Archiv für die Kategorie ‘Buchrekorde’

Ganz schön gewichtig

Dienstag, 01. Dezember 2009

Das schwerste Buch der Welt ist “Das Buch der Apokalypse”, ein zwischen 1958 und 1961 mit der Beteiligung von Salvador Dali entstandenes Kunstwerk. Es wiegt 210 Kilogramm, der Großteil dieses Gewichts geht zu Lasten der 300 Seiten, die aus großformatigem Pergament bestehen.

Ziemlich wertvoll

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Als wertvollstes gilt wohl der Codex Manesse, die berühmte Heidelberger Liederhandschrift in mittelhochdeutscher Sprache. Als das Buch 2006 zum Zwecke einer Ausstellung (die erste seit 15 Jahren) auf Reisen ging, musste es für 50 Millionen Euro versichert werden.

Der Codex Manesse  ist die umfangreichste und berühmteste deutsche Liederhandschrift des Mittelalters. Heute wird sie in der Universitätsbibliothek Heidelberg aufbewahrt. Sie besteht aus 426 Pergamentblättern im Format 35,5 x 25 cm, die von späterer Hand paginiert wurden. Insgesamt befinden sich in ihr 140 leere und zahlreiche nur zum Teil beschriebene Seiten. Die Germanistik nennt die Sammlung auch kurz C.

Die „Manessische Liederhandschrift“ enthält ausschließlich dichterische Werke in mittelhochdeutscher Sprache. Ihr Grundstock entstand um 1300 in Zürich, wahrscheinlich im Zusammenhang mit der Sammeltätigkeit der Zürcher Patrizierfamilie Manesse, nach der sie auch ihren heutigen Beinamen trägt. Mehrere Nachtragsschichten kamen bis ca. 1340 hinzu. Der Kodex gilt als repräsentative Summe des mittelalterlichen Laienliedes und bildet für den „nachklassischen“ Minnesang die Haupt- und weithin die einzige Quelle. Die insgesamt 138 Miniaturen, welche die Dichter der Werke in idealisierter Form bei höfischen Aktivitäten darstellen, gelten als bedeutendes Dokument der Buchmalerei.

466px-Codex_Manesse_Johann_von_Brabant (Small)

Brown bricht alle Rekorde

Sonntag, 20. September 2009

Ansturm auf den neuen Dan Brown

Der neue Thriller des amerikanischen Bestsellerautors Dan Brown hat in den Buchgeschäften der englischsprachigen Welt einen Ansturm von Lesern ausgelöst. Seit Erscheinen von „The Lost Symbol“ am vergangenen Dienstag sei das Buch mehr als eine Million mal verkauft worden, wie der Verlag Transworld am Donnerstag in London mitteilte.

Allein in Großbritannien ging der Thriller in den ersten 36 Stunden nach seiner Veröffentlichung mehr als 300.000 Mal über den Ladentisch. Damit verkauften sich in dieser Zeit schon mehr Exemplare des Buches, als bei jeglichen anderen Hardcover-Romanen für Erwachsene auf der Insel. Bislang war der bestverkaufte gebundene Roman für Erwachsene in Großbritannien „Hannibal“ von Thomas Harris, der seit seinem Erscheinen 1999 insgesamt 298.000 Mal verkauft wurde.

Aber irendwie war das ja auch zu erwarten, oder?

Buch der Rekorde

Samstag, 15. August 2009

Das Guinness-Buch der Rekorde wurde 1955 erstmals von der gleichnamigen Brauerei in Auftrag gegeben und verzeichnet allerlei sinnvolle und auch sinnlose Weltrekorde. Es wurde bislang über 100Millionen mal verkauft und ist damit als das meistverkaufte Buch sogar in sich selbst verzeichnet.

Auch einen anderen Rekord hält es selbst: Kein anderes Buch wurde so oft aus  Bibliotheken gestolen, wie das Guinness-Buch der Rekorde.

Miniaturbücher

Sonntag, 14. Juni 2009

Diese winzigen Ausgaben unserer großen, normalen Bücher liegen gerade voll im Trend. Es gibt sie als Bibel, Stadtpläne usw. Sogar ganze Verlage haben sich schon auf die Bücher im Zwergenformat spezialisiert und legen dort die Klassiker der Literatur wieder auf.

Das allerkleinste dieser Bücher fasst allerdings keinen ganzen Roman: Es ist so winzig, dass auf jeder Seite nur ein Buchstabe Platz hat, nämlich nur 2,4×2,9 mm. Das entspricht von der Größe ungefähr dem Kopf einer Reißzwecke.

Franziska

 

 

 

Das größte Buch der Welt

Freitag, 05. Juni 2009

 

Mazda sorgt für das derzeit größte Buch der Welt: Der sagenhafte 3,07 Meter mal 3,42 Meter messende Bildband ist als weltweit größtes Buch im Guiness Buch der Rekorde eingetragen und sprengt damit jedes handelsübliche Regal und erst recht jede Liefersendung. Daher hat es Konkurrenz von dem größten lieferbaren Buch erhalten – dem Band “Bhutan: A Visual Odyssey Across the Last Himalaya Kingdom“. Das Buch hat sich seinem Thema – nämlich dem gigantischsten Gebirge der Welt – mit stolzen 2,14 Meter mal 1,52 Meter durchaus angepasst und zeigt auf 114 Seiten prachtvolle Fotografien aus dem asiatischen Bhutan. Rund 25.000 Euro – Portokosten nicht eingerechnet – müssen Buchliebhaber allerdings berappen, wenn sie Besitzer dieses 65 Kilo schweren Opus werden möchten.

Ein Rekord fehlt

Samstag, 09. Mai 2009

 

Es gibt so einige Weltrekorde rund ums Buch, das größte Buch, das kleinste Buch, das teuerste Buch usw. aber eine Rekord fehlt: Das dünnste Buch der Welt gibt es einfach nicht. Jetzt werden sich viele sicher denken: ‚Ist doch klar, weniger als eine Seite kann ein Buch auch nicht haben.’ Aber das ist so nicht ganz richtig:

Laut UNESCO wird ein Buch nämlich erst ab einem Mindestumfang von 49 Seiten als Solches bezeichnet. Demnach sind alle Bücher mit genau 49 Seiten die Dünnsten der Welt und davon gibt es sicher einige.

Alles was im Umfang darunter liegt wird schon nicht mehr als Buch, sondern wohl eher als Heft bezeichnet.

Franziska

Im Rekordtempo zum Bestseller

Donnerstag, 23. April 2009

 

Heute vor sechs Jahren, am Welttag des Buches 2003, wurde in Mainz von der Stiftung Lesen ein ganz besonderes Buch heraus gebracht:

Es hat einen Umfang von 96 Seiten, kostet 20 Euro und erschien in einer einmaligen Auflage von 1.000 Exemplaren. Soweit ist daran noch nichts ungewöhnliches, aber dieses Buch ist auch an seinem Erscheinungstag, dem 23.04.03, entstanden. Innerhalb von nur 12 Stunden wurden Texte geschrieben, lektoriert und das Ganze schließlich in Druck gegeben.

Der Erlös wurde übrigens zur Erhaltung wertvoller Bücher gespendet.

Hier der straffe Zeitplan der Beteiligten:

  • 7:45 – Bekanntgabe des Themas
  • 8:00 bis 10:00 – Schreibzeit
  • 10:00 bis 12:00 – Lektorat
  • ab ca. 11:00 – Layout
  • 8:00 bis 12:00 – Vorbereitungsarbeiten der Produktion
  • 12:00 bis 15:00 – Druck
  • 13:00 bis 19:00 – Buchbinderei

Obwohl das Hauptanliegen der Stiftung Lesen sicher die Werbung fürs Lesen war, lässt sich über die Qualität dieses literarischen Schnellschusses vermutlich streiten.

 

Franziska

Ein Buch voller Geheimnisse

Donnerstag, 16. April 2009

Das wohl geheimnisvollste Buch der Welt ist das so genannte Voynich Manuskript. Es wurde 1912 von Wilfried M. Voynich, einem Sammler alter Schriftstücke, in der Villa Mondragone, Frascati (Italien) gefunden. Seit den 60er Jahren ist es im Besitz der Yale Universität.

Doch was macht das Voynich Manuskript zum wohl geheimnisvollsten Buch der Welt?
Das Manuskript ist ein illustrierter, handgeschriebener 232-seitiger Band mit einer Breite von 17,8 cm und einer Höhe von 25,4 cm. Es ist in einer unbekannten Schrift verfasst, in einer unbekannten Sprache geschrieben und die Abbildungen geben den Forschern Rätsel auf. Auch das Alter, der Autor und die Herkunft sind bis heute nicht zu ermitteln. Man weiß nicht einmal in welchem Land es entstanden ist. Einige Forscher vermuteten mittlerweile, dass das Voynich Manuskript im Mittelalter, um 1500, entstanden ist, aber eine Datierung mit der Radiokarbonmethode wurde bislang nicht vorgenommen.

Niemand weiß welche Informationen im Voynich Manuskript stecken. Eine Angabe zur Gliederung des Buches ist nur durch die rätselhaften Abbildungen möglich. Demnach unterteilt sich das Werk in einen pflanzenkundlichen, kosmologischen, astrologischen, pharmazeutischen, biologischen und einen abschließenden Teil.

 

Hier eine Abbildung der Schrift, das so genannte Voynich-Alphabet:

 

800px-voynich_eva1

Franziska

 

153 Millionen Euro für 13 Seiten

Samstag, 11. April 2009

 

Nein, dieses Buch ist nicht aus purem Gold: „Die Aufgabe“ von Tomas Alexander Hartmann wurde 2008 ins Verzeichnis lieferbarer Bücher (VLB) aufgenommen und ist dort mit einem Preis von 153 Millionen Euro verzeichnet.

Damit gilt „Die Aufgabe“ aktuell als das teuerste Buch der Welt.

Selbst ein Quadratmillimeter einer Seite dieses, zugegeben recht dünnen Buches, kostet mehr als jedes andere, normale Buch. Aber immerhin wird es von „Die Aufgabe“ nur ein einziges Exemplar geben, der Käufer kann sich so zumindest sicher sein ein Unikat zu besitzen.

Der noch unbekannte Autor Tomas Alexander Hartmann, der sich selbst als größten Philosophen der Welt bezeichnet, empfindet den Preis als gerechtfertigt, schließlich habe er nach eigener Angabe 30 Jahre für sein Werk benötigt.

Eine zweite, veränderte Auflage wurde auf 1000 Exemplare limitiert, kostet aber pro Exemplar immer noch 1530 Euro. Sollte „Die Aufgabe“ allerdings einen Literaturpreis gewinnen, so will der Autor den Preis auf 1,53 Millionen Euro anheben.

Ein bisschen übertrieben für 13 Seiten, finden Sie nicht?

Franziska