Suhrkamp: Ein Ende in Sicht?

Dem Umzug des Suhrkamp-Verlags nach Berlin steht anscheinend nichts mehr im Weg: Joachim Unseld hat seine Anteile an die „Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung“ verkauft und ist somit als Gesellschafter des Unternehmens ausgeschieden. Dies wurde am Donnerstagabend von einer Sprecherin der Firma bestätigt. Damit sind sämtliche gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen dem bisher als Umzugsgegner hervorgetretenen Unseld und dem von seiner Stiefmutter Ulla Unseld-Berkéwicz geleiteten Verlagshaus hinfällig. Die Veräußerung der Anteile tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Über den Preis wurde nichts bekannt.

Der Sohn des früheren Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld hatte erst vor einer Woche beim Landgericht Frankfurt eine Unterlassungsklage gegen die Verlagsleitung eingereicht, um den für Dezember geplanten Beginn des Umzugs zu verhindern und die Einberufung einer Gesellschafterversammlung zu erwirken.

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