Google digitalisiert Bücher

Der Internetriese Google will mal wieder seine Leistungspalette erweitern, nach Bildern, Karten und E-Mail-Adressen scannt die Suchmaschine nun große Teile der Bestände von dreiundzwanzig us-amerikanischen, sechs europäischen und einer asiatischen Spitzenbibliothek, darunter auch urheberrechtlich geschützte, nicht mehr im Handel befindliche, seltene Werke. Während gemeinfreie Texte auf „Google Books“ schon jetzt fast komplett einsehbar sind, werden von den noch geschützten Büchern bislang nur einzelne Seiten anzeigt. Allerdings ist hier noch nicht entgültig geklärt, ob dies überhaupt legal ist.

Ergänzend kommt das hinzu: Fünfundzwanzigtausend Verlage lassen Google heute digitale Komplettkopien ihrer Bücher für Vorschauzwecke erstellen, wobei in der Regel nur zwanzig Prozent des Inhalts in der Google-Buchsuche sichtbar sind. Wer das ganze Buch lesen möchte, muss es – bislang noch regulär – erwerben. Insgesamt umfasst die Datenbank bereits zehn Millionen neue und alte Bücher und soll wohl bald – wenn es nach den Erfindern geht – die gute alte Bibliothek ersetzen.

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