Ostern

21. April 2011

In wenigen Tagen beginnt das Osterfest. Passend zu diesem Anlass hat der Coppenrath- Verlag eine Buchreihe mit außergewöhnlichem Format in seinem Repertoire. Die kleinen Ostergeschichten (z.B. “Das Osterei”, “Familie Osterhase”, oder “Ein Osterküken”) haben ein wattiertes Hardcover mit Folie, sind konturgestanzt und haben das bunte und fröhliche Aussehen eines Ostereis, was nicht zuletzt den farbenfrohen Illustrationen von Anne Mußenbrock und Sybille Brauer zu verdanken ist.  Geeignet sind die 10 Seiten langen Geschichten rund ums Osterfest für Kinder ab 18 Monaten. Mit einem Format von 7 cm x 8 cm könnte dieses kleine Büchlein in jedes Osternest passen, dass nicht ausschließlich mit Schokolade gefüllt werden soll.

Die deutsche Pressegeschichte: 19. Jahrhundert bis zum 1. Weltkrieg

14. April 2011

Die gewonnene Pressefreiheit beflügelte den Zeitungsmarkt des 19. Jahrhunderts, sodass das Medium eine Entwicklung zur Massenpresse vollzog. Hierbei etablierte sich hauptsächlich die Partei- und Gesinnungspresse, welche eine Auflage im fünfstelligen Bereich erreichen konnte.

Mit dem Beginn des 1. Weltkrieges kam es in puncto Pressefreiheit zu einem großen Rückschritt, da die Presse, aus strategisch militärischen Gründen erneut stark zensiert wurde. Eine freie Meinungsäußerung war somit, wie bereits im frühen 18. Jahrhundert, nicht mehr möglich. Gleich nach Ende des Krieges, genauer 1919, wurde dieser kurzen, wenn auch sehr effektiven Phase der Einschränkung, mittels der Aufnahme der Pressefreiheit in den Grundrechtskatalog der Weimarer Verfassung, ein Ende gesetzt.

Das größte Buch weltweit

13. April 2011

Größe ist bekanntlich eine Frage der Definition. Den Abmessung und Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde zu Folge, brachte die Firma Mazda, welche ihren eigentlichen Produktionszweig in der Automobilbranche zu verorten hat, das größte Buch der Welt auf den Markt. Mit einer Größe von 3,07 Meter mal 3,42 Meter wird der Bildband wohl kaum in einer üblichen Buchhandlung zu finden sein, geschweige denn auf gewöhnlichem Wege geliefert werden können.

Daher ist auch das größte lieferbare Buch von Interesse. Getreu dem Motto – Übereinstimmung von Form und Inhalt-, visualisiert das im Friendly Planet Verlag erschienene Buch “Bhutan: A Visual Odyssey Across the Last Himalaya Kingdom” die Mächtigkeit des Gebirges. Mit 2,14 Meter mal 1,52 Meter, 114 Seiten, und einem Gewicht von 65 Kilogramm können Buchfreunde ein wahrlich großes Werk erstehen, sofern sie bereit sind 15.000 Dollar, zuzüglich der Lieferkosten, zu investieren.

Die deutsche Pressegeschichte: 18. Jahrhundert

05. April 2011

Anfang des 18. Jahrhunderts konnte das Medium Zeitung, und somit auch die Presse, an Bedeutung gewinnen. Der „Hamburgische Unpartheyische Correspondent“ kann sich mit einer Auflage von 30.000 Exemplaren die wichtigste Zeitung Deutschlands nennen. Im Mittelpunkt der Berichterstattung standen nun nicht mehr militärische und politische Ereignisse, sondern die reine Unterhaltung, da die Artikel streng durch staatliche Instanzen kontrolliert und zensiert wurden.

1848 beschloss die Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche erstmals das Grundrecht auf Pressefreiheit. Dieses wurde jedoch erst 1874 im Reichspressegesetz fest verankert und besagt, dass die Zensur der Presse widerrechtlich ist.

Neuer Buchstabe fürs Internet

30. März 2011

Seit dem 16. November 2010 ist es möglich eine Email-, oder Internetadresse einzurichten, in der ein Eszett (ß) vorkommt, ohne dieses durch ein Doppel-S zu ersetzen.  Damit hält ein ausschließlich im deutschen Sprachgebrauch bestehender Buchstabe den Einzug ins Internet. Schwierig kann es allerdings dann werden, wenn diese Seiten aus dem Ausland aufgerufen werden sollen, denn auf diesen Tastaturen wird kein Eszett zu finden sein.

Auszeichnung für die schönsten deutschen Bücher

26. März 2011

Seit 1984 verleiht die “Stiftung Buchkunst” jährlich einen Preis an Bücher, die Impulse für die moderne Buchgestaltung geben und von ihren Herstellern, sowie Verlagen, ein überdurchschnittliches Engagement vorzeigen können. Gestiftet wird der Preis vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und hat ein Gesamtvolumen von 10.000 Euro. Seit dem 17. Dezember 2010 Stehen die Preisträger der schönsten deutschen Bücher 2010 fest  und werden am 13. Oktober 2011 auf der Franfurter Buchmesse prämiert.

Den ersten Platz belegt der Suhrkamp Verlag (Berlin) mit dem  Buch  “Die ganze Zeit” von Oswald Egger. Der zweite Platz bekommt der Ravensburger Buchverlag Otto Maier (Ravensburg) für das Buch “Kafka” mit Texten von Franz Kafka und Zeichnungen von Stefanie Harjes. Den dritten Platz teilen sich das Buch von Hannes Heer, Gaston Isoz (Hrsg.) ” Stets zu erschießen sind Frauen, die in der Roten Armee dienen / Geständnisse deutscher Kriegsgefangener über ihren Einsatz an der Ostfront”  (disadorno edition Berlin) und der Hatje Cantz Verlag (Ostfildern) mit Wolfgang Scheppes Buch “Done. Book”.

Die deutsche Pressegeschichte: 15. bis 17. Jahrhundert

16. März 2011

Im Jahre 1450 gelang es Johannes Gutenberg mit der Erfindung des Buchdrucks einen entscheidenden Grundstein für die Verbreitung des geschriebenen Wortes  zu legen. Allerdings konnte nun trotzdem nicht jeder seine Ansichten und Interessen willkürlich verbreiten, da weder Staat noch Kirche auf eine Zensur der Texte und Druckerzeugnisse verzichten wollten.

Mit der Erscheinung der ersten Zeitung namens „Relation“ in Straßburg war ein neues Medium geschaffen, welches schnelle Nachahmung in anderen Städten wie Basel (1610), Berlin (1617), London (1621) und Paris (1627) fand.

Die Zeitung konnte sich sehr schnell verbreiten, sodass im Laufe des 17. Jahrhunderts bereits mehr als 200 Zeitungsunternehmen mit einer durchschnittlichen Auflage von 300 Exemplaren gegründet wurden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass diese, trotz der geringen Auflage, eine große Masse erreichen konnten. Dieses Phänomen kann mit der Tradition des Vorlesens auf öffentlichen Plätzen, oder innerhalb des Familienkreises, erklärt werden.

Berlin als Hauptstadt der Bücher

08. März 2011

Mit der Reichsgründung 1871 und der Proklamation Berlins zur Hauptstadt, zogen nach und nach auch ein Großteil der Verlage, Journalisten und Autoren von Leipzig nach Berlin. Gründe hierfür waren, neben infrastrukturellen Gegebenheiten, auch die neugeschaffene kulturelle und kreative Atmosphäre der Hauptstadt.  Bereits wenige Jahre später, nämlich 1885, konnte Berlin seinen Konkurrenten Leipzig mit 2743 Neuerscheinungen, im Gegensatz zu 2664 neuen Titeln in Leipzig, im Schatten stehen lassen.

Allerdings konnte sich Berlin nicht lange an der Spitze des deutschen Verlagswesens halten, denn der 2. Weltkrieg hatte eine unvorstellbare Zerstörung der Berliner Kulturlandschaft zur Folge. Auch anschließend konnte sich das Berliner Verlagswesen nicht erholen, da die Teilung in Ost und West zu einer Dezentralisierung des Buch- und Pressemarktes führte. Ausschlaggebend hierfür war die neue Orientierung an sozialen Aspekten zur Wahl des Verlagsstandortes. Im Mittelpunkt standen nun also nicht mehr infrastrukturelle, sondern persönliche Argumente.

Ab Ende der 60 iger Jahre zog es nun doch wieder viele Unternehmensgründer in die Stadt an der Spree zurück, sodass der Buchmarkt durch zahlreiche neue, kleine und bisher oft namenlose Verlage geprägt wurde. Mit diesen Kleinverlagen kündigte sich ein erneuter Aufschwung des Verlagswesens an, welcher jedoch erst mit dem Fall der Mauer und einem gleichzeitig veränderten Image der Stadt richtig ins Rollen gelangen konnte, um bis heute anzuhalten. War Berlin 1991 bezüglich der jährlichen Neuerscheinungen noch hinter München, Frankfurt am Main und Stuttgart ansässig,  konnte die Hauptstadt die anderen bereits 15 Jahre später (2006) überholen und sogar hinter sich zurück gelassen. Mittlerweile werden in Berlin 14% der jährlichen Neuerscheinungen produziert.

 

Eisengallustinte

23. Februar 2011

Eisengallustinte ist die wohl am häufigsten verwendete Schreibflüssigkeit des Mittelalters und der frühen Neuzeit. Die erste Beschreibung ihrer Herstellung von Philo von Byzanz stammt schon aus dem 3. Jahrhundert vor Christus. Aus dem arabischen Raum wurde die Eisengallustinte wahrscheinlich von Juden Mitte des 1. Jahrhunderts nach Mitteleuropa eingeführt, wo sie sich sehr schnell durchsetzte. Erst mit der Entwicklung der modernen Farbstoffchemie seit dem 19. Jahrhundert wurde sie langsam verdrängt.
Zur Herstellung der Tinte sind im Mittelalter eine Vielzahl von Rezepten überliefert. Hauptbestandteile der meisten Rezepte sind neben Galläpfeln, Vitriol und Wasser auch Gummi arabicum, Alaun, Zucker und Wein.

Die Eisengallustinte zeichnet sich durch ihre schöne tiefschwarze Färbung und Wasserfestigkeit aus. Allerdings ist sie nicht lichtstabil und verursacht durch Bildung von Schwefelsäure den gefürchteten Tintenfraß in Handschriften.

Blick in eine alte Buchbinderei – Der Beschneidhobel

01. Februar 2011

Das Beschneiden der Bücher am Vorderschnitt, Kopf und Fuss war eine zeitaufwendige und außerdem noch kraftraubende Arbeit, für die der Buchbinder den Beschneidhobel mit einer dazugehörigen Presse benutzte.
Zum Beschneiden wurde der Buchblock in die Beschneidpresse gelegt. Danach setzte man den Beschneidhobel an und bewegte ihn entlang der Führungsschiene hin und her. Eine Hand der Buchbinders führte dabei das Werkzeug, während die andere die Klinge des Hobels langsam zudrehte und so Zug um Zug durch den gesamten Buchblock schnitt.