E-Books weiterhin auf dem Vormarsch

21. Februar 2019

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels hat in Kooperation mit GfK Entertainment die Zahlen für den E-Book-Markt aus dem Jahr 2018 veröffentlicht und der Absatz steigt weiterhin im Vergleich zum Vorjahr an. Der Absatz am Publikumsmarkt ist um 12,7% gestiegen und der Umsatz um 9,3%.
Dafür verantwortlich ist unter anderem die wachsende Anzahl an Käufern und eine höhere Kaufintensitität. Erstmals wurde die 30 Millionen-Grenze mit 32,8 Millionen E-Books überschritten. Im Jahr 2018 wurden somit 5% des Buchumsatzes am Publikumsmarkt mit E-Books bestritten – 2017 waren es noch 4,6%.

3,6 Millionen Menschen kauften im Jahr 2018 mindestens ein E-Book und im Durchschnitt erwarb jeder Käufer 9,2 E-Books, fast ein E-Book mehr als im Vorjahr. Auch ein weiterer Trend zeichnet sich ab: Käufer greifen häufiger auf günstigere Titel zurück und geben im durchschnittlich 6,19 Euro pro Buch aus und somit 3,0 Prozent weniger als im Jahr 2017.

„2018 war ein starkes Jahr für das E-Book. Nicht nur die Nachfrage steigt anhaltend, auch beim Umsatz haben digitale Bücher im Publikumsbereich weiter Potenzial. Erstmals seit fünf Jahren ist auch die Zahl der Käufer wieder gestiegen. Das ist ein gutes Zeichen angesichts der großen Käuferverluste in den vergangenen Jahren. Die Buchbranche arbeitet derzeit mit viel Energie an neuen Wegen zum Kunden – analog wie digital. Diese Arbeit werden wir intensivieren. Die Entwicklung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt Heinrich Riethmüller, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels.

Die Nominierungen für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest

16. Februar 2019

Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse wurden diese Woche bekannt gegeben. Der Preis gilt als die wichtigste Auszeichnung für Neuerscheinungen und wird in den drei Kategorien Belletristik, Sachbuch und Essay und Übersetzung verliehen. Insgesamt ist er mit 60.000 Euro dotiert und der Preisträger wird am 21. März, am ersten Tag der Buchmesse, geehrt. Im Rennen um den begehrten Preis wurden 359 Bücher eingereicht, die von der Jury unter der Leitung des Kritiker Jens Bisky ausgewertet wurden.

In der Kategorie Belletristik wurden nominiert:

· Kenah Cusanit: Babel (Carl Hanser Verlag, Januar 2019)
· Matthias Nawrat: Der traurige Gast (Rowohlt Verlag, Januar 2019)
· Jaroslav Rudis: Winterbergs letzte Reise (Luchterhand Literaturverlag, Februar 2019)
· Anke Stelling: Schäfchen im Trockenen (Verbrecher Verlag, August 2018)
· Feridun Zaimoglu: Die Geschichte der Frau (Kiepenheuer & Witsch, März 2019)

Die Nominierten in der Kategorie Sachbuch und Essay sind:

· Frank Biess: Republik der Angst. Eine andere Geschichte der Bundesrepublik (Rowohlt Verlag, Februar 2019)
· Harald Jähner: Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945 – 1955 (Rowohlt Berlin, Februar 2019)
· Marko Martin: Das Haus in Habana. Ein Rapport (Wehrhahn Verlag, Dezember 2018)
· Lothar Müller: Freuds Dinge. Der Diwan, die Apollokerzen & die Seele im technischen Zeitalter (Die Andere Bibliothek, Februar 2019)
· Kia Vahland: Leonardo da Vinci und die Frauen. Eine Künstlerbiographie (Insel Verlag, März 2019)

Und in der dritten Kategorie Übersetzung lauten die Nominierungen:

· Liviu Rebreanu: Der Wald der Gehenkten (Paul Zsolnay Verlag, August 2018), aus dem Rumänischen von Georg Aescht
· Aura Xilonen: Gringo Champ (Carl Hanser Verlag, Januar 2019), aus dem Spanischen von Susanne Lange
· György Dragomán: Löwenchor (Suhrkamp Verlag, Februar 2019), aus dem Ungarischen von Timea Tankó
· Jean-Baptiste Del Amo: Tierreich (Verlag Matthes & Seitz Berlin, März 2019), aus dem Französischen von Karin Uttendörfer
· Gabriela Adamesteanu: Verlorener Morgen (Die Andere Bibliothek, August 2018), aus dem Rumänischen von Eva Ruth Wemme

Buchbinder-Messen in Belgien und Köln: Bericht

12. Februar 2019

Am 19. April 2019 findet in Sint-Niklaas (Belgien) im ‚t Bauhuis die 23. Buchbinder-Messe statt. Die Ausstellerliste wird Ende März veröffentlicht und kann auf der Internetseite www.boekbindbeurs.nl/de eingesehen werden.

23. Buchbinder-Messe in Belgien
´t BAU-HUIS
Slachthuisstraat 60
9100 Sint Niklaas

Sonntag, den 19. April 2010 von 11 bis 17 Uhr

Am 27. Oktober 2019 wird dann in Köln im Bürgerzentrum Engelshof die 20. Buchbinder-Messe stattfinden.

20. Buchbinder-Messe in Köln
Engelshof
Oberstrasse 96
51149 Köln( Porz Westhoven)


Sonntag 27. Oktober 2019

Die vergangenen 20 Jahre wurden die Messen von Ida Schrijver organisiert und auch in diesem Jahr wird sie ein letztes Mal verantwortlich für die Organisation sein. Ab 2020 werden Tanja Rakiè und Aaldert de Lange von Boektotaal die Aufgaben von Ida Schrijver übernehmen und die Buchbinder-Messe in Belgien betreuen. In Köln wird dann die Buchbinderei Thomas Schmitz aus Köln verantwortlich sein. Dadurch wird ein Fortbestehen der Messen garantiert, worüber wir uns sehr freuen.

Ayslbewerber erhält Australiens höchstdotierten Literaturpreis

07. Februar 2019


Der kurdisch-iranische Autor Behrouz Boochani (*1983) ist seit 2013 als Flüchtling und Asylbewerber auf Manus, einer Insel von Papua-Neuginea, auf der die australische Regierung hunderte sogenannter „Boat People“ festgesetzt hat.
Nun hat Boochani den Victorian Prize for Literature, den höchstdotierten Literaturpreis Australiens, gleich in zwei Kategorien gewonnen. Dotiert ist der Preis mit umgerechnet 88.500€.

Für das Schreiben seines Buches „No Friend But the Mountains: Writing from Manus Prison“ musste der ehemalige Journalist auf eine besondere Methode zurückgreifen. Aus Angst vor Beschlagnahmung schrieb er das Buch in einem Zeitraum von über fünf Jahren in Form von SMS auf seinem Handy. Die in Farsi geschriebenen Kurznachrichten schickte er an einen Freund in Australien, der sie übersetzte. Sie schildern das Leben in Gefangenschaft und die menschenrechtswidrige Flüchtlingspolitik in Australien, denn das Lager auf Manus und ein weiteres auf dem Ministaat Nauru gelten als „Schandflecken australischer Politik“. Zwar wurde 2017 die Schließung durch ein Gericht angeordnet, doch nachdem Donald Trump ein zuvor durch die Obama-Regierung vereinbartes Abkommen direkt nach seinem Amtsantritt kündigte, ist die Situation auf der Insel wieder ungewiss. Die Gefangenen dürften die Insel verlassen, doch nur in die Heimatländer, aus denen sie geflüchtet sind. Der durch den Bundesstaat Victoria verliehene Preis soll auch auf diese Missstände aufmerksam machen.

Behrouz Boochani arbeitete im Iran für eine kurdische Zeitung und wurde im Jahr 2011 erstmals verhaftet. 2013 entschloss er sich für die Flucht. In einer Videobotschaft reagierte auf die Verleihung:
„Ich bin seit Jahren in diesem Käfig, aber in dieser Zeit hat mein Verstand immer Worte produziert, und Worte haben mich über Grenzen getragen, mich übers Meer an unbekannte Plätze gebracht. Ich glaube wirklich, dass Worte mächtiger sind als die Zäune dieses Ortes, dieses Gefängnisses.“

Aktion „Lesetüte“ für Schulanfänger

01. Februar 2019


Mit der Leseförderaktion „Lesetüte“ sollen Erstklässler und Erstklässlerinnen wieder die Lust am Lesen gewinnen. Die Aktion findet bereits zum neunten Mal statt und ist eine Initiative der Interessengrupe (IG) Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in Kooperation mit den Verlagen Arena und Oetinger.

Doch was steckt dahinter?
Buchhandlungen in Deutschland und Österreich können sich bis zum 3. März für die Aktion anmelden, die das Ziel hat, SchulanfängerInnen für Bücher und Geschichten zu begeistern. Die Kinder erhalten dann zur Einschulung von Zweitklässlern ihrer Schule eine Papiertüte mit einem Erstlesebuch der Verlage Arena oder Oetinger sowie einen Klinkenanhänger. Außerdem ist ein Informationsbrief zum Thema Lesen im Grundschulalter für die Eltern beinhaltet.
Die Buchhandlungen sind für die Koordination an den jeweiligen Orten zuständig. Dazu gehört die Kontaktaufnahme zu den Grundschulen sowie die Organisation der Bemalung und Verteilung der „Lesetüten“. Durch die Aktion gewinnen auch die Buchhandlungen an Aufmerksamkeit und können für sich Werbung machen. Zudem leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Leseförderung.

Die Anmeldung erfolgt ausschließlich online. Da der Tütenvorrat begrenzt ist, gilt: wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Bereits 2018 wurden 130.000 „Lesetüte“ an die Schulstarter verteilt, 5000 mehr als im Jahr zuvor.
Die Tüten, die mit je einem Erstlesebuch und einem Klinkenhänger befüllt sind, kosten pro Verpackungseinheit von 25 Stück für Mitglieder des Börsenvereins 27,50 Euro. Nicht-Mitglieder zahlen 55 Euro.

Alle weiteren Informationen zu der Aktion finden Sie hier.

Ansprechpartnerinnen für Buchhandlungen in den Verlagen Arena und Oetinger: 

Anne Stadtelmeyer, Arena Verlag, 
E-Mail: anne.stadtelmeyer@arena-verlag.de, Telefon: 0931 / 79644-66

Andrea Krohn, Oetinger Verlag,
E-Mail: a.krohn@verlagsgruppe-oetinger.de, Telefon: 040 / 607909-759

Ansprechpartnerin beim Börsenverein ist Birgit Koch:
E-Mail: koch@boev.de, Telefon: 069 / 1306-511

Literarische Veranstaltungen in Gießen

27. Januar 2019

Abraham trifft Ibrahîm. Streifzüge durch Bibel und Koran. Lesung und Gespräch mit Sibylle Lewitscharoff und Najem Wali 

Donnerstag, 31.1., 20 UhrAula des JLU-Hauptgebäudes
Ludwigstr. 23
35390 Gießen
Eintritt: 10 € | erm. 7 € | LZG-Mitglieder 5 €

VVK: Tourist-Info Gießen
Für LZG-Mitglieder über das LZG-Büro

Moderation: Andreas Engelschalk (Evangelische Studierendengemeinde Gießen)

In Abraham trifft Ibrahîm unternehmen Sibylle Lewitscharoff und Wali Streifzüge durch Bibel und Koran, aus denen sie neun gemeinsame Figuren ausgewählt haben und diese aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten: Von Abraham bis Eva, von Moses bis zum Teufel. Den beiden gelingt damit ein sprachgewaltiger Dialog, in dem sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede in den Deutungstraditionen der jeweils fast gleichen Geschichten aufgezeigt werden.

Sibylle Lewitscharoff (*1954 in Stuttgart) studierte Religionswissenschaften in Berlin, wo sie heute lebt. Für ihr Werk erhielt sie einige der renommiertesten Auszeichnungen Deutschlands: u.a. den Ingeborg-Bachmann-Preis (1998), den Preis der Leipziger Buchmesse (2009) sowie den Georg-Büchner-Preis (2013).

Najem Wali (*1956 in Basra, Irak) flüchtete 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak-Kriegs nach Deutschland. Er studierte Germanistik und spanische Literatur. Heute lebt er als Autor und Journalist in Berlin. Er war Korrespondent der arabischen Tageszeitung Al Hayat und schreibt u. a. für die Süddeutsche Zeitung, den Spiegel und Die Zeit.

In Kooperation mit der Evangelischen Studierendengemeinde Gießen, der EKHN-Stiftung und der Professur für Neuere deutsche Literaturgeschichte und Allgemeine Literatur­wissenschaft der JLU.

Berlin. Der amerikanische Comic-Autor Jason Lutes im Gespräch über seine Trilogie 

Mittwoch, 6.2., 19:30 UhrKiZ (Kongresshalle)
Südanlage 3a
35390 Gießen
Eintritt: 5 € | erm. 3 € | LZG-Mitglieder frei

VVK:Tourist-Info Gießen
Für LZG-Mitglieder über das LZG-Büro

Moderation: Martin Spies (Institut für Anglistik)
Lesung: Matthias Wieland

Mehr als 20 Jahre lang arbeitete Jason Lutes an seinem großen Comic-Roman über das Berlin der untergehenden Weimarer Republik. Kunstvoll erzählt und exakt recherchiert entfaltet sich ein beeindruckendes Zeitpanorama, in dem der amerikanische Zeichner die Entwicklung von 1928 bis hin zur Machtübergabe an die Nationalsozialisten durch sämtliche gesellschaftliche Schichten nachverfolgt. Lutes verzichtet hierbei bewusst auf Hauptfiguren und bildet stattdessen ein Gerüst aus historischen Ereignissen und Personen.

Der Plot wird in vielen parallelen Handlungssträngen, welche sich beiläufig streifen, erzählt. Bisher wurde Lutes große Berlin-Trilogie in drei Einzelbänden (Steinerne Stadt, Bleierne Stadt und Flirrende Stadt) veröffentlicht. Die deutsche Gesamtausgabe erschien im Dezember 2018 bei Carlsen.

Jason Lutes (*1967 in New Jersey) debütierte 1993 nach seinem Designstudium mit seiner preisgekrönten Graphic Novel Narren. Seit 1996 arbeitet Lutes an der Berlin-Trilogie. Für den Zeichner Nick Bertozzi schrieb Lutes zudem den 2007 veröffentlichten biografischen Comic Houdini – Der König der Handschellen.

Die Veranstaltung wird auch in englischer Sprache stattfinden.

In Kooperation mit dem Institut für Anglistik und mit freundlicher Unterstützung des Carlsen Verlags.

Die letzten Tage des Patriarchats. Lesung und Gespräch mit Margarete Stokowski 

Mittwoch, 13.2., 19:30 UhrHermann-Levi-Saal
Konzertsaal im Rathaus
Berliner Platz 1
35390 Gießen
Eintritt: 12 € | erm. 10 € | 7 € für LZG-Mitglieder

VVK: Tourist-Info Gießen
Für LZG-Mitglieder über das LZG-Büro

Moderation: Catarina von Wedemeyer (Institut für Romanistik)

Seit 2011 schreibt Margarete Stokowski Essays, Kolumnen und Debattenbeiträge. Ihre besten und wichtigsten Texte erschienen 2018 in Die letzten Tage des Patriarchats in überarbeiteter und kommentierter Form. Die Autorin analysiert in diesem Buch den Umgang mit Macht, Sex und Körpern, die #metoo-Debatte und Rechtspopulismus, sie schreibt über Pornos, Gender Studies, Unisextoiletten und die Frage, warum sich Feminismus und Rassismus ausschließen. Stokowskis Texte machen Mut; sie helfen, wütend zu bleiben, Haltung zu zeigen und doch den Humor nicht zu verlieren. Und sie zeigen, dass es noch einiges zu tun gibt auf dem Weg zu einer gleichberechtigten Gesellschaft. Wer fragt, ob wir den Feminismus noch brauchen oder ob die Revolution bereits geschafft ist, dem liefert Margarete Stokowski eindeutige Antworten.

Margarete Stokowski (*1986 in Polen) lebt seit 1988 in Berlin und studierte Philosophie und Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie schreibt als freie Autorin unter anderem für die taz und Die ZEIT. Seit 2015 erscheint ihre wöchentliche Kolumne »Oben und unten« bei Spiegel Online. Ihr Debüt Untenrum frei gilt inzwischen als deutschsprachiges Standardwerk des modernen Feminismus.

In Kooperation mit dem Institut für Romanistik und dem Kulturamt der Stadt Gießen.

Weitere Veranstaltungen und Informationen sowie die Texte finden Sie auf www.lz-giessen.de

Kandidatinnen und Kandidaten für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2019 gesucht

22. Januar 2019

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ruft alle dazu auf, an der öffentlichen Ausschreibung für den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2019 teilzunehmen. Jeder kann ab sofort einen Kandidaten oder eine Kandidatin vorschlagen.

Bereits seit 1950 wird der mit 25.000 Euro dotierte Preis an eine Persönlichkeit verliehen, „die in hervorragendem Maße vornehmlich durch ihre Tätigkeit auf den Gebieten der Literatur, Wissenschaft oder Kunst zur Verwirklichung des Friedensgedankens beigetragen hat“. Die Vorschläge können bis zum 1. März eingereicht werden.
Diese sollten schriftlich begründet sein und Angaben zu den Leistungen und Veröffentlichungen der Persönlichkeiten beinhalten. Und Achtung: Selbstvorschläge werden nicht angenommen!

Eingereicht können die Unterlagen per Mail an m.schult@boev.de oder per Post an: 
Börsenverein des Deutschen Buchhandels
Geschäftsstelle Friedenspreis
z.Hd. Herr Martin Schult
Schiffbauerdamm 5
10117 Berlin

Die Bekanntgabe folgt voraussichtlich am 18. Juni 2019 und die Preisverleihung findet am 20. Oktober 2019 zum Abschluss der Frankfurter Buchmesse in der Paulskirche statt.

Alle weiteren Informationen finden Sie hier:  www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de.

Veranstaltungstip: Das Programm des Gutenberg-Museums von Januar bis April

06. Januar 2019

Ohne Zweifel Gutenberg? Die Erfindung des Buchdrucks in Europa und Asien

Die Sonderausstellung läuft bis zum 28.4.2019

Glanzvoller Höhepunkt des Gutenbergjahrs 2018 war die Eröffnung der wegweisen- den Sonderausstellung im Gutenberg-Museum zu den Anfängen des Druckens in Europa und Asien. Erstmals werden Methoden und Eigenarten, Bedeutung und

Auswirkungen der unabhängig voneinander entwickelten Verfahren in Theorie und Praxis vermittelt und führen zur Erkenntnis der einzigartigen Leistung Gutenbergs.

Präsentation „Unsere Schönsten“ … Gutenberg-Porträts

Die Sonderausstellung läuft bis zum 27.1.2019

Die Präsentationsreihe zu Schätzen aus dem Museums-Depot geht weiter. Im Gutenbergjahr 2018 rückte Johannes Gutenberg selbst in den Fokus. Sein Ausseh- en scheint uns nur zu bekannt, doch wie Künstler sich auf unterschiedlichste Weise mit seinen Gesichtszügen beschäftigt haben, lohnt einen zweiten – und dritten Blick

Bauhaus.labor
Mit dem Titel „ABC. Avantgarde – Bauhaus – Corporate Design“ wird eine Sonderausstellung des Gutenberg-Museums (6.9.2019 – 2.2.2020) ein Schlaglicht auf die Druckwerkstatt am Bauhaus werfen. Als zentraler Bestandteil und offizieller Beitrag des Landes Rheinland-Pfalz zum Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“ widmet
sie sich der Geschichte der Schrift- und Druckkunst an dieser weltweit bedeuten- den Kunstschule. In einem eigens konzipierten „Bauhaus.Labor“ im Innenhof des Gutenberg-Museums wird die Hauptausstellung schon jetzt von verschiedenen künstlerisch-gestalterischen Beiträgen der Hochschule Mainz, Fachbereich Kommu- nikationsdesign, begleitet. In wechselnder Folge präsentieren sich hier typografische Gestaltungsprojekte, Medieninstallationen und kreative Lichtprojektionen, die in Auseinandersetzung mit dem historischen Bauhaus entstehen.

Alle weiteren Veranstaltungen und Informationen finden Sie hier.

Literarische Veranstaltungen in Frankfurt: Januar

29. Dezember 2018

Eine kleine Auswahl des literarischen Veranstaltungskalender in Frankfurt mit Lesungen, Vorträgen und vielem mehr….

6.1., 11 Uhr: LiteraturLounge

Kathrin Gerlof „Nenn mich November“
Moderation: Martin Maria Schwarz (hr2-kultur)
Ort: Kultur & Bahn im Haus am Dom
Eintritt:frei 

Marthe und David befinden sich im freien Fall und müssen Privatinsolvenz anmelden. Notgedrungen ziehen sie an den Rand eines Dorfes in ein gerade noch bewohnbares Haus, das David geerbt hat. Selbst das Internet macht einen Bogen um die Gegend. Das Dorf – umzingelt von genmanipulierten Maisfeldern für Biogasanlagen – scheint seine Seele verloren zu haben. Die Bewohner überlassen es zwei Großbauern, ihre Angelegenheiten zu regeln. Als in ehemaligen Zwangsarbeiterbaracken Flüchtlinge untergebracht werden, zieht mit ihnen Verunsicherung ins Dorf. Marthe, geduldete Außenseiterin und unablässig auf der Suche nach den schlimmsten aller Nachrichten, erlebt, wie die Lethargie weicht. David jedoch verstummt mehr und mehr, und eines Abends liegt ein Zettel auf dem Küchentisch.Ein großer Roman über den Verlust der Mitte und ein Leben am Rand.

Kathrin Gerlof, geboren 1962 in Köthen/Anhalt, lebt als Journalistin und Autorin in Berlin. 2008 debütierte sie mit „Teuermanns Schweigen“. Ihr zweiter Roman „Alle Zeit“ wurde euphorisch besprochen. Nach „Lokale Erschütterung“ erschien „Das ist eine Geschichte“.

17.1., 20 Uhr: Debütantenball

Mit Donat Blum und Karoline Menge
Moderation: Björn Jager
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Eintritt: 7,- / 4,- (VVK) // 8,- / 5,- (AK)

Zum Auftakt des neuen Jahres bittet das Hessische Literaturforum zum Debütantenball – und dabei dreht sich alles um Familien und Verlust. In Karoline Menges Roman Warten auf Schnee ist die Mutter der beiden Hauptfiguren Pauli und Karine verschwunden – wie auch sonst die Bewohner des Dorfes nach und nach losziehen, nicht zurückkehren und den Ort dem Verfall überlassen. Was nach moderner Landflucht klingt, entwickelt sich jedoch peu à peu zu einem modernen Schauermärchen. Donat, der Protagonist in Donat Blums Erstling Opoe, ist gleich zweifach auf der Suche. Nach dem Tod seiner Großmutter bereut er, ihr nie nahe gewesen zu sein. Auf einer Reise versucht er, ihrem Leben nachzuspüren und die alte Frau, die ihn bis zu ihrem Tod siezte, zu verstehen. Immer deutlicher aber verschiebt sich sein Fokus: auf ihn selbst und die Frage, wie sein Leben, sein Lieben eigentlich gelingen kann.

Karoline Menge, geboren 1986 in Berlin, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim. Sie veröffentlichte Kurzgeschichten in verschiedenen Anthologien, wurde 2014 mit dem 2. Platz des Würth-Literaturpreises ausgezeichnet und war 2015 Stipendiatin des Landes Niedersachsen. 2018 erhielt Karoline Menge den Ulla-Hahn-Autorenpreis der Stadt Monheim am Rhein. Sie lebt in Berlin.

Donat Blum, 1986 in Schaffhausen geboren, hat am Schweizerischen und Deutschen Literaturinstitut studiert. Er veröffentlicht in zahlreichen Zeitschriften, ist Mitveranstalter der Werkstattgespräche „Teppich“ im Literaturhaus Zürich, Initiator der Veranstaltung „Skriptor“ an den Solothurner Literaturtagen und Herausgeber der Literaturzeitschrift Glitter. Donat Blum lebt in Zürich und Berlin.

Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia.

21.1., 20 Uhr: Ost-West-Passagen

Ost-West-Passagen mit Mahmood Falaki „Wer aber war Hafis?“
Vortrag & Debatte 
Moderation: Nader Djafari
Ort: DIE FABRIK
Eintritt: frei

2019 ist ein Jubiläumsjahr. Vor zweihundert Jahren, 1819, ist Goethes berühmte Gedichtsammlung West-Östlicher Divan erschienen. Sie war inspiriert durch die intensive Auseinandersetzung mit dem bis heute weltweit bewunderten und populären persischen Dichter Hafis (14. Jahrhundert, Shiraz/Iran). Goethe empfand Hafis über Raum und Zeit hinweg als Seelenverwandten, als Zwilling.
„Wer aber war Hafis?“ Fördert auch für uns heute die Begegnung mit Hafis das Verständnis zwischen Okzident und Orient? Für diese und andere Fragen haben wir einen Experten eingeladen.

Dr. Mahmood Falaki wurde im Norden Persiens geboren. Während seines Studiums in der Schah-Zeit wurde er wegen seiner politisch-literarischen Aktivität zu drei Jahren Haft verurteilt und musste 1983 das Land verlassen. An der Universität Hamburg studierte er Germanistik und Iranistik und promovierte über Goethe und Hafis.

24.1., 19.30 Uhr: ARTE-Filmpremiere

ARTE-Filmpremiere: T.C. Boyle – Rockstar der amerikanischen Literatur
Ort: Literaturhaus Frankfurt
Eintritt: frei

T.C. Boyle ist einer der herausragenden amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart. Mit viel Sarkasmus, Humor und emotionaler Sozialkritik erforscht er die Ängste und Abgründe seiner Heimat. Dafür lieben ihn seine Fans auf der ganzen Welt. Die Dokumentation von Adrian Stangell (ARTE / NDR) porträtiert den „Rockstar der amerikanischen Literatur“. Begleitet den gerade 70-Jährigen auf seinen Sommersitz und widmet sich den literarischen Welten des Autors. Angefangen von frühen Werken wie „World’s End“, für den er den PEN/Faulkner Award erhielt, hin zu seinem Klassiker „América“ von 1995, der heute aktueller ist denn je. Boyle gibt Einblick in seinen Alltag – als Schriftsteller, Tierfreund und Privatmann – und spricht über sich und sein Amerika.

Eine Kooperation mit ARTE – Kulturpartner des Netzwerks der Literaturhäuser, zu dem auch das Literaturhaus Frankfurt gehört. Sendetermin auf ARTE am 13.02. um 21.55 Uhr. 

25.1., 20 Uhr: Molotow Slam Show

Frankfurter Molotow Slam Show – Best of Poetry Slam
Moderation: Flo Cieslik
Ort: DIE FABRIK
Eintritt: 10,-

Ihr wollt explosiven Stoff? Ihr kriegt explosiven Stoff! Texte, die umhauen, begeistern, Party machen. Die Frankfurter Molotow Slam Show holt sie alle, die heißesten Performer des Landes. Radikal, überraschend, schockierend, originell.
Inmitten des flammenden Infernos: Flo Cieslik, der für den Zündstoff sorgt. 


Die Texte, Informationen und weitere Veranstaltungen finden Sie hier.


Frohe Weihnachten!

25. Dezember 2018

Wir wünschen unseren Lesern eine frohe und besinnliche Weihnachszeit!

Weihnachten
Ich sehn‘ mich so nach einem Land
der Ruhe und Geborgenheit
Ich glaub‘, ich hab’s einmal gekannt,
als ich den Sternenhimmel weit
und klar vor meinen Augen sah,
unendlich großes Weltenall.
Und etwas dann mit mir geschah:
Ich ahnte, spürte auf einmal,
daß alles: Sterne, Berg und Tal,
ob ferne Länder, fremdes Volk,
sei es der Mond, sei’s Sonnnenstrahl,
daß Regen, Schnee und jede Wolk,
daß all das in mir drin ich find,
verkleinert, einmalig und schön
Ich muß gar nicht zu jedem hin,
ich spür das Schwingen, spür die Tön‘
ein’s jeden Dinges, nah und fern,
wenn ich mich öffne und werd‘ still
in Ehrfurcht vor dem großen Herrn,
der all dies schuf und halten will.
Ich glaube, daß war der Moment,
den sicher jeder von euch kennt,
in dem der Mensch zur Lieb‘ bereit:
Ich glaub, da ist Weihnachten nicht weit!

Hermann Hesse