Die Papierherstellung

Die Grundzutaten für Papier sind von jeher Faserstoffe (pflanzliche und/oder textile) und Wasser. Schon das von den Chinesen um 105 n. Chr. erfundene, erste Papier bestand aus zerstampfen Maulbeerbaum- und Chinagrasfasern, Baumwolle und alten Lumpen, die mit einem Sieb aus einem Wasserbottich geschöpft wurden. Spätere Generationen von Papiermachern verfeinerten und variierten dieses Rezept nur noch, indem sie weitere ‚Zutaten’ hinzufügten (wie z. B. Leime und Füllstoffe), Veredelungsverfahren entwickelten (z. B. die Oberflächenbehandlung) und die Herstellungsmethoden perfektionierten (durch die Erfindung von Holzschliff, Zellstoff, mechanischen Sieben etc.). Heute enthält jedes Papier im Wesentlichen Holzfasern, Altpapier, Füllstoffe zur Strukturverbesserung, wie z. B. Farbstoffe und Leime (die die Saugfähigkeit des Papiers bestimmen) und Wasser. Lumpen finden nur noch in wenigen Sonderfällen Verwendung, z. B. für Banknoten. Die Vielfalt der fertigen Papiere und die qualitativen Unterschiede entstehen durch die Auswahl, Abstimmung und Art der Verarbeitung dieser Grundzutaten. Generell umfasst die Papierherstellung um die 60 Arbeitsschritte und ist damit ein sehr komplexer Vorgang.

Franziska

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