Es wird allgemein angenommen, dass Serifen die Leserlichkeit eines (gedruckten) Textes verbessern, daher werden längere Texte üblicherweise in einer Serifenschrift gedruckt. Die bessere Leserlichkeit soll dabei vor allem durch die Betonung der Grundlinie und Mittellinie einer Schrift durch die Serifen zustandekommen. Serifenlose Schriften werden dagegen eher für kurze Texte und Überschriften eingesetzt. Eine bekannte Serifen-Schrift ist Times. Eine bekannte serifenlose (sans serife, franz. ohne Füßchen) Schrift ist Helvetica.
Archiv für die Kategorie ‘Lesen’
Mit Serife oder ohne?
Samstag, 05. September 2009Der Kanon
Sonntag, 12. Juli 2009Wie entsteht eigentlich so ein Literaturkanon der wichtigen, bedeutenden Werke, die man mal gelesen haben sollte?
Die wichtigste Rolle spielt hier wohl die Literaturwissenschaft. Sie rezipiert, kritisiert und beurteilt Werke und bestimmt so, welche in einen Kanon, zum Beispiel für den Schulunterricht, aufgenommen werden. Zur Literaturwissenschaft gehört hier auch die Literaturkritik, die mit ihren Urteilen maßgeblich beeinflusst, welche Werke gelesen werden. Dies gilt natürlich auch für die moderne Literatur. Aber im Gegensatz zu der Literatur aus den vergangenen Epochen, spiel heute auch das Verlagsmarketing beim Einzug in einen Kanon eine entscheidende Rolle: Je stärker und besser ein Buch beworben wird, desto eher wird es gelesen und landet natürlich auf den Bestsellerlisten des Landes. Und von diesen Listen meist direkt im Kanon bekannter und lesenswerter Bücher der heutigen Zeit.
Leser aus Parallelwelten
Montag, 06. Juli 2009Viele Jugend- und auch Erwachsenenbüchern handeln momentan von Lesern aus fiktiven Welten oder auch Tieren aus unserer Welt, die sich das Lesen beigebracht haben.
Da gibt es zum Beispiel die Ratte Firmin aus einem Roman von Sam Savage, die im Keller einer alten Buchhandlung in Boston geboren wird und sich selbst das Lesen beibringt. Sie frisst später sogar die Bücher und kann sich an alle Inhalte exakt erinnern, da ihr Gehirn viel größer ist, als das einer normalen Ratte.
Außerdem gibt es noch die “Stadt der träumenden Bücher” von Walter Moers, in der sich wirklich alles nur um Literatur dreht, Fabelwesen leben und Drachen zu Dichtern werden. Dort gibt es Bücherjäger die nach bibliophilen, antiquarischen Schätzen gieren und nach ihnen ein unterirdisches Ladyrinth durchsuchen, genauso wie Touristen die sich in den tausenden von Antiquariaten tummeln.
Von Cornelia Funke gibt es weiterhin die ‘Tinten-Triologie’ in der sich die Menschen einfach so, mit einer magischen Zunge, in die Geschichten der Bücher lesen können, oder Gestalten aus ihnen in die eigene Welt holen können.
Diese magischen Bücher über das Lesen und über etwas ungewöhnliche Leser liegen gerade voll im Trend und zeigen die Faszination, die das Lesen für einige Menschen ausmacht.
Dem Leser auf der Spur II
Dienstag, 02. Juni 2009Hier mal eine Studie über die Zeit, die pro Tag noch durchschnittlich zum Lesen benutzt wird, nach Alter geordnet.

Dem Leser auf der Spur
Samstag, 30. Mai 2009
Wer oder was ist eigentlich ein Leser?
Ein Leser (vom Verb ‚lesen’) ist nach einer allgemeinen Definition derjenige der ein literarisches Werk aufnimmt und die dort schriftlich niedergelegten Gedanken im besten Fall auch versteht. Hier spricht man von der Rezeption des Buches. Die Leser in der Gemeinschaft bilden schließlich das anonyme, aber einflussreiche Publikum, an das die Literatur adressiert ist. Als Konsument bestimmt er große teile des Buchhandels mit.
Die Literaturwissenschaft nimmt aber noch eine Unterscheidung zwischen zwei Typen von Lesern vor:
1) Der reale Leser, der in seiner Freizeit ein Buch liest und sich seine eigenen Gedanken dazu macht.
2) Der intendierte Leser, den sich der Autor beim Schreiben des Buches vorstellt: Er ‚denkt’ beim Lesen genau das, was der Autor auch beabsichtigt. Er ist der idealtypische Leser, den der Autor mit seinen Geschichten erreichen will.
Franziska