens geraten die Frauen in die Fänge des skrupellosen Unternehmers Koske, der ihnen ein unmoralisches Angebot macht.
Unfreiwillig finden sie sich in der Tangobar wieder, in der Cocktails nur nette Beigaben sind. Sie päppeln erfolglose Autoren und verkaufen gut zahlenden Gästen Skripte für das perfekte Verbrechen. Bis der gierige Koske dahinter kommt. Als dieser Rosa Berg den Hof macht, wird den Diven klar, dass etwas passieren muss. In ihrer Not bringen sie mit schwarzem Humor, bissigen Dialogen und viel Sexappeal die Männerwelt durcheinander und mischen den Literaturbetrieb auf. Die »Tangobar« ist kein Ort, in dem Verbrecher gejagt und von Helden gestoppt werden… aber vielleicht liegt die Rettung nahe.

Ein Abend mit Mord und Musik mit Christiane und Eckhard Dieckerhoff.

 

TATJANA KRUSE: DER GÄRTNER WAR’S NICHT

Ort: Bürgersaal, Rathaus Kirchhain
Datum:
 
Eintritt: Frei (Spenden erwünscht)
Mitveranstalter: Stadt Kirchhain, Krimifestival Marburg
Der Gärtner War’s Nicht

In die Beschaulichkeit der Bed & Breakfast-Pension der Schwestern Konny und Kriemhild platzt eine Band junger Musiker, die den Haushalt ordentlich auf den Kopf stellen bis einer von ihnen tot aufgefunden wird. Hat der Gärtner den Gast versehentlich mit seinem Aufsitzrasenmäher umgefahren? War es wirklich ein Unfall? Oder nicht doch Mord? Kurzentschlossen nehmen die Schwestern die Ermittlungen selbst in die Hand ihr Haus, ihre Regeln. All das vor den Augen eines zufällig anwesenden Hotelkritikers. Und der Pensionskatze: dem unsäglich hässlichen Sphynx-Kater Amenhotep. Das Chaos ist perfekt!

Anmeldung erbeten: k.ebert@kirchhain.de

 

 

Die Welt der Farben

21. September 2017

Haben Sie sich schon mal gefragt, wie viele Farben es in unserer Welt gibt?

David Aerne hat sich wohl eine ähnliche Frage wohl und es sich zur Aufgabe gemacht, alle Farbennamen zusammenzutragen. Sein Ergebnis: es gibt 10.469 Namen für Farben. Mit Hilfe einer Spreadsheet-Datei hat er die Farben und deren Hex-Werte ermittelt. Eine Übersicht der Ergebnisse hat David Aerne für Interessierte online gestellt. Auch sind die User dazu aufgerufen, bei der Ergänzung der Liste zu helfen.

Den Link zu der Farbübersicht finden Sie hier.

Mainzer Kommunikationsdesigner dreht einen Dokumentarfilm über „Futura“

18. September 2017

Der Mainzer Kommunikationsdesigner Christian Weber hat als kreativer Kopf ein neues Projekt ins Leben gerufen – „Futura – Typeface of Our Time“. Dahinter versteckt sich ein kollaborativ generierter Dokumentarfilm über die Schrift Futura und deren Schöpfer Paul Renner. Doch noch sucht Weber nach weiteren Futura-Begeisterten. Denn sein Ziel ist es, so viele Geschichten im Kontext der Schrift wie möglich über die Schrift zu sammeln, diese in Interviews festzuhalten und schließlich daraus den Dokumentarfilm zu erstellen.

Er selbst begründet die Wahl der Futura so: »90 Jahre nach der Erstveröffentlichung der Futura ist es an der Zeit, der Schrift, die uns überall im Alltag umgibt – zum Beispiel bei Marken wie Ritter Sport, Red Bull und vitra – ein filmisches Denkmal zu setzen.«

Alle, die ihre Erfahrung mit der Schrift teilen möchten, sind dazu aufgerufen zu helfen. „Futura – Typeface of Our Time“ ist ein nichtkommerzielles Projekt und wurde im Rahmen der Masterthesis von Weber entwickelt. Nun möchte er es gerne fortführen und umsetzen. Dafür hat Weber eine Website erstellt, die weitere Informationen zur Verfügung stellt und die Teilnahme erklärt.

Die Shortlist des Deutschen Buchpreises wurde veröffentlicht

13. September 2017

Gespannt wurde die Shortlist des Deutschen Buchpreises von der Literaturwelt erwartet. Immer wieder werden sowohl die Longlist als auch die Shortlist in den Medien heiß diskutiert, kritisiert und auseinandergenommen. Nicht alle Favoriten schaffen es immer in die engere Auswahl zu kommen.

Nun hat die  siebenköpfige Jury des wichtigsten deutschen Literaturpreises die zwanzig Titel umfassende Longlist auf sechs Romane reduziert. Die Jury-Sprecherin Katja Gasser erklärt das verbindende Thema der auserwählten Bücher sei die Frage danach, wer „wir“ sind und wer „wir“ sein wollen, wodurch auch die Frage nach Europa inbegriffen sei. Außerdem seien alle Bücher kühn gedacht und exzellent geschrieben.
Die Jury wird sich noch einmal vor dem 9. Oktober treffen, um den endgültigen Gewinner festzulegen, der schließlich im Rahmen der Frankfurter Buchmesse den Deutschen Buchpreis entgegennehmen darf.

 

Das sind die, die sechs Romane, die es auf die Shortlist geschafft haben:

 

Foto: Christoph Schmidt/dpa (c)

Neue Ausstellung im Gutenberg-Museum Mainz: Absolument moderne!

11. September 2017

Das Gutenberg-Museum in Mainz präsentiert ab dem 22. September eine neue Ausstellung, die den Titel „Absoluten moderne!“ trägt. Dahinter verbirgt eine Kooperationsarbeit mit dem Musée Nomade du Livre d´Artiste und der Association Livre d´Artiste & Art Contemporain. Gezeigt wird eine multinationale hochaktuelle Auseinandersetzung mit Arthur Rimbauds Langgedicht „Le Bateau ivre“ (Das trunkene Schiff) in Form von zeitgenössischen Künstlerbüchern aus verschiedenen Ländern sowie Graphiken und Übersetzungen. Außerdem werden in der Sonderausstellung „Von Tieren, die träumen“ Holzschnitte von Franca Bartholomäi zu sehen sein.

Die Vernissage findet am 21. September um 18:30 Uhr statt. Die Ausstellung läuft dann bis zum 25. Februar 2018.