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	<title>Buchbemerkungen.de &#187; Bucheinband</title>
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		<title>Bürgerliche Buchbinder im 12./13. Jahrhundert</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 08:32:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bucheinband]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ende des 12., Anfang des 13. Jahrhunderts lassen sich historisch die ersten bürgerlichen Buchbinder nachweisen. Dabei konnten sie sich jedoch nur in den großen Universitäts- und Handelsstädten halten. In kleineren Städten war die Alphabetisierung kaum fortgeschritten, sodass es dort für sie nur selten Arbeit gab. Die sich in den Universitätsstädten entwickelnde Handschriftenherstellung brachte aber in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ende des 12., Anfang des 13. Jahrhunderts lassen sich historisch die ersten bürgerlichen Buchbinder nachweisen. Dabei konnten sie sich jedoch nur in den großen Universitäts- und Handelsstädten halten. In kleineren Städten war die Alphabetisierung kaum fortgeschritten, sodass es dort für sie nur selten Arbeit gab. Die sich in den Universitätsstädten entwickelnde Handschriftenherstellung brachte aber in der Regel aber ebenfalls zu wenig Arbeitsmöglichkeiten mit sich, so dass sich der Beruf des fahrende Buchbinders entwickelte und in dieser Zeit zu einer festen Einrichtung im Handwerk wurde.</p>
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		<title>Die Buchbinderei im Kloster</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 14:22:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bucheinband]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Buchbinder als Beruf so alt wie das Buch selber. Als selbständiges Gewerbe war die Buchbinderei allerdings erst im Spätmittelalter anzutreffen, was vor allem mit der noch nicht vollzogenen Alphabetisierung von großen Teilen der Bevölkerung zusammen hing. In der Zeit davor wurde die Buchbinderei, wie auch fast das gesamte Buch- und Schriftwesen, in den Klöstern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Buchbinder als Beruf so alt wie das Buch selber. Als selbständiges Gewerbe war die Buchbinderei allerdings erst im Spätmittelalter anzutreffen, was vor allem mit der noch nicht vollzogenen Alphabetisierung von großen Teilen der Bevölkerung zusammen hing.<br />
In der Zeit davor wurde die Buchbinderei, wie auch fast das gesamte Buch- und Schriftwesen, in den Klöstern betrieben. In so genannten Klosterbuchbindereien arbeiteten die ersten hauptberuflichen Buchbindermönche. Sie betrieben ihr Handwerk nicht nur für sich selbst, auch für Außenstehende nahmen sie Auftragsarbeiten an. Nur in grösseren Klöstern war die Menge der Manuskripte ausreichend, um zu einer Spezialisierung zu führen. Normalerweise war der Schreiber eines Buches auch sein eigener Buchbinder, der sich sein Wissen und seine Fähigkeiten hierzu selbstständig erwerben musste.</p>
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		<title>Die Buchbinder-Zunft</title>
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		<pubDate>Wed, 05 Jan 2011 11:38:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bucheinband]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Ehe sich das Buchwesen in einem größeren Masstab zu entwickeln begann, war der Zusammenschluss zu Zünften, wie im Spätmittelalters üblich, schon im wesentlichen zum Abschluss gelangt. Daher dauerte der Prozess der Eingliederung des Buchbindewesens in die Zünfte etwas länger, zumal die Grenzen der einzelnen Buchgewerbe nicht scharf genug getrennt werden konnten. Solange die Arbeitsteilung im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p style="text-align: left;">Ehe sich das Buchwesen in einem größeren Masstab zu entwickeln begann, war der Zusammenschluss zu Zünften, wie im Spätmittelalters üblich, schon im wesentlichen zum Abschluss gelangt.<br />
Daher dauerte der Prozess der Eingliederung des Buchbindewesens in die Zünfte etwas länger, zumal die Grenzen der einzelnen Buchgewerbe nicht scharf genug getrennt werden konnten. Solange die Arbeitsteilung im Buchgewerbe aber nicht feststand, so lange weigerten sich die Städte, das noch freie und ungeschützte Gewerbe in ein gebundenes und bevorrechtigtes umzuwandeln.<br />
In diesen Auseinandersetzungen geriet der Buchbinder zeitweise in Gefahr, zum Lohnabhängigen des Verlegers oder Druckers zu werden, die fertig gebundene Bücher auf den Markt bringen wollten.</p>
<p style="text-align: left;">Waren die Buchbinder vorher gegebenenfalls in andere Gilden eingegliedert, wie zum Beispiel in Paris und London ( zusammen mit den Händlern, Schreibern und Illuminatoren) so vollzog sich die Entwicklung des Buchbinders zu einem zünftigen Beruf im 16. Jahrhundert. Oft genug ging dabei die Initiative von den Handwerkern selbst aus. Diese wollten ihre gewerbliche Eigenverwaltung erhalten, gegen wirtschaftliche Konkurrenz vorgehen, und hatten Sorge, als unzünftiges Handwerk nicht genug Gesellen zu erhalten.<br />
Ab Mitte des 16. Jahrhunderts werden die Buchbinderzünfte im deutschsprachigen Raum häufiger und im Laufe des 17. Jahrhunderts sind schließlich fast alle Buchbinder zünftig eingebunden.</p>
</div>
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		<title>Blick in eine alte Buchbinderei &#8211; Die Heftlade</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Dec 2010 16:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bucheinband]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Die gefalzten Bögen wurden, nach dem Vorrichten, auf der Heftlade zusammen geheftet. In dieser hölzernen Hilfsapparatur mit einem verstellbarem Oberbalken wurde eine Kordel entsprechend der Hefteinteilung gespannt und die Lagen dann mit Nadel und Zwirn geheftet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die gefalzten Bögen wurden, nach dem Vorrichten, auf der Heftlade zusammen geheftet. In dieser hölzernen Hilfsapparatur mit einem verstellbarem Oberbalken wurde eine Kordel entsprechend der Hefteinteilung gespannt und die Lagen dann mit Nadel und Zwirn geheftet.</p>
<p><a href="http://www.buchbemerkungen.de/wp-content/uploads/280px-Heftlade.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-567" title="Heftlade" src="http://www.buchbemerkungen.de/wp-content/uploads/280px-Heftlade-279x300.jpg" alt="" width="279" height="300" /></a></p>
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		<title>Die Dampf-Buchbinderei</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 07:55:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bucheinband]]></category>

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		<description><![CDATA[Dampfbetriebene Produktionsmaschinen ebnen auch im handarbeitsintensiven Handwerk der Buchbinder den Weg für  die Industrialisierung am Ende des 19. Jahrhunderts.  Es entstanden ab Mitte des Jahrhunderts fabrikähnliche Großbetriebe unter massivem Maschineneinsatz, die sogenannten Dampfbuchbindereien, sie ermöglichen durch kostengünstigere Bearbeitung einem breiteren Publikum den Zugang zu Büchern. Bis dahin blieb die Handarbeit des Buchbinders großteils nur einem zahlungskräftigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dampfbetriebene Produktionsmaschinen ebnen auch im handarbeitsintensiven Handwerk der Buchbinder den Weg für  die Industrialisierung am Ende des 19. Jahrhunderts.  Es entstanden ab Mitte des Jahrhunderts fabrikähnliche Großbetriebe unter massivem Maschineneinsatz, die sogenannten Dampfbuchbindereien, sie ermöglichen durch kostengünstigere Bearbeitung einem breiteren Publikum den Zugang zu Büchern. Bis dahin blieb die Handarbeit des Buchbinders großteils nur einem zahlungskräftigen Kundenkreis vorbehalten.<br />
Der individuell gestaltete Bucheinband als Ausdruck akademischer Muse und dezentem Luxus. Rationalisierte Fertigungsmethoden und handwerkliche Kreativität der damaligen Zeit verhelfen der Dampfbuchbinderei zur Blüte und auch die Nachfrage an Büchern konnte durch sie wieder befriedigt werden.</p>
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		<title>Die Broschur</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 12:32:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bucheinband]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Broschur ist ein Buchblock mit einen flexiblen Umschlag. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem französische und lässt sich auf das Verb „brocher“ (heften oder flüchtig machen) zurückführen. Der Wortursprung zeigt deutlich, dass diese Bindeart ursprünglich nur ein Art Übergangslösung war, die vor einem teuren Einband stand. Im 18. und 19. Jahrhundert wurden broschierte Bände [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Broschur ist ein Buchblock mit einen flexiblen Umschlag.</p>
<p>Der Begriff stammt ursprünglich aus dem französische und lässt sich auf das Verb „<em>brocher</em>“ (<em>heften</em> oder <em>flüchtig machen</em>) zurückführen. Der Wortursprung zeigt deutlich, dass diese Bindeart ursprünglich nur ein Art Übergangslösung war, die vor einem teuren Einband stand.</p>
<p>Im 18. und 19. Jahrhundert wurden broschierte Bände auch ohne Einbanddeckel verkauft. Die Bindung lag in der Entscheidung des Käufers. Bücher mit Verlagseinband, d. h. bereits vom Verlag hergestellte einheitliche Bindungen, kamen erst mit Ende des 19. Jahrhunderts auf.</p>
<p>Bei Büchern wird die Broschur heute als Softcover einer hochwertigen Taschenbuchausgabe bezeichnet. Im Gegensatz zu einem fest gebundenen Buch hat sie einen weichen Einband, welcher nicht so hochwertig verarbeitet wurde.</p>
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		<title>Materialkunde: Pergament</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 07:10:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bucheinband]]></category>

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		<description><![CDATA[Pergament ist neben Leder eines der wertvollsten Einbandmaterialien, welches heute aber nur noch selten verwendet wird. Vor allem im 16. und 17. Jahrhundert wurde es zum einbinden von Büchern verwendet. Seine Vorzüge liegen vor allen in Festigkeit und Unverwüstlichkeit des Materials, was seine Beliebtheit für Gebrauchseinbände erklärt. Die bekanntesten Arten des Pergaments sind Kalbspergament, Ziegenpergament [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pergament ist neben Leder eines der wertvollsten Einbandmaterialien, welches heute aber nur noch selten verwendet wird. Vor allem im 16. und 17. Jahrhundert wurde es zum einbinden von Büchern verwendet. Seine Vorzüge liegen vor allen in Festigkeit und Unverwüstlichkeit des Materials, was seine Beliebtheit für Gebrauchseinbände erklärt. Die bekanntesten Arten des Pergaments sind Kalbspergament, Ziegenpergament und Schafpergament.</p>
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		<title>Der Bucheinband in der Geschichte: Renaissance</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jun 2010 06:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bucheinband]]></category>

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		<description><![CDATA[Ebenso wie die Kunst der gesamten Epoche, war auch die Einbandverzierung in der Renaissance geprägt von Neuerungen und Vorbildern aus der Antike.  Die bisher üblichen Holzdecke als Bucheinbandl wurden langsam von Pappdeckeln abgelöst, was kleinere Formate ermöglichte und die Vergoldung als Schmuck der Buchdeckel trat gleichwertig neben den bisher vorherrschenden Blinddruck hervor. Deutsche Buchbinder verhielten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ebenso wie die Kunst der gesamten Epoche, war auch die Einbandverzierung in der Renaissance geprägt von Neuerungen und Vorbildern aus der Antike.  Die bisher üblichen Holzdecke als Bucheinbandl wurden langsam von Pappdeckeln abgelöst, was kleinere Formate ermöglichte und die Vergoldung als Schmuck der Buchdeckel trat gleichwertig neben den bisher vorherrschenden Blinddruck hervor.</p>
<p>Deutsche Buchbinder verhielten sich den neuen Einflüssen gegenüber zunächst sehr zurückhaltend. Der Blinddruck als dominierende Schmuckform und auch Holzdeckel hielten sich bis in die Spätrenaissance. Den in den Zunftordnungen verwurzelten Handwerkern fiel es schwer, sich von den einfachen und zeitsparenden Techniken der wieder zu lösen. In den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts begannen langsam graphische Elemente der Renaissance in die deutschen Motivschätze einzudringen. Figürliche Motive wie biblische Gestalten und Themen, aber auch Porträts und Wappen prägten nun die verzierten Buchdeckel. Langsam begann man aber auch in Deutschland  man Gold- und Blinddruck parallel zu verwenden. Ab der Mitte des 16. Jahrhunderts wurden dann schließlich auch ornamentale Renaissancemotive in Deutschland heimisch. Besonders südliche Städte wie Augsburg und München ließen sich von den italienischen und französischen Vorbildern beeinflussen.</p>
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		<title>Eine Sonderform: Der Hülleneinband</title>
		<link>http://www.buchbemerkungen.de/2010-05-31_eine-sonderform-der-hulleneinband.html</link>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 05:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bucheinband]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Hülleneinband ist eine Erscheinung der Buchkunst die nur im Mittelalter auftrat. Sie bezeichnet ein Buch, dessen Bezugsleder an den Kanten nicht umgeschlagen und befestigt, sondern über sie hinaus verlängert wurde, so dass das gesamte Buch darin eingeschlagen werden konnte, wie in eine zusätzliche Hülle. Zuweilen wurde sogar noch eine Hülle, quasi zum Schutz der ersten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hülleneinband ist eine Erscheinung der Buchkunst die nur im Mittelalter auftrat. Sie bezeichnet ein Buch, dessen Bezugsleder an den Kanten nicht umgeschlagen und befestigt, sondern über sie hinaus verlängert wurde, so dass das gesamte Buch darin eingeschlagen werden konnte, wie in eine zusätzliche Hülle. Zuweilen wurde sogar noch eine Hülle, quasi zum Schutz der ersten, hinzugegeben. Um ein das nochmalige Einschlagen überhaupt zu ermöglichen, war das Bezugsmaterial der Hülleneinbände in der meist sehr weiches Leder, manchmal aber auch Stoff oder Samt.</p>
<p>Der mittelalterliche Hülleneinband war zunächst nur für kleine Gebrauchsbücher gedacht, die der Besitzer ständig bei sich trug. Die Umhüllung diente dabei dem Schutz der empfindlichen Bücher auf der Reise. Später jedoch, im 15. und 16. Jahrhundert wurden vergleichbare Einbände auch für den Schutz großer Folianten angewandt. Hier verblieb das Buch zwar meist am selben Ort, konnte aber auf diese Weise ebenfalls vor einer Beschädigung der geschützt werden.</p>
<p>Ebenso wie bei den Beutelbüchern, die sich insofern von den Hülleneinbänden unterscheiden, dass der Bezugsstoff nur am Unterschnitt verlängert wurde, sind nur sehr wenige Exemplare erhalten geblieben. Da viele mittelalterliche Darstellungen auf eine größere Verbreitung hindeuten, geht man davon aus, dass später, als die Bücher nicht mehr in ständigem Gebrauch waren und eine platzsparende Lagerung wichtiger wurde als die ursprüngliche Funktion des Hülleneinbandes, der überstehende Stoff vielfach einfach abgeschnitten wurde.</p>
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		<title>Der Bucheinband in der Geschichte: Der Prachteinband des Mittelalters</title>
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		<pubDate>Wed, 26 May 2010 07:41:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Franziska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bucheinband]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu jeder Zeit gab es, neben den einfachen gebrauchsorientierten Einbänden für Bücher, prunkvollere, reich verzierte Prachteinbände. Das Mittelalter mit seiner enormen Bedeutung sakraler und religiösen Literatur brachte in dieser Hinsicht ganz besonders hervorstechende Beispiele hervor. Kirchliche Prachteinbände waren Spiegel der christlichen Macht und wurden deshalb mit den edelsten Materialien, wie beispielsweise Elfenbein, Email, Edelmetallen, Edelsteinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu jeder Zeit gab es, neben den einfachen gebrauchsorientierten Einbänden für Bücher, prunkvollere, reich verzierte Prachteinbände. Das Mittelalter mit seiner enormen Bedeutung sakraler und religiösen Literatur brachte in dieser Hinsicht ganz besonders hervorstechende Beispiele hervor.</p>
<p>Kirchliche Prachteinbände waren Spiegel der christlichen Macht und wurden deshalb mit den edelsten Materialien, wie beispielsweise Elfenbein, Email, Edelmetallen, Edelsteinen und kostbaren Stoffen geschmückt. Der Buchbinder selbst übernahm meist nur den technischen Teil der Arbeit mit Heftung des Buchblocks und Befestigung der Buchdeckel. Die weiteren Arbeiten wurden je nachdem von speziell ausgebildeten Goldschmieden und Emailleuren, Metallarbeitern und Schnitzern oder auch Malern übernommen.</p>
<div>
<div><a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Musee_du_Moyen_Age_A09.JPG&amp;filetimestamp=20051023135808"><img src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/d7/Musee_du_Moyen_Age_A09.JPG/180px-Musee_du_Moyen_Age_A09.JPG" alt="" width="180" height="193" /></a></div>
</div>
<p>Eine der ältesten Techniken der eigenständigen Verzierung hingegen waren Goldschmiedarbeiten. Teilweise wurden sogar Holzdeckel ganz mit Goldblech verkleidet. Mittelalterliche Prachteinbände lassen sich in mehrere große Gruppen einteilen, die sich nach den unterschiedlichen Gestaltungselement richten. Die Kreuzform spielte in vielen Fällen der Verzierung eine entscheidende Rolle.</p>
<p>Während sich die Einbände der karolingischen Zeit oft noch durch auftragende Verzierungen auszeichnen, ging man im 11. und 12. Jahrhundert zu einem eher flächenhaften Stil der Gestaltung über. Gravierte oder durchbrochene Metallplatten lösten die plastischeren Treibarbeiten ab. Oft verwendete man dafür Kupfer, das nachträglich vergoldet wurde. Auch Holzschnitzereien sind aus dieser Zeit überliefert.</p>
<p>Die Prachteinbände der Gotik waren weniger geistlich und mehr weltlich bestimmt. Zwar wurden weiter Gebets- und Erbauungsbücher prunkvoll verziert, doch anders als zuvor waren sie nicht ausschließlich für die Kirche und Gottesdienste, sondern für den privaten Gebrauch bestimmt. Bewegt durch die drei Kreuzzüge, entstand eine große Zahl an Einbänden mit Darstellungen von Kreuzigungsszenen. Zunehmend verwendete man Bezüge aus edlen Stoffen, wie Samt, Brokat oder Seide.</p>
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