Das neue Programm des Suhrkamp Verlags versammelt auf beeindruckende Weise Leuchttürme der Suhrkamp-Kultur in Neuausgaben und Nachlassfunden – Brecht und Joyce, Koeppen und Nelly Sachs, Ingeborg Bachmanns „Kriegstagebuch“ und Max Frischs „Tagebuch 3“, Foucaults späte Vorlesungen, Luhmanns „Politische Soziologie“, Unbekanntes von Blumenberg, Aufsätze von Koselleck und Hacks. Hier läuft die Geistmaschine Suhrkamp auf Hochtouren. Nur die Qualität der Neuerscheinungen kann da leider nicht mithalten. Aber Suhrkamp will sich wohl nach dem umstrittenen Umzug nach Berlin erstmal auf Bewährtes konzentrieren.