Archiv für die Kategorie ‘Buchmesse’

Noch 1 Monat bis zur Buchmesse

Sonntag, 05. September 2010

Am 6. Oktober 2010 startet die Frankfurter uchmesse. Gastland in diesem Jahr ist Argentinien:

“Es freut mich sehr, dass wir nach Mexiko 1992 und Brasilien 1994 nun erneut ein lateinamerikanisches Land als Ehrengast auf der Frankfurter Buchmesse erleben werden.“, sagte Juergen Boos bei der Vertragsunterzeichnung.

Argentinien zeichnet sich durch eine große literarische Tradition und eine faszinierend lebendige Kulturszene aus. Aushängeschilder argentinischer Literatur im Ausland sind Jorge Luis Borges (1899-1986) und Julio Cortázar (1914-1984).

Klein statt Hegemann

Montag, 29. März 2010

Der Schriftsteller Georg Klein ist mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2010 gewürdigt worden. Der 56-Jährige erhielt die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung am Donnerstag in der Kategorie Belletristik für sein Werk “Roman unserer Kindheit” (Rowohlt). Mit ihm nominiert waren Jan Faktor, Lutz Seiler, Anne Weber und die umstrittene Autorin Helene Hegemann. Sie hatte mit ihrem Buch “Axolotl Roadkill” für den literarischen Eklat des Frühjahrs gesorgt, weil sie sich für ihren Roman großzügig bei anderen Autoren bediente.

Leipziger Buchmesse

Montag, 15. März 2010

Diese Woche ist es wieder soweit: Die Leipziger Buchmesse beginnt und damit auch das größte Lesefest Europas.

Die Leipziger Buchmesse ist der wichtigste Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche. Anliegen der Buchmesse ist es, mehr Öffentlichkeit für das Buch zu schaffen. Zu dem jährlich im März stattfindenden Ereignis treffen sich Verlage, Autoren, Leser und Journalisten. Die Messe ist eine Kommunikationsplattform und informiert umfassend über Neuerscheinungen sowie aktuelle und innovative Trends im deutschsprachigen und europäischen Markt.
Die Leipziger Buchmesse bietet ihren Besuchern ein Bücher-Erlebnis der besonderen Art – “Leipzig liest” ist das größte europäische Lesefest mit über 1.900 Veranstaltungen an 350 Veranstaltungsorten.

Trotz Plagiatsvorwürfe: Hegemann für Buchpreis nominiert

Montag, 15. Februar 2010

Die 17jährigeHelene Hegemann hat in ihrem Roman “Axolotl Roadkill”, den alle überregionalen Zeitungen emphatisch lobten, Passagen aus einem anderen Buch übernommen. Zum Teil unverändert, zum Teil nur leicht variiert. Sie hat darauf nicht hingewiesen. Als es bekannt wurde, hat sie sich bei Airen, dem anonymen Blogger, aus dessen Werk „Strobo“ sie Passagen übernommen hatte, entschuldigt.

Trotz dieser negativen Schlagzeilen ist das `Literaturwunderkind` jetzt für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Buchmesse 2009: ein Fazit

Montag, 19. Oktober 2009

Fünf Messetage, rund 3.000 Veranstaltungen und mit 290.469 Besuchern das zweitbeste Besucher-Ergebnis in sechzig Jahren Buchmessen-Geschichte. Doch den bitteren Beigeschmack, den die Kontroverse rund um Gastland China ausgelöst hatte, konnten viele besucher nicht abschütteln: man fragt sich sogar danach, ob inmitten der massiven Präsenz des Pekinger Staatsapparats und dessen Öffentlichkeitsabteilungen überhaupt etwas von der Wirklichkeit des Gastlandes durchdringen konnte. Oder ob diese PR-Arbeit des Landes überhaupt durch die negative Berichterstattung nach außen dringen konnte.

Insgesamt war es aber eine gelunge Buchmesse, die den Bucherrekord vom Vorjahr zwar nicht einstellen konnte, aber der Messe von 2008 in nichts nach steht. Und mal ganz ehrlich, wer an den Besuchertagen auf der Messe war, konnte sich glücklich schätzen, dass nicht noch mehr Menschen da waren.

Sparprogramm auf der Buchmesse

Dienstag, 06. Oktober 2009

Wie setzt die Krise dem Buchmarkt zu?  Einige populäre Verlage sparen sich beispielsweise ihre traditionellen Messepartys.

Der große Spielverderber ist in diesem Jahr Random House. Vergangenes Jahr noch Gastgeber der teuersten Buchmessenparty, veranstaltet der Verlagsriese in diesem Jahr keine Feier. Außerdem lädt er weniger Autoren ein, schickt weniger Mitarbeiter nach Frankfurt, die sich zudem wohl paarweise, im günstigen Doppelzimmer, einquartieren lassen müssen. Seine Botschaft lautet stattdessen: Statt Zeit und Geld in einen Empfang zu investieren, wolle man das durch die Wirtschaftslage knappe Geld lieber in Bücher stecken, teilt ein Verlagssprecher mit. Auch andere große Verlage haben ihre Empfänge abgesagt.

Bei anderen Verlagen, dem Vernehmen nach beispielsweise bei DuMont, standen die Partys und Empfänge zwar zur Disposition, wurden aber zuletzt dann doch beschlossen und auch bei Ullstein, Rowohlt, Fischer, Eichborn und C. H. Beck, bei Suhrkamp sowie beim Aufbau-Verlag wird gefeiert. 

Auf der Messe selbst werden ebenfalls viele Stände kleiner sein als gewohnt und die Programme kürzer gehalten.

 

Was lesen die Chinesen?

Mittwoch, 30. September 2009

Wie sieht eigentlich der Buchmarkt des diesjährigen Gastlandes des Frankfurter Buchmesse aus:

Die chinesische Literatur kommt generell nicht so recht an auf dem Weltmarkt. Allein aus Deutschland werden achtmal mehr Titel importiert, als man dorthin exportiert. Ökonomisch reicht der Verlagsbranche allerdings der enorme heimische Markt, denn Chinesen lesen, was das Zeug hält, stimuliert nicht nur durch bezahlte Rezensionen in Zeitungen (zehn Zeichen kosten die Verlage immerhin einen Euro), sondern vor allem durch Internet-Empfehlungen. Hochklassische Literatur aber ist selten darunter. Ein Buch-Anbieter etwa schaltet täglich achttausend lange, von Amateuren verfasste Romane auf seiner Internetseite frei. Zehn Millionen Leser lockt das an – wohlgemerkt pro Tag. Einen anhaltenden E-Book-Boom erwarten viele Wissenschaftler dort sowieso, einen Boom, der bei uns noch nicht einmal begonnen hat. Den Preis für elektronische Bücher ist in China mit nur zehn Prozent des Preises der Papierausgabe (der seinerseits nur zehn Prozent hiesiger Buchpreise beträgt) veranschlagt: Undenkbar in Deutschland, aber in einem Markt, wo es allein dreihundert Millionen Internetnutzer gibt – samt Smartphone-Nutzern dürfte die Milliarde in naher Zukunft erreicht werden -, rechnet sich ein Zwanzig-Cent-Buch eben doch.

In China ist die Digitalisierung des Buchmarktes schon sehr weit fortgeschritten. In Deutschland ist es noch lange nicht so weit. Und ehrlich gesagt, ich bin ganz froh darüber.

Der Leiter der Buchmesse äußert sich

Montag, 28. September 2009

Anlässlich der Diskussionen um Ehrengast China, äußert sich der Direktor der Buchmesse, Jürgen Boos, erstmals selbst in einem offenen Brief auf der Homepage der Buchmesse.

Dort schreibt er:

Der Kompromiss unseres Projektleiters, mit den Autoren Dai Qing und Bei Ling zu sprechen und ihnen eine Alternative zum öffentlichen Auftritt auf dem Symposium nahe zu legen, war falsch. Dafür habe ich mich bei den Autoren und der Öffentlichkeit entschuldigt. Kompromisse zu Lasten der Meinungsfreiheit gibt es mit der Frankfurter Buchmesse nicht.

Den Dialog zu ermöglichen ist nicht einfach. Das war uns immer bewusst. Das Symposium hat dies bestätigt. Der Dialog ist jedoch der richtige und einzige Weg.



China auf der Buchmesse

Freitag, 25. September 2009

Die Meldungen über China als Gastland der Buchmesse überschlagen sich in den letzten Wochen.

Mal dürfen regimekritische Autoren kommen, mal nicht. Mal äußert sich die Buchmesseleitung dazu, mal nicht. Jetzt scheint es sogar so weit, dass China, den auf der Buchmesse nicht gern gesehenen, Autoren die Ausreise verweigert. Ich glaube ich habe so langsam den Überblick verloren, wie vermutlich viele andere auch.

Dann stellt sich nur die Frage:

Aber eigentlich ging es doch hier um die Literatur, oder?!