Wer oder was ist eigentlich ein Leser?
Ein Leser (vom Verb ‚lesen’) ist nach einer allgemeinen Definition derjenige der ein literarisches Werk aufnimmt und die dort schriftlich niedergelegten Gedanken im besten Fall auch versteht. Hier spricht man von der Rezeption des Buches. Die Leser in der Gemeinschaft bilden schließlich das anonyme, aber einflussreiche Publikum, an das die Literatur adressiert ist. Als Konsument bestimmt er große teile des Buchhandels mit.
Die Literaturwissenschaft nimmt aber noch eine Unterscheidung zwischen zwei Typen von Lesern vor:
1) Der reale Leser, der in seiner Freizeit ein Buch liest und sich seine eigenen Gedanken dazu macht.
2) Der intendierte Leser, den sich der Autor beim Schreiben des Buches vorstellt: Er ‚denkt’ beim Lesen genau das, was der Autor auch beabsichtigt. Er ist der idealtypische Leser, den der Autor mit seinen Geschichten erreichen will.
Franziska
