Spracherziehung

“Man wird, was man liest” diese These vertritt die Dutsche Akademie für Sprache und Dichtung. Daher lautet die neue Losung des Präsidenten„Spracherziehung“. Künftig will die Akademie regelmäßig einen „Bericht zur Sprache der Nation“ vorlegen. Zudem will sie sich der Sprache in den Schulen, zumal in den Schulbüchern, widmen, um die „Literalität als Fundament der Identitätsbildung“ zu stärken. Wie man indes gerade in diesem, von den schwer belehrbaren Kultusministerien der Länder besetzten Bereich darauf einwirken will, dass an den Schulen wieder Texte gelesen werden, die sich nicht bloß pädagogisch, sondern durch ihre literarische Qualität empfehlen, blieb offen.

Aber notwendig scheint ein solches Eingreifen in die Schulliteratur zu sein, man höre sich nur einmal die Gespräche unter Jugendlichen an: Dort fehlen meist völlig Artikel, Nebensätze und anderes. Die Spracherziehung sollte ein dringendes Anliegen sein, auch der Kulturminister.

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