Archiv für die Kategorie ‘Kurioses’

Kurioser Titel

Mittwoch, 17. Juni 2009

 

Der Sieger eines im Rahmen der Buchmesse 2008 erstmals ausgeschriebenen Wettbewerbs um der kuriosesten Buchtitel ist: “Begegnungen mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer”.

Mit dem Preis, den das Börsenblatt und der Berlin Verlag vergeben, wird der meist unfreiwillige Humor bei der Titelfindung der Verlage ausgezeichnet. Gewonnen hat nicht der Autor Stephan Harbort, sondern der Droste Verlag, der beinahe den Preis nicht angenommen hätte. Dennoch nahm der Verleger die Flasche Champagner schließlich in Empfang, die als Preis angesetzt war.
Zuvor hatte sich eine “Expertenrunde” über die Hintergründe des Preises unterhalten und versucht nachzuvollziehen, wie es zu Titel-Fehlgriffen bei Verlagen kommen könne. Eine eindeutige Antwort konnte, wie man vielleicht schon ahnt, nicht gefunden werden.
“Begegnungen mit dem Serienmörder. Jetzt sprechen die Opfer” hat sich durchgesetzt gegen “Gräber selbst gestalten. Individuell- Stilvoll- Pflegeleicht”, “Wer bin ich- und wenn ja wie viele?”, “Landwirtschaftliche Fahrzeuge beim Gülle- und Mistfahren”, “Vom Lustgewinn beim Speisen im Freien” und “Ich reiß mir eine Wimper aus und stech dich damit tot”.

 

Welche Titel werden wohl in diesem Jahr nominiert?

Bücher auf Eis

Dienstag, 28. April 2009

 

Dass man einen Gefrierschrank nicht unnötig lange geöffnet lassen sollte, um so Energiekosten zu sparen, ist den meisten Menschen ja bekannt. Aber was hat dieser Haushaltstipp jetzt in einem Buch-Blog zu suchen?

Na ja, je voller ein Gefrierfach ist, desto weniger Luft kann entweichen. Und durch ihre rechteckige Form sind Bücher als Platzfüller für leere Gefrierschränke gerade zu perfekt. Durch das Einfrieren von Büchern lassen sich also Energiekosten einsparen. Diesen Tipp verbreitete zumindest die Siemens GmbH & Co. KG 2007 auf ihrer Homepage und in Zeitschriften als Teil einer Anzeigenkampagne.

Wer seine Bücher nach dem Einfrieren allerdings noch lesen will, sollte sie vorher sorgfältig in Folie einpacken, damit sie nicht beschädigt werden.

So abwegig wie es im ersten Moment scheint, ist das Schockfrosten von Büchern aber überhaupt nicht: Diese Methode wird zum Beispiel bei Schädlingsbefall oder der Zwischenlagerung beschädigter Bücher verwendet. So wurden  nach dem Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar tausende Bücher gerettet.

Franziska

Ein Buch voller Geheimnisse

Donnerstag, 16. April 2009

Das wohl geheimnisvollste Buch der Welt ist das so genannte Voynich Manuskript. Es wurde 1912 von Wilfried M. Voynich, einem Sammler alter Schriftstücke, in der Villa Mondragone, Frascati (Italien) gefunden. Seit den 60er Jahren ist es im Besitz der Yale Universität.

Doch was macht das Voynich Manuskript zum wohl geheimnisvollsten Buch der Welt?
Das Manuskript ist ein illustrierter, handgeschriebener 232-seitiger Band mit einer Breite von 17,8 cm und einer Höhe von 25,4 cm. Es ist in einer unbekannten Schrift verfasst, in einer unbekannten Sprache geschrieben und die Abbildungen geben den Forschern Rätsel auf. Auch das Alter, der Autor und die Herkunft sind bis heute nicht zu ermitteln. Man weiß nicht einmal in welchem Land es entstanden ist. Einige Forscher vermuteten mittlerweile, dass das Voynich Manuskript im Mittelalter, um 1500, entstanden ist, aber eine Datierung mit der Radiokarbonmethode wurde bislang nicht vorgenommen.

Niemand weiß welche Informationen im Voynich Manuskript stecken. Eine Angabe zur Gliederung des Buches ist nur durch die rätselhaften Abbildungen möglich. Demnach unterteilt sich das Werk in einen pflanzenkundlichen, kosmologischen, astrologischen, pharmazeutischen, biologischen und einen abschließenden Teil.

 

Hier eine Abbildung der Schrift, das so genannte Voynich-Alphabet:

 

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Franziska

 

Nothing/Nichts

Dienstag, 14. April 2009

 

Es gibt viele kuriose Bücher: Eines davon ist „Nothing“. Es besteht aus 192 Seiten, auf denen, wie der Titel schon verrät, überhaupt nichts steht. Trotz seines ‚Inhaltes’ wurde es recht häufig verkauft. Der ‚Autor’ von „Nothing“ ist aber logischerweise unbekannt.

Ein ähnliches Buch aus den USA hat den Titel “Wits and Wisdom of Spiro Agnew”. Das Büchlein bestand ebenfalls nur aus unbedruckten Seiten. Spiro Agnew, dessen Klugheit das Buch ‚behandelt’, war übrigens Vizepräsident der Vereinigten Staaten unter Richard Nixon.

Auch in Deutschland gibt es ein vergleichbares Buch: Ein Kölner Verlag brachte 2005 ein leeres Buch mit dem Titel „Alles was man über Düsseldorf wissen muss“ heraus und spielt so auf die bekannte Rivalität beider Städte an.

Franziska