Vampir-Boom auf dem Buchmarkt

Das Jahr steckt noch in der Aufwärmphase, da ist das nächste Bestsellerphänomen bereits durchgestartet. Von null auf Platz vier ist „Gezeichnet“, erst vor knapp zehn Tagen im S. Fischer Verlag erschienen, auf der aktuellen „Spiegel“-Bestsellerliste eingestiegen. Dass es sich dabei lediglich um den ersten Band einer derzeit auf zwölf Titel angelegten neuen Vampirserie namens „House of Night“ handelt, war wohl unvermeidlich: Wer einmal Blut geleckt hat, so will es das Gesetz des Genres, braucht schnellen Nachschub.

Nicht nur, was den Erfolg – in Amerika liegt die Auflage der bisher erschienenen sechs „House of Night“-Bände bei über acht Millionen, die erste Verfilmung soll im Laufe des Jahres in die Kinos kommen -, sondern auch, was die ungenierte Ballung von Klischees, das schlichte Strickmuster des Plots (Handlung wäre zu viel versprochen) und die Scherenschnitte angeht, die als Charaktere ausgegeben werden, kann die neue Reihe tatsächlich als jene „legitime Nachfolgeserie der Bis(s)-Romane“ gelten, als die sie sich selbst bejubelt.

Aber “House of Night” ist nur eine von vielen Vampir-Reihen, die wie Pilze auf den Marlt schießen, seit der letzte Twilight-Band veröffentlicht wurde.

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